Fragen zur Sockel und Kelleraussenwandsanierung:

17.04.2015



Guten Abend.
Aufgrund der vielen verschiedenen Möglichkeiten stelle ich hier die Frage nach der bestmöglichen Sockelsanierung und Kelleraussenwandinstandsetzung in unserem Fall.

Fakten: Haus von 1890, Feldbranziegel.
Keller ca. 190cm im Boden

Sockelputz bis 50cm über Gehsteigniveau und bis 50cm unter Gehsteigniveau. Verputzt mit einem sehr Zementhaltigen Mörtel, der aber intakt ist. Leider momentan mit einer abblätternden Lackfarbe gestrichen.

Was sollte hier das Mittel der Wahl sein, auch im Hinblick auf Spritzwasser vom Gehsteig? Sumpfkalkanstrich und Hydrophobieren oder alternativ einen Reinsilikatanstrich?

2. Keller:

Die Kelleraussenwände weisen eine recht hohe Feuchte auf, es tritt jedoch kein Wasser ein. Von innen mit PI Pinselputz. Reiner Lager- und Heizkeller.
Bruchsteinkeller (Sandstein), aussen unverputzt (bzw. wieder nur bis 50cm unter Erdreich). Sehr lose Fugen. Kalkmörtel.

Wir hatten an folgendes gedacht: Bruchsteinwände aussen aufschachten in zwei Teilstücken. (Gesamtlänge ca. 10m)

Wand reinigen, Fugen und Fehlstellen auswerfen, einen Verputz aufbringen. (Frage: P1 oder P2?)

Aussen liegt bindiger Boden an. Sollte der Putz irgendwie hydrophobiert werden? Ich weiß nicht, was man von den ganzen Dichtschlämmen und Beschichtungen halten soll.

Mein Gedanke ist, eine kapillarbrechende Schicht auszuführen. Nur wie am besten?



Kellerabdichtung



Ehe Sie anfangen zu schachten sollten Sie feststellen:
a) wie feucht das Kellermauerwerk überhaupt ist,
b) die Feuchtequelle lokalisieren
und
c) die Quelle abstellen.
Da kein flüssiges Wasser in den Keller eindringt und nur eine einfache Nutzung vorgesehen ist halte ich Ihre vorgesehenen Maßnahmen erst einmal für überdenkenswert.
Möglich das nur die Wandoberfläche feucht ist, möglich das diese Feuchte als Kondensat über einströmende Innenluft (Kellertür) anfällt, möglich das sich eine hohe, stabile Luftfeuchte durch Verdunstung über den Fußboden einstellt.
Beim Baujahr 1890 halte ich Feldbrandziegel als Material für sehr unwahrscheinlich.



Keller



Hallo Herr Böttcher,

einströmende Innenluft kann ich ausschließen (Haus ist komplett entkernt gewesen und über die letzten ca. 3 Jahre unbeheizt, ebenso eine erhöhte Feuchte über den Boden - Hier ist Zementestrich eingebaut.

Eine direkte Feuchtequelle lässt sich ebenso ausschließen - Es gibt in der Nähe der Wände weder Regenfallrohre, noch Abwasserleitungen. Es gibt oberhalb der betreffenden Aussenwand einen Dachüberstand von fast 1m.
In der Vergangenheit waren alle ans Haus angrenzenden Flächen geplastert (mit Gefälle vom Haus weg)

Die Wandfeuchte kann also nur über den allgemeinen Kapillareintrag der Erde gekommen sein.

Auf der Innenseite der Wand waren teilweise sehr lose Fugen vorhanden, es wurde ein Kalkmörtel verwendet, bei dem mit Kalk vermutlich ziemlich gespart wurde. Vielleicht konnte er aber auch nie richtig carbonatisieren.



Altfugen raus



Alt-Fugen und loses Material entfernen und mit Solubel Luftkalkmörtel neu Verfugen..GGf.. Wand Verputzen.

Mfg . Peter Schneider