Fußbodenaufbau

09.12.2013 wiegehtdas



Werte Gemeinschaft des Wissens!

Wir haben einen Fußboden zwischen Streifenfundamenten zu bearbeiten.

Istzustand:

30 bis 50 cm Holraum über Erd- und Sandboden (trocken). (Ehemalige ?) Wohnunung von Großnagetieren ((Landwirtschaft - Stall nebenan)mit selbstgenagtem Wohnmraumzugang.

Bodenaufbau: Stahlträger von Wand zu Wand, mittig abgestützt, darauf Bohlen, darauf Dielen


Sollzustand:

1 Zimmer Fliesenboden 1 Zimmer Golzdielen (verschraaubt)

Anforderungen: Nagetiersicher, wärmegedämmt und nach dem Prinzig gut und günstig und zügig umsetzbar.

Wir hatten an Sandauffüllung, geflies und Glasschaumschotter gedacht, oben befliesbare spezial OSB drauf, bei den Dielen Lattung dazwischen zusätzliche Dämmung.

Wir bitten um weitere / andere / bessere Vorschläge und konstruktive Kritik. Danke



Fußbodenaufbau



Mein Vorschlag:
Kiessand 0-16 einbauen und verdichten,
Trennlage aus Folie,
5-8 cm Sauberkeitsschicht aus Beton,
Abdichtung.

Bei Fliesenboden:
Darauf wärmegedämmten Massivestrich, Fliesen.

Bei Dielung:
Darauf Weichholzfaserdämmplatte,
darauf Steicofloor mit eingebetteter Traglattung,
darauf Dielung.



Nachfrage



Danke für die Antwort. Wenn ich 50 cm Luft bis OK Boden habe, wie komme ich dann bei 16 cm Sand und 8 cm Beton bis auf den Fußboden und wie ist das Beton gießen schnell? Der braucht doch ewig bis er trocken ist.

Viele Grüße



Mal wieder ein Kompliment an Herrn Böttcher



Hi,

ich find die Aufbauten von Herrn Böttcher auch empfehlenswert! Alternativ zur Steicoplatte könnte man auch Pavatex nehmen.

Ich hab auch schon zwischen Pavatexplatte und Dielung noch eine Lage OSB eingebaut. Dann sind Parkettaufbauten auch denkbar.

Ist für Selbstbauer aufjedenfall die einfachste Lösung!

Beste Grüße



Sachsen an Küste !



0-16 ist die Körnung und nicht die Höhe ! Auffülen der Höhe nach Bedarf (ihr habt ja 20 cm Diffenrenzen) Der beton mit Restfeuchte bleibt unter der Abdichtung und kann so weiter aushärten (Beton braucht Wasser zum Abbinden). Für die gewälte Abdichtung bracht er natürlich eine entsprechend angetrocknete Oberfläche.



Fußbodenaufbau



Wie Sie auf die Höhe kommen:
Ich würde sagen mit Mathe.
0 OFF fertiger Fubo
1,5 Fliesenbelag
4,5 Estrich
10 Dämmung (kann auch 12 sein oder 8)
8 Sauberkeitsschicht/Abdichtung
Macht 24 cm. 50 cm - 24 cm ergibt 26 cm Kiessand Körnung 0/16 (kein Sand!) verdichtet.
Zur Übung können Sie mal mit 12 cm Dämmung rechnen.
Statt 16 cm Dämmung/Estrich/Belag:
3 cm Dielung,
8 cm Steicofloor und
5 cm Fußbodendämmplatten aus Holzfaser.

Warum empfehle ich ihnen Steicofloor und keine Dachlatten als Lagerhölzer:
bessere, vollflächige Auflage,
kein Trommeleffekt,
kein Pumpeffekt,
kein Knarzen.
Der Beton braucht ein paar Tage um so fest zu werden das er begehbar ist und die Abdichtung trägt. Dafür eignet sich besonders kaltselbstklebende Dichtbahn (z.B. Katja Sprint).





Danke. Aus den Vorschlägen schließe ich, dass Glasschaumgranulat als Dämmend und tragend und ohne Trockenzeit keine gute wahl ist? Wenn dem so ist, warum? Wir haben Glasschaumgranulat immer wieder empfohlen bekommen.

Viele Grüße



GSS



Sie können es statt Kies einbauen, aber es rechnet sich finanziell nicht, Kies ist billiger und besser zu verarbeiten. Das bisschen mehr Dämmwert fällt kaum ins Gewicht.
Das Material kann im Neubau als Gründungspolster unter Bodenplatten oder als Überschüttung von überdeckten Bauwerken seine Vorteile einbringen und dort Geld sparen, unter Ihrem Fußboden sind sie verpufft. Das ist wie mit dem Ferrari zum Wochenendeinkauf zu Lidl fahren.





danke. Uns wurde gesagt: Mit Kies auffüllen, dann geotex, dann glasschaumschotter, dann Dielung fertig. Das wäre unterm Strich günstiger und schneller als beton, Estrich Dämmung etc...



Fußbodenaufbau



Sie können es ja gerne mal so ausprobieren, vor allem wie Sie die Lagerhölzer im Schotter richtig ausrichten und fixieren.
Sonst müssen Sie wieder den alten, aufgeständerten Aufbau mit Stahlträger und Lagerhölzer einbauen, nur mit einer Schüttung im Hohlraum.
Eine großartige Dämmwirkung sollten Sie nicht erwarten.
Für eine Bauunterkunft oder eine einfache Baracke wäre so ein Fußbodenaufbau (Mit OSB statt Dielung) ganz brauchbar.
Noch eine letzte Frage:
Was denken Sie passiert mit diesem Aufbauvorschlag wenn da Fliesen draufkommen?
Fragen Sie das am besten den Tippgeber.





eine Nachfrage zur Dämmung: Wir haben Dämmplatten 120mm angeboten bekommen, die als Dachdämmung nicht mehr benötigt werden wegen Rückbau. Sie sind aus Styropor. Könnte man die auch nehmen? Wäre eine Kostenfrage.

Danke und viele Grüße



Fußbodenaufbau



Unter einem Estrich ja, zwischen Lagerhölzern nein.



die



Dämmung aber auf Druckfestigkeit prüfen - wenn es nur Platten für die Fassade sind, geht viel kaputt beim Estricheinbau. Man läuft ja darauf rum.



gute Antworten bringen neue Fragen



1. Warum nicht zwischen den Lagerhölzern? Liegt es an der Wärmeleitfähigkeit?
2. Wie ist es unter Trockenestrichplatten Fermacell mit unergebautem Sperrholzplatten? (Ergänzende Frage: Könnte man diese Platten auch bei entsprechender Imprägnierung für den BAdezimmerfußboden nehmen oder benötigt man da Powerpaneel? DAnke



Fußbodenaufbau



Sowohl zwischen Lagerhölzern als auch unter Trockenestrich sind die relativ starren Platten nicht verwendbar. Sie sind nicht fugenfrei zu verlegen, kippeln und nicht in eine Ebene zu kriegen. Dafür sind Dämmschüttungen besser geeignet.
Bei Trockenestrich:
Halten Sie sich an die Materialsysteme und Verlegeanleitungen der Markenhersteller und basteln sie sich nicht selber mit irgendeinem Materialmix herum, denn die Komponenten eines Trockenestrichs sind aufeinander abgestimmt.





Danke für die Hinweise. Aus den Angaben nehme ich folgendes mit:

auf Beton und Folie Dämmschüttung und darauf Estrichplatten. Wir haatten an die Fermacellplatten 10mm auf 10 mm versetzt + 10 mm Spanlatte gedacht. Die wird doch mit dem fermacell Estrichkleber verklebt und bis an die Rad"folie" ran passgenau verlegt und zwischen die LAgerhölzer und die Platten Hanffilzstreifen ? Darauf dann die Fliesen in dünnbettmörtel.

Auf was muß man dann bei der Dämmschüttung achten?

Könnte man statt Schüttung auch Mineralwolleplatten nehmen? Die sind ja flexibel und dicht ohne brücke verlegbar.


Viele Grüße