Gefahr durch aufsteigende Feuchtigkeit?

14.03.2005



Hallo alle miteinander!

Wir haben Ende letzten Jahres ein Fertighaus, Holzrahmenbauweise gekauft/aufstellen lassen. (Außenwand KVH 6/16, Putzträgerplatte 60 mm, einseitig beplankt mit OSB 12 mm). Das ganze steht auf einer Betonbodenplatte. Darauf sind Lärchenschwellen montiert, unter der eine Klinkerbahn als Feuchtigkeitssperre verlegt wurde.

Das Problem: Bei der Erstellung der Verlegepläne der Außenwände hat sich jemand 'verrechnet'. Deswegen steht das Haus an zwei Seiten über der Bodenplatte raus. An der einen Seite wurden die Wände mit Winkeln an der Bodenplatte befestigt. Wir befürchten nun, daß aufsteigende Feuchtigkeit zum Problem werden kann.

Man hat uns gesagt, daß die überstehenden Holzteile nicht mit Folie verklebt bzw. Bitumen eingestrichen werden dürfen, da sie sonst nicht mehr atmen könnten und verfaulen würden. Beim Verfüllen bzw. Setzen von Rasenkantensteinen rund ums Haus soll darauf geachtet werden, daß noch Luft unter den Styrodurplatten zirkulieren kann.

Was wir nicht so ganz verstehen: Wenn das Haus die passende Größe hätte, wäre doch auch alles abgeschlossen. Und auch wenn die Außenwände nicht direkten Erdkontakt haben, steigt doch immer mal Feuchtigkeit durch Verdunstung nach oben. Außerdem befindet sich an einer Seite ein Schlauch, durch den ständig Kondenswasser unserer Heizung heraustropft. Dort ist der Untergrund doch dann immer feucht. Kann das denn durch eine ständige Belüftung (Kantensteine + Kies) genügend trocknen? Eigentlich sollte an einer Seite ja gepflastert werden - ohne Kantensteine. Geht das dann überhaupt?

Vielleicht kann uns ja noch jemand etwas dazu schreiben.

Vielen Dank im voraus und liebe Grüße

Meike



Verrechnet ?



Dachog, schätze hier wurde geschludert. Ohne genaue Höhenangaben kann man nichts konkretes sagen. Der ganze Bau wurde nicht richtig eingewinkelt und eingemessen. Schätze daher, daß auch Frostschürzen fehlen. Wer hat den das zu verantworten, daß der Bau sozusagen über Eck steht. Suchen Sie das Gespräch mit der Baufirma.Keine Einigung dann holen Sie sich einen Sachverständigen und dann einen Advokaten. MfG ut de ole Mark



Gechludert?



Hallo,
wir hatten mal ein Kunden der sich mit ähnlichen Problemen ein Fertighaus hat errichten lassen. Im Zuge der Streitigkeiten zwischen dem Hersteller und dem Kunden wurden dann Gutachter zugeschlaten. Die einstimmige Meinung der Gutachter war das ganze Haus abzureisen und neu aufzustellen, da viele Fehler wie z.B. mangelden Winddichtigkeit nicht mehr zu korregieren war. Viele Grüße aus Koblenz Gerd Meurer



Danke! Und noch ein paar Infos.



Vielen Dank erst einmal für die schnellen Antworten!

Das Streifenfundament ist mind. 80 - 90 cm tiefreichend, die Bodenplatte ca. 20 cm stark.

Das Haus steht nicht über Eck. Es ist vom Grundriß her etwas ungewöhnlich (8-eckig). Die beiden überstehenden Wände sind unabhängig voneinander. Am Freitag kommt der Chef von der Baufirma und sieht es sich an. Mal sehen, was er sagt - soweit wir wissen hat die Firma einen guten Ruf. Ansonsten brauchen wir natürlich einen Sachverständigen. Aber wir dachten, wir fragen hier erst mal nach, damit wir nicht so ganz dumm da stehen (wegen fehlender Erfahrung)

Schöne Grüße

Meike



Geschludert???



Hi Heike,
es ist schon was wahres dran, was meine Vorgänger geschrieben haben.
ohne genaueren Höhenangaben, kann man solche Meinungen eigentlich nicht vertreten. Es ist manchmal sogar erwünscht, dass die Verlegeplatten über die Bodenplatte übersteht! Natürlich darf sie das Erdreich nicht berühren oder der gleichen. Aber als Mangel kann man es so nicht bezeichnen!