Schlagt mich nicht, eigentlich bin ich falsch hier...

26.01.2009


So, bevor ich Euch mi´t meinen Fragen drangsaliere möchte ich mich erst einmal - wie Muttern es mir beigebracht hat - höflich vorstellen:
Ich komme aus dem Raum EU, also zwischen Köln und der wunderschönen Eifel und bin Besitzer (naj, eigentlich ist das ja irgendwie immer die Bank...) eines - schlagt mich nicht - Fertighauses in Fachwerk-Optik... Was ich dann hier zu schen habe? Dazu später mehr... Bin also gelernter Handwerker, den es aber in den öfentlichen Dienst verschlagen hat. Privat jedoch bin ich wohl jemand, der eigenlich alles am liebsten Selber macht und ständig versucht, neues zu erlernen. Gebrauchtes Haus gekauft, von Grund auf neu aus und umgebaut ohne fremde Hilfe und bis dato erfolgreich. Nun, bevor jedoch der Moment kommt an dem ich größenwahnsinnig werde, möchte ich vor meinem nächsten Vorhaben Rat einholen bei Menschen, von denen ich nach einiger Suche im Internet denke, dass sie wissen wovon sie reden. Bei Euch. Habe das Forum durchsucht, größtenteils äusserst fundierte Aussagen gefunden und denke, hier Ansprechpartner zu finden, die Erfahrungen auch privater Natur haben. Erfahrung an Häusern, die Jahrelang stehen. Diese Erfahrung kann mir in Fertighaus Foren nimand wirklich bieten....

Nun zu meiner Idee: Mein Fertighaus (Firma Wirtz, die gibts nicht mehr) ist aufgebaut als Holzständerhaus mit sichtbaren Ständern. Die Balken sind rechtwinklig angeordnet, also kein klassischer Fetighaus-Stil, eher eine ich sag mal "Kassettenoptik". Das Gefache ist in Münchener Rauhputz gehalten. Mir ist klar, dass das alles für Euch vielleicht eher "fremd" oder "dämliche Nachmache und nichts Echtes" ist, trotzdem, schlagt mich nicht...
Nun, mein Haus hat 2 "Problemseiten", und das sind nicht die Wetterseiten, nein, die beiden behüteten Seiten sind die, die nahezu ständig dreckig sind. Ich bewohne das Haus seit 2004 und habe Putflächen dieser Seite jedes Jahr gestrichen.... Ich kann es einfach nicht sehen, wenn die Wände ständig verschmutz sind. Ja, ich bin bekloppt. Habt dafür bitte Verständnis. Um dieses zu umgehen würde ich gerne das Gefache an diesen beiden Wänden mit Handformriemchen verkleiden. Zu diesem Zweck muss natürlich das Fachwerk entsprechend aufgedoppelt werden. Und hier bin ich bei Euch: Was gibt es diesbezüglich zu beachten?

Mir selbst fallen spontan vier Dinge ein: Die proffesionelle Befestigung und Abdichtung auf dem Vorhandenen Fachwerk?
Welches Material/Holz/(oder gibts in der Dicke Leimbinder??) bei ca 2,5cm Stärke (wegen der Verwerfungen?)
Wie wäre eine sinnvolle Abdichtung zwischen Riemchen und Holz?
Und natürlich die grundsätzliche Frage: Ist so eine Ausführung sinnvoll? Ich meine ich will nichts mit viel Geld verschlimmbessern. Das Ganze soll/muss viele Jahre halten, denke da habt gerade Ihr Verständniss für...


Ich hoffe, ich habe mein Anliegen einigermassen verständlich beschrieben und stoße nicht aufgrund des "nicht echten Fachwerkhauses" auf taube Ohren.

Mit vielem Dank im Vorhinein,


L. Josef


auf dem Bild anbei, das ist nicht mein Haus, aber die Bauweise ist ähnlich (meins ist nicht so schhön ;o( )



Riemchenoptik



Hallo,

für die Riemchenoptik würde ich erst einmal eine solide Unterlage schaffen. Sie als Wanderneuerer trifft nämlich die EnEv mit ihren Nachrüstungsverpflichtungen in ihrer vollen Wucht.
Erster Gang also zum Energieberater (besser Architekt oder Bauingenieur), der Ihnen das mal ausrechnet.'Dann die neue Dämmung drauf. Hier werden wohl Systeme mit Tragschienen nötig werden.
Vielleicht gehen aber auch 8 cm Holzweichfaserplatte als Zusatzdämmung. Darauf dann den bauaufsichtlich zugelassenen Aufbau mit Riemchen. Vertreiber sind Alsecco, Gutex, STO und vielleicht noch andere.
Lesen Sie die technischen Merkblätter !

Grüße vom Niederrhein



Danke,



Hallo, erst mal Danke für Ihre Antwort. Mir gehts nicht ums isolieren, ich hab einen Jahresbedarf von 1000 l Heizöl - da dämm ich nix zusätzlich. Es geht mir wirklich nur um die Optik. Das Haus ist Bj ca. 1990...

Keine Chance?





Hallo,

der Ölverbrauch sagt mehr über Ihr Heizverhalten als über den Wandaufbau aus. Um den gehts aber in der EnEV.
Also > Ausrechnen !

Aber auch bei guter Dämmung würde ich für eine feste Unterlage sorgen, z.B. in Form einer wetterbeständigen Holzwerkstoffplatte, die dann beklebt werden kann. Der Wechsel Holzgefache würde schnell jeder Riemchenfassade den Garaus machen.

Grüße vom Niederrhein



Fachwerk mit Riemchen



Hallo Josef,
das mit dem Aufdoppeln ist nicht so einfach. Die besondere Schwierigkeit ist das Abdichten der Gefachumrandung.Habe mal vor 10 Jahren in Kommern sowas erstellt. Besonders die Wetterseite ist in der Eifel extrem belastet und das Holz muß laufend gepflegt werden. Eine gute und sichere Alternative ist das aufbringen einer hinterlüfteten Riemchenfassade mit Afzelisaholz als Fachwerk. Bevor du was machst, kläre den Wandaufbau bezüglich U-Wert und Dampfdiffussion ab!
Hinterlüftete Riemchenfassade siehst Du hier:
www.feldmann-klinker.de/refs/referenzen.html
viel Erfolg!



Hmmmm



..... also das ganze scheint aufwändiger, als auf den ersten Blick gedacht... Aber darum frag ich ja auch vorher und bastel nicht wild einfach darauf los. Im Ernst, greift die Energieeinsparverordnung für Gebäude auch schon bei einer optischen Veränderung der Fassade? Mehr wollte ich doch eigentlich nicht..
Mist, wenn ich dass mal so sagen darf. Ich dachte wirklich, eine fachgerechte Verklebung von Verblendern wie z.B diesen
http://i15.ebayimg.com/07/i/001/04/b9/680a_12.JPG

(Nein, ich wolte diese nicht bei ebay kaufen, das sollte schon der Fachhandel vor Ort sein) oder ähnlichen Modellen wie z.B diesen http://www.klinker-verblender.de/HB31.jpg

wäre kein soooo tiefer Eingriff in die Bausubstanz gewesen... Habe mir mehr Sorgen über die Aufdopplung gemacht...

Hat denn jemand eine andere Idee, wie man das ganze ansehnlicher und unempfindlicher gestalten könnte?
Nebenbei: Kommern, das ist ja gerade mal 4 km von mir weg.... Fein! Und Wetterseite ist´s bei mir ja nicht...

Danke und Gruß,

L.Josef



Fassade



Hallo,

Ich würde ja 10 cm WDVS als Holzweichfaser drauf machen und verputzen, denn das vorherrschende am Haus ist nicht die Holz- sondern die Putzoptik. Und irgendwie würde es dabei auch den Charakter des Fertighauses verlieren.
Vielleicht sparen Sie dabei ja noch Ihre restlichen 1000 l Heizöl und bekommen ein Passivhaus (glaub ich nicht, weil das meiste über die Lüftung verlorengeht).

Grüße vom Niederrhein



...



...sorry, das geht an meinem Ziel völlig vorbei. Ich wollte wie bereits erläutert nicht Dämmmen. Was mein Heizverhalten /verbrauch betrifft ist das wohl letztlich meinem persönlichem Empfindem angepasst, mir reichts halt -das sollte eigentlich nicht Gegenstand der Diskussion werden... Der "Fertighauscharakter" ist meines Erachtens nach zwar nicht unbedingt erhaltenswert, wird aber doch durch ein ausfachen der Felder mit etwas anderem als Putz auch nicht zerstört, oder? Meine Vorstellung war ja in etwa wie in beigefügtem Bild...
Trotzdem ein ehrliches Danke, aber irgendwie scheint es keine Lösung für eine optische Fassadenänderung zu geben ausser einem "WDVS"...

Danke!





Wir wissen ja nicht, warum da dauernd Dreck dran ist, aber vielleicht wäre es einfacher, den Grund für die dauernde Verschmutzung zu beseitigen, statt an der Wand herumzubasteln, wenn denn das Bedürftnis nach einer Aussenhauterneuerung nicht besteht. Da würde man man aber gerne wissen, ob der Dreck vom Schlagregen, der vom Garten hochspritzt, durch Kinderfussbälle, markierende Katzen oder einfach von der dreckigen Luft kommt.

> [...] habe Putzflächen dieser Seite jedes Jahr gestrichen.
>Ja, ich bin bekloppt. Habt dafür bitte Verständnis.

Kein Problem, solange Sie nicht an meinem Haus tätig werden ...
Möglicherweise hilft Ihnen auch dieser Link weiter:
http://www.onlineberatung-therapie.de/stoerung/angst/phobien/rhypophobie.html



Müssen es unbedingt Riemchen sein?



Wenn's meins wär, würde ich folgendes machen:

1. Grund der Verschmutzung herausfinden und möglichst abstellen.

2. Fassade neu streichen, z.B. in einem satten Ockerton. Falls es dann immer noch zu Verschmutzung kommen sollte, fällt diese vielleicht weniger auf als auf dem weissen Untergrund.

Das erscheint mir auf jeden Fall die am wenigsten aufwändige Lösung zu sein.

Beste Grüße, f.h.



...



Hallo,

also Gründe sind folgende: Verwildertes Grundstück an der Seite mir sich auflösendem Bruchstein, der je nach Wind ganz schöne Spuren hinterlässt. Dazu zig Katzen in der Nachbarschaft, die es alle zu töten gelten würde, weil die eben in dem Matsch des Nachbargrundstückes herumtollen und dann an der Wand hoch auf die Fensterbänke springen.
Und das größte Übel ist wohl, dass hier die Hauptroute zu einem Lohndreschereri und Erarbeiten - Betrieb liegt, die den ganzen Tag sobald es trockn ist unseren feinen roten Boden/Erdaushub und Schutt hier in LKW´s vorbeifahren.
So, und wie stell ich das alles ab? aha....
Den Kommentar zu dem link spar ich mir einfach mal weil ich niemandem zu Nahe treten möchte. Und bevor jemand mir sag, dass ein Verblender an dem Probem nichts ändert: Falsch. Meine Nachbarn gegenüber haben das Problem mit einem solchen wunderbar lösen können. Ein glatter Putz scheint auch weniger problematisch, nur in diesem Münchener Rauhputz setzt sich halt in de Rillen so ziemlich alles ab....
Die Idee mit dem Ockerfarbton hatte ich auch mal.. Hab mir das ganze dann mal im PC virtuelle einfärben lassen und es sah vorsichtig gesagt gräßlich aus an dem Haus...

Ich denke ich lasse dann alles so wie es ist und schau einmal, ob es eine chemische Lösung zwecks Reinigung gibt...

Trotzdem allen Helfern meinen Dank,
zumindest hab Ihr mich vor viel Arbeit bewahrt, die scheinbar unmöglich in Ihrer Haltbarkeit ist.

L.Josef



Lotus-Effekt



Gibt es nicht schon einen Nano-Anstrich mit Lotusblatt-Effekt -> Schmutz und Wasser perlen einfach ab?
BG f.



...



Hallo,

sicher, ist drauf. Selbstreinigende Fassadenfarbe, nicht aus dem naumarkt. Problem: Diese Häuseseite wird nie nass! Ein vorsichtiger Versuch mit dem Hochdruckreiniger ist Mist gewesen, zum einen weil es nicht gut sein kann für die Übergänge Putz/Holz, da mit Gewalt Wasser drauf zu bringen, zum anderen bin ich beim schnellen Wechsel von einem zum anderen Feld einmal unachtsam gewesen-Ergebnis sin Spuren im Holz.... Und ich laufe auch nicht einmal die Woche die Wände mit dem Schlauch abspritzen. Neee, das ist es nicht... Daraus resultierte ja auch meine Verblender Idee, zudem mir das ganze auch gut gefällt-gefallen hätte..schluchz...





Hättste gleich geschrieben, woher der Dreck kommt ... Aufgrund des Bildes im ersten Beitrag habe ich wirklich den Eindruck erhalten, da wohnt jemand in der Idylle und das Problem hat wenig mit der Wand an sich zu tun ...

Abgesehen von einer pflegeleichteren Fassade würde ich zur befahrenen Strasse, woher der Staub kommt, eine möglichst dichte und hohe Hecke pflanzen. Ich mag Thuja sonst nicht, aber als Staubfänger sind sie ganz gut geeignet.
Das Katzenproblem haben wir auch. Wenn keine Kinder da sind, kann man einen elektrischen Maschenzaun (die Variante mit dem Maschendraht, wo nur die horizontalen Drähte leitend sind) vor die Wand stellen und so anschliessen, dass abwechslungsweise ein Draht geladen und der nächste an Erde, z.B. am Regenfallrohr, ist, dann hört das ganz schnell auf.



...



Hallo,

also Gründe sind folgende: Verwildertes Grundstück an der Seite mir sich auflösendem Bruchstein, der je nach Wind ganz schöne Spuren hinterlässt. Dazu zig Katzen in der Nachbarschaft, die es alle zu töten gelten würde, weil die eben in dem Matsch des Nachbargrundstückes herumtollen und dann an der Wand hoch auf die Fensterbänke springen.
Und das größte Übel ist wohl, dass hier die Hauptroute zu einem Lohndreschereri und Erarbeiten - Betrieb liegt, die den ganzen Tag sobald es trockn ist unseren feinen roten Boden/Erdaushub und Schutt hier in LKW´s vorbeifahren.
So, und wie stell ich das alles ab? aha....
Den Kommentar zu dem link spar ich mir einfach mal weil ich niemandem zu Nahe treten möchte. Und bevor jemand mir sag, dass ein Verblender an dem Probem nichts ändert: Falsch. Meine Nachbarn gegenüber haben das Problem mit einem solchen wunderbar lösen können. Ein glatter Putz scheint auch weniger problematisch, nur in diesem Münchener Rauhputz setzt sich halt in de Rillen so ziemlich alles ab....
Die Idee mit dem Ockerfarbton hatte ich auch mal.. Hab mir das ganze dann mal im PC virtuelle einfärben lassen und es sah vorsichtig gesagt gräßlich aus an dem Haus...

Ich denke ich lasse dann alles so wie es ist und schau einmal, ob es eine chemische Lösung zwecks Reinigung gibt...

Trotzdem allen Helfern meinen Dank,
zumindest hab Ihr mich vor viel Arbeit bewahrt, die scheinbar unmöglich in Ihrer Haltbarkeit ist.

L.Josef



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... Stop Stop- das Bild oben ist nicht mein Haus, hab ich aber auch dazu geschrieben! Wär schon schön ;o) Nee, meins ist von der Bauart her ähnlich, wollte dass nur damit darstellen... Und-wir haben selber 2 Katzen... Wenn ich denn Strom auf den Arxxx haue, hab ich aber die Hölle heiss hier ;o))))
Jaja, ich weiß was kommt: "Für eins musste Dich aber entscheiden, Fassade oder Katze!" lol...
Im Zweifel für die Katze... Dachte echt, mit so nem Riemchen dass wäre ne Lösung... Elendes Fertighaus, zumindest diesbezüglich... Fluch...



hab kürzlich was



gelesen von trockeneisreinigung bei fassaden, soll sehr schonend sein, auch für empfindliche oberflächen; außerdem: keine chemie. löst das problem sicher nicht auf dauer, aber bevor überall mit kanonen auf KATZEN geschossen wird vielleicht eine überlegenswerte alternative.
gruß, carmen



...



... Stop Stop- das Bild oben ist nicht mein Haus, hab ich aber auch dazu geschrieben! Wär schon schön ;o) Nee, meins ist von der Bauart her ähnlich, wollte dass nur damit darstellen... Und-wir haben selber 2 Katzen... Wenn ich denn Strom auf den Arxxx haue, hab ich aber die Hölle heiss hier ;o))))
Jaja, ich weiß was kommt: "Für eins musste Dich aber entscheiden, Fassade oder Katze!" lol...
Im Zweifel für die Katze... Dachte echt, mit so nem Riemchen dass wäre ne Lösung... Elendes Fertighaus, zumindest diesbezüglich... Fluch...



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... nee nee, auf Katzen wird hier nicht geschossen ;o)
Es ist und bleibt "nur" ein Haus. Und auch wenn manch einer hier von meiner Meinung bezüglich von einer "phobie" spricht (und hoffentlich da genau so gut weiß, wovon er spricht wie im Fachwerkhausbereich, finde ich es gar nicht so schlimm, wenn man sich also "stolzer Häuslebewohner" an einer sauberen Fassade erfreut und nach einer Mmöglichkeit sucht, diese möglichst mit wenig Arbeitsaufwand auf lange Sicht pflegeleich zu gestalten. Merh wollte ich definitiv nicht. Dass mir dann auch noch mediterran anmutende Verblender gut gefallen passte eigentlich recht prima, dachte ich. Deswegen ein neues Haus bauen mag ich aber nicht, also schau ich mal, obs net doch ne Lösung gibt...


und mal Interessehalber: wie machen die dass denn auf dem bild was ich schon mal eingefügt hatte mit den Anschlüssen am Holzständer??
Noch mal Danke,

L.Josef




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