Holzbalkendecke Schalldämmen und Isolieren

01.02.2015 Matze



Hallo,
ich habe jetzt zwar schon viel gelesen, aber für meinen Fall noch nicht die passende Antwort gefunden.

Ich bin aktuell dran ein Bauernhaus Baujahr 1924 zu renovieren.
Da die Holzbalkendecke vom 1.OG zum 2.OG (18x10 er Balken) zu viel schwingt habe ich die Decke (Lehm-Stroh und Braschenfüllung) entfern und die Balken auf beiden Seiten mit 20cm Bohlen aufgedoppelt. Nun will ich den Zwischenraum wieder füllen (Isolierung und Schallschutz).
Ich dachte an folgenden Aufbau (von unten nach oben)

1. Gipskartondecke
2. Dampfsperre
3. Mineralwolle 10-12cm (Isover Akustic TP1 oder Rockwool RP-V)
4. Rieselschutz
5. 10-8cm Trockenschüttung
6. 22mm OSB Platte
7. Trittschalldämmung
8. Laminat

Was haltet ihr von diesem Aufbau oder welche Alternativen gibt es?





wenn beide Etagen von den selben Nutzern bewohnt sind, kann 2 und 3 entfallen.
(Wenn die Obere Etage nicht bewohnt ist, wird auch nichts schwingen, Schallschutz brauch man da auch nicht.)
Das Schwingen hört erst auf, wenn man die Decke wieder beschwert, dazu war bisher die alte Lehm Schüttung da.

GE





Welche Spannweite und welche lichten Abstand haben denn die Balken?
Entweder schwingt der Boden weil die Balken unterdimensioniert sind oder weil denen die Vorspannung fehlt.
Hast du die Aufdopplung mit aufs Balkenlager geführt?

Mir persönlich wäre es zuviel OSB. Für die Schüttung einfache Schalbretter oder die alte Dielung nehmen. Als Fußboden ne schöne Hobeldiele.





Beide Etagen werden von uns bewohnt, unten sind die Wohnräume, Küche, Bad.. und oben sind die Schlaf und Arbeitszimmer.

Die Spannweite der Balken beträgt je nach Raum 3,5 bis 4,5 Meter. Die Bohlen sind bis auf die Balkenlager an der Wand Wand geführt und der unterschied zu vorher ist enorm.

Bei der Füllung zwischen den Balken steht der Schallschutz im Vordergrund. Die Idee mir der Mineralwolle hat eher einen Finanziellen Hintergrund, da die Komplette Decke mit Trockenschüttung aufzufüllen sehr teuer währe. Es handelt sich um etwa 100qm Deckenfläche.



Schallschutz verbessern



Ich habe auch ein ähnliches Haus- nur 14 Jahre älter.
Die vorhandene Deckenkonstruktion habe ich unverändert gelassen und nur direkt unter die Decke 40 mm Holzfaserplatten( schwere) zwischen 4/6 cm Holzlatten verlegt um die Deckenhöhe nicht zu sehr zu reduzieren.

Darauf 10 mm Fermacellplatten verschraubt und verputzt.

Die Schalldämmung ist dadurch nun völlig ausreichend und genügt auch bei unterschiedlichen Mietern auf beiden Etagen.

Laminat ist äußerst negativ, da sehr laut beim Begehen-
Massivdielen sind deutlich besser.
Geglühter Sand ist günstig zur Schalldämmung, nur Deckenstatik vorher überprüfen - wiegt etwa 1800 kg/m3.

Bei genügender Raumhöhe kann auch eine mit Federabhängern im Trockenbau ausgeführte Deckenverkleidung die Schalldämmung sehr verbessern- Hohlraum ebenfalls ausfüllen.
Entsprechende Berechnungen und Aufbaumöglichkeiten siehe bei den Gipskartonplattenherstellern.

Andreas Teich