Hartfaserplatte 3 mm zusätzlich zur Unterspannbahn - Zellulose Einblasdämmung

27.09.2019 herr_hook



Liebe Fachwerk Community,
trotz intensiver Recherche hier und im www habe ich keine zufriedenstellende Anwort auf meine Frage gefunden.

Im Rahmen der Kernsanierung unseres Fachwerkhauses (Effizienzhaus Baudenkmal) soll auch die Dachschräge aufgedoppelt und gedämmt werden. Die Anlaschungen haben die Zimmerer bereits erstellt. Nun soll der weitere Aufbau für die Zellulose-Einblasdämmung vorbereitet werden.

Eine knapp 20 Jahre alte Unterspannbahn ist vorhanden. Die Idee war, die äußere Begrenzung mit den Hufer Varioexpandern herzustellen, aber zum einen ist der Sparrenabstand zu groß, zudem sind die Sparren aus Rundhölzern aufgebaut.

Hufer verwendet 2,8mm mächtige Hartfaserplatten. Wenn man sich die Daten (Wasserdampfdiffusionszahl, Dichte) ansieht, scheinen das normale HDF Platten zu sein, die aufgrund ihrer geringen Dicke aber diffusionsoffen genug sind.

Da das mühevolle Anpassen dieser recht hochpreisigen Platten meines Erachtens wenig sinnvoll ist, würde ich gerne 3 mm dicke MDF oder HDF Platten (aus dem Baumarkt) verwenden. Mir ist bewußt, dass hinsichtlich der Diffusionsoffenheit ein Gradient von innen nach außen bestehen muss.

Kann mir da jemand Rat geben bzw. gibt es eine Alternative zu dieser Vorgehensweise? Eine Einblasdämmung soll auf alle Fälle durchgeführt werden und diese wird auch nahtlos in die Dämmung der Geschossdecke übergehen.

Vielen Dank vorab und viele Grüße,
Stefan



Unterdeckplatte Hartfaser für Zellulosedämmung



moin,
das lässst sich prinzipiell so bewerkstelligen.
Ggfls muss aber auch die vorhandene Unterspannbahn weichen,
die Hartfaser sollte eine gewisse Qualität ( und praktischerweise auch Größe ) haben,
je nach Sparrenfeldbreite sollte die HF mittig hinterstützt sein,
raumseitig auf jeden Fall eine regulierende Dampfbremse einbauen.
Gern mehr
Jürgen Kube



Zellulosedämmung im Bestand



PS. ..es ginge auch mit Weichfaserplatte !qb



Einblasdämmung



Die Papierschnipsel Einblasdämmung sackt mit der Zeit noch zusammen. Mit Wärmebildkamera sollte daher der Zustand nach einiger Zeit erfasst werden.

pauline



@pauline : Einblasdämmung



..der Einbläser sackt vielleicht im Laufe der Jahrzehnte einige Zentimeter zusammen , die Zellulosedämmung sollte dies , vorausgesetzt ordentlich verarbeitet ,sollte dies nicht tun !
8-) Jürgen



Vielen Dank...



für diese erste Einschätzung. Genau so wie auf dem Bild wollten wir das auch machen. Bei der Fülle an Holzwerkstoffen bin ich mir halt nicht sicher, wo ich Platten ordentlicher bzw. guter Qualität kaufen kann. Welche Hart- oder Weichfaserplatten (Hersteller, Dicke etc) wären denn generell geeignet?

Viele Grüße



@ Jürgen



"..der Einbläser sackt vielleicht im Laufe der Jahrzehnte einige Zentimeter zusammen , die Zellulosedämmung sollte dies , vorausgesetzt ordentlich verarbeitet ,sollte dies nicht tun !
8-) Jürgen

AEG = Aus Erfahrung bei den ersten Nullenergiehäusern bei Darmstadt Gelernt.

Dort fand eine Überwachung mit Kamera statt und man war über das Ergebnis nicht sehr begeistert.

pauline



Welche...



Hartfaserplatte (oder eben Weichfaserplatte) wäre denn zu empfehlen?

Ich würde eher aus Platzgründen zu einer schmalen Platte tendieren...