Haus von innen feucht _normal???

06.07.2006



Hallo,
wir haben uns ein Fachwerkhaus (reetgedeckt) anno 1855 angeschaut und es war von innen alles nass, richtig nass. Die Wände, das Treppengeländer etc..
Nun ist es ja schon seit einiger Zeit sehr warm und die Maklerin hatte die Fenster offen gelassen.
Meine Frage:
spricht das nun für eine gute Isolierung oder ist da was nicht in Ordnung?Ist das nicht so wie beim Keller, wenn man im Sommer das Fenster offen lässt und die Wände zu schwitzen anfangen?
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?
Freundliche Grüße
Nina



Im Keller



hatten wir das auch - pfützenweise. Aber im Wohnbereich ist mir das noch nicht untergekommen, obwohl das Haus lange leerstand und wir nicht geheizt hatten. Hat sich die Feuchtigkeit denn irgendwie schon ausgewirkt? Richt es muffig, ist was faul? Ich finde das seltsam.

Da bin ich mal gespannt, was die anderen sagen.

Grüße



So richtig



muffig nicht, nein, es steht aber auch schon ein Jahr leer...
die Feuchtigkeit ist überall gleich, so ein wasserfilm, der sich gleichmässig überall verteilt.
Ich würde es spontan auf hohe Luftfeuchtigkeit schieben, aber ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob das gut oder schlecht, bzw. wirklich der grund ist...???



hab ich auch schon mal gesehen



Hallo Nina,

zwar habe ich das Problem in unserem Haus (1750) so noch nicht gesehen, aber ein Nachbarhaus (1756) steht seit knapp 2 Jahren leer. Da ich eine Partei der Erben recht gut kenne, durfte ich das Haus mal von innen sehen.
Da war alles, ich will nicht sagen naß, aber klamm, die Wände. die Treppe, die Türen, ..., wie bei Dir halt.
Durch gutes Lüften hat sich die Sache nahezu von selbst erledigt.
Daher denke ich mal, dass Deine Maklerin die Fenster nicht lange auf hatte (max. 1-2 Tage vor Deinem Termin).
Wenn man im Haus wohnt und täglich lüftet, dürftest Du damit wenig Probleme haben.
Aber:
Wie lange steht das Haus so da?
Ein Sommer? mmmh noch ok
zwei Sommer? mmmh wird Zeit
drei Sommer? ohh, langsam aber sicher Vorsicht!
noch länger! unbedingt auf Schäden untersuchen (Pilze nicht vergessen!)
Ein altes Haus macht viel mit, nimmt Dir auch nicht alles übel, man darf es halt nicht übertreiben!

Hole Dir mehr Info über das Haus.
Je nach Leerstandszeit auch einen Sachverständigen.

Gruß
Stephan



der pilz freut sich ;-)



der stephan hat voellig recht, und ich waere da noch vorsichtiger. unter den genannten bedingungen wuerde ich das haus genauestens untersuchen, da solches ideale bedingungen fuer Schwamm usw. sind.
dazu braucht es auch mitunter nur wenige wochen, um ein so nasses haus zu zerstoeren. unbedingt sachverstaendigen hinzunehmen, da du offensichtlich die noetigen kenntnisse nicht hast und sonst ggfs. spaeter den Schaden hast.

ganz allgemein finde ich es wichtig, dass man weiss, dass reetdaecher rauchdaecher sind. werden sie nicht mehr als rauchdaecher genutzt, faengt die ganze sch... mit permanenter dachfeuchte, moos- und anderem bewuchs und -befall usw. an.

von daher wuerde ich mir das sehr, sehr gut ueberlegen mit dem reetdach.

gruss
paulchen



Sorry



ich kann nix zur Aufklärung des Problems beitragen. Nur Paulchen möcht ich fragen, wieso es dann noch immer Häuser mit Reetdächern gibt, die auch ganz gut da stehen. Das sind (fast) alle ganz sicher keine Rauchhäuser mehr.

Mach doch die Leute bitte nicht verrückt mit solchen Aussagen.

Grüße



folgekosten nicht unberuecksichtigt lassen



ahem ich wollte niemand verrueckt machen damit. wollte nur auf die probleme und folgekosten hinweisen, mit denen zu rechnen ist.

beispielsweise ist die regelmaessige entmoosung von reetdaechern auch ein kostenfaktor, der nicht vernachlaessigt werden sollte. wird das vernachlaessigt, treten ernstere schaeden auf, und das kann einigen aufwand hinter sich ziehen.

wer sich dessen bewusst ist, dass ein reetdach weit mehr aufwand hinter sich zieht als ein herkoemmliches dach, und sich trotzdem dafuer entscheidet, dann sage ich: nur zu!

bei dieser anfrage ist jedoch alles moeglich; wir koennen ja noch nicht einmal ausschliessen, dass unter der oberflaeche schon fortgeschrittene zersetzung am gange ist.

dass das haus im hochsommer noch so kalt ist, dass massive schwitzwasserbildung vorzuliegen scheint, finde ich jedenfalls schon mal sehr ungewoehnlich bzw. interessant.

vielleicht deshalb, weil es eh schon voellig durchnaesst und klamm ist??

also nochmal, ich will keine panik machen, nur aufmerksam machen auf vielleicht uebersehene, folgenschwere details.

gruesse
paulchen



Ich danke



für alle Antworten. Ich bekomme eine Ahnung, was so ein Vorhaben bedeutet und was berücksichtigt werden muss..
Viele Grüße
Nina



Haus von innen feucht



Hallo,
das kann viele Ursachen haben, da müßten schon einige weitere Infos her. Zwei Sachen sind wichtig, ist es aufsteigende Nässe im Mauerwerk oder hat das Haus sehr dicke Wände, zB. Bruchstein 60 cm oder, oder. Solltet Ihr noch Interesse an der
nässe Sanierung haben schreiben Sie mir. Ich bin kein Sanierer, habe auch ein historische Haus und schon einige Erfahrung damit.