Massive Wand, Fachwerk, Denkmalschutz und Heizung




Von meinem vorherigen Projekt habe ich mich verabschieden müssen. Da wären meine finanziellen Möglichkeiten rasch am Ende.

Aber ich bin schon wieder an etwas Neuem dran. Da grübel ich über folgende Problematik:
Kellerwände 60cm
Hauswände ca. 45cm
Fachwerk sichtbar und überputzt mit Erker im OG
Baujahr 1900
Heizung mit Heizkörpern in 1997 neu
Fenster Einscheibenglas mit Sprossen

Im günstigsten Falle rechne ich mit U=1,0 für die Wände.
Um die Verluste über die Wände und Fenster möglichst gering zu halten möchte ich möglichst auf Strahlungswärme ausweichen. Bei Raumtemperaturen 15°-17° hoffe ich die Heizkosten im Griff zu behalten.

Leider weis ich noch nichts, ob die Heizung Brennwerttechnik hat. Gehe mal nicht davon aus.

Was würden Sie mir raten? Wie das beste Ergebnis zu erzielen, ohne die Fassade zu verändern?
Mit welchen Heizkosten je qm ist zu rechnen?

MfG

Peter



Vielleicht --



--- findet sich bei Ihrer nächsten und / oder übernächsten
Projektidee Jemand, der seine Zeit und seine Gedanken kostenlos
zur Verfügung stellt, damit Sie sich das Über- über-übernächste Bauvorhaben durchdenken lassen können.
- Darum geht es doch -- Oder ?



Hallo Peter



1. U-Wert sollte man berechnen und nicht "annehmen".
2. Bei Kalksandstein.de oder .com gibt es eine Excel-Tabelle zum Download damit kann man den Wärmebedarf eines Hauses angenährt berechnen.
Ob du mit einer Strahlungsheizung ohne!!! weitere Maßnahmen Heizkosten sparst ist m.E. nicht sicher.
Alles in allem braucht man zur genaueren Beantwortung deiner Frage wohl eine funktionierende Glaskugel. Meine ist z.Zt. gerade bei Hellsehen&Sternendeuten Gmbh&CoKG zur Reparatur.(kleiner Scherz)
Rechne nur erst mal. Vielleicht bist du dann schon klüger!

Gruß Marko



Etwas mehr gerechnet



Hallo Marko,

ich habe zur Berechnung des U-Wertes eine Excelprogramm der FIW München benutzt. Der U-Wert schwankt zwischen 1,05 und 0,96 je nach Putzstärke bzw. Ziegel. Daher nahm ich 1,0 an.
Zur Berechnung des Wärmebedarfs habe ich jetzt ein Programm eines Herstellers für Wandheizungen genommen. Je qm habe ich eine Wärmebedarf von 100W angesetzt. Damit sollte ich auf der sicheren Seite sein.
Also komme ich auf 19,7KW Wärmebedarf bzw. 35445KWh/a.

Bei einem Preis von 0,78€ komme ich auf eine Jahressumme von ca. 3100,-- €.
Kann das jemand aus Erfahrung bestätigen?

@H. Milling
In diesem Forum bin ich Fragender und taste mich in der Projektspirale zum Ziel.
Ein Beispiel zu meiner Vorgehensweise sieht man hier:
http://www.bpb.de/popup/popup_bild.html?guid=J3FBEV

Mein Vorgehen ist wohl normal und sollte der Sinn des Internets bzw. eines öffentlichen Fachforums sein.
In anderen Foren bin ich der Fachmann und teile meine Erkenntnisse mit. Natürlich kostenlos. Und eine Gewinnerzielungsabsicht oder Kostenersparnis des Fragenden ist meines Erachtens sinnvoll.
Habe ich nichts zu sagen oder will ich nichts sagen, dann eben zur nächsten Frage.

MfG

Peter



Rechne mal mit dem



Programm von Kalksandstein.de. Das berücksichtigt auch Fenster,Türen,Dach und Keller. Auch die Lage der Wände zur Sonne. Zeigt dann zum Schluß an wie viel kWh in den einzelnen Monaten "verheizt" werden. Damit kannst du recht gut die größten Wärmeschleudern orten. Das Programm ansich scheint etwas zu viel Heizleistung zu berechnen. Aber als Auslegung mit etwas Sicherheit zu gebrauchen.

Gruß Marko





Hallo Marko,

ich werde es mir raussuchen.
War schon auf der Seite, hatte es aber nkicht gefunden.
Danke einstweilen!

Gruß

Peter





So, nun habe ich auch mit dem zweiten Programm alles berechnet.
Bei den Fenstern habe ich, in Ermanglung genauerer Kenntnisse, u=3,5 genommen.
Mit dem Program von Kalksandstein.de komme ich auf einen Wärmebedarf von 21,2KW bzw. ca. 40.000KWh/a.
Das ist recht ähnlich meiner ersten Berechnung und durchaus im Rahmen meiner Erwartungen.
Die erste Maßnahme zur Verbesserung der Werte würde also wohl in den Fenstern zu suchen sein, die zweite das dämmen der Decke zum Dachgeschoß.

Wichtig war duie Erkenntnis, dass das Beheizen finanzierbar ist. Macht ja keinen Sinn ein Haus zu kaufen und zu renovieren und dann die Unterhaltskosten nicht aufbringen zu können.
Vielen Dank für die Hilfe!

Peter



wahrscheinlich noch weniger



Hallo Peter

ich hab auch mit dem Programm (nach Tip von Marko) gerechnet. Habe ein Teil-Fachwerkhaus von 1852 mit 148 qm Wohnfläche (davon aber nicht alles beheizt). Laut Programm hätte ich einen Verbrauch 40 L/m2 und Jahr, habe aber nur 18. Vermutlich weil die Klimadaten von Holzkirchen sind, und ich an der Ostsee wohne (ausserdem ist's dieses Jahr ganz besonders warm). Wahrscheinlich spielen auch gut-eingestellte Heizung und Nutzerverhalten eine Rolle.

Fazit: Du wirst wahrscheinlich noch weniger Öl verbrauchen als berechnet. Also mach dir deswegen keinen Kopf. Die Idee mit der Dachgeschossdeckung ist übrigens prima!

Stefan



Daten aus der Praxis



Hallo Stefan,

danke für deinen Bericht aus der Praxis.
Das gibt dann ein wenig das Gefühl der Sicherheit.

Gruß

Peter