Heizestrich - Anschluss Innenwand-Streifenfundament

12.06.2019 Stephanie



Liebe Fachwerk-Community,
schon bei so vielen Themen, war mir dieses Forum hilfreich, doch nun komme ich mit der Planung nicht weiter und wende mich ans Forum. Wir haben ein Pfarrhaus (ca. 1870) welches wir im Laufe der nächsten Jahre sanieren. Momentan reissen wir viel ab und planen den neuen Fußbodenaufbau.
Ist-Zustand: Oberkante Fussboden ist 1m über Erdreich (Feldsteinsockel). Die Innenwände sind in Holzständerbauweise. Die Schwellbalken auf den Streifenfundamenten sind verfault. Oberkante Dielung war auch Oberkante Schwellbalken, die Dielen (ebenfalls verrottet) lagen auf einer sandigen Schüttung. Die Schwellbalken werden ausgetauscht. Wir möchten in den Zimmern ein Heizestrich verlegen, der geschliffen und versiegelt wird.
Nun meine Frage: Die Oberkante vom Heizestrich soll die Unterkante vom Schwellbalken sein. Das Streifenfundament ragt aber 15-20 cm unter dem Schwellbalken heraus. Welche Lösungen gibt es für den Wandanschluss? Wenn der Heizestrich über das Streifenfundament gezogen wird, ist der Schwellbalken ja wieder eingebaut. Lässt man dort einen Spalt zur Lüftung? Wenn die Oberkante vom Heizestrich auch die Oberkante vom Streifenfundament ist gibt es einen 15-20 cm breiten Streifen entlang der Innenwände wo das Streifenfundament sichtbar bleibt. Das geht also auch nicht. Welche Lösungen habt Ihr dafür gefunden?
Vielen Dank für die Hilfe.



Nun ja......



...eine schwierige Situation und dies dann auch noch aus der Ferne.
Um eine entsprechende Lösungsfindung zu gerantieren, werdet ihr um eine sorgfältige vor-Ort-"Planung" durch einen versierten Fachbetrieb oder gar Planer, nicht umhinkommen.
Da sind sehr viele Dateils zu beachten, um eine entsprechende Lösung daraus dann zu definieren.
Desweiteren muss ein entsprechendes Korngemisch für eure Vorstellungen zusammengefügt werden, was dann auch der Estrichleger noch gut einzubauen verstehen sollte.
Habe erst selbst in einem Neubau davor gestanden (zwar kein Heizestrich!) und als der Bauherr es hat Schleifen lassen, kam das große Erwachen!!
Obwohl im voraus genauestens alles besprochen wurde!
Der Boden sah einfach Scheiße aus!!
Früher gab es Terrazzoleger und eben diese Böden!
Nur heute?
Und dann noch als Heizestrich?

Woher stammen eure Ideen dazu?
Warum wollt ihr nicht wieder einen Holzboden legen und einen wärmedämmenden Bodenaufbau darunter bringen?
Als Heizung dann dafür vielleicht auf Wandheizung umschwenken?

Nur als Ideenanregung mal gedacht.

FG in die mir gut bekannte Uckermark,
Udo



Die Planung ...



ist im Gang. Der Zimmermann war da, um den Austausch der Schwellen zu besprechen. Das ist alles in einem guten Prozess. Die Idee mit dem beheizten Estrich kam daher, dass wir uns für diese 3 Zimmer des doch recht grossen Hauses warme Füsse wünschen und wir grundsätzlich an Flächenheizungen interessiert sind die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten können.
An Wandheizung hatten wir auch schon gedacht. Allerdings kann man vor diese Wände nichts mehr stellen und auch nichts aufhängen, ohne zu riskieren die Rohre zu beschädigen. Aber ich mag ich die Vorstellung einer Bauwerkstemperierung hinsichtlich der Erhaltung vorhandener Bausubstanz und der Strahlungswärme.
Trotzdem ist mir aber auch die Vorstellung eines fugenlosen warmen Bodens zumindestens in diesen Zimmern wichtig. Der Zimmermann schlug gestern vor unter die neuen Schwellbalken Bitumenpappe zu legen, da die Fäulnis der Schwellbalken durch aufsteigende Feuchtigkeit aus den Streifenfundamenten kam. Dann kann man die Wärmedämmung und auch den schwimmenden Estrich über die Fundamente einbauen. Es bleibt die Lüftung des Schwellbalkens erhalten, da der Estrich ja nicht bis zum Balken anliegt und von unten keine Feuchtigkeit mehr kommen kann. Den Estrich würden wir auch von Fachleuten einbauen lassen, nur wollte ich grundsätzlich den Aufbau verstehen um beim Abriss und auch Aushub der Schüttung alles gut vorzubereiten und auch nur das nötigste auszuheben.