Heizleisten in Kombination mit Handtuchheizkörper

17.11.2011


Hallo,
ich habe Heizleisten installiert und in einem der 4 Kreisläufe hängt auch - den Heizleisten nachgeordnet, in Reih - ein normaler Handtuchheizkörper. Die Heizleisten laufen mit einem Rohrquerschnitt von 22mm, der Handtuchheizkörper hat meine ich nur 12mm Leitungsquerschnitt bei den Anschlüssen. Jetzt mein Problem: Die restlichen Zimmer in dem Stockwerk werden nicht richtig warm (das Bad mit dem Handtuchheizkörper aber schon), der Bypass ist sehr warm aber die Heizleisten nicht und das trotz voller Termostatöffnung. Bei voller Termostatöffnung sollte vom Prinzip her der Bypass kalt sein und die Heizleisten warm. Kann es sein, dass durch den verengten Rohrquerschnitt des Handtuchheizkörpers sich ein Rückstau bildet und so die Bypasse flutet mit warmem Wasser?
Die restlichen Stockwerke werden übrigens wunderbar warm.



Die Frage ist:



Wie kann bei diesem System, der hydraulische Abgleich durchgeführt werden?

Das Wasser geht den Weg des gteringsten Wiederstands. Die Heizköper die zuerst warm werden müssen eingedrosselt werden.

Grüße





Hallo,
Danke für die erste Antwort!
Die 4 Einrohrstränge, die alle am Heizkessel beginnen und enden, kann man hydraulisch abgleichen durch Ventile, das ist geschehen. Den Einrohrstrang, in welchem Heizleisten und Handtuchheizkörper in Reihe geschaltet sind, den habe ich in sich selbst nicht hydraulisch abgeglichen. Wie würde das funktionieren?



Fragen Siue doch mal den Hertseller



des Handtuchwärmers wie diese abgelichen wird. Odt ist am Thermostat ein Vertil zum Einstellen.

Grüße



Wie ist der Bypass geführt ?



Der Bypass der Heizleiste sollte vor dem Heizkörper enden, das Thermosthat-Ventil braucht einen eigenen Bypass. Ist das so gemacht ? Ansonsten sucht sich das warme Wasser Nebenwege....

Gruß



Ja.



Der Bypass der Heizleisten endet vor dem Handtuchheizkörper. Dieser selbst ist mit einem Lanzenventil angeschlossen, d.h. dieser enthält auch einen Bypass. Aber eben mit sehr kleinem ROhrdurchmesser. Oder sollte ich noch einen 22mm Bypass einlöten, als zusätzlichen Bypass für den Handtuchheizkörper? Aber dann wird ggf. der Handtuchheizkörper überhaupt nicht mehr mit warmem Wasser durchströmt?



Pi mal Daume ...



sollte der Bypass die selbe Querschnittfläche haben wie das geöffnete Thermostatventil.

Warum: Ist das Thermostatventil des nachgeordneten Heizkörpers bei einem Einrohrsystem geschlossen, muss der Wasserfluss insgesamt noch hoch genug sein, dass sich die Heizleisten erwärmen (= untere Grenze für die Querschnittsfläche des Bypasses). Ist das Thermostatventil offen, sollte ein nicht unerheblicher Teil des Wasserflusses noch durch den Heizkörper fliessen, damit sich der auch erwärmt (= obere Grenze für die Querschnittsfläche).

Genauer als Pi mal Daume könnte man das berechnen, wenn man die "Wärmeleistung" von Heizkörper und Heizleisten kennt.

Kleine Warnung: bin kein Heizungsbauer, nur Ing. mit privater Heizleistenerfahrung ....

Gruß



Nicht gerade ein begeisterndes Ergebnis:



Als einziger Raum wird der richtig warm, in dem ein konventioneller Heizkörper hängt.

Meine Meinung: HL entfernen, konventionelle HK einbauen. Weder das eine noch das andere ist eine Flächenheizung mit hohem Strahlungsanteil, aber bei HK wird's wenigstens warm...

Hat sich das 'mal ein Heizungsbauer angeschaut, oder haben Sie das selber erfunden?

Grüße

Thomas



Detailfragen



sollten auch detailliert geklärt werden.
Hier ist m.E. ein polemischer Rundumschlag gegen das Heizsystem an sich fehl am Platz.

Da die Ansichten der Herren Eisenschink, Ringlstetter, K. Fischer etc. nicht nur in diesem Forum stets heftig polarisieren, ohne dass es jemals wirklich auf wissenschaftliche oder praktische Ebene kommt, haben wir zur Entscheidungsfindung für unser zukünftiges Heizsystem gestern selber mal ein Haus bzw. die darin installierte Heizleistenanlage eines bayrischen Herstellers inspiziert:
Alle Räume sind wirklich angenehm temperiert, in den Bädern war weder Handtuchheizung noch Fußbodenheizung nötig, so warm war es. Das besichtigte Haus war ein ungedämmter Altbau, die Fenster und Terrassen-/Balkontüren veraltetes 2-fach-Isolierglas. Der Abgleich wird pro Heizschleife über den Rücklauf gemacht, dazu gibt es im Heizungskeller eine übersichtliche angeordnete Regelmöglichkeit, die auch für Layen verständlich und bedienbar ist. Heizkosten laut. Hausbesitzer ca. 2400l Öl bei 200m² Wohnfläche. Angesichts eines derzeit noch installierten veralteten 80er-Jahre-Brenners nicht viel.

Mit anderen Worten: Diese Systeme sind keine Märchen, sondern funktionieren. Da muss die ansonsten von uns favorisierte Wandheizung hinter Lehmputz erst mal gegen an punkten.

Back to topic: Vielleicht liegt beim Threadersteller ja wirklich ein sachlicher Installationsfehler vor, denn normalerweise müsste sich ein Heizleistensystem so abgleichen lassen, dass auch das Nadelöhr Handtuchheizung nicht alles ausbremst.

Von welchem Hersteller ist denn das Heizleistensystem? Selbst wenn es nur ein ferngeplanter Bausatz war, so sollte es dort doch jemanden aus Fleisch und Blut geben, den man in dieser Frage mal konsultieren könnte.



Liebes Schwatzwild,



ich habe einen Zustand konstatiert, und Schlussfolgerungen gezogen.

Ein polemischer Rundumschlag sieht weißgott anders aus.

Ob die angebenen Verbrauchszahlen nun stimmen oder nicht, ist völlig belanglos. Vergleichbare Werte können Sie in dieser Form nicht liefern.

Grüße

Thomas



Wird sind ansonsten mit den Heizleisten sehr zufrieden.



Wir heizen jetzt seit einem Jahr mit den Heizleisten, 130qm, Altbau mit 24cm Ziegelmauerwerk, nur an 2 Seiten mit 5 cm gedämmt, völlig überdimensioniertem 20 Jahre altem Kessel/Brenner, fast ungedämmtem Dach, Volle Heizleistung tagsüber da immer jemand im Haus ist; Verbrauch ca. 2800 Liter. Die Wärme ist wie propagiert, sehr angenehm. Ausserdem gefällt mir das Design sehr gut (die Holzverkleidung) im Gegensatz zu den klassischen Heizkörpern. Ich kenne Heizleisten seit meiner Geburt (vor etwas mehr als 35 Jahren) im Haus meines Vaters und auch da war nie ein Problem!

Einen Hersteller möchte ich hier nicht nennen; nur soviel, dass der Handtuchheizkörper so verbaut wurde wie vom Heizleistenhersteller geplant.

Die Fließgeschwindigkeit und damit die Heizleistung in dem Kreis mit dem Handtuchheizkörper muss doch sehr gering sein, aufgrund des Nadelöhrs?! Vielleicht strömt dann das Wasser zu gleichen Teilen durch Bypass (der Heizleisten) und Heizleistenstrang trotz voll geöffnetem Thermostatventil (welches sich im Heizleistenstrang befindet). Vielleicht sollte ich in die Bypässe der Heizleisten ein manuell einstellbares Ventil einbauen, um dort den Durchlass runteregeln zu können, dass der Hauptanteil des warmen Wassers wirklich durch den Heizleistenstrang fließt.

Vielleicht löte ich noch einen Bypass um den Handtuchheizkörper drumrum mit 22er Kupfer(Parallelschaltung), mal sehen was passiert. Kann sein dass der Handtuchheizkörper dann gar nichts mehr abbekommt?!

Weiterhin dankbar um Kommentare...



Bypass falsch angelegt?



der bypass sollte nicht mit bögen, sondern mit winkeln angelegt sein, wenn das micht möglich ist einen geringeren Querschnitt als die eigentliche heizleitung haben, außerdem sollte ein thermostatventil für schwerkraftheizungen, also mit möglichst geringen strömungswiederstand verbaut sein. der in reihe nachgeschaltete handtuchheizkörper sollte eigentlich keinen einfluß haben.