Fußboden ausgleichen/ Aufbau




Guten Abend,

ich baue gerade mein Obergeschoss aus.

ich habe eine Holzbalkendecke mit 25mm OSB belegt, diese ist eine Scheibe, sprich sie geht über das ganze Geschoss.

Darauf stehen auch die Innenwände.

Ich möchte jetzt den Boden in den einzelnen Zimmern begradigen.
OHNE SCHÜTTUNG!!! Dafür hab ich kein Talent und nerven, muss ich ehrlich sein.... ;-)

Ich stell mir folgendes vor:

- 25mm OSB mit Klötzchen ausgleichen
- 40mm ESP Dämmung
- 25mm Trockenestrich
- Bodenbelag

Höhenunterschied sind max 30mm, in anderen Räumen nur ca 2cm.
Gewicht spielt keine Rolle, da der Herr Planer mit 6cm Nassestrich auffüllen wollte... Ich möchte aber keine Feuchtigkeit mehr in meinem Holzhaus haben.

Ist der Aufbau mit den Klötzchen machbar und stabil genug?

Ich bedanke mich fürs lesen und deine Anregungen/Kritik!

Vielen Dank!

Grüße aus Nürnberg



Verständnis



was ich gerade nicht verstehe: Wenn bereits im gesamten Geschoß eine OSB-Lage auf den Balken verschraubt wurde, wieso dann noch Höhenunterschiede vorhanden sind. Eigentlich gleicht man vorher an den Balken aus und bringt dann den Rohboden ein. Wozu soll die 40mm Dämmlage dienen?



Weil



Die OSB Lage ist älter, warum das jetzt abfällt weiß ich nicht, vielleicht hat es den Vorbesitzer nicht gestört?
Mich stört es aber.

Da die über das ganze Geschoss geht, kann ich sie nicht rausreißen und über die Balken ausgleichen.

Die Dämmlage soll laut Planer für die Neuinstallation dienen und als Trittschalldämmung...

Ich möchte gerne mehrere Meinungen hören, nicht nur die meines Architekten, deswegen frage ich hier nochmal nach.



Fußboden-Niveauausgleich



Trockenestrichplatten auf Klötzchen ist nicht möglich-
es wird entweder eine flächige oder streifenförmige Unterstützung benötigt.

Installationen können ggf auch unter den OSB-Platten verlegt werden.

Der Trittschallschutz von EPS-Platten ist sehr mäßig-
besser Holzfaserplatten verwenden.
Höhenunterschiede können evt mit dünnen Holzfaserplatten treppenartig ausgeglichen werden- Rest ausspachteln-
alternativ Latten nivellieren und dazwischen gebundene Schüttung verteilen.

Wie ist der gesamte Deckenaufbau?
Stört ein höherer Bodenaufbau nicht bei der Treppe und Türen?

Evt können nur die OSB-Platten unter den Wänden bleiben und den Rest heraussägen,
was Installationen in der Decke ermöglicht,
ggf das Einbringen von Masse und
leichteres Ausrichten auf den Balken.

Andreas Teich



Hallo



Ich möchte mit zusätzlichen OSB Platten und Klötzchen den Bestandsboden (OSB) ausgleichen. Natürlich in den Sparren (Abstand 55cm) verschrauben.
Selbstverständlich kann ich zusätzlich noch unterfüttern.
Damit hab ich meinen Boden begradigt und kann neu aufbauen.
DIE ESTRICHPLATTEN LIEGEN ALSO Plan AUF, nicht auf Klötzchen, war meinerseits wohl etwas unverständlich! Sorry!

Holzfaserdämmplatten machen Sinn.

Die Scheibe mit den Bestandsplatten will ich nicht zersägen, warum eine Versteifung zerstören, die so funktioniert hat?
Vorallem würde ich die Balken ansägen, auch wenn es nur paar mm wären, abgesehen von der Arbeit...

Das Untergeschoss wurde schon saniert.
Dämmung zwischen den Sparren, abgehängte Decke im EG.

Der Treppenbauer sagte mir, bis zehn Zentimeter ist mit der neuen Treppe machbar, zwecks Stufen.

Lg



Bodenaufbau



Wenn ich die alten OSB-Platten entfernen wollte würde ich diese nur parallel zu den Balken aussägen, sodass die Balken nicht angeschnitten würden.

Auch OSB-Platten sollen streifenförmig unterstützt werden und nicht punktförmig.

Zuerst auf den vorhandenen OSB-Platten die Installationsleitungen befestigen.

Wenn dann zB Alu- oder gerade Holzlatten waagerecht ausgerichtet werden und mit gebundener Schüttung abgezogen wird hält sich die Arbeit in Grenzen.

Anschließend Latten entfernen und Fehlstellen mit Schüttung auffüllen,
darauf dünne Holzfaserplatten und den Belag.

Andreas Teich



Was bedeutet...



"ältere" OSB (oder Span???) platten?

Ich würde mir als erstes Gedanken über eine mögliche Formaldehydbelastung machen. Also: Wann sind die Platten verbaut wurden?

Grüße

Thomas



Hallo Thomas!



nichts für ungut, aber OSB von Spanplatten kann ich gerade noch auseinander halten! ;-)

Spaß beiseite:
Es ist so, das Haus ist 5 Jahre alt und wurde verkauft weil die Pleite sind.

EG ist massiv, Sandstein.
Dann haben die die Holzbalkendecke aufgelegt und diese mit 25mm formaldehydfreie OSB Platten (alle Baupläne und Rechnungen vorhanden!)
verschraubt, darauf innen-, außen- und Giebelwände gestellt.

So, anscheinend hat denen das leichte Gefälle von 2cm ( was übrigens in der Bautoleranz ok ist!)
zu den Giebelseiten nicht gestört oder hatten eben kein Geld mehr das zu ändern, was mir auch generell Wurscht ist...

Ich möchte gerade Böden und zwar ohne Schüttung erstellen.

Hast du einen Vorschlag???

Grüße



Hallo Pluto,



hier schreiben auch Leute, die meinen, die Erde sei eine Scheibe. Dashalb frage ich gern nach Basics. Daß Du eine akzeptable Unterlage hast, macht die Sache leichter.

Vergiss jedenfalls die Klötzelchen mit oder ohne zusätzliche Unterfütterung. Ich könnte damit keinen zufriedenstellenden Fußboden aufbauen, obwohl ich mit Fußböden meine Brötchen verdiene.

Ich teile Deine Abneigung gegen lose Schüttungen. Jedoch könnte man dennoch über gebundene Schüttungen nachdenken. Am einfachsten verarbeitbar ist Mehabit: trocken aufzuschütten, leicht verdichten, selbstverklebend.Wenn die Schüttung nicht auf 0 ausgezogen wird, wäre es gleichzeitig entkoppelnd und eine weitere Trittschallhemmungslage könnte entfallen.

Aufwändiger wären dann faserarmierte Spachtelmassen wie die Ardex FA20.

Grüße

Thomas



Höhenausgleich und Materialkostenvergleich Spachtelmasse zu Schüttung



Die Spachtelmassen FA20 von Ardex ist für Teilbereiche und Übergänge,
die nur in geringer Höhe ausgeglichen werden müssen sicher gut geeignet und einfach anzuwenden, da selbst nivellierend.
Bei Stärken von über 10 mm soll je 25 kg Sack 6 kg Sand 0-4 mm zugegeben werden-
trotzdem ist das bei größeren Mengen von den Materialkosten her viel teuer als Schüttungen zu verwenden, da 1,8 kg Spachtelmasse nur 1 l Volumen ergibt- Schüttungen werden nur ca 10 % verdichtet.

Die Kosten für die Spachtelmasse sind etwa 14 mal höher als für Schüttungen, dh ca 3,50€/ Liter zu 0,25 €/ Liter -
tatsächliches Volumen gerechnet ohne evt Sandzugabe.
(FA20 ca 50,-€/ 25 kg, Mehabit ca 23,-€/ 100 l)
1 cm Höhenausgleich mit Spachtelmasse je qm 35;- €
1 cm Höhenausgleich mit Mehabit je qm 2,5 €

Andreas Teich



So langsam...



Glaube ich, werde ich meine Dämmung auslegen und mir Zementestrich
einbringen lassen...
So trocken wie möglich!

Dem Estrich ist es egal wie krumm der Boden ist....



Fußbodenaufbau



"So, anscheinend hat denen das leichte Gefälle von 2cm..."
Meinen Sie 2% oder zwei Zentimeter auf welche Länge...?
Übrigens: Zementestrich wird in einer Stärke eingebaut, Unterschiede in der Dicke führen zu Schüsselungen.
Das ist also keine gute Idee.



Zwei



Auf drei Metern.

Hm, das schüsselt???
Na klasse! Jetzt nervt es mich langsam...

Doch Schüttung?



Ich hab mir



nun folgendes überlegt:

- OSB (Bestand)
- Schüttung abgezogen (Thermozell 400 Rapid)
- Trittschalldämmung Holzfaserplatte
- Pe trennfolie
- Trockenestrich

Ist das so in Ordnung?
Einwände?

Grüße



Boden nivellieren



Bei dem Material mußt du eine Mindesthöhe von 30 mm einhalten.
das ist unnötig bei derart geringem Höhenausgleich und sinnloser Raumverlust und Geldausgabe.

Du kannst auch einige Restplatten Fermacell, OSB, Sperrholz oä zum Grobausgleich auf den Boden Kleben und nur die Zwischenräume zB mit der Ardex-Spachtelmasse ausfüllen.

Die PE-Folie über der Trockenestrichplatte ist unnötig

Andreas Teich



Fußbodenaufbau



2 Zentimeter auf drei Meter?
Das sind weniger als 1% Abweichung.
Damit kann man leben.
Ich empfehle Ihnen die ganze Eierei zu lassen. Sie verrennen sich da in etwas das unnötig, ineffektiv und teuer ist.
Für was?
Für nix!