Dielenfußboden OG direkt auf Balkenlage EG

09.02.2005



Beim Bau meines kleinen Holzhauses wurden für die Dielung im DG vorgefertigte Naturholzbretter 300 mm verwendet, die unterseitig profiliert sind.
Bei der hier gewählten Konstruktion bildet die Unterseite dieser Bretter die sog. Sichtfläche, während die Rückseite, ebenfalls gehobelt und geschliffen, die Dielenfussbodenseite im DG ergibt.
Nun haben sich bereits nach einem halben Jahr bei ca. 25 Dielen im DG überbreite Fugen von bis zu 6 mm Fugen gebildet.
Worauf sind diese übergroßen Fugen zurückzuführen ?
Liegen diese Fugen noch im Normbereich ?



Schwinden?!



Ihre Dielen scheinen zu schwinden. Das kann vor allem daran liegen, dass das Holz mit zu hoher Restfeuchte eingebaut worden ist, bzw. aber auch durch sehr trockene Raumluft (Kontrolle mit Hygrometer sinnvoll >40% rel. Luftfeuchte).
Meiner Ansicht nach, stellen Fugen bis 6mm einen Mangel jenseits der Norm dar, der ggf. vom Handwerker, der die zu feuchten Dielen eingebaut hat, zu vertreten ist.
Im Streitfall sollten Sie einen entsprechenden Gutachter hinzuziehen.
Schöne Grüsse.



Verantwortung des Handwerkers ?!



Hallo Herr Leyh,
erstmal vielen Dank für die Info. Nun ist mein Interesse aber richtig geweckt.
Ich habe versucht mich mit dem Handwerker über diese Fugen zu unterhalten.
Seine Auskunft war das Holz ein Baustoff ist, der ständig arbeitet und sich den raumklimatischen Bedingungen anpaßt. Die relative Luftfeuchtigkeit spielt eine ganz erhebliche Rolle, die sich in Form von einem ständigen Quellen und Schwinden auf den Werkstoff Holz auswirkt.
Das Holz arbeitet ist mir schon klar, trotzdem bin ich aber der Meinung das man damit nicht 6 mm Fugen erklären kann. Daher meine Frage, wenn die rel. Luftfeuchte > 40 % lt. Messung eingehalten werden, ob es dann auch normal ist das sich diese Fugen bilden. Gibt es evtl. DIN oder Norm die darüber Auskunft geben.



DIN-Norm



Das Holz immer arbeitet ist klar, doch finde ich persönlich eine Schwindfuge von 6mm sehr viel.
Ist gibt bestimmt eine entsprechende DIN-Norm, vielleicht kann hier einer der Forums-Architekten einen entsprechenden Hinweis beisteuern.



Dielenbreite



Hallo Herr Arnold,

vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Noch ein Hinweis zu den Dielen, die sind 13 cm breit und 300 mm stark. Ich denke ein durchaus gängiges Format.
Jede Diele wurde durch die Feder in die Balken verschraubt.
Ich denke das mir Ihre Hinweise sicher weiterhelfen können.

Schönes Wochenende
C. Kramer



Fehler :)



Sorry gemeint ist selbstverständlich
Breite der Dielen 130 mm
Stärke der Dielen 30 mm

:)



Beispiel



Sehr geehrte/r Frau/Herr Conny Kramer,
es handelt sich prinzipiell um ein Holzfeuchteproblem. (Und ein Problem von Baustellenabläufen)
Ich gebe hier einige allgemeine Betrachtungen wieder. Diese Betrachtungen können keine Begutachtung ersetzten und sind selbstverständlich kein Gutachten. Die Zusammenhänge sind jedoch bestimmt für viele Forumsbesucher interessant.
Holz ist hygroskopisch, d. h. es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf bzw. gibt diese ab. Die Gleichgewichtsfeuchte stellt sich in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchte ein. Bei der Feuchteaufnahme quillt trockenes Holz so lange, bis der „Fasersättigungspunkt“ erreicht ist. Bis zum Fasersättigungspunkt wird das aufgenommene Wasser in der Zellwand angelagert, deshalb dehnen sich die Zellwände aus, das Volumen nimmt zu. Bei Fasersättigung (ca. 28-32 % Holzfeuchte) wird Wasser in den Hohlräumen eingelagert. Hier wird keine Quellung mehr verursacht. Bei Fällen wie dem Ihren ist der umgekehrte Prozess eingetreten, das Holz ist nachdem es montiert wurde auf eine geringere Feuchtigkeit getrocknet als bei Montage vorhanden war. Da das Raumklima auch in beheizten Wohnungen etwas schwankt sind leichte Quell- und Schwinderscheingen normal. Das Holz „arbeitet“. Man kann bei ordnungsgemäßer Heizung und Lüftung für Wohnräume jedoch nur von Holzfeuchteschwankungen um wenige Prozent ausgehen. Holzfeuchteunterschiede von ca. 3 bis 6 % sind über das Jahr für Holzböden „normal“, wobei im Winter das Holz trockener ist als im Sommer. Dementsprechend ist die Quell- und Schwindverformung bei an das Raumklima angepasstem Holz relativ gering. Wenn also bei der Montage Holz verwendet wurde, dass etwa die Ausgleichsfeuchte für beheizte Wohnräume aufwies muss das Arbeiten entsprechend gering ausfallen. Eine Handwerkliche Regel besagt dementsprechend dass Holz mit der zu erwartenden Gleichgewichtsfeuchte eingebaut werden soll. Diese Vorgabe enthält auch z. B. DIN 1052.
Nun werden wir ein wenig rechnen, um an einem Beispiel die ungefähre Feuchtedifferenz zwischen Einbau von Dielen und Zustand der sich später einstellen kann abzuschätzen:
Sie schreiben von „Naturholzdielen“, diese Bezeichnung gibt keine Holzart wieder. Die Quell- und Schwindmaße hängen aber auch von der Holzart ab. Ich gehe jetzt einmal vereinfachend davon aus, dass es sich in unserem Beispiel um Fichtenholz handelt. Fichtenholz verformt sich unterhalb Fasersättigung bei 1% Holzfeuchteänderung um 0,24 % (DIN 1052 Teil 1 Tabelle 4). Diese Zahl gibt die gemittelte Verformung zwischen radialer und tangentialer Formänderung wieder. Radial „arbeitet“ das Holz um ca. 0,16 %/%, tangential (in Jahrringrichtung) um ca. 0,32 %/%. Da ich nicht weiss ob die Dielen mit stehenden Jahrringen eingeschnitten wurden, verwende ich das Mittelmaß von 0,24 %/%. Meistens sind die Dielen sogar weitgehend so eingeschnitten, dass die tangentiale Formänderung stärker wirkt. Solche Einschnitte sind nämlich einfacher herzustellen und nur so erzielt man die gefladerte Ansichtsfläche (umgangssprachlich falsch als Maserung bezeichnet).

Abschätzung:
6mm Schwindmaß / 130mm Dielenbreite X 100 (für %) / 0,24 (%) = 19,2 % Feuchteänderung (bzw. 14,4 % bei tangentialer Richtung).

Die Abschätzung lässt also ein Abtrocknen um ca. 14 bis 19 % Holzfeuchte wahrscheinlich erscheinen. Wenn wir uns jetzt noch vor Augen halten, dass in einem allseitig geschlossenem, geheizten Bauwerk mit Ausgleichsfeuchten von 9+/- 3 % gerechnet werden kann, ergibt sich die ungefähre Einbaufeuchte zu 9 + 19 = ca. 29 %. Das ist der Bereich um Fasersättigung, möglicherweise war das Holz sogar noch feuchter. Denn Schwinden setzt ja erst unter Fasersättigung ein. Die Ausgleichsfeuchte wird im Winter unter 9 % liegen, deshalb kann die Einbaufeuchte im Beispiel auch bei ca. 23 % oder 17 % gewesen sein.

Im Sommer wird der Spalt vermutlich auf 2/3 bis die hälfte zurückgehen.

Wie sah denn das Raumklima während der Verarbeitung aus?
Wurde bei der Hausrenovierung viel Baufeuchte eingebracht (Putz, Estrich, ...)?
Hat ein Gasheizstrahler die Baustelle gewärmt und dabei die Luftfeuchte stark erhöht?
Sind die Dielen beregnet worden?
Ist die Holzfeuchte gemessen worden?

Nun noch etwas allgemeines zu Normen und Bewertungen:
DIN 1052 (Ausgleichsfeuchte, angepasste Einbaufeuchte, ...)
DIN 18334 (ebenfalls Einbaufeuchte, ...)
DIN 18355 (ebenfalls Einbaufeuchte, ...)
DIN 68365, falls tragend/aussteifend auch DIN 4074 (Trocken 30%)
DIN 68100 (Schwindmaße, ...)

VOB: Prüfung der Einbaubedingungen und Vorleistungen, Bedenkenanzeigen, ...
BGB: vereinbarte Beschaffenheit, ...

Sanierung: z.B. auskitten, ausspänen, neu verlegen, ... (Beachte. Im Winter ist das Holz trockener, Sanierungen deshalb im Sommer um Zwängungsspannungen zu vermeiden)

Literatur: z. B. Colling „Lernen aus Schäden im Holzbau“; Rapp/Sudhoff „Schäden an Holzfußböden“; Zimmermann/Schumacher (Hrsg.) „Bauschadensfälle Bd. 3“

Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
PS:
Falls die Dielen lackiert wurden auch mal in der Literatur unter dem Stichwort "Blockfugen" und "Blockung" nachschlagen



Beispiel



Sehr geehrte/r Frau/Herr Conny Kramer,
es handelt sich prinzipiell um ein Holzfeuchteproblem. (Und ein Problem von Baustellenabläufen)
Ich gebe hier einige allgemeine Betrachtungen wieder. Diese Betrachtungen können keine Begutachtung ersetzten und sind selbstverständlich kein Gutachten. Die Zusammenhänge sind jedoch bestimmt für viele Forumsbesucher interessant.
Holz ist hygroskopisch, d. h. es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf bzw. gibt diese ab. Die Gleichgewichtsfeuchte stellt sich in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchte ein. Bei der Feuchteaufnahme quillt trockenes Holz so lange, bis der „Fasersättigungspunkt“ erreicht ist. Bis zum Fasersättigungspunkt wird das aufgenommene Wasser in der Zellwand angelagert, deshalb dehnen sich die Zellwände aus, das Volumen nimmt zu. Bei Fasersättigung (ca. 28-32 % Holzfeuchte) wird Wasser in den Hohlräumen eingelagert. Hier wird keine Quellung mehr verursacht. Bei Fällen wie dem Ihren ist der umgekehrte Prozess eingetreten, das Holz ist nachdem es montiert wurde auf eine geringere Feuchtigkeit getrocknet als bei Montage vorhanden war. Da das Raumklima auch in beheizten Wohnungen etwas schwankt sind leichte Quell- und Schwinderscheingen normal. Das Holz „arbeitet“. Man kann bei ordnungsgemäßer Heizung und Lüftung für Wohnräume jedoch nur von Holzfeuchteschwankungen um wenige Prozent ausgehen. Holzfeuchteunterschiede von ca. 3 bis 6 % sind über das Jahr für Holzböden „normal“, wobei im Winter das Holz trockener ist als im Sommer. Dementsprechend ist die Quell- und Schwindverformung bei an das Raumklima angepasstem Holz relativ gering. Wenn also bei der Montage Holz verwendet wurde, dass etwa die Ausgleichsfeuchte für beheizte Wohnräume aufwies muss das Arbeiten entsprechend gering ausfallen. Eine Handwerkliche Regel besagt dementsprechend dass Holz mit der zu erwartenden Gleichgewichtsfeuchte eingebaut werden soll. Diese Vorgabe enthält auch z. B. DIN 1052.
Nun werden wir ein wenig rechnen, um an einem Beispiel die ungefähre Feuchtedifferenz zwischen Einbau von Dielen und Zustand der sich später einstellen kann abzuschätzen:
Sie schreiben von „Naturholzdielen“, diese Bezeichnung gibt keine Holzart wieder. Die Quell- und Schwindmaße hängen aber auch von der Holzart ab. Ich gehe jetzt einmal vereinfachend davon aus, dass es sich in unserem Beispiel um Fichtenholz handelt. Fichtenholz verformt sich unterhalb Fasersättigung bei 1% Holzfeuchteänderung um 0,24 % (DIN 1052 Teil 1 Tabelle 4). Diese Zahl gibt die gemittelte Verformung zwischen radialer und tangentialer Formänderung wieder. Radial „arbeitet“ das Holz um ca. 0,16 %/%, tangential (in Jahrringrichtung) um ca. 0,32 %/%. Da ich nicht weiss ob die Dielen mit stehenden Jahrringen eingeschnitten wurden, verwende ich das Mittelmaß von 0,24 %/%. Meistens sind die Dielen sogar weitgehend so eingeschnitten, dass die tangentiale Formänderung stärker wirkt. Solche Einschnitte sind nämlich einfacher herzustellen und nur so erzielt man die gefladerte Ansichtsfläche (umgangssprachlich falsch als Maserung bezeichnet).

Abschätzung:
6mm Schwindmaß / 130mm Dielenbreite X 100 (für %) / 0,24 (%) = 19,2 % Feuchteänderung (bzw. 14,4 % bei tangentialer Richtung).

Die Abschätzung lässt also ein Abtrocknen um ca. 14 bis 19 % Holzfeuchte wahrscheinlich erscheinen. Wenn wir uns jetzt noch vor Augen halten, dass in einem allseitig geschlossenem, geheizten Bauwerk mit Ausgleichsfeuchten von 9+/- 3 % gerechnet werden kann, ergibt sich die ungefähre Einbaufeuchte zu 9 + 19 = ca. 29 %. Das ist der Bereich um Fasersättigung, möglicherweise war das Holz sogar noch feuchter. Denn Schwinden setzt ja erst unter Fasersättigung ein. Die Ausgleichsfeuchte wird im Winter unter 9 % liegen, deshalb kann die Einbaufeuchte im Beispiel auch bei ca. 23 % oder 17 % gewesen sein.

Im Sommer wird der Spalt vermutlich auf 2/3 bis die hälfte zurückgehen.

Wie sah denn das Raumklima während der Verarbeitung aus?
Wurde bei der Hausrenovierung viel Baufeuchte eingebracht (Putz, Estrich, ...)?
Hat ein Gasheizstrahler die Baustelle gewärmt und dabei die Luftfeuchte stark erhöht?
Sind die Dielen beregnet worden?
Ist die Holzfeuchte gemessen worden?

Nun noch etwas allgemeines zu Normen und Bewertungen:
DIN 1052 (Ausgleichsfeuchte, angepasste Einbaufeuchte, ...)
DIN 18334 (ebenfalls Einbaufeuchte, ...)
DIN 18355 (ebenfalls Einbaufeuchte, ...)
DIN 68365, falls tragend/aussteifend auch DIN 4074 (Trocken 30%)
DIN 68100 (Schwindmaße, ...)

VOB: Prüfung der Einbaubedingungen und Vorleistungen, Bedenkenanzeigen, ...
BGB: vereinbarte Beschaffenheit, ...

Sanierung: z.B. auskitten, ausspänen, neu verlegen, ... (Beachte. Im Winter ist das Holz trockener, Sanierungen deshalb im Sommer um Zwängungsspannungen zu vermeiden)

Literatur: z. B. Colling „Lernen aus Schäden im Holzbau“; Rapp/Sudhoff „Schäden an Holzfußböden“; Zimmermann/Schumacher (Hrsg.) „Bauschadensfälle Bd. 3“

Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
PS:
Falls die Dielen lackiert wurden auch mal in der Literatur unter dem Stichwort "Blockfugen" und "Blockung" nachschlagen



Eine Menge Stoff



Vielen Dank Herr Arnold für die umfangreichen Informationen.
Da ich diese übergroßen Schwindfugen 6 mm eigentlich Sommer wie Winter habe, liegt das Problem m.E. bei den verarbeiteten Dielen. Darüber muss ich mich nun wohl mit dem Bauträger des Hauses auseinandersetzen.
Dies hatte ich bereits versucht, aber als Antwort nur bekommen das Holz ein Baustoff ist der arbeitet. Dies kann ich bis zu einem gewissen Grad einsehen, aber nicht bei Fugen die es mir bald ermöglichen vom OG ins EG zu sehen :)

Vielen Dank für Ihre Hilfe



Geheizt oder ungeheizt?



Sehr geehrter Herr Cramer,

Zu Ihrem Problem ein Zusatzfrage.

Ist das Dachgeschoß unbeheizt und das Geschoß darunter stark geheizt?



Beheizt



Beide Etagen werden gleich beheizt. Da es sich um eine offene Bauweise handelt, sind die Raumtemperaturen auf beiden Etagen auch ziemlich gleich.



Handelware in 30 mm



Hallo Herr Kramer,
sorry für das C in meinem ersten Bertrag.

Dann liegt das Problem darin, daß es unter normalen Umständen handelüblich keine auf die Feuchte von 9-12 Prozent getrockneten Profile gibt.
Vor allen nicht, wenn sie beidseitig sichtbar sein sollen.
Das Risiko der Rißbildung bei diesen starken Profilen nimmt kein Hersteller auf sich.
Sie verkaufen lieber nasse Ware die beim Verkauf einwandfrei ist.

Es tut mir leid für Sie.

Wie haben Sie die Profile befestigt? Kann man sie ggf aufnehmen und neu verlegen?

Mfg
Josef Struhkamp



Aufnahme ?!



Die Dielen wurden durch die Feder geschraubt. Sicher wäre eine Aufnahme der gesamten Dielen möglich.

Ich habe dieses Holzhaus von einer renommierten Holzhausfirma in Komplettbauweise erstellen lassen. Die Ausschreibung sah u.a. auch die Verlegung von 30 mm starken Dielen im EG und OG vor, unter Maßgabe der DIN 18334 für Zimmerarbeiten.
Bedenken wurden zu keiner Zeit angemeldet.
M.E. macht es sich der Bauträger etwas zu einfach, Schwindfugen von 6 mm damit zu erklären, das Holz nun mal arbeitet.
Die Frage ist nur, wer für die Kosten der Dielenaufnahme und Neuverlegung aufkommt und wo letztendlich der Fehler liegt.

So wie ich das hier bisher verstanden habe, müssen die Dielen zu feucht gewesen sein.



Huhn oder Ei



Hallo Herr Kramer,

das Problem bei einem Rechtsstreit ist das jeder Fehler gemacht hat und vor gericht die Sache auf einen Vergleich rausläuft. Dabei trägt man zumindest seine Anwaltskosten selber. Bei 2 Instanzen sind das gerne für jede Partei 2000 Euro.
Mein Vorschlag: kalkulieren Sie ihre Anwaltskosten teilen Sie durch 2, gehen zum Handwerker, bieten ihm die Summe an und er nimmt dafür die Dielen auf und verlegt sie neu.
Ich habe selber jahrelang schlüsselfertig Holzhäuser gebaut und oftmals sind die Versprechungen die der Holzhändler am Tresen macht, später teure Reklamationen.

Deswegen schreibe ich ja auch jetzt ein Buch über Holzfassaden, um meine Erfahrungen mit Problemen wie die Ihren im Vorfeld zu erkennen.

Zusätzlich noch eine Frage. Wer hat die Ausschreibung für Ihr Haus erstellt?

MFG

Josef Struhkamp



Mangel



Ich verstehe nicht ganz, wieso beide Seiten Fehler gemacht haben ?!
Die Ausschreibung wurde von einem Fachmann gemacht.

Die Schwindfugen von 6 mm stellen einen Mangel dar, der innerhalb der BGB Frist, als solcher angemeldet wurde.
Insoweit ist doch der Ansprechpartner der Bauträger, also die Holzbaufirma.
Diese hat aber versucht mir weis zu machen, das diese Fugen mehr oder weniger normal wären.
Ob der Bauträger nun zu feuchtes Holz verwendet hat, kann doch nicht das Problem für mich als Käufer sein, zumal wenn er lt. Ausschreibung lediglich Holz mit 9% +- 3 % Restfeuchte verwenden durfte.
Also wenn der Bauträger als Holzfachfirma sich nicht mit dem Werkstoff auskennt, wer dann ?



Abnahmeprotokoll



Liegt ein Abnahmeprotokoll für die ausgeführten Arbeiten vor! Speziell der Angaben, über Holzfeuchte von 9-12%, der eingebauten Teile!
Wir selbst hängen an das o.g. ein Meßprotokoll für die angelieferte Dielung immer an! Bei Anlieferung wurde durch Feuchtemessung dieses auch von Uns überprüft!

grübelnde Grüße



Ich bin kein Richter nur Realist



Sehr geehrte Herren,

wir wissen alle wie es geht, aber leider zu oft nach einem Fehler. Aber wir brauchen Lösungen. Und eine Lösung für dieses spezielle Problem habe ich vorgeschlagen. Das Ganze zur Zufriedenheit aller bei geringsten Kosten.

Recht haben kostet auch Geld und mit einem Viertel dieses Geldes löst sich das Problem.

Schwieriger wird es wenn Sie bisher Zahlungen zurückhalten, dann kann sich ein Rechtsanwalt lohnen.

An unseren Blockhaus Freund: Bitte denke an einem möglichen Blower Door Test nach der neuen ENEV. Auch sind dort noch nicht alle Details im Blockbau geklärt. Hochmut kommt vor dem Fall. Sorry das ich das sagen muß.

Mfg

Josef Struhkamp



An den Richter, der kein Realist ist!! Dielenboden ist doch was feines!



Bin leider nur Holzwurm, aber ein Freund von Profanblockbauten!
Und bei aller Temperatur, kommen Sie mir nicht mit Blower Door Test!

Auch wenn Sie Ihr Manuskript über Hausfassaden schon abgegeben haben!
Erst lesen,nachdenken und dann schreiben!

@Hochmut: Es gibt auch Leute, die keine Ahnung von Profilen besitzen!