alte Wassermühle Trockenlegung Fundament/ Erdgeschoss

28.02.2008



Ein freundliches Hallo an Alle.
Spezialproblem Trockenlegung der Grundmauern einer 300 Jahre alten Wassermühle.
Ich versuche mich kurz zu fassen, aber hoffentlich alle Infos einzubringen.
Wassermühle steht sinnvoller Weise an einem Fluss, im Tal; Das Haupthaus steht mit der Längsseite schräg zum Fluss etwa 15m bis 8m auf die 16m Hauslänge ; durchschnittlicher Fluss Pegel ca 1,20m unter Hausgrund (kein Keller); Mühlgraben vor ca 50 Jahren zugeschüttet(diese Seite (Giebel M)ist trocken).
Fundament und Erdgeschoss Mauer aus Bruch- Feld- und Sandstein. Erdgeschoss Mauerdicke 70 cm - warm im Winter, kalt im Sommer.
Feuchtigkeit (Schimmel teilweise, Feuchte Flecken - großflächig, und bröckelnder Putz) bis ca 1m Höhe entlang der Längsseite zum Fluss und Giebelseite zum Hang (Giebel H)
Problem ist aber vermutlich folgendes: An diesen beiden Haus Seiten wurde im Verlauf des letzten Jahrhunderts vom Hang her ständig Erde an gespühlt. In den 20er Jahren wurden die beiden ehemaligen Hauseingänge (je einer pro Seite) zu Fenstern umgebaut. Man ließ dann der Natur seinen Lauf und das Erdniveau auf diesen beiden Seiten des Hauses erhöhte sich mit der Zeit. Vermutlich in den späten 60er oder 70er Jahren setzte man noch einen drauf und belegte die komplette erhöhte Fläche an den beiden Seiten mit großen Betonplatten 15cm stark, von der Hauswand bis ca 5m Abstand. Die Erhöhung des Außen Niveaus beträgt ca 50 - 60 cm gegenüber dem ehemaligen Niveau bzw. dem jetzigen Niveaus des Bodens im Haus. Unsere Überlegung geht nun da hin: Wasser kommt immer noch vom Hang und versickert zwischen den Ritzen der Platten. Erstmal haben wir nen kleinen Graben gemacht, dass das Wasser in den Fluss läuft. Auf der Längsseite haben wir die Platten entfernt und auf 1m Breite bis ca 20 cm unter das ehemalige Grundniveau ausgeschachtet. Das war im Oktober und man kann leichte Verbesserung (feuchte Flächen an Wand senken sich- also die Höhe der Oberkannte sinkt) Das komplette Niveau wieder auf Originalzustand zu bringen ist so gut wie ausgeschlossen. Wir dachten also, wir nehmen die besagten Platten und stellen sie senkrecht im Abstand 30cm zum Haus in die Erde, so dass ringsum wieder Luft aber eben Wasser nicht ran kommt. Nun die Fragen:
Sollte man das so machen? Wenn nein, was dann? Wenn ja: Abstand 30 cm ok? Sollte man unterhalb des ehemaligen Grundniveaus noch tiefer gehen (Fundament frei legen)? Hier ist aber zu beachten: Fluss durchschnittliche Wasserhöhe bzw. auch Hochwasser des Flusses und das damit einher gehende Grundwasser. Wenn ja, dann dort wieder mit Drainage und/oder Kies auffüllen? Das Fundament mit irgendwelchen Beschichtungen beschichten? Welche? Die senkrechten Platten unten in Betonfundament gründen? Im Haus selbst: Putz entfernen und frei lassen oder besser mit Spezialputzen irgendwas versuchen? Und all die Fragen, die wir selber noch nicht erkannt haben???

Vielen Dank für die Mühen
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Illgen



Viel Arbeit.



Freilegen der Aussenmauern bis zur Fundamentsohle. Dann 2 Wege:1. Verputz und Isolierung mit Bitumenanstrich. Konventionell. Folge: Wasser, das von unten aufsteigt kommt innen raus. 2.Ausbildung eines Grabens ums Haus mit Mauer in ca 40 -60 cm Abstand von der Aussenmauer, Sohle mit Gefälle in Estrich vom Hause weg mit externer Entwässerung, z.B.Sickergrube. Verfugung der alten Aussenmauer mit NHL Mörtel, z.B.Hessler, Otterbein, Tubag. Innen ebenso. Fröhliches Baggern! Gruß Robert



Wassermühle trocken legen



Hallo Frau Illgen,

bei Hanglage macht sich eine Drainage gut aufgrund der natürlich gegebenen Vorflut, wenn diese überhaupt nötig ist. Bei Sandstein ist eine horizontale Sperre erforderlich, wenn nicht vorhanden, der abplatzende Putz ist zu ersetzen.

Mit freundlichen Grüssen

A. Cyba