Fenster - Einfachverglasung




Liebe Fachwerk-Freunde!
Ich hatte bereits früher einmal Fragen zu einem alten (460 Jahre) Fachwerkhaus gestellt, das meine Freundin und ich evtl. kaufen wollen. In diesem Haus sind einfach verglaste Fenster.
- wenn diese zu erhalten sind, macht es Sinn, diese drin zu lassen (bekommt man die Räume warm? zieht es durch? wie ist das im Winter?); Grundsätzlich finde ich ja die alten Fenster am schönsten, weiß aber eben nicht, ob das nicht doch irgendwann zu kalt wird??? (Die Räume sind recht niedrig, ca. 2,30m, und klein, ca. 15qm)
- wenn man sie austauscht, welche Fenster baut man dann ein (kennt jmd. eine Adresse?): also Doppelverglasung, Isolierverglasung, gibt es Alternativen zu den normalen Gummidichtungen (etwa Hanf)?
Die Fenster sind alle recht klein (habe leider keine Maße)
Kann mir jmd. weiterhelfen? Wäre super!
Beste Grüße!



Also, Einfachverglasung sollte man heutzutage nicht mehr anstreben .



Aus Gründen der Wärmedämmung und des damit unvermeidlich
zu erwartenden Kondenswassereintrags.
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Gerne stehen wir mit Rat und Tat zur Verfügung.
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Noch ein Foto von einem Verbundfenster aus unserer Werkstatt.
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Kontaktdaten in unserem Profil.
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Beste Grüße , Andreas Milling





Ob die vorhandenen Fenster erhaltenswürdig sind, müssen sie selbst klären. es können historische Fenster sein, dann wahrscheinlich ja oder auch nur welche z.B. aus den 60/70er Jahren die damals schlicht einfachverglast ausgeführt wurden, dann wohl eher nein.

Möglichkleiten:

1. Sind die vorhandenen Profile und Beschläge hinreichend tragfähig und dick, könnten die Einfachscheiben gegen Wärmeschutzgläser getauscht werden. Nachteil ist jedoch , die benötigte Mindestdicke von wenigstens 3+12+3 also 18 , Standard wäre je anch Hersteller 21-24mm Scheibendicke. Diese Dicke muß unterzubringen sein, im Profil.

In den nächsten Jahren wird auch sog. VIG (Vakuumisolierglas) verfügbar und vielleicht wirtschaftlich vertetbar sein = bessere Isolation bei geringerer Scheibendicke und damit weniger Gewicht

2. Einfachfenster sind erhaltenswürdig, dann könnten innen sog. Vorsatzfenster bzw. zu öffnende 1 oder 2flügelige Fenster montiert werden, also nachträglich ein "Kastenfenster" bauen.

3. Einfachfenster sind nicht erhaltenswürdig, dann Austausch gegen neue. Für den kleineren Geldbeutel könnten skandinavische Fenster eingebaut werden, Vorteil sind die schlanken Ansichtsbreiten, bei Öffnung nach außen als Standard, was beim hiesigen Denkmalschutzfenster teuer bezahlt werden muß. Viele Hersteller skandinavischer Fenster haben auch denkmalgerechte Beschläge im Sortiment, so dass Stützkloben und Zierbänder oder Leinölsanstrich keine Probleme sind.

Gruß
Selle



Es ist müßig,



über ein Haus, daß Ihr eventuell kaufen wollt, und über darin befindliche Fenster, die eventuell erhalten werden können zu reden. Gibt es wenigstens Bilder von den Fenstern? Vielleicht lässt sich ja der Erhaltungszustand so ein wenig schätzen.

Grundsätzlich lässt sich eine Fachwerksanierung nicht auf die Fenster reduzieren, die Maßnahme ist komplex zu planen. Mit Einfachfenstern werdet Ihr sicherlich kein angenehmes Raumklima bekommen.

Sollten die Fenster gehalten werden, was ich gut verstehen kann, wäre ein inneres Vorsatzfenster (ggf. isolierverglast) eine gute Lösung.

Grüße

Thomas



Fachwerk Hauskauf



mehr Anschaungsmaterial bitte -
460 Jahre riecht auch nach einem Fall für die Denkmalpflege !

Gruß
Jürgen Kube



FwH-Fenster



Die Frage der Ertüchtigung oder Erneuerung der Fenster ist nicht die erste, die man sich stellen sollte.
Denn mit der Erneuerung der Fenster hat sich manch einer Probleme ins Haus geholt, die vorher nicht da waren.
Es ist also das Haus in seiner Gesamtheit zu betrachten.
Das kann aber nur nach einer Bestandsaufnahme vor Ort geschehen.
Wenn man dann den Umfang der insgesamt erforderlichen Arbeiten kennt, kann entschieden werden.
Göttingen gehört zu meinem Tätigkeitsbereich.
Falls Interesse besteht, sehe ich mir das Haus gerne an. Einfach eine PM an mich.