Fugen ausbessern

11.01.2011



Hallo,

es geht um eine riesige Backsteinwand, die auch so schön rot bleiben soll. Nun sind aber etwa 40 Prozent der Fugen leer. Mir graut vor der Aufgabe. Jetzt habe ich gehört, man kann die Wand mit etwas farblosem Streichen und dann, wie beim Fliesenlegen, den Mörtel drüber (und rein) schmieren und dann die Reste einfach wieder abwischen. Gibts das wirklich? Und was mache ich mit den Bienen, die inzwischen da wohnen?



Chuck Norris...



... isst keinen Honig, Chuck Norris kaut Bienen!

Sorry... :-) WIE riesig ist die Wand denn etwas genauer? Sind die Backsteine noch gut in Schuss oder zerbröseln sie? Wohnen die Bienen tatsächlich in den Ritzen oder in irgendwelchen Hohlräumen an/in der Wand?

Ich glaub' die Sache wird mit dem farblos anstreichen nur eine furchtbare Sauerei, das "farblose" würde Dir die Backsteine verkleistern und abdichten... da hilft wirklich nur ganz viel Handarbeit.

Dirk



Backsteinwand



Ich denke, die Bienen wohnen in den Ritzen. Zur Dimension ein Foto. Es geht natürlich auch um die andere Seite (zum Hof). Und gaaaaanz viele Ritzen sind leer. Der Zustand der Steine ist relativ gut. Da bröselt ganz wenig.



Fugen ausbessern



1. Gerüst stellen
2. Dachrinne in Ordnung bringen
3. Neu mit Kalkmörtel verfugen.
Das geht ohne irgendwelche farblosen Brühen, nur mit Kalkmörtel, Brett und Fugenkelle.
Und viel Zeit.

Viele Grüße



Bienen



Hallo,
bring die Bienen um, die Viehcher zerbröseln die Fugen bis die Bude zusammen fällt. Ansonsten viel Spaß beim Verfugen, ich habe fertig.
Uwe





Hallo,

nicht die Mauerbienen sind das Problem, die Dachrinne samt Fallrohr ist es. Austauschen !
Dann kommen Sie für die nächsten 100 Jahre damit aus, die problematischen ausgewaschenen Stellen neu zu verfugen, und nur die. Und, wie meine Vorschreiber schon richtig anmerkten, vergessen Sie diese "Pampelacke", sie wird wieder runterfallen.

Grüße vom Niederrhein



yep gibt es.....



Das Verfahren bzw. der Mörtel nennt sich Schlämmfuge.
Das ist sicher was sie meinen?
Der Fugenmörtel wird dabei nicht mit dem Fugeisen exakt eingebracht und ausgefugt statt dessen wird der Fugenmörtel mit dem Gummibrett wie beim Fliesenfugen zugeschmiert und nachgewischt.

Sollte ich damit richtig liegen muß ich ihnen Mitteilen dass das bei der von ihnen geschilderten Fassade bzw. deren Zustand nicht möglich ist. Es braucht einen Klinker mit glatter Sinteroberfläche, andernfalls bekommen sie die Mörtelreste aus den Poren und Vertiefungen nur duch Sandstrahlen heraus. Ist der Stein offenporig und mürbe, wie in ihren Fall, zieht die vorher aufgebrachte Hydrophobierung so tief in den Stein das die neue Fuge keine Flankenhaftung herstellen kann.
Die Hydrophobierung MUSS in jedem Fall vor dem entfernen der alten Fuge aufgebracht werden(Flankenschutz des Steins vor der Hydrophobierung!).
Um es kurz zu machen. Hast du so etwas noch nie gemacht lass die Finger davon. U.u. ruinierst du dir den Stein so sehr dass das auch kein Fachmann mehr richten kann.

Wie es in deinem Fall geht steht oben im Beitrag vom Georg.

Viele Grüß



Ausfugen



Die Möglichkeit des "Einschlämmens" von Fugenmörtel mit vorhergegangener "Imprägnierung" der Ziegelsteine ist mir nicht bekannt. Ich bezweifele auch, daß das an Wänden machbar ist, da die Schlämme aus den Fugen laufen wird. Abgesehen davon ist nicht klar, wie sich diese "Imprägnierung"dauerhaft auswirkt. Herr Schröters von der PAAS-Bausanierung liegt bestimmt richtig. Also: erdfeuchten Kalk-/Trasskalkmörtel verwenden, Fugenkelle, Lieblingsmusik mitnehmen oder an Zen-Mönche denken und loslegen. Ist nicht wirklich schlimm. Hab´s auch schon woc henlang gemacht (naja, 10 Tage ...). Will