Ersatz für Luftheizung / Sanierung Altbau

25.01.2009



Wir planen den Kauf einer älteren Doppelhaushälfte (Bj. 1968). Größe und Aufbau typisches Dopelhaus. Insges. ca. 130 qm Wohn -und Nutz-Fläche. Wände 24cm, Keller Beton 30cm. Es ist keine Wärmedämmung vorhanden. Auch ansonsten weitgeehend alte Technik von damals. Einige Fenster wurden vor 5 Jahren ersetzt (leider nicht alle). Im Keller ist eine Schrag Luftheizung eingebaut (ölbeheizt, wurde vor 8 Jahren erneuert). In die oberen Geschosse führen Luftkanäle. Brauchwasser wird derzeit mit Boiler erwärmt.

Mehrere Installateure sind der Meinung: rausreißen.
Aber: Was dann? Eine Zentral-Warmwasserheizung bedeutet: Heizanlage, Rohrleitung (uP) und Heizkörper nachrüsten -> das wird ja unbezahlbar. Alternativ vielleicht Heizleisten (Speisung über bestehende Luftkanäle)?
Gibt es eine gute Luft-Luft-Wärmepumpenlösung, die an die bestehenden Luftkanäle angeschlossen werden kann (dann könnte man das später noch installieren)?
Wärmedämmung Dach und Fassade sofort oder später?
Restliche Fenster erneuern denke ich, sollte sofort passieren.
Dezentrale Lüftunsgeräte mit Wärmerückgewinnung einbauen (Siehe z.B: www.inventer.de)?
Oder gibts Luftsolar-Lösungen zum Nachrüsten im Altbau, ggf. kombiniert mit Wärmepumpe?

Bin gespannt auf Ihre Ideen.
Oder sollten wir besser einen Neubau anstreben?

Danke.



upps..



also bei dem Bauumfang würde ich mal einen Architekten zur rate ziehen.So wie ich das sehe gibt es sicher noch einiges mehr am Objekt der Begierde zu tun.
Heizung kann auch in den Luftkanälen verrrohrt werden.

MfG steffen



warmluftheizung



nur als denkanstoß gedacht (bin nicht vom fach):
unbedingt eine gute Beratung von einem wirklich kompetenten heizungsbauer einholen! es gibt heutzutage wirklich akzeptable lösungen für warmluftheizungen, man muß sie nicht zwingend für viel geld gegen ein anderes system austauschen. denken sie an die notwendig werdenden baulichen eingriffe, bis hin zum platz für heizkörper o.ä.!
in meinem elternhaus (ein paar jahre frühere bauzeit als ihres) wurde die Warmluftheizung stillgelegt und die schächte benutzt für leitungen der neuen heizung, weil alle "spezis" angeraten hatten, das zu tun (ich unterstelle: weil keiner wirklich auf dem laufenden war). wir würden das heute nicht wieder machen, auch wegen der dadurch völlig veränderten innenarchitektur, sondern die Heizung modernisieren!
grüße, carmen
p.s. das thema wurde, glaub ich, hier auch schon mal diskutiert, damals wurde verwiesen auf: www.schrag.de





Hallo,

ich hab da einen ganz anderen Rat: alle "Fachleute" rausschmeißen und einen technischen Berater von Schrag kommen lassen. Die haben nämlich all die Konzepte, nach denen Sie fragen, Brennwerttechnik und WRG eingeschlossen.
An einer Dämmung von 24 cm dünnen Wänden geht aber wohl kein weg vorbei. M.W. funktioniert moderene Luftheiztechnik erst richtig in gut gedämmten Bauten.

Grüße



Sanierung Altbau



Hallo,
ich würde nach einem ökologisch orientierten Energieberater suchen, dann eine sogenannte Vor-Ort-Beratung durchführen lassen. Kostet um die 800 €, wird aber mit öffentlichen Geldern bezuschusst. Dann wird ein enrgetisches Gutachten mit allen sinnvollen/möglichen Maßnahmen erstellt. Gutachter aber sorgfältig aussuchen.
Gruß
bernado



Sanierung Altbau



Hallo und vielen Dank für Ihre Antworten und Ratschläge.

Wenn ich Zeit hätte, würde ich mit der Fa. Schrag anfangen und, falls dann noch notwendig, mit einem fähigen neutralen Gutachter bzw. Energieberater (wer soll/kann das sein? wie finden man den "richtigen" heraus?).

Leider habe ich keine Zeit. Ich muss morgen ein Kauf-Preisangebot abgeben. Dazu muss ich mir eine ungefähre Vorstellung machen, was das Häuschen mit allen notwendigen und sinnvollen Sanierungen kosten darf (max. geschätzte Neukosten). Dann ziehe ich die gesamten Sanierungskosten (Firmenpreise) ab und erhalte den max. Kaufpreis. Oder?

Ich habe nur ein Problem: Wenn ich ungefähr das tue, gebe ich einen Preis an, zu welchem ich nicht den Zuschlag bekommen werde. Weil irgendein leichtgläubiger Uninformierter bereit ist, einen höheren (d.h. zu hohen) Preis zu bezahlen. Ich habe das in unserer Gemeinde öfters erlebt. Hier gibt es zu wenig Verkaufsangebot und zu viele Kaufwillige - das treibt den Preis. Und wegziehen kann/will ich nicht...

Daher stellt sich mir parallel die Frage, ob ein Neubau nicht doch die bessere Variante ist. Auch wenn der Einstandspreis erst mal höher ist.
Bei dem alten Haus bezweifle ich auch, dass ich es nur ungefähr auf einen Niedrigenenrgie-Standard bekomme (Dichtheitsproblem, Keller offen und nicht gedämmt...)

Die Fachwelt, auch wie sie sich hier in diesem Forum äußert, ist auch nicht besonders hilfreich. Die einen sagen Neubau, neuester Stand, kontrollierte Lüftung mit WRG etc.
Deren Kontrahenten sagen das totale Gegenteil: Nur die Erbauer von früher waren gut, auf keinen Fall abdichten, geben sogar "Tipps" Dichtungen an Fenstern wegzuschneiden..., nur Stahlungswärme ist gut, Lüftung ist Sch...

Man denke nur an die kontroverse Diskussion mir den Heizleisten... Ich bin jetzt eher verwirrt als informiert.

Vielleicht kannt die/der eine oder andere hier nochmal seine Meinung zum Ausdruck bringen. Vielleicht bringt es mich oder andere tatsächlich weiter...
Grüße & Vielen Dank.





Dann wiegen Sie doch mal die Vor- und Nachteile ab:

Neubau: steht erst in einem Jahr, ein paar Gewährleistungsproblemchen verschieben den Fertigstellungstermin. Kosten scheinen festzustehen, Qualität
ist planbar, alles maßgeschneidert.

Altbau: Beschäftigung für die nächsten 12 Monate ist garantiert, bewohnbar sofort, Kosten sind fraglich. Qualität richtet sich weitgehend nach vorgefundenem.
Vielleich gibt es ein paar m² mehr fürs selbe geld, Grundstück ist möglicherweise größer, Nachbarschaft gewachsen.

grüße