Bruchsteinmauer auf Wetterseite verfugen oder verputzen?

28.02.2005



Hallo,
Situationsbeschreibung:
Wir stehen vor der Entscheidung, ein Bruchsteinhaus Bj 1762 entweder neu Verputzen oder die Bruchsteine (Teils Feldstein, teils Buntsandstein) Ausfugen zu lassen. Die Bruchsteine sind sehr unterschiedlich in Größe und Zusammenstellung.Die Mauern ca. 50-60 cm stark.
Da das Haus direkt in Flußnähe steht, eine horizontale Isolierung nicht vorhanden ist, muss auch eine Lösung für aufsteigende Nässe gefunden werden.
Frage(n):
Spricht etwas gegen das Ausfugen von Bruch(sand)steinen auch auf der Wetterseite?
Kalkputz wurde uns schon angeboten, aber ist wg.dem aufsteigenden Wasser Putz (zumindest auf der Bachseite) nicht doch zu gewagt? Ist sog. Sanierputz eine Alternative oder verzögert er das Problem nicht nur?
Vielen Dank für alle Hinweise im Voraus.
Peter Schmidt



Bruchsteinmauer



Hallo Herr Schmidt,

aufsteigend Nässe zieht sowohl durch Fugen wie durch Putz.

Hier müssten Sie zunächst eine Möglichkeit finden, dieses zu verhindern.

Kalkputz hat gegenüber Zementputz den Vorteil, daß eindringende Feuchtigkeit
auch schnell wieder nach außen transportiert wird.

Bei einer Wandstärke von 50 - 60 cm spricht also nichts gegen das Verfugen
mit Kalkputz.

Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik



Bruchsteinwand - Fugen oder Putzen



Hallo in die Nordpfalz

gerade weil das Haus in Flußnähe steht, würde ich mit Kalkputz - entweder nur Verfugen, oder Verputzen!
Ein Putz mit Zement oder Kunststoffzuschlag würde bewirken, dass eindringendes Wasser nicht mehr verdunsten kann, nicht mehr schnell genug raus kommt, bzw sich den Weg ins Innere sucht!!

Erst letztens ein Gespräch gehabt mit einem Bekannten, Putzermeister!

Schauen Sie mal unter

Praktische und Fachliche Beratung
Solubel Vertriebs GmbH
Albert Ruf
Flachsstrasse 3
91207 Lauf
Mitglied der Fachwerk.de Community seit 25.06.04 (Profil)

Auf deren Homepage kann man auch einiges sehen und lesen!
Die haben Erfahrungen mit solch gearteten "Grenzfällen"

Wenn das Haus nun schon so lange steht, würde ich evtl nur etwas von den Fugen auskratzen (um etwaige Altlasten zu entfernen - alten Zementmörtel der vergangenen 70 Jahre) und dann mit dem Solubel Mörtel verfugen.
Keine!!!! Imprägnierung etc einreden lassen..!!!

mit freundlichen Grüssen


Florian Kurz



Bruchsteinwand - Fugen oder Putzen



Erst mal herzlichen Dank für die Antworten!!!
Ich werde mich mit den entsprechenden Handwerkern weiter beraten und die Anregungen einbringen.
Die Wetterseite denk ich ist ok.
Welche Möglichkeiten gegen aufsteigende Nässe gäbe es denn?
Ich tendiere (mindestens) zu einem verfugtem Sockel...
Falls wir uns doch - wegen der sehr uneinheitlichen Steine (EG Feldstein gemischt, OG Sandstein z.T. gemischt)- für das Verputzen mit Kalkputz entscheiden, hier noch eine ergänzende Frage:
Der Putzermeister hat vorgeschlagen eine gitterformige aufgebrachte Zementhaftputzgrundierung unter dem Kalkputz vorzusehen. Wäre das wirklich notwendig oder wie ich meine nicht eher schädlich???

Vielen Dank und schöne Grüße
Peter Schmidt



Kalkputz



Hallo

Sie schrieben
"Der Putzermeister hat vorgeschlagen eine gitterformige aufgebrachte Zementhaftputzgrundierung unter dem Kalkputz vorzusehen."
und
"Wäre das wirklich notwendig oder wie ich meine nicht eher schädlich"

Wie Sie richtig vermuten und ich oben schon geschrieben habe ist das eher kontraproduktiv.
Ich bitte Sie doch mal mit dem Herrn Ruf zu telefonieren, o.Ä.

Ich befürchte der "Putzermeister" ,den Sie haben wird das Kind in den Brunnen bekommen und Sie es dann nicht mehr so leicht wieder raus!

Es wär schade ums Haus und ums Geld!

Florian Kurz