Heizkörper werden nicht richtig warm

13.01.2010



Hallo,
während im Erdgeschoss die Heizkörper richtig heiß werden, werden sie im Obergeschoss nur im oberen Teil des Heizkörpers heiß, im unteren nur lauwarm, wenn überhaupt. Und dadurch wird es auch in den Räumen nicht richtig warm.
Die alte Heizung wurde 2008 gegen eine neue ausgetauscht. Dabei wurden aber die alten Heizkörper mit den alten Thermostaten beibehalten.
Laut Auskunft unseres Heizungsbauers (Fachbetrieb) würde dies am Entlüften der Heizung liegen. Dies müsste man mehrmals machen, könnte sogar mehrere Winter dauern, bis die Heizkörper richtig warm werden.
Ihn darauf angesprochen, ob man vielleicht mal einen hydraulischen Abgleich machen sollte und auch die Thermostate erneuert, meinte, dass dies nicht notwendig sei.
Daher mal meine Frage, was ihr so dazu meint.



Heizkörper



@ HaRo


Ich hab diesen Effekt, wenn ich die Heizungspumpe im Keller auf Stufe 1 drossele (normal Stufe 2). Dann ist so wenig Strömung in den HK, daß sie im unteren Bereich kalt sind, während sie oben warm sind.

Ein hydraulischer Abgleich sollte immer gemacht werden, der Widerstand der unteren Etage ist so viel geringer, daß die obere Etage zu wenig Wasser bekommt.

Besser währe gewesen, einen zweiten HK fürs obere Geschoss zu installieren...

Wenn Luft in den Heizkörpern währe, währen die Heizkörper oben kalt und unten warm....


Andreas



Interessant!



"Laut Auskunft unseres Heizungsbauers (Fachbetrieb) würde dies am Entlüften der Heizung liegen. Dies müsste man mehrmals machen, könnte sogar mehrere Winter dauern, bis die Heizkörper richtig warm werden."

Originaltext in der Frage......

Nun, wenn der Heizkörper richtig entlüftet ist, ist er entlüftet. Natürlich kann nach einer gewissen Zeit noch weitere im Rohrsystem befindliche Luft in den oberen Heizkörpern ankommen. Dann sollte man in gewissen Zeitabständen wieder mal entleeren. Aber..., nachdem der Heizkörper entlüftet ist, muss er auch warm werden.
Ansonsten ist die Anlage falsch geplant und dies stellt einen Mangel da.
Natürlich nur, wenn der Heizungsbauer auch mit der Planung beauftragt wurde. Denn nur dann haftet er für ein funktionsfähiges Heizungssystem.

Wurde ein hydraulischer Abgleich der Anlage gemacht?
Gibt es dazu einen schriftlichen Beleg?

Grüße Guido



Korrektur!!!



Dann sollte man in gewissen Zeitabständen wieder mal entlüften.

Muss es richtig lauten!



Hydraulischer Abgleich



Hallo,

und schon mal Danke für die Antworten.

@ Andreas
Ich glaube Heizkörper gibt es genügend (12). Und das Problem tritt mit Schwankungen bei allen Heizkörpern auf.

@ Guido
Ein hydraulischer Abgleich wurde nicht gemacht. Die Anlage ist schon recht alt. Ich glaube sogar der Heizungsbauer hat die auch irgendwann mal eingebaut. Nur hat man damals noch nichts von Hydraulischem Abgleich gehört.
2008 wurde dann nur der Brenner ausgetauscht, ohne Abgleich. Ich glaube auch nicht, dass mit unseren Thermostaten überhaupt ein Abgleich möglich wäre.
Irgendwie will der Heizungsbauer anscheinend nicht so richtig ran, obwohl er ja doch ein paar Euro daran verdienen könnte.
Das mehrmalige Entlüften hat er auch damit begründet, dass ja ab und zu Wasser nachgefüllt werden muss und dadurch wieder Luft in das System kommt.
Also mir geht es nicht darum, dem "Freundlichen" an den Karren zu fahren. Ich will halt nur eine Heizung die ordentlich funktioniert. Ich hätte mir vermutlich schon einen anderen Fachmann gesucht, aber die Familie läßt halt alles da machen, sind gleich um die Ecke und und

Gruss
HaRo





Wenn Du die Heizkörper im Erdgeschoss alle zudrehst, wird es dann oben wärmer?
Wenn man dauernd entlüften und Wasser nachfüllen muss, ist irgendwo ein Leck.
Bei alten Thermostaten kann es sein, dass diese verlegt sind, vor allem wenn sie selten verstellt werden. Manchmal hilft es schon, sie ein paar mal ganz auf- und zuzudrehen.

Vielleicht ist auch die Pumpe zu schwach oder falsch geregelt; Vorlauf-Rücklaufdifferenz zu hoch und dafür Durchfluss zu klein. Sollte man an der Steuerung ändern können, wenn diese halbwegs auf dem Stand der Zeit ist.



Abgleich...



...geht auch ohne voreinstellbare Ventile.
Bei Altanlagen macht man den hydraulischen Abgleich über die Rücklaufverschraubung.
Also beim letzten Heizkörper im Strang ganz auf und alle anderen drosseln um den Wiederstand zu erhöhen. Das ganze so lange, bis die Temperaturdifferenz Vorlauf - Rücklauf für alle HK ungefähr gleich ist.
Andere Parameter wie Leistung der Pumpe müsste man dann auch noch betrachten um den Volumenstrom zu steuern. Denke mal bei Dir ist es noch keine stufenlos regelnde Pumpe.

Problem bei alten Anlagen ist häufig auch die Dimensionierung des Leitungsnetzes, zum Ende des Stranges hin immer mehr verjüngend und damit geringerer Volumendurchsatz, da hilft dann nur Pumpenleistung anheben.

Brenneraustausch klingt nach Ölheizung, richtig?

Gehe auch mal aufs Haustechnikdialog - Forum, da gibts erschöpfend Details zu dem Thema.

Grüße
Jörg



Könnte es sein



dass die Umwälzpumpe stehgeblieben ist,weil Schmutzpartikel aus den Heizkörpern in den Kreislauf hineingeraten sind ? Dieses Problem habe ich selbst erst vor wenigen Wochen bei meiner Heizungsanlage erlebt.Durch thermische Strömung wurden in der unteren Etage die HK noch halbwegs warm; in der oberen Etage ist nicht mehr viel angekommen.Die Pumpe wurde wieder angeworfen und läuft seitdem einwandfrei.



Heizkörper



@ HaRo


"Besser währe gewesen, einen zweiten HK fürs obere Geschoss zu installieren...."

<<
Entlüften der Heizkörper nach Befüllung sollte nach ca 4 Wochen und ca 3 mal entlüften erledigt sein. Es währe auch gut, an der höchsten Stelle des Systems einen automatischen Entlüfter einzubauen.

Ein Abgleich wird immer an der Rücklaufverschraubung gemacht, damit jeder Heizkörper die gleiche Menge Wasser mit dem gleichen Druck bekommt. Ist eine zeitaufwändige Fummelarbeit und wird gerne "vergessen".


@ Hussel


eine steckende Pumpe hatte ich in meiner alten Anlage auch mal, aber da ist fast der Kessel hochgegangen, weil der das warme Wasser nicht schnell genug los geworden ist...



also ich tippe immer noch auf eine zu kleine Pumpe..., dh, in der unteren Etage die Heizkörper etwas drosseln, damit oben etwas mehr ankommt oder einen zweiten Strang mit einer separaten Pumpe installieren....


@HaRo


Ich würde es wie Jens machen, unten alle Heizkörper zu drehen. Wird es dann oben warm, nach folgenden Schritten verfahren:


-im EG alle Thermostate auf 4 drehen.
-dann Raumtemperatur auf 21° mittels Rücklaufverschraubung reduzieren.
- Vorlauf und Rücklauf sollten zwischen 10 und 20 Grad Differenz haben


Sollte das nicht helfen, 2. Steigestrang mit Pumpe fürs OG installieren....

MfG Andreas



Die Lösung ...



... erst mal lesen, dann wird einiges klar:
www.hydraulischer-abgleich.de, für den Einsteiger: www.energiesparen-beim-heizen.de

Gruß Scheithauer



Rost



Vielleicht sind die alten Heizkörper im unteren Teil verdreckt,verstopft,oder verrostet.Normalerweise läuft
ein Heizkörper von unten nach oben voll.
Oder es befindet sich noch ein zweites Element im Heizkörper,Glukol,dass andere spezifische Eigenschaften hat als Wasser.
Warum macht die Heizung keine Laufgeräusche wie bei Luft
üblich??
Gruss