Wie Graben am Sandsteinfundament auffüllen?

11.08.2011



Hallo Allerseits,

nachdem ich nach langem Lesen hier im Forum doch noch unsicher bin und "mein" Sachverständiger ein guter Zimmermann ist und nicht der Experte für Hausanschlüsse, hoffe ich, ggf. vor großen Fehlern bewahrt zu werden ...

Situation: Fachwerkhaus auf Sandsteinsockel, der 30 - 50 cm über Strassenkante hinausreicht. Teilkeller, dessen (Sandstein-)Wände etwas feucht sind, was mich aber nicht beunruhigt (ich werde mich mit Lüften und Beobachten der Luftfeuchtigkeit noch beschäftigen).

Allerdings werden gerade die Wasseranschlüsse in der Gemeinde erneuert und in diesem Zuge auch auf ca. 12m ein Graben direkt vor der einen Hauswand für Wasserleitung und Abwasserrohr ausgehoben. Vor dem Haus gehören noch 50 cm zum Grundstück. Die beauftragte Baufirma ist keine Altbau- sondern eine "übliche" Tiefbaufirma.

Ich habe vor, folgende Punkte (ggf. gegen Aufpreis) einzufordern:

- Graben nicht unter Fundamentniveau
- Abwasserrohr so weit wie möglich vom Sockel entfernt
- Inspektionsschacht
- Verfüllen mit Schotter
- Asphalt nicht mehr bis an den Sockel ziehen

Was habe ich vergessen?
Ist eine Ergänzung des Schotters sinnvoll?
Wie sollte auf Strassenebene der Anschluss über dem Schotter am Sockel beschaffen sein?

Vielen Dank

S. Roschinski



Vorher und nicht nachher



Hallo

Machen sie eine genaue Fotodokumentation der ganzen Angelegenheit. Auch Fotos der Innenwände und Ecken und Decken-Wandanschlüsse.

Hier sieht man evtl Setzungen sehr schnell.

Evtl. Probeschachtung vornehmen um zu sehen wie tief die Fundamente in diesen Bereichen sind.

Die Tiefbaufimen müssten wissen wie tief dort der Graben gehen muss.
DIe können sich nicht an "Fundamenten" orientieren - vor allem beim Abwasser.

Wenn deutlich tiefer und zu nah an der Grundstückgrenze und den Fundamenten - eine Unterfangung verlangen.

Ende der Pauschalitäten.

FK



Graben



Ich ergänze noch:
Schotter macht keinen Sinn.
Der Leitungsbereich ist mit Bettungssand aufzufüllen, darauf kommt gut abgestuftes nichtbindiges Material, der Graben sollte oben mit Pflaster, Bitumen o.ä. verschlossen werden.
Eine Schotterpackung macht aus dem Graben eine Rigole, die Ihren Keller fluten kann und die Standfestigkeit der Fundamente gefährdet.
Wenn der Abstand reicht, kann der Graben auch verbaut werden.
Wichtig ist wie Florian schon schrieb eine Dokumentation zum vorherigen Zustand. Das machen die Tiefbaufirmen aber in der Regel schon selber bzw. lassen es machen. Ich hatte so was auch schon mal gemacht, mit Dokumentation vorhandener Risse, Setzen von Rissmonitoren deren Überwachung usw.

Viele Grüße



Vielen Dank



für die Hinweise.

Den Aufbau der Verfüllung und ggf. Notwendigkeit einer Unterfangung werde ich der Baufirma zukommen lassen.

Probeschachtungen werde ich, wenn erlaubt, ebefalls morgen beginnen (ist ja dann beginnendes Wochenende :)).
Dokumentation ist schon begonnen (Fotos).

Sie haben mir den Fehler mit dem Schotter erspart!

S. Roschinski



Graben



Das mit dem "zukommen lassen" können Sie sich sparen. Als Tiefbauer wissen die Leute selber, was sie zu tun haben. Beobachten sie lieber Ihr Haus bei den Bauarbeiten genau, achten sie auf Veränderungen, Risse, plötzlich klemmende Türen usw. Stimmen Sie sich mit den Leuten vor Ort betreffs der Zufahrtsmöglichkeit zu ihrem Grundstück ab.

Viele Grüße