Fußbodenaufbau nach Schwammsanierung



Fußbodenaufbau nach Schwammsanierung

Ich habe im Jahre 2007 ein Haus (Bj. 1920) gekauft und es war im Erdgeschoss (unterkellert) mit Hausschwamm befallen. Daraufhin wurden alle befallenen Putzflächen abgeschlagen, und die Fugen ca. 2-3cm tief ausgekratzt.
Der vorhandene Dielenboden incl. Lagerhölzern und Schlackeschüttung wurde entsorgt. Danach wurden von einer Fachfirma Mittel gegen den Hausschwamm injiziert bzw. versprüht.
Dies geschah bis Juni 2008. Seither steht die Wohnung leer und wird gut belüftet. Ursache des Schwammbefalls war ein über Jahrzehnte undichter Bogen eines Fallrohres der Regenrinne wodurch
eine Kellerwand aus Travertin/Bruchstein mit Wasser getränkt wurde. Dieser Feuchte Bereich liegt an einer Außenecke , wobei ca. 2 m Kellerwand in jede Richtung durchfeuchtet sind.
In der Wand ist eine Horizontalsperre (Dachpappe) eingebaut, die auch noch dicht ist (siehe Foto).

Meine Frage bezieht sich auf den neuen Fußbodenaufbau:

1. Ich hätte gern wieder einen Dielenboden
2. Insgesamt habe ich ca. 15cm Höhe für den Aufbau zur Verfügung.

Momentan sehe ich zwei Varianten:
1. Folie, Randdämmstreifen und Estrich, dann Trittschalldämmung und irgendwelche 3 Schicht Parkett/Dielen o.ä. schwimmend verlegen.
2. (favorisiert): Schüttung aus Blähglas, darauf ein Vlies, darauf Lagerhölzer z.B. aus Lärche, darauf Dielen. Umlaufend ca. 3 cm Spalt zur Außenwand. Heizungsrohre dort Verlegen und mit einem Kasten/Fußleiste mit Lüftungsöffnungen verkleiden.

Die Wände wollte ich mit Kalk verputzen, wobei der Putz bereits oberhalb der Horizontalsperre/des Fußleistenkastens enden soll.

Ich habe bei dieser Variante noch bedenken bzgl. der Belüftung unter den Dielen und erneutem Schwammbefall.

Haben Sie Tipps für mich?



Fußbodenaufbau



doppelt



Fußbodenaufbau



1. Innenputz bis auf die Rohdecke herunter einbauen.
2. Danach Egalisierungsestrich einbauen (Zementmörtel glatt und eben eingebaut mindestens bis in Höhe Oberkante Untergurt). Es muß eine ebene, glatte Fläche entstehen.
3. Nach Trocknung Putz und Estrich Abdichtung (vorzugsweise Schweißbahn) einbauen.
4. trittfeste Dämmplatten aus Holzfaser verlegen. Bei Dielung Lattung zur Fixierung der Dielung eben in die obere Lage der Dämmung einbetten.
5. Dielung verlegen. Wichtig: Die Dielen müssen vollflächig auf den Dämmplatten aufliegen!
Bei Laminat, Landhausdielen o.ä. als Belag vorher Trockenestrich Verlegen (OSB mit verleimten Fugen, Fermacell Trockenestrichelemente...). Die Lattung fällt dann natürlich weg.



Re: Fußbodenaufbau



Danke für Ihre Antwort.

Welchen Innenputz würden Sie denn empfehlen? Die Feuchte aus der Wand würde ja in den Putz eindringen, wenn er bis zur Kellerdecke geht...

Würde man die Schweißbahn dann an den Wänden Hochziehen, um die Holzfaserplatten vor Feuchtigkeit zu schützen?



Fußbodenaufbau



Wo soll nach 9 Jahren noch Feuchtigkeit herkommen?
Das Gebäude wird sich in der Nutzungsphase in ein neues, niedrigeres Feuchtegleichgewicht einpendeln.
Feuchter Putz entsteht durch fehlerhafte Nutzungsgewohnheiten. Ordentlich Heizen und Lüften schafft niedrige Bauteilfeuchten, Dämmung spart Heizenergie.
Die Abdichtung wird AUF den Putz bis kurz unter Fußbodenoberfläche gesetzt.



Re. Fußbodenaufbau



Die Reihe Ziegeln unter der Sperre ist noch feucht. Das kommt aus der Kellerman. Siehe Bild oben...



Vielen Dank



für die Hilfe!



Bodenaufbau



Alternativ könntest du auf den nivellierten Unterboden Glasschaumplatten zur Dämmung legen (Lambda 0,37 W/mK)-
üblicherweise mit Heißbitumen, funktioniert aber auch mit anderen Dichtungsmaterialien/Klebern (zB Remmers MB 2K), wobei auch alle Stöße/Schmalseiten verklebt werden sollen.

Die Platten sind ökologisch, dampfdicht, schwamm- und schimmelresistent etc.
darauf dann Holzlatten 40/60 mm , dazwischen Dämmung 40 mm, darauf die Dielen.
Zusätzliche Trittschalldämmung ist unnötig

Andreas Teich



Bodenplaner



Hallo Gerd,

bei deinem Vorhaben könte dir der Bodenplaner von Fermacell weiterhelfen:

http://www.bodenplaner.com/

Viel Erfolg!