Feuchte Garagenmauer

06.04.2014 wmax



Hallo liebe Fachwerkgemeinde,

ich bin neu hier und bitte um Hilfestellung zur "Trockenlegung" meiner ans Wohnhaus angebauten Garage (Bj. 1955).

Eigentlich sollte nur ein neues Garagentor eingebaut werden, dabei kam jedoch zu Tage, dass vor allem die äußere Mauer (gemauert aus Hohlblocksteinen) bis auf die Höhe von ca. 1,50m feucht ist.

Ich habe nun zunächst innen einen Teil des Putzes abgeschlagen, damit man den Schaden besser beurteilen kann.

Ich weiß, dass die billigen Feuchtigkeitsmesser nicht viel taugen, aber ich hab trotzdem Vergleichsmessungen durchgeführt - im oberen Bereich (über 1,50m) werden fast 0 % angezeigt, je weiter man nach unten mißt, desto mehr (30 % - was immer das bedeutet) werden angezeigt. Auch rein von der Optik der Steine sieht man, dass sie oben hell und unten dunkler sind.

Auch an der Außenwand kann man am Putz erkennen, dass es drunter feucht ist, er beginnt teilweise abzublättern.

Da der Innenputz im untern Bereich vor einigen Jahren teilweise erneuert wurde vermute ich mal als Laie, dass dabei falsches Material verwendet wurde und sich deshalb eine vorhandene leichte Grundfeuchte verstärkt hat und zum Abplatzen des Außenputzes führte.

Was meinen die Fachleute dazu, ich bitte um Rat.

Viele Grüße !

Max W



Garage



Stellen Sie ein paar Fotos ein, innen, außen und die Garage von außen im Ganzen.



Feuchte Garagenmauer



Die Bilder sind in der Galerie zu sehen - konnte im Forum nur ein Bild hochladen.

Die Feuchtigkeit beginnt etwa auf halber Höhe.

Daß die unteren Steine heller sind, kommt laut meinem Maurermeister von dem nachträglich angebrachten Putz.

Gruß

Max



Garagenmauer



Innen kann ich nichts Feuchtes erkennen, das wäre bei solchen Steinen auch recht verwunderlich. Wenn dann wären die unteren Lagerfugen betroffen. Außen sehe ich ein typisches Schadensbild, kein ordentlich ausgeführter Sockelputz, der Teil bis etwa 30 cm unter der Oberfläche fehlt. Hier wird die Mauer direkt durch Spritzwasser und tauenden Schnee aufgefeuchtet. Der Sockel scheint einen recht diffusionsdichten Anstrich zu tragen. So leitet der dichte Sockelputz kapillar die Feuchte in den oberhalb liegenden Putz. Dort verdunstet das Wasser, Salzsprengung und Dampfblasen unter dem Anstrich zerstören Putz und Farbe. Ein neuer ordentlicher Sockelputz nach den Regeln der Technik sollte das Problem beheben.



Feuchte Garagenmauer



Hallo

danke für die schnelle Antwort.

Auf den Bildern kann man die Feuchte innen schlecht erkennen.

Wenn man aber direkt davor steht, ist der Unterschied trockener Bereich (hell - oberes Drittel) und feuchter Bereich (dunkel - untere Drittel) deutlich zu erkennen und wird auch von der Laien-Meßmethode mit dem Billiggerät bestätigt.

Wenn ich Ihre Bewertung richtig verstehe, sollte der Außenputz - soweit locker - entfernt, erneuert und der Putz unter die Erdoberfläche erweitert werden.

Innen wäre mein Plan, den Putz der unteren 2 Drittel zu entfernen, den Sommer über austrocknen zu lassen und dann neuen aufzuziehen.

Welcher Putz bzw. welche Farbe sollten jeweils verwendet werden ?

viele Grüße !

Max




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