Holzschutz

20.03.2004



Guten Tag,
ich hörte von Kollegen über ein schweizer Holzschutzmittel (mineralisch ungiftig), kann aber den Hersteller nicht finden. Kann mir jemand helfen ?

Danke,

Thomsen



MH haben wir im Webshop



Hallo,

wir haben Mineralischen Holzschutz im Angebot. Ist zwar nicht von einem schweizer, sondern von einem deutschen Hersteller. Das Produkt ist ungiftig und hochwirksam. Ich maile Ihnen bei Interesse gern das Datenblatt zu. der Preis z.B. für 1l (27m²) beträgt 48,80 €.
Der Holzschutz ist auch wirksam bei Befall z.B. durch Hausbock, Kellerschwamm, Hausschwamm, Bläue, etc.

mit besten Grüßen



War es vielleicht HASIL



Hallo Thomsen,
vielleicht ist es ja HASIL.

Deutscher Vertrieb http://www.masid.de/
oder warsa es http://www.hasit.de/ ??

Ich selber hab das Zeug noch nicht benutzt, aber der Konrad Fischer (Architekt aus Berufung: http://www.konrad-fischer-info.de/) schwaermt davon :)
Es soll voellig ungiftig sein, da kein Gift im herkoemmlichen Sinne vorhanden ist,was auf der anderen Seite wohl auch
das Problem mit der Zulassung in Deutschland ist. Hier bekommt ein Holzschutzmittel nur den Stempel wenn es auch 'giftig/toedlich' ist :(

Christian



Holzschutzmittel = Biozid



Guten Tag,
ich habe Ihre Frage und die erste Antwort gelesen und möchte dringend einige Sachen klarstellen. Dazu möchte ich auch auffordern in den alten Beiträgen zu recherchieren. Ich habe vor inzwischen schon recht langer Zeit bereits zum Thema stellung genommen. "Holzschutzmittel", die auf mineralischer Wirkung basieren, bewirken, wenn es gelingt die Silikate wirklich an die Zellwännde zu koppeln und nicht nur in die Zellhohlräume einzulagern, eine Verkieselung. Dann wird die Wasseraufnahme reduziert und vielleicht sogar ein gewisser mechanischer Widerstand für Pilzhyphen erreicht. Solche Mittel würde ich zur Zeit aber weder als "hochwirksam" noch als "Holzschutzmittel" bezeichnen. die Eindringtiefe wird auch gegen Null gehen. Wer einen Pilzbefall im Holz bkämpfen will der hat sich noch nicht wernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt. Wenn ein Prodkthersteller das in seine Unterlagen zu einem Verkieselungsmittel als sachgerechte Bekämpfungsmaßnahme anbietet hat er sich entweder auch nicht mit dem Thema beschäftigt oder er stellt wirtschaftliche Interessen weit vor Sachlichkeit.
Man ist bestrebt Möglichkeiten zum Holzschutz zu finden, die auf Biozide verzichten könen, deshalb ist es auch entscheidend immer an den konstruktiven Holzschutz zu denken. Kein chemisches Mittel (auch ein zugelassenes) kann auf Dauer wirken, wenn der konstruktive Holzschutz sträflich vernachlässigt wird.
Nun zu den Vorschriften:
Ein Holzschutzmittel ist per Definition eine biozidhaltige Zubereitung. Deshalb ist es zur Zeit unmöglich Verkieselungen als Holzschutzmittel anerkennen zu lassen. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit, die Wirkung von Verkieselungen ist auch sehr begrenzt. Für tragende Bauteile MUSS ein Holzschutzmittel eine bauaufsichtliche Zulassung vorweisen und bestimmungsgemäß angewendet werden. Für nicht tragende Bauteile sollte ein Holzschutzmittel ein RAL-Prüfzeichen haben, dann ist namlich gewährt, dass das Mittel überhaupt auf Wirksamkeit,und Umwelt- sowie Gesungheitsschutz geprüft wurde. Wer statt eines aufgrund der Gefährdung in der Einbausituation vorgeschriebenen Holzschutzmittels ein nicht zugelassenes Verkieselungspräparat einsetzt verstößt gegen das Baurecht!
Konstruieren sie so, dass die möglichkeit besteht auf chemischen Holzschutz zu verzichten, an den Punkten, wo as nicht geht verwenden Sie zugelassenen bzw. RAL-Geprüfte Mittel.
mfG. Ulrich Arnold



Holzschutz



Vielen Dank für die Tips. Ich beabsichtige nur leicht angegriffenes Fachwerk im Innenbereich nach mechanischer Reinigung damit anzustreichen.

Gruß

Thomsen



Diskriminierung eines ungiftigen Holzschutzmittels



An Ulrich Arnold,
bitte lesen sie doch mal folgenden Artikel
http://www.masid.de/pdf/artikel_0001.pdf
da bin ich mal gespannt was ihnen dazu einfällt?



kenne ich



Hallo Frau Modjesch,
die Produkte wie HM1, Hasil und Woodbliss kenne ich. Ich spreche den Produkten auch nicht ab, dass sie in bestimmten Anwendungfällen wirken und eine sehr gute Alternative darstellen. Die Koppelung an die Zellwand ist jedoch sehr schwierig und nur so kann das Wirkkontzept sich voll entfalten. Weiterhin ist die Eindrigtiefe solcher Mittel auch sehr beschränkt. Ich stimme zu, dass die Zulassungspraxis für Holzschutzmittel so geändert werden sollte, das auch Biozidfreie Mittel eine Zulassung bekommen können. Wenn ich aber in den Produktinfos von Woodbliss lese, dass es zur Pilzbekämpfung im Holz geeignet sei, dann halte ich das für sehr mutig.
Verkieselungen sind kein Allheilmittel.
Außerdem denke ich,dass es einmal einer Überprüfung bedarf, ob Anobien nicht einfach unter der dünnen verkieselten Außenschicht weiternagen und sich zu Vollinsekten entwickeln, die ohne auszuschlüpfen Folgegenerationen bilden.
Fazit: Hin und wieder auch einmal über Verkieselungen nachdenken aber das Ganze nicht als Lösung aller Probleme im Holzschutz und "Allheilmittel" ansehen.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Erfahrungen und Test der Schweitz



Ich frage mich ob es denn von den Schweizern und den Östereichern oder den Ländern wo die Mittel schon länger und öfter verwentet werden denn keine Test oder Erfahrungberichte gibt. Ob Woodbliss nur vorbeugend oder auch nachher gegen Hausschwamm oder sonstiges wirkt, das muß doch den Leuten schon bekannt sein. Hier scheint das ja alles Neuland zu sein, weil die Mittel hier nicht zugelassen sind und nur Insider da rankommen.

Kennt denn keiner eine ausländische Seite zu dem Thema.

Wenn es ein Wundermittel wäre, dann müssten die Leute dort ja auch darüber schwärmen oder zumindest etwas mehr berichten können.

Aus http://www.veoe.at/173.html?&L=0
Habe ich gerade selber gefunden.
Aber die Ergebnisse stehen da leider nicht dabei, sonder nur in der angekündigten Broschüre.

"Pilotversuch: Biologischer Holzschutz für Leitungsmasten.

Stämme des Schimmelpilzes Trichoderma werden im Pflanzenschutz seit mehreren Jahren erfolgreich zur Bekämpfung von pflanzenpathogenen Pilzen eingesetzt.
Ziel dieses Pilotversuches war es, die bei Laborversuchen festgestellte ausgezeichnete Hemmwirkung an Leitungsmasten im Freilandversuch als biologischen Holzschutz anzuwenden.
Frische Kiefern-Masten wurden nach dem LCT-Verfahren mit Trichoderma imprägniert und an 4 Standorten eingegraben bzw. auf Beton-Mastfüße aufgeschraubt und der Zustand der Masten 6,5 Jahre verfolgt.

Von Univ.-Prof. Dr. K. Messner, DI Dr. A. Marchler und DI V. Fleck
Lignocell Holz – Biotechnologie Ges.m.b.H.
Broschüre, DIN A 4, 129 Seiten, illustriert, 2003.
Bestell-Nr. 650/496"

Vielleicht findet jemand noch etwas spannenderes.