weggefaulte Schwelle durch KVH ersetzen?

15.08.2013 Minnefeld



Hallo,
bei meinem Fachwerkhaus ist ein Schweller und darauf befindliche Ständer durch den nachträglichen Anbau einer Terrasse weggefault. Es ist eine Außenwand. Betroffen sind davon auch 2-3 Deckenbalken, die ins Innere gehen.

Jetzt zu meiner Frage:

Ein Zimmermann möchte diese Schäden nun durch KVH beseitigen. Spricht etwas dagegen, hier KVH zu verwenden? Oder sollte doch besser mit Eicheholz gearbeitet werden, da dieses länger haltbar ist?

Eiche oder KVH? Sichtbar ist das Holz später mal nicht.

Bin für für jede Info dankbar.

MfG





Man sollte ein Wasserbauholz verwenden, also Eiche. Sollte irgendwo eine Erle rumliegen, geht die auch, aber Weichholz (KVH ist in der Regel Fi/Ta) hat dort, auch wegen der Druckbelastung, nichts zu suchen.

Grüße



Erle?



Unterwasser ja ,aber über Wasser kann die meiner Meinung nach garnix.
Es sollte wenn möglich immer die gleiche Holzart genommen werden,ich verwende nur Altholz das arbeitet nicht mehr.

Grüße Martin





Danke für die schnellen Antworten.

Die Schwelle aus Eiche leuchtet mir nach den Ausführungen ein. Warum ist das aber einem Zimmermann scheinbar nicht bekannt?

Hat KVH überhaupt etwas im Fachwerkhaus zu suchen?

Evtl. für die angefaulten Deckenbalken, die zum Schweller gehen und angestückt werden müssen?

Die Ständer haben auch Druck und sollten dann ja wohl auch aus Eiche sein!?

Unter dem Schweller geht ein Doppel-T Träger aus Eisen lang. Seitlich ist die Terrasse aus Beton. Wie kann da verhindert werden, dass die Schwelle gleich wieder einen Schaden bekommt?



Doppel-T



Warum ist unter einer Schwelle ein Stahlträger?

Mach doch bitte ein paar Fotos von der einbausituation ,ich denke da kann dir dann hier eher geholfen werden.

Wenn das ursprüngliche Fachwerk ,Eiche war sollte es auch wieder durch(abgelagerte)Eiche ersetzt werden!

Grüße Martin

KVH ist vielleicht mehr was für s Dach.



Ich würde



meistens die Holzart nehmen aus der der Bestand ist.
Zur Frage: "Hat KVH überhaupt etwas im Fachwerkhaus zu suchen?": Bei Innenwänden würde ich das aufgrund der Ansprüche von Bauherren & Architekten was das Arbeiten des Holzes betrifft mittlerweile vorziehen.
Ralph Schneidewind



Eiche Erle usw



hallo Herr Beckmann,

warum hat denn bitte ein Weichholz nichts dort zu suchen? Mit Verlaub, das ist Unsinn. Schauen Sie sich mal Schwarzwaldhaus an, oder ein Umgebindehaus im Vogtland/Ergebirge/Lausitz/Riesengebirge - da gabs nur Tanne früher, und die hat auch ihre 300 Jahre und länger gehalten.

Erle ist schonmal garkein Bauholz für Fachwerk, auch wenn sie nah am Wasser wächst. Sie ist nicht druckfester als eine gute Fichte, jedoch deutlich kurzfasriger hat also eine geringere Biegefestigkeit, und verrottet an der Luft auch noch schneller.

@Minnefeld: KVH gibts zB auch in Lärche, und wenn das Holz gut gewachsen ist, dann würde ich die jedem anderen Holz vorziehen. Aber wie die anderen schon festgestellt haben: am besten ist es immer das Holz zu nehmen, aus dem der Rest des FAchwerks ist!

Wichtig scheint mir hier einmal festzustellen, wie die Terrasse außen angesetzt ist und von wo eigentlich die Feuchtigkeit kommt, die das Holz verrotten ließ...?! Anschlußdetails Terrasse-Wand/fassadenabdichtung/Spritzwasserschutz/Ablauf der Terrasse usw?

Gruß