Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern ;-)

12.02.2015 Kevin



Ich weiß, dass dies hier ein großes Streitthema in der Vergangenheit war...

Da mir auch zu diesem Material geraten wurde, habe ich den "Ratgeber" mit dem hier im Forum geschriebenen Argumenten konfrontiert.

Darauf hin hat er mir folgende Lektüre in die Hand gedrückt. (her mal der Link für die Online-Version)

http://www.fachwerkhaus.de/fachwerkgefache-mit-porenbeton.html

Ist dieser Artikel, welcher auch als öffentliche Publikation zu kaufen ist hier bekannt?
Ist dieser schon diskutiert wurden? Sind diese Kennzahlen ohne Gewicht?

MfG

Kevin



Wird auch immer Streitthema bleiben.;-)



„Die naheliegende und immer wieder erwogene Möglichkeit, die Schwindfugen zwischen Holz und Ausmauerung abzudichten, ist nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen nicht praktikabel. Zum Teil würde ein Austrocknen der eingedrungenen Feuchtigkeit behindert und langfristig zu Schäden am Holz führen. Selbst wenn man die Anschlüsse zwischen Gefach und Ausfachung sorgfältig abdichtet, bleiben die "arbeitenden Fugen", deren Abdichtung langfristig nicht möglich ist. Sie bedürfen einer ständigen Kontrolle und zeitweiligen Nachbesserung, was bei der Vielzahl von Fachwerkfugen kaum realisiert werden kann.“

Verstehe ich dies richtig, wir vernachlässigen also die Winddichtheit des Baukörpers nur um Gasbeton für Ausfachungen zu legitimieren bzw. zu befürworten?
Warum ging das dann in früheren Zeiten?
Was behindert das Austrocknen des Holzes bei Gasbeton? Bei einer Lehmausfachung mit geschlossenen Anschlussfugen konserviert der Lehm das Holz, kann es durch sein eigenes Sorptionsverhalten trockenen und sorgt für Winddichtheit.
Gasbeton ist viel zu großteilig und wird geklebt so dass die Fugen teils härter sind als der Stein. Es sind die aber die genau die Fugen, die in windbelastenden Fachwerken für den Spannungsausgleich wichtig sind. Das heißt kleinteilige Steine und die Fuge weicher als der Stein!
Gasbeton hat zwar relativ gute Dämmeigenschaften, aber wie sieht es mit der Wärmespeicherkapazität aus? Ziemlich schwach! Und mit dem Schallschutz?

„kann der entsprechende k-Wert von 0,85 W/m2K mit Porenbeton bestens erreicht werden“

Was ist ein K-Wert? ;-) !!!! Wenn dann U-Wert. 0,85 bekomme ich auch mit Leichtlehmsteinen und einem Dämminnenputz hin.

Bzw.
„Bei mittlerer und starker Regenbeanspruchung (Beanspruchungsgruppen II und III nach DIN 4108-3) muss das Fachwerk durch eine Bekleidung oder durch eine das Fachwerk überdeckende Putzschicht zusätzlich geschützt werden.“

Nach den Angaben mit einer Verschalung mit HW Dämmung oder einen mineralischen Dämmaußenputz. Wobei, wer entscheidet eigentlich beim historischen Bestandsfachwerk wann welche Beanspruchung vorliegt?
Gasbeton besteht außerdem zum Teil aus Anhydrit!



Porenbeton und Fachwerk



http://www.bv-porenbeton.de/images/bvp/Menu/Downloads/Berichtshefte/Bericht_09_scan.pdf
Aus was Gasbeton besteht weiß ich nicht, Porenbeton enthält jedenfalls kein Anhydrit.



warum ausmauern ...



... wenn man den Platz zum dämmen brauchen kann ?

http://www.fermacell.ch/de/docs/6Id_Riegausfachung_HD.pdf

Etwas ähnliches haben wir bei einer Lukarne gemacht, deren Mauerwerk von innen nicht sinnvoll zu dämmen war, und das in einem sonst gut gedämmten Dachgeschoss der Schimmelmagnet gewesen wäre.

Der Uebergang zum echten Mauerwerk ist für nicht eingeweihte unsichtbar. Der Hohlraum wurde mit Zellulose gedämmt.



Dauerelastische Fugen



sind auch bei Lehmausfachungen nicht praktikabel und es wird auch überall davor gewarnt. Auch bei Lehm kann eindringendes Wasser nur bedingt abgeleitet werden. (@carnica)

Ich würde gerne mehr über Erfahrungen in diesem Bereich wissen, immerhin sind Porenbetonsteine ja schon eine ganze Generation in Verwendung. Die Diskussion darüber finde ich wichtig, auch wenn mir persönlich Lehm sympathischer erscheint.



@ Historia



Bitte nicht die Weichheit der Fuge (Weicher als Stein)mit dauerelastischen Dichtmitteln verwechseln.



Was ist dann abdichten.



"die Schwindfugen zwischen Holz und Ausmauerung abzudichten". Da habe ich jetzt eine Verständnisfrage, da ich Abdichten und weichheit nicht zusammenbringe.



Die Ausführungen



in "An und Ausführungszeichen" sind Auszüge aus einem Text der Pro Porenbeton (http://www.fachwerkhaus.de/fachwerkgefache-mit-porenbeton.html)beschreibt, was ich anders sehe.
Wenn man das Fachwerkholz mit einer leichten Nut versieht und dieses mit Lehmanschlußfugen ausdrückt, kann diese für Winddichtung sorgen und das Holz konservieren, da der Lehm sofort die Feuchte aus dem Holz zieht. So wie es schon seit 1400 Jahren und länger in verschiedenen Formen und Bauarten funktioniert.



Danke



Ich habe den Text gelesen und auch das Zitat als solches erkannt. Nur ich habe dieses Zitat eben auf dauerelastische Dichtung interpretiert. Was ist dann das Material "Lehmanschlußfugen". Zwischen Holz und Lehm gibt es doch immer eine kleine Fuge, das lässt sich doch gar nicht verhindern und ist ja aus Gründen der Austrocknung in der Literatur sogar erwünscht.



Lehmsteine



werden am Holz (mit Nut) mit Lehmmörtel angeschloßen und bevor
sie getrocknet sind noch einmal nachgedrückt. Es ist die erste Winddichtungsebene vor dem Innenputz beim Sichtfachwerk.



falsch ist falsch … oder modern ist modern



Hallo

Als Hinweis nur mal zum Schmökern:

Manfred Gerner - Schäden an Fachwerkfassaden

Ist zwar keine Bibel … aber eine schöne Sammlung von Bauschäden, die durch allzutolle "Neu"-Materialien im Fachwerkbereich entstehen können …

Und ein weiterer Tipp:
Nicht jedes PDF oder nicht jede Publikation im Internet heisst per-se, dass das richtig und gut ist … da können noch so viele "allmächtige" Schlagworte und Imponierphrasen drin stehen … es wird dadurch nicht "richtiger" … 

… schon vor Jahren folgenden Satz als Warnung hier gepostet:
"Do it yourself – mache dir dein Haus kaputt"

Viel Erfolg

Florian Kurz



Gefachausmauerung



Alles ist relativ, wenn man Schadensfälle und Materialien ins Verhältnis setzt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Material und Schäden, nur zwischen Verarbeitungs- und Planungsfehlern (dazu gehört auch die richtige Auswahl des Materials) und Schäden.
Ein guter Abfahrtsläufer fährt die Streif runter, ein Anfänger bricht sich die Knochen. Ist der Schnee daran schuld?
Auch Lehm ist kein Wundermittel.

http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/fachwerk-steine-176138.html

Fragen wir mal anders rum:
Wer von den Fachleuten musste sich mal in der Sanierung mit einem Gebäude beschäftigen bei dem Bauschäden ALLEIN durch die Verwendung von Porenbeton zurückzuführen waren, also wo alles andere als Mangel ausgeschlossen werden konnte.
Das wäre dann der Fall wenn bei einem anderen Wandmaterial und sonst den gleichen Randbedingungen in Planung und Verarbeitung ein mangelfreies Ergebnis herausgekommen wäre. DAS
wäre der Beweis für die Untauglichkeit von Porenbeton als Gefachausmauerung, jedenfalls in diesem EINEN Fall.
Warum bin ich so misstrauisch:
Wenn ich als Sachverständiger immer die Mängel die ich sehe auf das Material schieben würde bleibt nichts mehr übrig. Viele meiner untersuchten Fälle haben noch nichts von modernen und demgemäß bösen Baumaterialien gesehen und gingen doch kaputt, ganz ohne Zement und Styropor, dafür unter tatkräftiger Mithilfe Ihrer wohlmeinenden Besitzer oder eben Denkmalpfleger.



Ein guter Abfahrtsläufer fährt die Streif runter, ein Anfänger bricht sich die Knochen.



Das ist genau die richtige Metapher. Denn auch Profis haben sich schon auf der Streif den Hals gebrochen, weil dort das gleiche Thema herrscht wie in der Bauwirtschaft höher, schneller, weiter, billiger. Vielleicht mal runter laufen wie in alter Zeit? Dauert länger aber ist nachhaltig.
seit jahrtausenden wird auf der Welt mit Holz und Lehm gebaut. Im ländlichen Mitteleuropa bis ins späte 19Jh..
Ob Fachwerkbau im alemanischen, sächsichen und fränkischen, im Umgebindebau Schlesiens,Böhmens und Sachsens, im Umschrottbau der mährischen und wallachischen Gebiete, im Blockbau der Karparten und der Tatra. Überall finden wir Holz und Lehm in ihrer füreinander geschaffenen Zusammengehörigkeit. Seit Urzeiten miteinander verarbeitet und in der Handwerkskunst, ihrer Verarbeitung und der Haltbarkeit auf ganz hohem Niveau zu Hause.
Was sollte Porenbeton da verbessern ohne andere wichtige Eigenschaften nicht zu vernachlässigen?



Früher war nicht alles besser



wir haben nur das Glück die Häuser zu sehen die überlebt haben. Aber auch diese gibt es nur weil unsere Vorfahren mit neuen Techniken und Materialien experimentiert haben. Früher hat man die Balken in den Boden gesteckt und gestampft, davon sehen heute nur noch die Mittelalterarchäologen etwas. Die wissen aber dass das Holz von Damals nur noch ein etwas anderes gefärbter Humus ist. Das Beispiel das Herr Böttcher zitiert gefällt mir gut.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern vor der Zentralheizung. Da war dann das Wohnzimmer abends schön 25 Grad warm, und am nächsten Morgen hatte es halt noch 5-10 Grad, trotz noch leicht nachheizendem Kachelofen. Also ich will in die Zeit nicht zurück. Ich habe vor Weihnachten in einem fast leeren Fachwerkhaus gewohnt. Das war ungewohnt, morgens aufzuwachen in einem kalten Haus und das nur weil die Nachtabsenkung der Heizung auf jemand eingestellt war der eine Stunde später aufstand. Also keine Rede davon, dass gar nicht geheizt wurde.

Ich kenne auch ein anderes Haus auf einem Berg. Trotz schon einigermaßen Isolierung und neuen Fenstern hat es bei starkem Wind keine Heizung geschafft ein angenehmes Klima zu erzeugen. Also ich verzichte gerne auf die Polemisierung gegen alles was nicht aus der "Guten Alten Zeit" stammt.



@ Historia



Da hilft nur ein Haus wo Milch und Honig aus den Wänden fließt. Vielleicht aus Styrol.

Historia?





Ich sehe auch Nachteile im Porenbeton (Steifheit usw) aber was mir vor allen Dingen fehlt, sind die Argumente dafür ?

Was soll den der Vorteil sein ?
Mit ein wenig Übung ist doch mit Lehmsteinen erheblich schneller gearbeitet.



Porenbeton



Ich habe nicht umsonst nach praktischen Erfahrungen gefragt.
Ich bin kein gläubiger Adept der das für und Wider bei Baustoffen als Dogma und Apostolikum sieht sondern Pragmatiker.
Für mich zählt das Ergebnis.
Zur Steifigkeit von Porenbeton:
Der E- Modul liegt zwischen 1.000 - 3.250 N/mm², der von Baulehm zwischen 450 und 3.000 N/mm².
Genormte Lehmsteine liegen zwischen 2.000 und 4.000 N/mm².
Die Steifigkeit ist in Gefachen uninteressant, da erfolgt keine Druckbelastung. Es gibt andere Kriterien wie das Schwinden und Quellen unter Feuchtebelastung.
Feuchtedehnung bei Porenbeton: -0,2 mm/m.
Das Trockenschwindmaß bei Lehm beträgt 10 bis 25 mm/m.
(Quelle: Planungsunterlagen Ytong und "Lehmbaupraxis" von Ulrich Röhlen und Christof Ziegert).

Wenn einer Trockenlehmsteine einsetzen will- warum nicht.
Wenn jemand Porenbeton nehmen will- auch gut.
Wenn genügend Vollziegel aus Abbrüchen da sind- warum nicht damit.
Porotonziegel sind auch machbar.
Es kommt auf den individuellen Einzelfall an.



@Historia



"wir haben nur das Glück die Häuser zu sehen die überlebt haben. Aber auch diese gibt es nur weil unsere Vorfahren mit neuen Techniken und Materialien experimentiert haben. Früher hat man die Balken in den Boden gesteckt und gestampft, davon sehen heute nur noch die Mittelalterarchäologen etwas."

Solch eine Aussage hätte ich eigentlich von Herrn Böttcher erwartet. Die Häuser die wir noch sehen sind schon noch einige. Das sind vor allem die, die nicht dem 2.WK und der Moderne zum Opfer gefallen sind. Vor allem kann man diese gehäuft in dem Gegenden finden indem der Krieg und "neuen Techniken und Materialien" keinen Einfluß fanden. Ein Großteil der Gebäude wurde erst nach 45 "entsorgt" nach dem sie schon bis zu 300Jahren standen. Zu den anfängen der Pfostenbauten kann ich nur sagen, dass diese, nachdem die Pfosten verfault waren, diese eingekürzt wurden und mit Sockel und Schwelle versehen wurden. Holzbauliche Entwicklung. Die älteste noch erhaltene Holzkirche auf der Welt ist St Andrews in Greensted, war ein Pfostenbau und ist zwischen 1069 und 1100 datiert.
Es ist auch möglich mit den geeigneten Miteln und ohne Baumüll ein Haus zu sanieren und es in seinem ehrwürdigen Zustand zu erhalten und trotzdem den heutigen Anforderungen gerecht zu werden.
Es ist nur wunderlich wie Menschen in Holzhäusern ohne Zentralheizung bei -60°C überleben und nicht erfrieren.



Milch und Honig



kleben Carnica, also auch nicht das richtige, passt aber zu Carnica ;-) Ja Historia, ist so ein alter Begriff von mir der mit meiner Ausbildung zusammenhängt. Habe lange in Geschichte gemacht bevor ich dann was anderes gemacht habe. Dennoch habe ich jetzt ein altes Fachwerkhaus und bin auch zufrieden dass es Denkmalschutz hat. Dennoch muss man Möglichkeiten vergleichen können. Lehm ist teuer, schwer und dabei leicht vergänglich sobald Wasser dazukommt. Man holt ja nicht den Lehm aus der Lehmgrube nebenan, sondern der Lehm wird 500 km transportiert bevor er zu mir kommt. Ich habe in einem Teil des Hauses Bimsstein, den ich Isolieren muss. Das wird wohl eine verklebte Lehmschale. Aber was sind die Alternativen? Ich denke dieses Forum ist ein Platz wo man auch mal diskutieren können muss ohne gleich hämische Reaktionen zu bekommen. Ich werde nicht allen Zementputz der in den 70er Jahren verwendet wurde rückstandslos von den Hohlblock entfernen, das macht kein Sinn. Also ergänzen mit passenden Materialien wie es seit dem Mittelalter gemacht wurde. Die Herren Böttcher und Mattonet haben Argumente gebracht mal sehen ob es so weitergehen kann.



Vergleich



Es ist sehr interessant als Laie hier den Verlauf zu verfolgen.
Ich glaube vielen Menschen geht es heutzutage sicherlich ums Geld, den Aspekt darf man nicht einfach hinten anstellen.
Wir wollen unsere Scheune eben erhalten und wieder schick machen. Bei einer Größe von 15x11 ist es dann eben doch auch eine Preisfrage.
Welchen Baustoff kann man sich überhaupt leisten!?
Wenn zum Schluss die Scheune verfällt, weil man sich den einen „besten“ Baustoff nicht leisten kann, ist dem Historischen Objekt doch auch nicht geholfen.
Von welchen Preisunterschieden reden wir hier eigentlich?
Lehm gegenüber Porenbeton, wenn man beides fachmännisch baut inklusive Zusatzmaterial, wie Leisten, Mörtel, Putz, Farben., etc.
Da hier ja wie raus gelesen schon beides verbaut wurde, hat sicher auch jemand Zahlen.



Fachwerk



Hallo Kevin,
WELCHES Material bei Ihnen passt ist nicht in erster Linie eine Frage des Geldes sondern der individuellen Bedingungen. Bauen ist kein großes Kochbuch, wo drin steht Seite 869 Scheune von Kevin- Ausfachungsmaterialien.
Ob eine von den zwei Materialvarianten oder noch andere mögliche Materialien geeignet sind muß erst geprüft werden. EIN Kriterium ist der Preis.

Keine Schubladen!
Keine Kochrezepte!
Keine Glaubensbekenntnisse!

Die Beiträge von Carnica sind ein Beispiel wie Baumaterialien als Ersatzreligion herhalten.
Wenn jemand auch nur entfernt zu bedenken gibt das es auch noch andere Materialien als die "guten alten" wie Holz, Ziegel, Naturstein, Lehm und Kalk (natürlich holzgebrannter, von drallen Maiden im Dirndl sorgfältig mit reinem Quellwasser gelöscht und 30 Jahre eingesumpft)gibt wird der Glaubenseifer geweckt.
Ich will Ihr Glaubensdogma nach diesen Materialien nicht durch ein neues Glaubensdogma ersetzen Carnica, in dem ich so wie Sie lauthals propagiere das nur PVC, Zement, Polystyrol und Porenbeton die einzig wahren Baustoffe sind und jeder die ab jetzt statt dem alten Plunder zu verwenden habe. Wer das dann nicht macht verfällt der ewigen Verdammnis und gilt als Verhinderer des Fortschritts.

Wenn ich Sanierungen plane entscheide ich mich für das Materiel was in diesem Fall am besten geeignet ist, egal ob das Lehm ist der mit dem Gütesiegel vom Jungfrauenschutzverein Mariahilf ausgezeichnet wurde oder ob der Mörtel im Sack von der Herrmann Gewinnsucht KG stammt.
Übrigens, ich hatte gefragt ob der Schnee dran schuld ist. Ja oder nein?



Wenn er nicht geeignet ist..



....wird er die Ursache des Schadens, aber der Verantwortliche ist der, der darauf fährt oder fahren läßt.
Diesel in einen Otto-Motor zu füllen funktioniert auch nicht nur weil Diesel ein Kraftstoff ist und gute Eigenschaften hat.
Auf ihrer Hompage sind zwar schöne Fachwerkbilder aus Reprintbüchern für Lehrbuben und Lehmputzarbeiten vom Udo, aber wo sind ihre Referenzen? Daher bringt es auch nichts mit ihnen über Fachwerke zu Disputieren. Mich würden auch gern mal exklusive Planerarbeiten von Ihnen interessieren, um mal zu sehen wie ihre Referenz so ist. Laut ihren Äuserung müßten sie ja sehr sehr gute haben.;-)



Schönes Bild



Auf der Streif werden Rennen gefahren und da zerlegt es auch Profis. Wir gehen mit den alten Baumaterialien durch neue Anforderungen an die Grenze des Möglichen. Ich kann ein altes Haus sanieren aber wenn ich an die Grenze des Machbaren gehe, bleibt immer ein Risiko wie auf der Streif. Ich würde gerne diese Grenze ausloten. Wenn ich mein Fachwerk von Innen mit 20 cm Styropor dämme ist es für ein paar Jahre warm, danach kann ich mein Fachwerk oder was davon dann noch übrig ist, verheizen. So viel ist schon mal klar. Aber wir wollen hier herausfinden was noch geht. Da helfen auch keine persönliche Angriffe. Bienen können eigentlich nur einmal stechen wenn ich richtig informiert bin.





"WELCHES Material bei Ihnen passt ist nicht in erster Linie eine Frage des Geldes sondern der individuellen Bedingungen."

Welche individuellen Bedingungen sind denn das zum Beispiel?





Klärendes zu Porenbeton / Gasbeton
Wir haben Porenbeton auf der Baustelle in Formengegossen und dann zu passenden Steinen gesägt. Er wird mit dem Fahrmischer angeliefert und kann in verschiedenen Dichtegraden mit den entsprechenden technischen Eigenschaften bestellt werden. Erzeugt werden die Poren durch einen Eiweisschaum, dessen Rückstände innerhalb der nächsten Wochen als Ammoniak in der luft verschwinden. Zement und feiner Sand oder andere Körner machen seinen Aufbau aus, deswegen ist es eigentlich Porenmörtel...
Gasbeton wird durch Hitze und Gas hergestellt, geht nur industriel und hat meistens Gips/Anhydrit mit dabei.

Wir haben unsere Wetterseite des Fachwerkes mit 10cm Schaumbeton gedämmt und dann noch verputzt. Uns war das sympatischer als Steinwolle. Das ganze war ein vom Denkmalamt genehmigter Versuch, da der Baustoff damals noch keine allgemeine Zulassung hatte. Nach 3 Jahren ist die Fassade immernoch Schadensfrei, das Fachwerk innensichtig und die Fugen bewegen sich, aber das war zu erwarten (24er Ständerwerk, beim 18er im OG sind keine Bewegungen im Gefache zu erkennen), da bei den Belastungen durch Feuchte und Wärmeschwankungen das Holz mitgehen muss.

Nun zum Gasbeton: Wir sollten ein Angebot zur Sanierung eines ungedämmten Giebels im Kaltdach abgeben, da sich im Außenputz viele Risse zeigten. Der Giebel war mit Gasbeton aufgemauert (Mörtelfugen). Durch die starken Temperaturschwankungen (Südseite, im Sommer 60 °C im Winter - 30 °C) war die Struktur des Gasbetons zerlegt, der ließ sich mit den Händen abreiben. Da wir den Giebel nicht nur neu Verputzen wollten sondern auch neu aufbauen wollten bekamen wir den Auftrag nicht. Aber 20 Jahre hat der Gasbeton gehalten. Mal sehen ob unser Schaumbton auch so lange hält, das ist unser Experimentierrisiko.



Ohh Wunder der Argumentation



Hallo

Zitat:
"Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Material und Schäden, nur zwischen Verarbeitungs- und Planungsfehlern (dazu gehört auch die richtige Auswahl des Materials) und Schäden."

einmal gibt es "keinen Zusammenhang" … dann wieder doch … 

DAS ist eben nicht so:
Denn nur die falschen Materialien, wie Zement in Verbindung mit Holz, Kunststoffe, Dämmungen, und andere beworbene und DIN WTA zertifizierte Unmöglichkeiten machen die Bauwerke kaputt … 

Leider zahlen die Bauherren die Zeche und die Bauindustrie schlägt sich vor Vergnügen die Schenkel blutig … und die willfärigen "Planer" und "Berater" die nur noch Prospekte und Regelwerke kennen und … 

… ach was soll's … Bauherren seid wachsam … auch Lehm ist kein Allheilmittel … 
… und Prospekte haben keine Gewährleistung … 

Florian Kurz



Individuelle Bedingungen



- Neues oder altes Fachwerk ?
- Denkmalschutz ?
- Statik, braucht das Fachwerk zusätzliche Versteifung ?
- Geplanter Putz aussen ?
- Raumseitige Verkleidung ?
- Exposition durch Schlagregen, Schutz durch Dachüberstand ?
- ästhetische und historische Ansprüche ?
- Verwendung als Scheune, Wohnraum, ?
- wie gut muss gedämmt werden (Enev / persönliche Ziele) ?
- Eigenleistungen ja / nein ?
usw.



Porenbeton und Fachwerk



Dann lies Dir bitte noch mal den alten Beitrag durch den ich zitiert habe, Florian:
http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/fachwerk-steine-176138.html
Du kennst ihn auch. Da wurden nur die richtigen Materialien verwandt.
Trotzdem gab es Schäden. Wenn ich Deiner Argumentation folge dann lag es nur am Material.
Böser Lehm.
Ich denke und ich argumentiere aber nicht so.

"Scheißegal ob Kaliumiodid oder Kaliumcyanid, ist doch fast dasselbe" sagte der Kernkraftwerker und warf sich eine Tablette ein...
Kleine Unterschiede entscheiden darüber ob ein System funktioniert oder nicht. Wir nehmen das immer dafür, sprachen die Bauarbeiter...

Kevin Sie fragen nach den individuellen Bedingungen Ihrer Scheune. Woher soll ich die kennen?
Ich weiß weder wo sie steht bzw. welche Wetterexposition vorliegt noch habe ich sie gesehen noch wie eine spätere Nutzung erfolgen soll, von den kleinen Unterschieden mal ganz zu schweigen.
"Wir wollen unsere Scheune erhalten und eben wieder schick machen" ist als Bauzustandsanalyse und Nutzungskonzept etwas dürftig.
Dazu kämen noch eine ganze Reihe anderer Faktoren die mit darüber entscheiden wie und mit was die Gefache neu aufgebaut werden. Materialverfügbarkeit am Platz, Dachüberstand, Zustand der Hölzer... und eine besonders wichtige Entscheidung: Muß überhaupt ein Auswechseln/Erneuern der Gefache erfolgen? Erhalten bzw. Reparieren heißt das wieder herstellen was da war. Warum nicht die Gefache einfach nur reparieren?

Carnica: "Laut Ihrer Äußerung müssten Sie ja sehr gute (Referenzen) haben"
Diese Äußerung gab es nie von mir.
Ich habe nach Schäden gefragt die am Fachwerk durch Porenbeton erfolgten und zwar nur durch das Material.
Wenn Sie konkrete Informationen DAZU haben nennen Sie die. Ich bin in meinem Beruf auch auf Erfahrungsaustausch angewiesen und lerne daraus.
Wenn Sie sich nur ereifern wollen- bitte das steht Ihnen hier frei. Konkrete Fakten sind mir aber lieber als Glaubensbekenntnisse und persönliche Angriffe..





• Neues oder altes Fachwerk?
o altes Fachwerk

• Denkmalschutz ?
o Nein

• Statik, braucht das Fachwerk zusätzliche Versteifung ?
o Nein

• Geplanter Putz aussen ?
o Ja – welcher ist noch nicht festgelegt, die dame des Hauses wünscht nur eine helle / weiße Farbe

• Raumseitige Verkleidung ?
o Nein

• Exposition durch Schlagregen, Schutz durch Dachüberstand ?
o Nein – bei uns ist Westen die Wetterseite und die ist durch unser Haupthaus welches davor steht geschützt
o Dachüberstand ist beidseitig vorhanden
o Die Scheune liegt nähe Erfurt in Thüringen
o Regenarmes Gebiet

• ästhetische und historische Ansprüche ?
o Es soll halt auch wie ein Fachwerkhaus aussehen, nix modernes. Sozusagen helle Gefache und dunkle Balken.

• Verwendung als Scheune, Wohnraum, ?
o Es soll kein Wohnhaus werden. Verwendung als Lagerplatz, Werkstatt, Geräte-/ Fahrzeug Unterstellung.

• wie gut muss gedämmt werden (Enev / persönliche Ziele) ?
o Dämmung ist erst mal nicht vorgesehen, im Moment sind die Gefache bzw die Balken von beiden Seiten frei und so soll es erst mal bleiben, halt nur verputzt.

• Eigenleistungen ja / nein ?
o Ja

• Zustand der Hölzer
o Laut Aussage zweier unabhängiger Zimmermänner sind die Hölzer bis auf wenige stellen noch top in Ordnung

Im Moment sind ca 25% der Gefache aus Lehm. Diese sind Brüchig, zerfallen und wenn man sie anstupsen würde, fallen sie raus.
50% sind aus Ziegelstein gemauert, teilweise auch locker oder schlecht gemauert, dass sie weit nach außen ausstehen und ein sauberes verputzen schwierig wäre. Der Rest ist sicher mit allen Steinen die gerade mal zur Verfügung standen ausgebessert wurden. Der Sockel besteht aus Naturstein. Wie gesagt, sie ist ca. 15 Meter lang, 11 Meter breit und 11 Meter hoch. Sie hat ein Satteldach.

Ich mache noch ein Bild bei Gelegenheit.



Gefache



Jetzt wird das kein allgemeiner sondern ein konkreter Fall. Wenn das/die Fotos kommen kriegen Sie konkrete Tipps zur Sanierung.



Bauschutt - wohin damit?



mit dem Thema, Porenbetonsteine verputzen, habe ich mich - es muss Jahre her sein, zwangsweise beschäftigt, hier im Forum

Kevin : wie willst du das verputzen, ohne Grundierungen, welche Farbe, ein Hersteller von Porenbetonsteinen hat da ein paar "Hinweise". Nun ja ,vielleicht wurden die Verarbeitungsrichtlinien, Rezepturen an den: "ich kann es selber!", angepasst. Glaube ich aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Mladen Klepac



Werter Herr Böttcher



"Wenn Sie sich nur ereifern wollen- bitte das steht Ihnen hier frei."
"Die Beiträge von Carnica sind ein Beispiel wie Baumaterialien als Ersatzreligion herhalten".

"Carnica, in dem ich so wie Sie lauthals propagiere"

Vielleicht sollten sie sich mal an die eigene Nase fassen!!

"Konkrete Fakten sind mir aber lieber als Glaubensbekenntnisse und persönliche Angriffe."

Konkrete Fakten wollen sie doch gar nicht hören.
Konkrete Fakten sind für Sie die Industriekennwerte aus dem Hochglanzprospek.
Meine Fakten sind 4000-9000 Jahre Lehm- und Holzbaukultur aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen der Erde. Ob Chinesische Mauer,Schibam im Jemen,Bam im Iran,die Djinger-be und Djenne Moscheen in Mali,Stampflehmbauten in Deutschland z.B.Weilburg oder Bauten von Turkmenen und Assyrern. Beim Holzbau sind es Bauten von der Bronzezeit, den Wikingern, den iroschottischen Völkern, den slavischen Völkern Europas bis nach China und Japan.
Da stehen 9000 Jahre Bauerfahrung und sie fordern Fakten?

Wieviele Fachwerke haben sie schon ausgemauert?



Porenbeton und Fachwerk



Ich hatte nach konkreten Beispielen von Bauschäden hervorgerufen durch den Einsatz von Porenbeton an Fachwerk gefragt und nicht nach einem konkreten Beispiel wie heftig Sie sich ereifern können.



War es wirklich Erfahrung



oder war es einfach das Transportproblem? Lehm und Holz war halt vor Ort verfügbar. Mit Stein konnten wegen immensen Transporte und Zeitdauer nur die wirklich Reichen bauen oder diejenigen die die passenden Steine/Kalkbruch vor Ort hatten.
Vor 500 Jahren gab es eben keinen Sattelschlepper der Ziegel, Kalk und Zement 100erte km fahren konnte.
Es ist wie fast immer, das Geld bestimmt.
Man hat 100erte von Jahren Erfahrung im Holzbootbau. Trotzdem ist es irgendwie sinnvoller die Transporte mit Stahlkähnen zu machen. Trotz 1000 Jahre Erfahrung mit Holzfuhrwerk fährt man heute mit Auto oder LKW.
Nennt sich Fortschritt.



Gute Argumentation



Danke fabig, tut mal wieder gut eine Argumentation zu lesen. Aber es gibt einfach Baustoffe hier da weigern sich einige Teilnehmer zu diskutieren. Die Fachleute hier zu diffamieren nur weil sie teilweise nicht der reinen Lehre des jahrhundertealten Fachwerks anhängen halte ich für Falsch. Gerade diese Fachleute sind es die über mehrere Jahre hier im Forum aktiv sind und vielfach eben praktisches Wissen aus Sanierungsfällen aus eigener Anschauung kennen. Ich suche mir ja auch Handwerker aus die Probleme aus eigener Anschauung kennen.

Mein Bruder renoviert seit 30 Jahren unser Elternhaus mit, nach den Maßstäben hier, vollkommen untauglichen Materialien. Er arbeitet mit lokalen Handwerkern zusammen und die Lösungen sind praktisch und funktionieren schon seit Jahrzehnten. Also es geht auch ohne reine Lehre.



Echt schöne Sache der Fortschritt @fabig



"Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern ;-)"

Die Urfrage!!

Warum muß das mit dem Fortschritt ausgerechnet beim Fachwerkbau vergangener Tage sein?

Man baut doch auch keinen Atomantrieb an eine Galeone nur weil es ein moderner Antrieb ist.
Den Fortschritt kann man sich doch in sein 0-Energie Würfelaus Sondermüll mit Kunstlüftung bauen. Wenn´s dem Fortschritt hilft und dient.
Sie haben natürlich recht es ist viel sinnvoller Materialien heran zu Schiffen und zu fahren als regionale Möglichkeiten zu nutzen.



Entschuldigung Herr Historia



Praktische Erfahrung? Was verstehen sie darunter? Sie meinen bestimmt Herrn Böttcher? Ich möchte Herrn Böttcher nicht diffarmieren! Ich würde mich nur freuen wenn es "praktische" Erfahrungen wären die er ihnen/uns allen mit auf den Weg gibt. Daher habe ich ihn gefragt "Wieviele Fachwerke haben sie schon ausgemauert?"



Dann könnten sie vielleicht ihre



Wortwahl überdenken, ich würde da schon manches als persönliche Herabwürdigung auffassen. Ich meine nicht nur Herrn Böttcher, sondern auch Herr Kurz, Herr Rauer, oder Herr Böhme und viele andere die immer wieder gute Kommentare machen. Manche Lösungen würde ich nie selbst verwenden oder passen nicht in mein Weltbild. Ich habe mich auch über manche schon aufgeregt, weil manchmal die Fachleute etwas auf mich Amateur herabsehen. Dennoch lebt die Diskussion von unterschiedlichen Meinungen.



Diskutieren oder Disputieren



kann man nur mit unterschiedlichen Ansichten!

"Wird auch immer Streitthema bleiben.;-)"
War mein erster Satz.

„Die naheliegende und immer wieder erwogene Möglichkeit, die Schwindfugen zwischen Holz und Ausmauerung abzudichten, ist nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen nicht praktikabel. Zum Teil würde ein Austrocknen der eingedrungenen Feuchtigkeit behindert und langfristig zu Schäden am Holz führen. Selbst wenn man die Anschlüsse zwischen Gefach und Ausfachung sorgfältig abdichtet, bleiben die "arbeitenden Fugen", deren Abdichtung langfristig nicht möglich ist. Sie bedürfen einer ständigen Kontrolle und zeitweiligen Nachbesserung, was bei der Vielzahl von Fachwerkfugen kaum realisiert werden kann.“

"Verstehe ich dies richtig, wir vernachlässigen also die Winddichtheit des Baukörpers nur um Gasbeton für Ausfachungen zu legitimieren bzw. zu befürworten?"

War meine Antwort auf den Vorgegangenen Textteil.

"Gasbeton ist viel zu großteilig und wird geklebt so dass die Fugen teils härter sind als der Stein."

War 2. Feststellung

"Gasbeton hat zwar relativ gute Dämmeigenschaften, aber wie sieht es mit der Wärmespeicherkapazität aus? Ziemlich schwach! Und mit dem Schallschutz?"

War weitere Feststellung!

"Was ist ein K-Wert? ;-) !!!! Wenn dann U-Wert. 0,85 bekomme ich auch mit Leichtlehmsteinen und einem Dämminnenputz hin."

War auch eine Antwort.

"Gasbeton besteht außerdem zum Teil aus Anhydrit!"

Auch eine Antwort. Ebenso gesehen von Twinby GbR.
um Gasbeton geht es aber, wenn mann den Link verfolgt hat und nicht nur so darauf los schreibt.

Florian Kurz, Markus Mattonet und Twinby GbR teilen meine Ansicht und die aufgeführten Antworten von mir sind fundiert. Also wo ist sachliche Diskussion ihrerseits, wenn sie nur behaupten manches paßt nicht in ihr Weltbild. Ist das fachlich bzw. wissenschaftlich I.O.?



Porenbeton und Fachwerk



Ihre Feststellungen können Sie anhand der genannten links überprüfen.
Ab und an mal ein WTA- Merkblatt lesen kann auch nicht schaden.
Porenbeton enthält kein Anhydrit! (Ich weiß, ich wiederhole mich)



Sehr geehrter Herr Böttcher,



sehen sie, das ist ihr Problem! Sie hängen sich überall herein wie ein Tauchsieder! Die Komunikation fand gerade zwischen Herrn Historia und meiner Person statt.
Zum Zweiten Können sie auch gern unter "http://www.baunetzwissen.de/buecher/Mauerwerk-Porenbeton-Mauerwerk_726..." (Partner Silka, Ytong und Multipor),dass Gasbeton (Porenpeton Anteile von Anhydrit enthält.
Also Einfach mal die F..... still halten.
Sorry ich wiederhole mich!



PS:



Auch beim Bundesverband Porenbeton können sie das Nachlesen Herr Böttcher! Viel Spaß beim weiter Klugscheißen!!!!





http://www.pb-aac.de/chemmin1.html



Porenbeton und Fachwerk



Ich korrigiere mich:

"...Bei bestimmten Rezepturen werden zusätzlich geringe Anteile Gips oder Anhydrit beigegeben. Neben den Primärrohstoffen enthält die Mischung auch wiederverwendbaren Porenbeton aus der Produktion und sortenreines Recyclingmaterial von der Baustelle."
(Auszug aus den Unterlagen des Bundesverbandes Porenbeton zur Zusammensetzung).
Porenbeton besteht normalerweise aus Sand, Kalk und Wasser und einem Schaumbildner.
Bei manchen! Produkten sind also SPUREN! von Anhydrit als Hilfsstoff enthalten (Erstarrungsverzögerer). So genau kenne ich die Rezepturen der einzelnen Hersteller nun auch nicht das ich jedes Pülverchen was als Zusatz mit reinkommt oder jede Verbindung die bei der Reaktion entsteht kenne.
Deshalb betone ich z.B. auch nicht jedesmal das dort Hydrogranat drin ist (was ich auch nicht wusste).
Nachtrag:
In meiner Lehrlingszeit waren Porenanhydritsteine weit verbreitet, Eine Art Schaumgips der so aussah wie Porenbeton. Deshalb war er wohl außen gelb eingefärbt um Verwechslungen zu vermeiden.



Winddichtheit bei Porenbeton



Wer denkt ernsthaft das zweiseitiges Sichtfachwerk mit Lehmsteinen 100% winddicht wird? Du?



rumkrakeelen



Mal so kurz aus dem OFF.....Carnica....Preßlufthammer Bernhard oder Hieronymus???

Feige Arschlöcher(ich schreib das mal aus)!

Das ist einer der Gründe ,warum ich nicht mehr hier bin!



modern(d)er Baustoff



Hallo

Die Scheune rechts wurde wohl um 1874 oder 1902 gebaut, das Fachwerk wurde mit Natursteinen und Kalkmörtel ausgemauert.

Der Anbau links, um 1950 , wurde mit Bimssteinen und mit hydraulischem Mörtel ausgemauert.

Der "Kalkputz" ist sehr hygroskopisch und durch seine Porenbeschaffenheit gibt er die aufgenommene Feuchtigkeit sehr gut an die Umgebung ab - so schützt er Lehm, Stein und Holz.

Der Poren-oder Gasbetonstein hat ähnliche bauphysikalische Eigenschaften wie der Bimsstein.



Bimsstein



Also das Ergebnis ist klar. Dann gehen wir mal davon aus, dass Feldstein/Kalk besser ist als Bims/hydraulischer Mörtel.

Danke für das Beispiel. Das kann man dann mit etwas Vorsicht dann auf andere Situationen anwenden. Ist die Aussenseite des Anbaus nach Westen?



moderner Baustoff im Altbau



Hallo Historia,

blicken wir in´s Eck der beiden Gebäude, dann schauen wir genau gegen Osten (mit ca. 3´ Abweichung)

Gruß

Mladen Klepac



An was liegt es nun?



Hallo

am Ausfachungs-STEIN
oder
am Ausfachungs-MÖRTEL

???

Florian Kurz



Feldstein



wird wohl keine so vorteilhaften Werte haben. Also wird es wohl der Kalkmörtel sein. Bei der Ausrichtung sollte ja auch der ältere Giebel noch etwas von der Wetterbeanspruchung abbekommen. Obwohl auch der erste Meter im Eck des Anbaus trotz Bimsstein noch bedeutend bessere Balkenanschlüsse hat.

Auch wenn wir mit dieser Angabe nicht alle Parameter überprüfen können, helfen diese Bilder schon.



Scheune



Das ist mal eine konstruktive Frage, Florian.
Ich ergänze die noch.
Liegt es an der Bewitterung?
Der Anbau ist Nordwestseite, die Scheune Südwestseite.
Liegt es am Konstruktionsholz?
Die Scheune wurde aus neuem und passendem Holz von Zimmerern errichtet, der Anbau anscheinend von Laien mit ungeeignetem Abbruchholz das wahrscheinlich vorgeschädigt war.

Was hier noch leidlich in Ordnung ist sind links am Anbau die Ausmauerungen und rechts an der Scheune die Hölzer.

Zu Deiner Frage:
Lag es am Ausfachungsstein? Nö, der ist in Ordnung.
Lag es am Ausfachungsmörtel? Nö, der ist in Ordnung.

Was kaputt ist sind einmal der Putz an der Scheune. Bei so einer langen Standzeit völlig normal, der muß erneuert werden. Kalkmörtel CS I oder CS II ist dafür das geeignete Material.
Dann das ungeeignete Gefachholz des Anbaues und die laienhafte Ausführung. So wie sich der Anbau schon nach kurzer Zeit verformt hat ist da wohl ein Rückbau angebracht.



da kommt ja …



immer so einiges zusammen … aber der Frager will doch nur wissen:
"Was ist das BESTE?"
… ohne den ganzen Schnickschnack aussen rum … einfach nur … mit Erläuterung und Beweis …

Jetzt kommt auch neben dem Ausfachungsmaterial, dem Ausfachungsmörtel und dem k-Wert, dem u-Wert (die ich für … ihr wisst schon was halte) auch noch die Holzqualität dazu, die das einfache Beantworten wieder verkomplizieren … 

… und wieder sitzt der ambitionierte Frager in der Bredouille … 

denn die Antwort, kennt wieder nur der … "Wind" oder der Bob Dylan … 

… und wieder hat sich ein Thread dahingehend herauskristallisiert, dass Nix einfach einfach ist … dabei steht's doch in den Werbeprospekten und einschlägigen Beratungswebseiten doch immer SO EINFACH drin …

Der Frager meint eine Lösung zu bekommen, die billig ist … aber meist ist die sogar "umsonst" … er braucht keinen "Planer" oder "Berater", der was kann (ist auch schwierig, sich da auszukennen) … denn die kosten ja was … und DAS will er sich sparen … dann soll die Antwort: einfach und praktisch sein, bewiesen und ökologisch … aber alle sind eigentlich nur dann vermittelbar, wenn der Frager auch daran glaubt … 

… aber EINFACH ist es wahrlich nicht … man kann es sich aber auch EINFACH machen … 

bei jeder Entscheidung eine Münze werfen … und das dann machen, auf was man hofft, wenn die Münze noch in der Luft ist … 

Gutes Gelingen

Florian Kurz



Fachwerk-schäden



...
und dieses Bild zeigt die Seite genau gegenüber...Ziegelstein und hydraulischer Mörtel

bei so vielen ? und Unsicherheiten ...

Gruß

Mladen Klepac



Fachwerk



Stand- oder steht- ein Baum davor?



Fachwerk-schäden



an dieser Seite stand und steht kein Baum



Keine Wetterseite



und wieder hydraulischer Mörtel, diesmal mit Ziegel. Vielleicht hilft der Kalkmörtel doch ein wenig die Feuchte der Balken zu verbessern. Wir werden Probleme haben herauszufinden wie 1950 die Qualifikation des Zimmermann/Laien war. Aber alle Bauschäden mit einer Ausführung durch Laien erklären zu wollen halte ich für etwas kurz gegriffen.



Fachwerk



Welche sichtbaren Fakten sprechen am Anbau für qualifizierte Zimmererarbeit?



Muss das wirklich so sein?



Es ist eigentlich schade, dass immer wieder hier nur gegeneinander gewettert und den Fragenden wenig bis keine neuen Informationen gegeben wird.
Ich bekomme Pickel, wenn ich einige Beiträge lese.
Es wird Lehm und Eichenbalken und... als allein heilsbringendes angepriesen.
Ich habe 10 Gebäude, die alle zwischen 1618 und 1878 gebaut wurden.
Wenn ich alles mit den original Baustoffen renovieren und instandhalten wollte, dann wäre jedes Jahr ein Lottogewinn notwendig.

Ein Bitte:
Liebe Fachleute denkt auch daran, dass nicht jeder die Million im Hintergrund hat, damit ihr gut verdient.
Nicht nur die Baustoffindustrie hat eine Lobby und möchte verdienen. Auch die "Fachleute" die alte Gebäude renovieren bzw wieder aufbauen verdienen nicht schlecht.

Das musste geschrieben werden.
Es ist wie schon beschrieben so, dass einige User des Forums, die kenne, hier das Lesen und Schreiben eingestellt haben.

Nix für ungut



An Klaus und Antje



"Auch die "Fachleute" die alte Gebäude renovieren bzw wieder aufbauen verdienen nicht schlecht."

Ich denke,daß ist auch ihr gutes Recht,denn damit verdienen sie ihren Lebensunterhalt. Das machen sie in ihrem Beruf bestimmt auch ohne das Ihnen jemand unterstellt, das Sie Lobbyist sind?
Desweiteren ist es seit langer Zeit so das Materialien Geld Kosten. Aber Lehm z.B. kostet ca. 0,50-1,00€ die Tonne und gibt es in jeder Sandgrube als Abraum. Die Proben ob er geeignet ist muß man schon selber machen. Holz gibt es beim Händler oder beim Forst mit mobilen Gatter. Kalkmörtel Kostet im Mörtelwerk zischen 50-100€ m³. Kalkfarben oder Kalkkaseinfarben für Fassadenanstriche kann man leicht anmischen. Alle anderen Materialien wie Ziegel usw. kosten was sie immer kosten. Flicken und Pfuschen mit irgendeinem Material hauptsache ersteinmal gemacht und Kosten gespart ist auch nicht immer die Lösung und kostet im Nachgang meist mehr. Natürlich gebe ich Ihnen recht, daß die Ökobaustoffe im Handel alles andere als Preiswert sind. Aber zum einen braucht man die nicht immer im Handel kaufen sondern kann man(n), Frau natürlich auch, diese selber produzieren, zum anderen sind einige Stoffe auch ihren Preis wert. Es sollte auch so sein, das nicht immer auf das geschriebene Wort in einem Forum Wert gelegt wird, denn nur weil Menschen ihre Meinung schreiben muß die nicht richtig sein. Die Freaks, die den Umgang mit den Thema richtig beherrschen, finden sie eh nicht in Foren, sondern auf den Baustellen und in Vereinen die sich damit jeden Tag beschäftigen, bzw. selber mustergültig sanierte und restaurierte Objekte zu Hause haben und auch keine Millionäre sind aber gute Fachleute die wissen was sie tun und dies auch am praktischen Beispiel zeigen können.

Beste Grüße



Es ist immer eine Sache des Geldes!



Dieses Gejammer: Ich hab ein altes Haus gekauft (weil ich mir eingebildet habe es sei "billig") und will es nun billig sanieren … und KEINER will mir sagen, dass es auch billig geht … nur alle wollen an MIR verdienen … heul…heul… IHR seid so böse …

Im Original: "Liebe Fachleute denkt auch daran, dass nicht jeder die Million im Hintergrund hat, damit ihr gut verdient."

ist zum Kotzen …

Wenn es halt nun mal nicht so einfach ist, wie IHR es euch mal vorgestellt habt … und auch die Werbeprospekte nur das Allheilmittel versprechen und ihr nur dem glaubt, der euch was weiss ich verspricht … dann hättet Ihr die Hütte nicht kaufen sollen … 

Dann wollt Ihr Sicherheit … und billige und gute Bauprodukte und merkt hier, dass es darüber KEINE einhellige Meinung gibt, kein Patentrezept zum runterladen … und WIR sollen euch dann die Absolution erteilen und sagen: Mach es genau SO … und ihr werdet glücklich!

Tja … DAS ist eine Illusion, für die nicht ICH verantwortlich bin, oder der Herr B. sondern diese Illusion ist in EUCH! … nicht in UNS!

Ich sage immer: (Die Zahlen sind jetzt mal Platzhalter)
Dieses Haus zu sanieren kostet, wenn man es richtig macht 500.000 € … alles in Allem ohne goldene Wasserhähne und ohne Schnickschnack!
Dann sagt ihr: es darf nur 200.000€ kosten und macht es auch für DAS Geld … und spart hier und dort und da auch noch und da knappst ihr auch noch rum … und vor allem an der Planung, an den Gedanken an das System etc … das IHR nicht selbst leisten könnt … aber im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass das eine eingesparte Bauteil (wo ihr 20.000 gespart habt) euch neben der Reparatur, dem Ersatz und den Folgeschäden, nach 10 Jahren 30.000€ mehr kostet und bei anderen Gewerken und Teilen verhält es sich ähnlich … und in 20 Jahren macht das dann keine 500.000 sondern 650.000 … aber GESPART wurde trotzdem … vermeintlich oder nun eigentlich doch nicht … 

Mein Tipp:
Schon VOR dem Kauf die träumenden Augen öffnen und versuchen es realistisch sehen zu wollen und evtl. einen Berater einzuschalten, der evtl. auch 5000€ kosten mag, der euch aber davor bewahrt eine Pleite hinzulegen … 
… aber seid ihr auch wirklich ehrlich zu euch? … 

Irgend wie muss man immer jemandem "glauben", dem vertrauen … oder "sich entscheiden" … das ist nun mal im Leben so … und dabei enttäuscht zu werden oder "Glück" zu haben kann man nicht ausschliessen … leider …

… und mit dieser Sehnsucht arbeitet die Werbung … sie malt schöne Bilder … schreibt Tabellen und leicht verständliche Kennwerte … die man dann im Web "nachrechnen" kann und den Beweis ganz deutlich SIEHT … aber ist das nicht vielleicht ein Trugbild oder eine Fatamorgana … ????

… so seh' ich das mittlerweile … es ist viel Trug dabei … 

Dann noch zum Thema: PorenbetonausfachungsPDF … gehen Sie zum Metzger und fragen ihn, was Sie essen sollen … und er schickt sie sicher nicht zum Gemüseladen … 

Hinterfragen ist gut

Gutes Gelingen … 

Florian Kurz



Influenza



trieb mich vorige Woche leider in die Büroverdammnis und ich mußte meine Mitarbeiter alleine auf den Baustellen zurücklassen. Worüber die bestimmt auch manchmal nicht böse sind.;-) Dann kam es wie es kommen mußte und ich schaute nach sehr sehr langer Abstinenz Bei FWde rein, antwortete auf die OG-Frage und es meldete sich, "wie immer" der Wachhund des Forums mit der Antwort:
"Aus was Gasbeton besteht weiß ich nicht, Porenbeton enthält jedenfalls kein Anhydrit.". Was sich ja bekanntlich als Falsch rausstellte. Aber egal das Theater war wiedermal eröffnet. Man(n) lernt halt selber nicht daraus und sollte es einfach lassen wie die letzten Jahre auch.





Bei einem Fachwerkhaus von 1519 in Nordhessen (Felsberg) war ein Balken fertig, er wurde für 30.000 EUR ausgetauscht, da das Haus 3 Geschosse hatte und die Statik entsprechend berücksichtigt werden musste. Länge des Balkens ca. 3m.

In der Geschichte von FWH's wurden wegen der Kosten oftmals verfallene Balken durch Ziegel ersetzt, dann ist es eben nur noch ein Teilfachwerkhaus, aber das sind auch historische Realitäten, denn Fachwerk war damals billiger als Ziegelmauerwerk.

Der Bauherr kann sich entscheiden, soll alles wie vor 300 Jahren aussehen oder will ich preiswert, sicher und und wohnen? Ein völlig berechtigter Standpunkt, meiner Meinung nach.



Das mag sein,



aber ein FW ist ein eigenes Gefüge und wenn ich statische Bauteile durch Ziegelausmauerungen ersetze, z.B Verbindungen bei Bundwänden, kann das im Nachgang gehörig in die Hose gehen.





Ich habe bis jetzt hier ,ca 40% des Fachwerks getauscht oder geflickt,der Rest kommt noch ,das hat mich bis hier(fast) keinen Cent gekostet!
Ich bin weder Zimmerer ,Maurer ,Dachdecker,Putzer ,Installateur(sorry für die Reihenfolge) trotz dessen behersche ich diese Gewerke ,soweit diese für mein Haus von Bedarf sind.
Ich habe hier immer nur aus meiner Erfahrung geschrieben!

Ich lade hier Bilder von meiner Sanierung hoch um anderen Mut zumachen ,das die alte Hütte doch noch zu retten ist.

Das ,das auch in Eigenleistung geht ,ich habe hier niemanden verurteilt ,der andere Bauwege gegangen ist,jeder macht seine Erfahrungen selbst!
9000 Jahre historische Baukultur,welch erfürchtige Zahl....meine Hütte ,datiere ich auf ca 1840,weniger erfürchtig,was ham die hier gemacht?
Die habn kopiert, man könnte auch sagen hier wurde empirisch gebaut,die haben nix berechnet,die Verbindungen waren Traditionell bekannt,die Holzquerschnitte auch,die Dauerhaftigkeit der Eiche war seit Jahrhunderten bekannt,Lehm war da ,50cm unterm Mutterboden gehts los damit,Bruchstein fürs Fundament wurde Luftlinie 500m abgebaut ,das Aussenfachwerk wurde aus Wiederverwendetem Holz gebaut,das innere Tragwerk ist aus Fichte ,welche ebenfalls aus nächster Nähe stammt.

Hätte man Geld gehabt,wäre auch noch Moselschiefer drin gewesen,hatten se aber nicht!

Alle Schäden hier am Haus(die Bude ist echt abgerockt)entstanden nicht durch "modernen Baustoffe" nö einfach nur durch Nichtwissen!
Konstrutiver Holzschutz ,der hätt geholfen,regelmäßige Wartung,Instansetzung,die Butzen sind nun mal auch Verschleißteile!

Ich weiß nicht warum hier ständig Leute sich einen auf ihr vermeintliches einmaliges Wissen einen runterholen müssen,warum nur ein Baubild Geltung haben darf.

Lustigerweise treten diese verbretterten, immer anonym auf ,an der Schreibe ist dann aber meistens zu erkennen ,welches offizielles oder ehemaliges Forumsmiglied das ist,ehrlich gesagt kam mir auch schon der Gedanke und dann hab ich gedacht, das wär armselig!

Wie Georg oben schrieb ,bauen ist immer individuell,Haste Lehm nimmste Lehm ,haste Ziegel nimmste Ziegel,haste Gasbeton ,nimmste Gasbeton....machste Erfahrung ,fällst auf die Fresse(die manche hier ja halten sollten)oder es funzt die nächsten 500 Jahre(will auch mal mit großen Zahlen daher kommen)wo ist das scheiß Problem ,an den Buden läßt sich ALLES reparieren!

Wenn das nicht so wäre ,hätten die Zimmerer nur noch zu Dächen aber nix mehr zu Zimmern.

Schiebt euch eure traditionelle Ehre sonst wohin ,wenn es nur darum geht krampfhaft am Alten festzuhalten.

Ich mache hier ,ich bau dat Haus wieder auf und es wäre schön wenn es in 500Jahren (Zahlen sind immer so eindrucksvoll)noch steht und wenns fratze werden sollte einfach alles hinten im Garten verbuddeln könnte (Danke Mladen für Dein Motto)!
Das läßt vielleicht erahnen ,wie ich zu Gasbeton stehe!

Denoch muß ich hier niemanden angreifen ,der diesen als Ausfachungsmaterial wählt ,ich kann hinweisen,ich kann meine Erfahrung weitergeben ,die muß niemand anehmen.

Da kommt dann hier ,die Biene Willi daher und erklärt uns den Fachwerkbau,du bist für mich nur ein anonymes Arschloch!

Du bist schnell wieder weg,das juckt dann aber auch nicht viele ....wenn der Georg mal für immer weg sein sollte ,ist das Forum ziemlich im Arsch!

Loblieder..nee nee ,aber er ist einer von den ganz wenigen hier die in der Lage sind detailierte Aufbau/Bauanleitungen zugeben.

Von der Biene und Co kommt nur Ego wichserei(das mit dem wichsen ,ist vorm bayrischen Landesgericht geklärt,ist keine Beleidigung,hat der Söllner durchgestritten,sollte sich heut Zöllner nennen,bei den Eintrittspreisen)

Aber vielleicht muß das in einem Forum so sein,ich kenne nur das hier,ich hab nie das Bedürniss gehabt mich in einem Forum ,beruflich auszutauschen,dat passiert auffer Baustelle.

Warum schreib ich dat ,weil mir alte Häuser und ganz besonders MEINS am Herzen liegt....meine Frau sagte vorhin ,warum ließt du dort noch ,Du ärgerst dich doch eh nur,Meine Frau trifft den Nagel auffem Kopp!

Sich Ärgern is ärgerlich ,ich les auch jetz nich mehr mit.

Ich flick nur noch die Hütte zusammen,stelle meine Bilder ein und laß alles andere hier sein...reimt sich sich sogar zum Schluß.......



Nix für ungut



@Carnica: nicht richtig gelesen?
Jeder soll etwas verdienen und gute Arbeit kostet Geld.
Aber mein Hinweis ging dahin, dass der Baustoffindustrie der Schwarze Peter zugeschoben wird. Und diese Aussage für sich allein ist schlecht.

Allgemein zu Thema, es werden alte Häuser gekauft ohne Wissen und dass alles richtig ist was die "Fachleute" sagen und machen wollen:
Merkt denn keiner, dass solch eine Sicht an der Wirklichkeit vorbeigeht?
Es muss Leute geben, die aus Überzeugung alte Häuser kaufen und für die Nachwelt erhalten wollen. Das machen die Bauherrn und nicht die Klugschei?er, die sind nicht bereit für ein Ideal Geld zu investieren.

Mir geht auch nicht die fachliche Diskussion auf den Geist, aber wenn ich lese, dass Carnica gegen einen Herrn Böttcher persönlich hetzt, dann sollte man einmal nachdenken.

Ich habe zur Zeit bei einem der Häuser mit verschiedenen Architekten und Handwerkern und Denkmal zu tun. Aber so wie hier geschrieben wird ist das keine Diskussion oder Erfahrungsaustausch, sondern nur eine Selbstdarstellung von Leuten an den Tasten.

Sorry ist OT aber da mich dieses Thema auch betrifft, habe ich mitgelesen. Doch gute Vorschläge? habe ich nicht gefunden.

@Herr Kurz, es gibt gute Eimer, da passt vieles rein, auch das was sie von sich geben. Klugschei?er gibt es viele und so zu urteilen wie sie es tun zeigt ihre echte? Kompetenz.

Nix für ungut



An Klaus und Antje



Sie beschweren sich über meine Person:
"Mir geht auch nicht die fachliche Diskussion auf den Geist, aber wenn ich lese, dass Carnica gegen einen Herrn Böttcher persönlich hetzt, dann sollte man einmal nachdenken."

"Aber so wie hier geschrieben wird ist das keine Diskussion oder Erfahrungsaustausch, sondern nur eine Selbstdarstellung von Leuten an den Tasten."

Aber mit dem nachfolgenden Zitat von Ihnen, haben sie keine besseren Charktereigenschaften. Übers Steineschmeißen beschwern und selber ein in der Hand.

"@Herr Kurz, es gibt gute Eimer, da passt vieles rein, auch das was sie von sich geben. Klugschei?er gibt es viele und so zu urteilen wie sie es tun zeigt ihre echte? Kompetenz."

"Es muss Leute geben, die aus Überzeugung alte Häuser kaufen und für die Nachwelt erhalten wollen. Das machen die Bauherrn und nicht die Klugschei?er, die sind nicht bereit für ein Ideal Geld zu investieren."

Da gebe ich Ihnen 100% Recht ohne wenn und aber. Fragen sie doch mal den Herrn Böttcher ober er ein historisches Häuschen hat und dies mit viel liebe zum Detail für die Nachwelt erhalten möchte.



Statt...



Glaubensbekenntnissen hätte der thread Antworten zur konkreten Ausgangsfrage bringen können. Das scheint nicht so einfach zu sein.

Aus meiner Erfahrung heraus, ohne die Verunreiunigung von Porenbeton durch gipshaltigen Feinstaub thematisieren zu wollen:

Man kann mit ausnahmslos allen Baumaterialien falsch bauen. Besonders erheiternde "Kreationen" finde ich auf Baustellen, wo sich ambitionierte, aber auch furchtbar blauäugige Bauherren lauter "gute" Baustoffe aus dem Netz zusammensammeln und nach "Erfahrungen" anderer blauäugiger Bauherren aus dem Netz verwenden.

Damit will ich gar nicht gegen das Selberbauen in's Feld ziehen, weil's ja den Handwerkern Aufträge wegnimmt - wohl aber gegen die Unterschätzung des Baugewerkes und die arrogante Einstellung, als Frisör oder Telefondesinfizierer schnell 'mal noch mit ein Haus zu sanieren und lauthals darüber zu krakeelen, was man gerade Ergoogeltes umsetzen will. Letztlich produzieren solche Leute oft genug mit dem Aufwand X einen Schaden, der mit dem Aufwand X² dann von einem Fachbetrieb beseitigt wird.

Das wäre also gut für's Handwerk :-( Leider vernichtet sowas auch viel wertvolle Originalsubstanz.

Die Frage von Georg nach konkreten Schadbildern mit Porenbeton im Fachwerk und deren Analyse kam leider bislang etwas kurz. Kennt da Keiner nichts?

Grüße

Thomas



Zurück zur Fragestellung



Ich kann Thomas nur beipflichten.
Sobald von einem moderner? Baustoff geschrieben wird, gehen viele auf Abwehr: Teufelszeug.

Zur Zeit renoviere ich ein Haus, dass während seiner Existenz alles Mögliche und Unmöglich ertragen musste.
Gebaut 1875, Erweiterung 1886, Erweiterung 1960 und letzter "Umbau" 1978.
Es besteht aus schönem Fachwerk mit Ziegel und Lehm innen, aber auch aus Kalksandstein und Zementputz.
Daher mein Interesse wie man solch ein Schätzchen auf gesunde Beine bringt.
Wenn ich jetzt schreibe, ich repariere das Fundament mit Bitumenfolie, geht bestimmt der nächste Glaubenskrieg los.

Meine Erfahrung in den letzten 25 Jahren, in denen ich meine Häuschen herrichte, haben gezeigt, man sollte für jede Anwendung das optimale Material und Technik verwenden.
Wobei ich eben bei einer Scheune vor der Endscheidung stehe warum kein Ytong? Auch ohne Ausmauerung stehen die Wände stabil und fest und wenn es verputzt ist, wen stört es?
Denn wie beschrieben, ich habe auch keinerlei Beweise gesehen, dass das Gebäude umfällt.


Klaus



Porenbeton und Fachwerk



Um wieder zum Kern der Frage zurückzukommen:
Es ging um diesen Artikel hier. Ich habe ihn sicherheitshalber kopiert da ich das Gefühl habe das einige diskutiert haben ohne ihn zu lesen:

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern

Da hat der Bauwillige nun sein Traumobjekt gefunden: Ein altes, wenn auch vom Zahn der Zeit angenagtes Fachwerkhaus. Und nun steht er vor der Frage, ob er dieses möglicherweise einige hundert Jahre alte Haus materialgetreu restaurieren soll - so, wie es mit Fachwerkhäusern in den Freilichtmuseen geschieht - oder ob es nicht neuzeitliche Alternativen gibt, die ihm einen höheren Wärmeschutz und eine leichtere Verarbeitung bieten. Dipl. Ing. Georg Flassenberg hat sich dieses Themas angenommen. Wir bringen den Beitrag in einer für das Internet leicht bearbeiteten Fassung.

Standsicherheit und Verformung des Fachwerks
Holzfeuchte und Regenbeanspruchung
Holzschutz und der richtige Anstrich
Erhöhter Wärmeschutz durch Porenbeton
Feuchteschutz und Feuchtegehalt
Ausmauerung der Gefache
Außenputze für Fachwerk-Ausfachungen

Neben der Wiederherstellung des äußeren Erscheinungsbildes geht es dem Käufer alter Fachwerksubstanz um eine zeitgemäße Raumaufteilung und Nutzung. Von großer Bedeutung ist der Außenwandaufbau, der den bauphysikalischen Anforderungen genügen soll, die auch an Neubauten gestellt werden.

Für die Ausmauerung alter und neuer Gefache haben sich Steine aus Porenbeton bewährt, einem massiven Wandbaustoff, der sich ähnlich wie Holz bearbeiten und damit den Gefachformen leicht anpassen lässt. Darüber hinaus besitzt Porenbeton ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften, die dem Holz vergleichbar sind.

Welche Grundsätze beim Ausmauern von Holzgefachen mit Porenbeton zu beachten sind, soll dieser Beitrag aufzeigen. Die dargestellten Ausfachungsvarianten erfüllen alle Anforderungen des Wärme- und Feuchteschutzes für die Renovierung oder den Neubau von Fachwerkbauten.

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern
Mit Porenbeton ausgemauertes Fachwerkhaus

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern
Häufig weichen die Gefache aus statischen oder archi­tek­ton­ischen Gründen von der Rechteckform ab. Für die Ausmauerung mit Porenbeton ist dies kein Problem, da die Steine paßgerecht zu­ge­schnit­ten werden können.
Standsicherheit und Verformungen des Fachwerks

Da die Stäbe des Fachwerks - nicht die Ausfachungen - die Standsicherheit des Gebäudes gewährleisten, muss die hölzerne Tragkonstruktion vor der Ausmauerung fachmännisch auf ihre Standsicherheit überprüft werden. Hierbei ist ein Zimmermeister oder ein Bauingenieur hinzuzuziehen. Neben der Beurteilung der Tragfähigkeit einzelner Holzteile, die durch Fäulnis, Schwamm oder tierische Schädlinge beeinträchtigt sein können und dann ausgewechselt werden müssen, ist der kraftschlüssigen Verbindung der Fachwerkknoten besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Verbindungspunkte müssen ohne Spiel und die Anschlüsse druckfest sein (zugfeste Verbindungen sind selten), um spätere Verformungen durch Bewegungen so gering wie möglich zu halten und die Ausfachungen nicht durch Systemkräfte zu belasten.

Schwind- und Quellvorgänge, denen das Holzfachwerk auch noch nach Jahrhunderten unterworfen ist, können minimiert werden, wenn darauf geachtet wird, dass die Feuchtigkeit des Holzes vor der Ausmauerung annähernd der Ausgleichsfeuchte entspricht. Dies gilt insbesondere für neu eingebaute frische Hölzer.

Holzfeuchte und Regenbeanspruchung

Zur Beurteilung der Feuchte des Fachwerkholzes wurden in den letzten Jahren Untersuchungen an Fachwerkelementen - u. a. Ausfachungen aus Porenbeton - des Fachwerkversuchshauses auf dem Gelände des Fraunhofer-Institutes für Bauphysik in Holzkirchen durchgeführt. Dabei konnten die nachfolgenden Grundsätze herausgearbeitet werden.

Zur Beurteilung der Schlagregenbeanspruchung sind in DIN 4108 Teil 3 drei Beanspruchungsgruppen definiert, die im Einzelfall unter Berücksichtigung der regionalen klimatischen Bedingungen, der örtlichen Lage und der Gebäudeart festzulegen sind.

Sichtfachwerk darf nur einer geringen Schlagregenbeanspruchung ausgesetzt werden, d. h. Beanspruchungsgruppe I mit Jahresniederschlagsmengen unter 600 mm oder geschützte Lagen in Beanspruchungsgruppe II. Andererseits können aber auch Gebäude im Bereich der Beanspruchungsgruppe I in exponierten Lagen einer stärkeren Schlagregenbeanspruchung - entsprechend Gruppe II - unterworfen sein. Es gibt somit eine große Bandbreite von Entscheidungsmöglichkeiten.

Bei mittlerer und starker Regenbeanspruchung (Beanspruchungsgruppen II und III nach DIN 4108-3) muss das Fachwerk durch eine Bekleidung oder durch eine das Fachwerk überdeckende Putzschicht zusätzlich geschützt werden.

Wegen der sensiblen Reaktion auf die Regenbeanspruchung ist es zweckmäßig, den Regenschutz für Fachwerkhäuser getrennt für die einzelnen Fassaden festzulegen und eine weitere Beanspruchungsgruppe (Untergruppe) entsprechend Tab. 1 zu definieren (wobei "g" für geschützt steht).

Tabelle1: Zuordnung von Regenschutzmaßnahmen und Regenbeanspruchung bei Fachwerkfassaden nach [1]
Beanspruchungsgruppe Regenbeanspruchung Anforderungen Oberfläche/Ausfachung;
I (g) Fachwerkfassaden in geschützter Lage. Wetterabgewandte oder durch benachbarte Bebauung geschützer Fassaden Keine Anforderungen an Außenputze und Anstriche. Keine Einschränkung in der Wahl der Ausfachungsstoffe.
I Fachwerkfassaden bei geringer Regenbeanspruchung nach DIN 4108-3. Gering wasserabweisende oder wasserhemmende Außenputze, Außenanstriche sd > 0,1 m. Dampfdurchlässige Ausfachungs- und Dämmstoffe (µ >10).
II, III Fachwerkfassaden bei mittlerer und starker Regenbeanspruchung nach DIN 4108-3. Regenschutz durch Bekleidung oder Putzsysteme mit Entkopplungsschicht zwischen Fachwerk und Oberputz (z.B. Dämmputzschicht zur Aufnahme der Bewegung aus dem Fachwerk). Ausfachung wie bei I (g).
Holzschutz und der richtige Anstrich

Zu unterscheiden ist zwischen dem konstruktiven und dem bekämpfenden oder vorbeugenden Holzschutz.

Zum konstruktiven Holzschutz gehört die Anordnung einer horizontalen Feuchtigkeitssperre zwischen Fachwerk und Unterkonstruktion. Sockelaufkantungen aus Mörtel vor Schwellen sollten nicht ausgeführt werden. Sockelmauerwerk oder aufgebrachter Glattputz sind unterhalb der Schwelle nach außen abzuschrägen, damit das Regenwasser ablaufen kann. Vermieden werden sollte möglichst das allseitige "Einmauern" von Holz, da sonst Feuchtigkeit nicht schnell genug oder gar nicht verdunsten kann.

Durch die anfänglich erhöhte Baufeuchte des Porenbetons kann es nicht zu Holzschädigungen kommen, da diese über die unmittelbar mit dem Holz bzw. dem Porenbeton in Kontakt stehende Mörtelschicht als "arbeitende Fuge" rasch abtrocknen kann.

Der bekämpfende oder vorbeugende Holzschutz zielt auf die Vermeidung von Schädlingsbefall. Dazu sind alle Holzflächen - besonders jene, die später von Mauerwerk verdeckt sind - mit einem Holzschutz nach DIN 68800 zu versehen. Holzanstriche dienen aber auch der Ästhetik und optischen Gestaltung. Sie sollten aber nicht zu dicht sein, um der über Fehlstellen eindringenden Feuchte eine ausreichende Trocknung zu ermöglichen. Diese Forderung kann bei Anstrichen mit einer diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke von sd < 0,5 m als erfüllt betrachtet werden.

Die Ursache der Holzschädigungen geht im wesentlichen von Holzverbindungen wie Verzapfungen und Verschraubungen aus. Immer wenn die Wasseraufnahme (z.B. in Faserrichtung) größer ist als die Wasserabgabe (z.B. quer zur Faser), kann dies zu Feuchteanreicherungen und Holzschädigungen führen. Bei der Renovierung oder Erneuerung von Fachwerkkonstruktionen ist es daher zweckmäßig, die Wasseraufnahme von Hirnholzflächen - insbesondere im Zusammenhang mit Verzapfungen - durch Imprägnierung oder Versiegelung zu reduzieren.
Erhöhter Wärmeschutz durch Porenbeton

Betrachtet man zunächst ohne Berücksichtigung der Wärmeschutzverordnung den Dämmwert des Holzfachwerks bei den üblichen Holzdicken, so sollte der Wärmedämmwert der Ausfachung einen vergleichbaren Wärmedurchlaßwiderstand von ca. 1/L = 1,0 m2K/W aufweisen. Wie aus Tab. 2 ersichtlich, kann der entsprechende k-Wert von 0,85 W/m2K mit Porenbeton bestens erreicht werden (k-Werte von 0,52 - 1,2 W/m2K für Porenbeton bei einer Gesamtdicke von 16 cm inklusive Außen- und Innenputz). Dies hat zur Folge, dass sich bei Beheizung im Winter eine gleichmäßige Temperatur an den Außenwandoberflächen einstellt. Dadurch lässt sich ein Abzeichnen des Fachwerks auf der Raumseite im Laufe der Zeit infolge unterschiedlicher Verschmutzung vermeiden. Des weiteren ist eine erhöhte Sicherheit zur Vermeidung von Oberflächentauwasser gegeben und die Schädigungsmöglichkeit des Holzes entsprechend reduziert.

Da Fachwerkhölzer in der Regel nicht dicker als 17 cm sind, werden mit einer innen und außen bündigen Ausmauerung die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung nicht erfüllt, es sei denn, es handelt sich um Gebäude, die unter die Ausnahmeregelungen der Wärmeschutzverordnung fallen. Als Lösung bietet sich an, die Fachwerk-Außenwand noch mit einer zusätzlichen Innendämmung zu versehen. Damit können die in Abb. 5 dargestellten k-Werte erreicht werden.

Tabelle 2: Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit von Porenbeton und anderen Ausfachungsmaterialien sowie Holz bei einer Gesamtdicke von 16 cm, davon 1,5 cm Außenputz und 1 cm Innenputz.
Material Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit (W/mK) k-Wert (W/m²K) Anforderung an den Wärmeschutz nach DIN 4108-2
Lehm
Strohlehm
Leichtlehm 0,90
0,70
0,45 2,9
2,6
2,0 Wärmeschutz nicht erfüllbar
Porenbeton 0,11 - 0,27 0,61 - 1,2 Wärmeschutz erfüllbar
Fichte / Eiche 0,13 / 0,2 0,7 / 1,0 Wärmeschutz erfüllbar
Feuchteschutz und Feuchtegehalt

Zum Vergleich der Feuchteverhältnisse bei unterschiedlichen Baustoffen ist die Angabe in Volumenprozent anschaulich und sinnvoll. Dagegen ist zur Beurteilung der Feuchteverhältnisse einer Baustoffart - z.B. Porenbeton unterschiedlicher Rohdichte - der massebezogene Feuchtegehalt um physikalisch zutreffender und richtiger als der volumenbezogene Feuchtegehalt uv . Bei der Beurteilung der Feuchteverhältnisse spielt die Angabe des praktischen Feuchtegehaltes eine entscheidende Rolle. Unter diesem versteht man den Feuchtegehalt, der bei der Untersuchung genügend ausgetrockneter Bauten, die zum dauernden Aufenthalt von Menschen dienen, in 90 % aller Fälle nicht überschritten wird. Aufbauend auf älteren Untersuchungsergebnissen haben neuere Untersuchungen und statistische Auswertungen von Fremdüberwachungswerten ergeben, dass der sich in Porenbetonbauteilen einstellende praktische Feuchtegehalt mit um= 4,0 M.-% angegeben werden kann [6]. Im Vergleich dazu liegt der praktische Feuchtegehalt von Holz bei ca. 15 M.-%.

Tabelle 3: Richtwerte der Wasserdampfdiffusionswiderstände von Porenbeton und Holz nach DIN 4108-4.
Material Wasserdampfdiffusions-widerstandszahlen µ (-)
Porenbeton 5-10
Fichte / Eiche 40

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern
Ausmauerung der Gefache

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern

Die Gefache weichen häufig aus statischen oder architektonischen Gründen von der Rechteckform ab. Oft sind sie auch durch Setzungen oder Belastungen verformt. Fachwerkhölzer sind darüber hinaus - im Gegensatz beispielsweise zu Fenstern und Türen - nicht maßhaltige Bauteile. Das gesamte Fachwerkgefüge ist ständigen Schwind- und Quellvorgängen und den dadurch hervorgerufenen Verformungen unterworfen.

Für die Ausmauerung der Gefache sind die maßgenauen Plansteine am besten geeignet. Die Anschlußfugen zwischen Mauerwerk und Holz sind mit Wärmedämm-Mörtel in 10-12 mm Dicke auszufüllen, damit Toleranzen und Verformungen ausgeglichen werden können.

Wie schon ausgeführt, können mit einer außen und innen bündigen Ausmauerung die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung nicht erfüllt werden. Als einfachste Lösung bietet sich in diesem Falle an, die Ausfachung nach innen zu verstärken und hinter den Hölzern herumzuführen. Alternativ können auch mehrschichtige Aufbauten mit zusätzlicher innerer Wärmedämmung angeordnet werden. Bei über das Fachwerk geführter Innendämmung muss der innenseitige Aufbau über dem Holz einen sd-Wert von 0,5 - 2,0 m aufweisen [1], ggf. sind eine Dampfbremse, ein dichter Putz oder Anstrich vorzusehen. Als Dampfbremse empfiehlt sich eine "feuchte-adaptive Dampfbremse" mit variablem sd-Wert, der im Winter größer und im Sommer kleiner ist [4].

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauern

Ausführungsvarianten von Fachwerk-Außenwänden mit Porenbeton (PP2-0,4, l R=0,11 W/mK) ohne und mit zusätzlicher innerer Wärmedämmung. Die drei Konstruktionen mit Innendämmung erfüllen die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung

Außen ist das Mauerwerk immer um das Maß der Putzdicke hinter das Holz zurückzusetzen. Der Anschluß an das Holz wird umlaufend durch eine Dreikantleiste gesichert, die mit korrosionsgeschützten Nägeln zu befestigen ist. Bei den unvermeidbaren Rissen zwischen Ausfachung und Holz verbessern die Leisten die Winddichtigkeit der Außenwände. Da sich Porenbeton ähnlich wie Holz bearbeiten lässt, kann die in den Steinen erforderliche Nut leicht ausgesägt werden.

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauernAusmauerung von Holzfachwerken mit Porenbeton, das mit einer Schablone exakt auf das richtige Maß zugeschnitten wurde.

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauernDas Anpassen von Poren­beton an vorhandene Fach­werk­strukturen geschieht mit einfachen Mitteln, aber mit großer Genauigkeit
Außenputze für Fachwerk-Ausfachungen

Anders als bei verputztem, rissefreiem Mauerwerk, bei dem sich die Vorgänge der Wasseraufnahme und der Trocknung hauptsächlich im äußeren Wandbereich abspielen, kommt es bei Fachwerkwänden auch auf die Trocknungsmöglichkeit zum Raum an. Über die Schwindfugen kann nämlich Regenfeuchte weiter nach innen eindringen und soll deshalb auch zu einem Teil nach innen abgegeben werden können. Hierzu ist eine Dampfsperre auf der Raumseite hinderlich. Auch Dämmschichten mit geringer Wasserdampfdurchlässigkeit sind für den Trocknungsvorgang von Nachteil. Günstig wirken sich kapillar-poröse Stoffe aus mit Diffusionswiderständen die etwa vergleichbar sind denen von Mauerwerk (maximaler Richtwert nach DIN 4108 Teil 4 m £ 10).

Die naheliegende und immer wieder erwogene Möglichkeit, die Schwindfugen zwischen Holz und Ausmauerung abzudichten, ist nach den vorliegenden Untersuchungsergebnissen nicht praktikabel. Zum Teil würde ein Austrocknen der eingedrungenen Feuchtigkeit behindert und langfristig zu Schäden am Holz führen. Selbst wenn man die Anschlüsse zwischen Gefach und Ausfachung sorgfältig abdichtet, bleiben die "arbeitenden Fugen", deren Abdichtung langfristig nicht möglich ist. Sie bedürfen einer ständigen Kontrolle und zeitweiligen Nachbesserung, was bei der Vielzahl von Fachwerkfugen kaum realisiert werden kann.

Daraus wird ersichtlich, dass Sichtfachwerk nur einer geringen Schlagregenbeanspruchung ausgesetzt werden darf. Bei höheren Schlagregenbeanspruchungen muss das Fachwerk durch eine Bekleidung (z.B. Verschindelung durch Holz- oder Schieferplatten) oder durch eine das Fachwerk überdeckende Putzschicht zusätzlich geschützt werden.

Ein Außenputz mit hoher Wasseraufnahmefähigkeit kann die Regenbelastung der Schwindfugen zwischen Holz und Ausmauerung reduzieren. Dies haben Untersuchungen im Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen ergeben. Hinsichtlich des Regenschutzes für die Ausfachung und zur Vermeidung von Frostschäden ist aber eine geringe Wasseraufnahme des Putzes vorteilhaft. Nicht erstrebenswert sind stark wasserabweisende Putze, da diese auch den Kapillartransport nach außen (Trocknung) weitgehend unterbinden.

Außenputze für Fachwerk-Ausfachungen sollen daher weder stark wasseraufnahmefähig noch stark wasserabweisend sein. Zweckmäßig sind leicht wasserabweisende bis wasserhemmende Außenputze, also Putze mit Wasseraufnahmekoeffizienten w zwischen 0,3 und 2 kg/m2h0,5 . Putzanstriche sollen sehr wasserdampfdurchlässig sein; sd-Wert £ 0,1 m . Die Putzdicke soll mindestens 15 mm betragen. Speziell auf den Porenbeton abgestimmte und entwickelte Putze genügen ebenfalls den vorgenanten Anforderungen.

Bei außenseitig gefasten Steinkanten (mit Fasenhobel oder Schleifbrett) wird der Putzquerschnitt im Anschlußbereich vergrößert und dadurch die Rißgefahr im Putz verringert. Die verbreiterte Anschlußfläche des Putzes zum Holz bringt zudem mehr Sicherheit gegen eindringendes Regenwasser.

Wichtig ist, dass Außenputz und Fachwerkoberfläche - zumindest im Anschlußbereich - in einer Ebene liegen. So kann das Regenwasser schnell abgeführt werden. Springt die Ausfachung dennoch vor, sind die Randbereiche bündig abzuschrägen. Die Mindestneigung soll 30° betragen. Keinesfalls darf der Putz über das Holz geführt werden.

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauernBäckerei Zwicker und Biedermeier-Galerie in Göppingen: So sieht das Ergebnis der Restaurierung aus.

Fachwerkgefache mit Porenbeton ausmauernDas Foto zeigt die Gefach­aus­mauer­ung mit Porenbeton

Die Grafiken und Fotos gibt es im orginalen Artikel.

Die hauptsächliche Frage war ob "diese Kennzahlen ohne Gewicht" sind.



Gut gebrüllt Löwe ;-)



Sehr geehrter Herr Böttcher,
ich gehe mal davon aus, dass: „k-Wert von 0,85 W/m2K mit Porenbeton bestens erreicht werden“ Sie mit k-wert den Wärmedurchgangskoeffizienten „U“ meinen!?
„Porenbeton 0,11 - 0,27 0,61 - 1,2 Wärmeschutz erfüllbar“ ?
Sie haben durch aus recht, das Porenbeton ein besserer Dämmstoff ist und eine schlechtere Wärmeleitfähigkeit aufweist. Ihre Rechnung funktioniert aber nur bis 0,16W/mK. Das heißt Sie können nur Porenbeton mit max. diesen Wärmeleitfähigkeit verwenden.
Das gilt aber auch nur für Bestands-Fachwerk(Altbau)! Für den Neubauwert U= 0,28 langt ihr Porenbeton auch nicht aus mit den 0,11W/mK = U 0,583.
Da in der Regel eine Innenputzschicht benötigt wird, kann ich diese mit einem Dämmputz versehen und so meinen benötigten Wert von U=0,84 mit einem Holzlehmstein erreichen.

Bei zu schützenden Wetterseiten ,
„(z.B. Verschindelung durch Holz- oder Schieferplatten)“ , können Dämmstoffe gut in die UK verbracht werden.
Leichter Vorteil für Porenbeton.!!!
Aber wie sieht es den mit dem sommerlichen Wärmeschutz aus? Bzw. generell mit der Wärmespeicherkapazität im winterlichen Wärmeschutz?
Die spezifische Wärmespeicherkapazität c ist bei Porenbeton = 1000 [J/(kg • K)] , aber die volumenbezogene Wärmespeicherkapazität Q [kj/(m³ • K)] ist auf und der fehlenden Masse nur ca. 200-400 [kj/(m³ • K)]

Dagegen stehen 800-1700 [kj/(m³ • K)] massebezogen beim Lehmstein.

Also ist der Gasbeton für den sommerlichen Wärmeschutz sehr schlecht geeignet!!!!!

Lehm hat den Vorteil der höheren Wärmespeicherkapazität!!!

Für den Schallschutz sieht es auf Grund der fehlenden Masse für Gasbeton genauso trüb aus!!!!

Übrigens liegt das Wärmeeindringverhalten b [kJ/(m2 • h½ • K)]
von Lehmstein z.B. 1200Kg/m³ 0,47 W/mK
ca.47 b [kJ/(m2 • h½ • K)]
zu
Poroton z.B. 0,16W/mK = ca. 25 b [kJ/(m2 • h½ • K)]

Gar nicht so weit auseinander. Z.B. Stahl =879 b [kJ/(m2 • h½ • K)]



„Die Steifigkeit ist in Gefachen uninteressant, da erfolgt keine Druckbelastung. Es gibt andere Kriterien wie das Schwinden und Quellen unter Feuchtebelastung.“

Schrieben Sie!

Warum sehe ich das anders? Ich habe geschrieben die Elemente sollten eher kleinteilig gewählt werden und die Fuge sollte weicher sein als der Stein um Spannungen auszugleichen.

Warum? Weil es mehrere Faktoren beim Fachwerk gibt, die das voraussetzen. Zum einen Bewegungen des Gefüges durch anliegende Winde, Vibrationen durch Verkehr, Überschalknall oder leichte Erdbeben. Denn das Gefüge ist nicht Starr. Deshalb sind Fachwerke in Japan so immun gegen Erdbeben.

Aber der entscheidende Faktor ist der Temperaturkoeffizient(Wärmedehnzahl) von Baustoffen a T [10-6/K]
Der beträgt bei Holz tangential 30-40 und bei Porenbeton 3-5.
Das heißt die Ausdehnung durch Wärme passiert beim Holz und nicht bei der Gefachfüllung und dadurch entstehen Drücke die bei Starren Ausfachungen wie geklebten großteiligen Porenbeton zu Schäden führen können.
Genauso verhält es sich beim Quellverhalten ? s [mm/m] welches beim Holz bei 60-120 liegt und bei Mauerwerk bei 0-1.

Vorteil für Kleingliedrige Ausfachung mit vielen Weichen Fugen!!!

Nun wäre vorerst nur noch zu erwähnen, das für ein raumregulierendes gesundes Wohnklima der Lehm vorteilhafter ist. Porenbeton ist zwar gut diffusionsfähig und auch kapillar aber bei der Wasserdampfsorption hat Lehm eine viel höheren massebezogenen Wassergehalt von 35 zu 7g/m².

In Sachen Abschirmung vor Elektrosmoke und der Bindung von Schadstoffen ist der Lehm dem Porenbeton auch noch im Vorteil.

Kennwerte vom
Institut für Werkstoffe des Bauwesens
Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen

Gute Nacht



Das kämpferische Carnickel...



...hat nicht begriffen, daß Georg in seinem letzten Posting nichts anderes tut, als dankenswerterweise den link der Eingangsfrage hier hinzukopieren.

Hauptsache, auf den Mann schießen (egal auf welchen). Und Immer schön Lehm in's Müsli rühren, das schönt den Stuhl...

Erheitert grüßt

Thomas





Ich wär dafür, dass man sich hier nur noch mit Klarnamen beteiligen darf! Manche verstecken sich hier doch nur hinter Pseudonymen weil sie keinen Arsch in der Hose haben!



Hallo Namensvetter,



ja, die alte Diskussion.

All die Psedonyme machen Pickel. Besonders, weil sich hinter manchen Psedonymen Zwetidentitäten verbergen könnten...

Aber unerkannt pöbelt es sich besser.

Grüße nach Weiden

Thomas



Gasbeton oder Porenbeton- das ist hier die Frage



Nachdem ich hier mühsam alle Beschimpfungen und den anonymen Kleinkrieg durchgelesen hab, möchte ich auch noch einen Stein (nein, nicht Einstein) hier werfen.

1. Ausfachungen mit Lehm hatten früher mehrere Vorteile- der Baustoff war örtlich zu bekommen,billig (teilweise gratis), durch Ungelernte ohne Technik relativ einfach wenn auch nicht leicht zu verarbeiten.
Lehm hat fast die gleiche Gleichgewichtsfeuchte wie Holz, daher ist das Verhalten bei Regen und Trockenheit fast gleich (quellen und schwinden)
Lehm quillt bei Regen relativ rasch auf und verschließt die Gefacheübergänge. Dadurch kann der Regen nicht in die Fugen eindringen (man spricht auch in der von Anonym nicht gelesene weil viiiiiel zu alt und überholte Fachliteratur von "Selbstheilung")

Nachteile: Lehm ist wasserlöslich, die Gefache müssen überputzt werden; Lehm hat ein hohes Volumengewicht, also geringe Dämmeigenschaften (mir ist es Scheißegal, ob es U- oder K-Wert genannt wird....), dieser Nachteil wird durch Beimengungen von Holzspänen, Stroh, Perlit oä reduziert.

2. Alle "modernen" Baustoffe haben ihre Berechtigung. Allerdings an den richtigen Stellen. Porenbeton hat, wie der Name schon sagt, Poren. In diese Poren wird bei Regen Wasser gesaugt. Dieses Wasser wird nur langsam wieder abgegeben. Porenbeton ist ein "harter" Baustoff, der die Bewegungen des Fachwerks nicht mitmacht. daher sind die Ausfachungen immer lose. Kann man mit Leisten sichern.

3. Die heutigen Baufirmen wollen nur Eines: schnell, billige Baustoffe teuer verkaufen und im Regressfall untertauchen.
Ich hab in Wolgast viele alte Fachwerkhäuser mit altersbedingte Schäden gesehen. Aber der Neubau am alten Hafen hatte die Schäden, für die die Altstadthäuser hunderte Jahre gebraucht haben, in Zeitraffer nach unter 10 Jahren gehabt.

Wer Gasbeton verkauft, ist 100%ig davon überzeugt, wer Porenbeton verkauft-ebenfalls.... Es gibt sogar Leute, die überzeugt sind, ihre Gefache fachgerecht mit Bauschaum und Gipskarton saniert zu haben....


Ich persönlich würde davon abraten....
Mal die Datenkrake nach Schadbildern befragen....


Ahja, für unsere Anonymen.... ich hoffe, daß Hartmut endlich zur Regel machen wird, daß ohne Klarname und Profil hier nicht mehr gepostet werden darf......



Darf ich mein



Pseudonym behalten, irgendwie hänge ich an dem Forennamen, benutze ich in diversen Foren seit rund 10 Jahren. Klarname, Mail und sogar eine Post-Adresse sind ja im Profil.



Herbert



Du darfst Dein PSEUDONYM behalten, so lange Du nicht ANONYM postest....


:-), ;-)



Auch ich...



will Dir Dein Pseudonym nicht wegnehmen - ich kann es ja nicht verwenden :-)



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So…

Jetzt habe ich mal abgewartet, bis es sich hier ein wenig beruhigt hat.
Ich habe jetzt auch mal paar Bilder gemacht, die ja noch gefehlt haben(weitere Bilder auf meinen Profil).

Noch ein paar Hinweise meinerseits, nachdem ich hier alles durchgelesen habe bezüglich den Vor und Nachteile von Porenbeton.

• Argument geringer Schallschutz:
o Ist mir nicht wichtig, bzw. egal, da es wie gesagt eine Scheune ist und das keinen Interessiert.

• Argument der Wasseraufnahme:
o Die Felder sollen ja natürlich verputzt werden, somit sind die Steine ja gegen Wettereinflüsse geschützt.

• Argument der Steifheit:
o Wenn man die Steine nicht klebt, sondern mit geeigneten Mörtel verbaut, welcher in obigen Artikel beschrieben wurde, wäre dies doch eine alternative. Dass die Steine trotzdem größer sind als Lehmsteine und weniger fugen vorhanden sind, ist mir bewusst.

• Argument der Preis sollte egal sein wenn man sich für ein Fachwerkhaus entscheidet und nicht danach jammern:
o Die Scheune ist einfach mal dabei gewesen als wir unser Haus und Grundstück gekauft haben. Deswegen spielt das Geld wohl eine Frage. Wir wollen sie erhalten, wenn möglich. Sollten wir es nicht bezahlen können, dann ist dem guten Stück noch weniger geholfen.

Ein paar Straßen weiter steht eine Scheune, welche vor 5 Jahren mit Porenbeton ausgemauert wurde. Ich habe den Bauherren angesprochen und er hat mir die Scheune gezeigt und seine Vorgehensweise erklärt. Er ist Maurermeister und hat sich wohl so seine Gedanken gemacht.
Er hat das Holz abgebürstet, neu gestrichen, ausgemauert und dann verputzt. In den 5 Jahren gab es bis dato keinerlei Risse oder andere sichtbaren Schäden.


MfG

Kevin

PS:

Hier nochmal die Fakten, da es sicher schon untergegangen ist ;)

• Neues oder altes Fachwerk?
o altes Fachwerk

• Denkmalschutz ?
o Nein

• Statik, braucht das Fachwerk zusätzliche Versteifung ?
o Nein

• Geplanter Putz aussen ?
o Ja – welcher ist noch nicht festgelegt, die dame des Hauses wünscht nur eine helle / weiße Farbe

• Raumseitige Verkleidung ?
o Nein

• Exposition durch Schlagregen, Schutz durch Dachüberstand ?
o Nein – bei uns ist Westen die Wetterseite und die ist durch unser Haupthaus welches davor steht geschützt
o Dachüberstand ist beidseitig vorhanden
o Die Scheune liegt nähe Erfurt in Thüringen
o Regenarmes Gebiet

• ästhetische und historische Ansprüche ?
o Es soll halt auch wie ein Fachwerkhaus aussehen, nix modernes. Sozusagen helle Gefache und dunkle Balken.

• Verwendung als Scheune, Wohnraum, ?
o Es soll kein Wohnhaus werden. Verwendung als Lagerplatz, Werkstatt, Geräte-/ Fahrzeug Unterstellung.

• wie gut muss gedämmt werden (Enev / persönliche Ziele) ?
o Dämmung ist erst mal nicht vorgesehen, im Moment sind die Gefache bzw die Balken von beiden Seiten frei und so soll es erst mal bleiben, halt nur verputzt.

• Eigenleistungen ja / nein ?
o Ja

• Zustand der Hölzer
o Laut Aussage zweier unabhängiger Zimmermänner sind die Hölzer bis auf wenige stellen noch top in Ordnung

Im Moment sind ca 25% der Gefache aus Lehm. Diese sind Brüchig, zerfallen und wenn man sie anstupsen würde, fallen sie raus.
50% sind aus Ziegelstein gemauert, teilweise auch locker oder schlecht gemauert, dass sie weit nach außen ausstehen und ein sauberes verputzen schwierig wäre. Der Rest ist sicher mit allen Steinen die gerade mal zur Verfügung standen ausgebessert wurden. Der Sockel besteht aus Naturstein. Wie gesagt, sie ist ca. 15 Meter lang, 11 Meter breit und 11 Meter hoch. Sie hat ein Satteldach.



Fachwerk ausmauern



Damit kann man was anfangen.
Ich sehe zwei Varianten:

1. als Sichtfachwerk mit Ziegeloptik, unverputzt.
Vorteil: Die Felder die noch fest sitzen können verbleiben.
Die lockeren Gefache müssen rückgebaut werden. Die Ziegel daraus sind wiederverwendbar. Die Trockenlehmsteine müssen raus, die sind für die Fassade nicht wiederverwendbar, aber vielleicht als Lehmputz o.ä. an anderer Stelle.
Die restlichen, fehlenden Ziegel über Abbrüche beschaffen, man kommt da billig heran wenn man sich Ziegelabbruch per LKW auf den Hof kippen lässt und die Steine selber aussortiert. Sonst landen sie auf der Bauschuttdeponie, das kostet Geld.
Die fehlenden Gefache mit Leisten versehen und wieder mit den Ziegeln aufmauern, als Mörtel MG II CS II (Kalkzementmörtel) nehmen. Vollfugig mauern und die Fugen abbügeln, das spart späteres Verfugen.

2. Sichtfachwerk verputzt
Alle Gefache müssen raus.
Verleisten, dann wieder aufmauern, diesmal mit ca. 20 mm Rücksprung. Als Steinmaterial wieder die rückgebauten Ziegel und Abbruchziegel nehmen, sonst neue Steine kaufen. Es geht Poroton oder Porenbeton. Im Sockelbereich keinen porenbeton verwenden. Entweder alles neu mit einer Steinsorte ausmauern oder unten mit geborgenen Ziegeln neu aufbauen, den fehlenden Rest mit neuen Steinen ergänzen. Pro Gefach und pro Gefachreihe sortenrein mauern.
Danach zweilagig putzen, Kalkzementputz PII als erste und Kalkputz PI als zweite Lage außerhalb des Sockelbereiches.
Im Sockelbereich nur PII frostsicher nehmen. Kellenschnitt setzen. Zur farblichen Egalisierung frescal mit Weißkalk streichen.

Ich empfehle ihnen Variante 1. Sie ist billiger als Variante zwei und erspart Ihnen den Verputz.



Fachwerk ausmauern



Machen sie es wie Herr Böttcher ihnen in Variante 1 vorgeschlagen hat.

So bekommen sie es günstig fertig und das Gebäute behält seinen Wert. Im Internet mal suchen. Ich hab mir da mal einen LKW voll gereingt und auf Palette gepackt gekauft.
Kamm aus ihrem Bereich und der Preis war akzeptabel.

Vielleicht haben sie in 10 Jahre eine andere Verwertung für das Gebäude und sind froh, das sie es nicht abgebrochen haben.

Viel Erfolgwünscht
Heinz-Josef



Fachwerk ausmauern



Hallo,

und danke für die schnelle Antwort.

Beide Varianten gefallen mir auf jeden Fall besser, als die mit Porenbeton, da ich nicht wusste, dass man die alten Steine wiederverwenden kann und sie auch bestens geeignet für das Fachwerk sind.

Nun stellt sich aber noch eine weitere Frage auf. Wenn man die erste Variante wählt...
gibt es Möglichkeiten die Steine wieder aufzubereiten oder die fertig gemauerten Gefache zu streichen?

Weil sie im jetzigen Zustand nicht schön aussehen.

MfG

Kevin



Fachwerk ausmauern



Was ist schön?
Das ist nicht nur subjektiv bedingt.
NICHT schön ist wenn eine alte Scheune mit Gewalt auf neu gequält wird.
Die Steine haben ihre Patina vom Alter, das Verbandsholz, das Dach, die Scheune selber- alles passt zusammen.
Sonst sieht Ihre Scheune wie eine 70- jährige auf Girli getrimmt aus, traurig- komisch.
Lassen Sie es so, mit den alten aber neu gesetzten Steinen.



Ich würde...



nicht streichen. Das mag erst einmal leuchten und strahlen. Wenn der Anstrich aber etwas gealtert ist, sieht es ggf. ganz schnell schlimm aus.

Die alten Steine haben ihre Oberfläche nun schon viele Jahrzehnte und sehen gut aus. Vor dem Neuverfugen könnten Sie ja mit einem Hochdruckreiniger vorsichtig und im flachen Winkel drübergehen, um zu reinigen.

Mehr wäre nicht besser... Sie ruinieren nur eine Oberfläche, die keine Pflege braucht.

Grüße

Thomas



Fachwerk ausmauern



Das Dach wird als erstes gedeckt, da die Handgestrichenen Ziegeln leider nach und nach zerfallen und immer mehr Löcher entstehen.

Es muss ja nicht nur mir, sondern auch meiner Frau gefallen ;)
Und eine nackte alte Steinwand ist eben nicht so unsere Vorstellung von Gemütlichkeit. Die Balken sollen ja auch gestrichen werden, dass sie wieder im neuen Glanz erscheinen.
Uns hatte eben die Vorstellung von dunklen Balken und hellen Gefachen gefallen...



Steine streichen



Kevin


Auf den Fotos sieht es so aus, als ob Deine Steine Klinkerähnliche Oberfläche haben. Diese sind idR sehr glatt und Farbe hält dann darauf nur kurze Zeit. Dann blättert sie ab und die Wände sehen aus, als ob sie die Räude haben.....



Alte Scheune erneuern



Hallo Kevin,

auf dem Foto sehen sie eine Fachwerkwand ausgemauert mit alten Backsteinen. Verwendet wurde ein Kalkmörtel mit kleinem Zuschlag von Zement. Es wurde vollfugig vermauert und dann die Fugen mit einem Stück Schlauch glatt gerieben.
Die Fuge zwischen Holz und Mauerwerk wird nicht dicht bleiben. Dies stellt kein Problem für das Fachwerk da.

Wenn das Fachwerk unbedingt gestrichen werden soll, dann einfach nur mit Leinöl firnis.

Wenn das Dach dann auch gemacht ist, können sie noch lange Freude an einem trockenen Abstellraum haben.

Sollte mal die Idee aufkommen in dem Gebäude etwas anderes zu machen und eine Dämmung erforderlich sein, würde ich folgendermaßen vorgehen:

Von innen an das Fachwerk würde ich eine 4cm starke Lattenkonstruktion lotrecht anbringen. Auf dieser Konstruktion dann ISOLIER-Paneele (Sandwichpaneele) in 2a Ware (mal im Internet nachsehen) anschrauben. Dicke je nach gewünschter Dämmung. Die Platten haben Nut und Feder und durch die beidseitige Beschichtung aus 0,55mm Blech sind sie diffusionsdicht. Es kann keine Feuchtigkeit heraus (dafür dann mit den Fenstern lüften) und auch keine Feuchtigkeit herein. Von außen in das Fachwerk evtl. eindringender Schlagregenwasser kann durch die normale Undichtigkeit und der Hinterlüftung des Fachwerkes problemlos abtrocken.

Im Prinzip hätten sie dann ein Haus im Haus.

Wenn das Dach zuerst gemacht werden soll, kann man die ISOLIER-Paneele auch als Unterdach nehmen und die alten Ziegel (evtl. ergänzt aus zusätzlichen Dachziegeln aus einem Abbruchgebäude) wiederverwenden. Die Befestigung der Dachlatten auf den Paneelen erfolgt mit selbstbohrenden Schrauben. Kleine Wassertropfen die dann mal durch das alten Ziegeldach gehen werden von dem Unterdach sicher abgeführt.

Viel Erfolg wünscht
Heinz-Josef



Ziegel aufbereiten



Mache es so wie es dir Heinz-Josef erklärt hat.
Der weiß wovon er schreibt.

Wenn die Ziegel sehr unansehlich sind, dann nehme ich bei meinen Häusern Ziegelbruch und reinige damit die Oberfläche der verbauten Ziegel. Einfach drüberputzen und das Moos und Mörtelreste wegschieben.
Ist mühselig, aber schaut gut aus.


Klaus



Alte Scheune erneuern



Wenn die alten Steine schon raus fallen...........

einen großen Hochdruckreiniger nehmen und draufhalten.......

Hab gerade eine alte Scheune abgebrochen und so 9000 alte Backsteine bekommen. Wenn ich es umrechne hat mir das Bergen und Reinigen etwa 10-15 cent pro Stein gekostet. Dafür bekomme ich keinen neuen Stein



Scheune sanieren



Da ich für div Baustellen öfters alte Feldbranntsteine geborgen und gereinigt habe- von Hand, ohne maschinelle Hilfsmittel-würde ich auch als dauerhafteste Lösung zur Entfernung der Gefache und wieder Ausmauerung mit Sichtmauerwerk und Fugenglattstrich neigen.

Solche Steine gereinigt und palettiert zu kaufen wäre rel. teuer gewesen
- ab 1,-€ je Stein .

Mein Haus vom BJ 1910 wurde komplett aus Feldbranntsteinen erbaut und hat ohne jeden Schaden oder Sanierung der Fassade bis heute gut überstanden- auch Erdbebeben Stufe 5,9 in knapp 100 km Entfernung.

Bei der Fläche ist das natürlich eine Herausforderung- mit etwas Erfahrung gehts aber deutlich schneller.

Wenn's irgendwann mal zuviel werden sollte könnten immer noch zumindest die dreieckigen Giebelflächen mit einer Holzschalung versehen werden ( Lärche kostet hier ca 8-10,-€ netto/qm) und geht schnell- so wird das Fachwerk geschützt und die Ausmauerung kann dann immer noch zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.

Wenn's unbedingt weiß sein soll ließe sich entweder ein weißer Schlämmputz auftragen oder die Steine mit Silikatfarbe streichen.
Dann sollte aber ringsum ein Rollschotterbett hergestellt werden u ggf der Boden in diesem Bereich etwas abgesenkt werden.

Andreas Teich



Fachwerk ausmauern



Hallo,

na das sind doch alles schöne Antworten die mir weiter helfen :)

Die Entscheidung ist jetzt auf jeden Fall so getroffen, dass die Porenbeton vom Tisch ist und Die vorhandenen Ziegelsteine Verwendet werden. Weiterhin ist hab ich mich umgeschaut und Ziegeln von Abbrüchen gibt es in meiner Umgebung auch sehr viele.

Ob nun Verputzt wird oder nicht, steht noch nicht ganz fest. Ich denke ich werde einfach ein defektes Gefache neu ausmauern mit gereinigten Steinen und sehen wie es mir und vor allem meiner Frau gefällt ;)

Jetzt habe ich diesbezüglich noch ein paar Fragen, wenn hier schon so viel Fachwissen aufeinander trifft.

Welchen Mörtel würdet Ihr benutzen für die Ziegelsteine. Wenn ich das richtig verstanden habe, würdet ihr die Fugen glatt streichen und nicht extra im nachhinein verputzen? Wie werden die Kerben für die Dreiecksleisten am einfachsten in den Stein gebracht? Kommt zwischen Holz und Stein nur der Mörtel oder noch ein anderes Produkt?

MfG

Kevin



Fachwerk ausmauern



Zum Mörtel hatte ich mich schon geäußert. MG II CS II, also Kalkzementmörtel. Auch zu den Fugen steht schon was bei mir und Horst Burhorst: Vollfugig mauern, abstreichen und nach dem Anziehen mit einem Stück Gartenschlauch o.ä. abbügeln (glattstreichen).
Die Kerben werden mit dem Maurerhammer geschlagen, 3,4 Schläge reichen dafür.



Alte Scheune erneuern



Hallo Kevin,

an das vorhandene Fachwerk kannst du Dreikantleisten anschlagen, die Steine etwas auskerben und dann mit Mörtel bis ans Fachwerk vermauern. Das Mauerwerk wird durch die Leisten gehalten. Man kann so nicht durch die irgendwan unweigerlich entstehenden Fugen schauen.

Es geht auch einfacher. Beim Ausmauern einfach verzinkte Nägel ins Fachwerk schlagen. So hat mein Vater es bei alten Ställen vor 50 Jahren gemacht.

Oder man nimmt Edelstahl Mauerverbinder, kürzt sie auf 15-20cm und schraubt sie ans Fachwerk an. Vorteil, das Blech lässt sich leicht biegen und in den Mörtel drücken.

Nach dem Abbinden des Mörtels kannst du Wand mit verdünnter Salzsäure reinigen und so Kalkspuren auf den Steinen entfernen

Viel Erfolg wünscht
Heinz-Josef



Weichbrandziegel mit Kalkmörtel



Hallo Kevin,

recht langer Thread hier und wie so oft kontrovers diskutiert.

Ziegelgefache herstellen

Gefachanschlüsse:
Dreikantleisten/Trapezleisten aus Eichenholz in die Gefache einzubringen geht um Gefache zu hindern herauszuwandern. Allerdings sollten hier Verbindungsmittel aus Edelstahl ausgewählt werden, denn sonst rosten die Nägel durch und die Gefache wandern samt Leisten heraus. Das ist auch irgendwann bei verzinkten Nägeln so. Nachhaltiger ist es kleine Nuten mit dreieckigem Querschnitt in die Fachwerkhölzer zu schlagen (außer in den unteren horizontalen Bauteilen eines Gefachs, sonst bleibt dort Wasser stehen, nicht so gut).
Um eine größtmögliche Schlagregendichtheit zu erlangen sind Leisten auch nicht besonders geeignet. Das merkt man spätestens dann, wenn man die Leisten an die Fachwerkhölzer hält, denn diese sind meistens nicht sehr plan. Da sieht man dann schon oft in Teilbereichen deutliche Lücken. Also auch für eine Schagregendichtheit sind eingehauene Nuten wesentlich besser geeignet. Zudem brauch man für die Nuten nur ein Stecheisen und Klopfholz und nicht etliche Meter teure Eichenholzleisten.

Gefache ausmauern/Mörtelmaterial

Zum ausmauern von Gefachen mit Weichbrandziegeln, also Backsteinen die max. 1000°C Brenntemperaturen erfahren haben, benutzt man Kalkmörtel ohne zementöse Zusätze. Das macht man zum einen, weil diese Mörtel viel elastischer sind (E-Modul) und so die Bewegungen (z.B. aus schwinden und quellen des Fachwerkholzes) besser kompensieren und zum anderen die Abtrocknungsgewindigkeit der Gefachausmauerungen höher ist. Denn die Trocknung von Mauerwerk (Egal ob bei Fachwerk, Backstein- oder Natursteinfassaden) sollte im wesentlichen über die Fugen stattfinden. Da zementöse Fugen die Abtrocknung des Mauerwerks behindern, verlagert sich die Abtrocknung auf das Steinmaterial. Hierbei werden dann Schadstoffe bzw. Salze freigesetzt, die die Sinterschichten der Backsteine schädigen. Zudem kommt es dazu, das durch die harten zementösen Fugen Spannungen an den Randzonen der Steine entstehen, die zu Steinschäden führen. Je nach Backsteinqualität können Spannungen durch zementöse Vermauerungen sogar dazu führen, das ganze Backsteinschalen abplatzen.

Kalkmörtel
Bedient man sich Sackwaren wie z.B. KZ-Mörtel (Mauer und Fugenmörtel), die Abkürzung habe ich mit bedacht gewählt, kommt man an das Material durch eigentlich alle Baumarkte/Baustoffhändler heran. Bei Kalkmörteln wird das schon schwieriger. Hier gibt es die Möglichkeit auf Sackware zurückzugreifen oder den Kalkmörtel bauseitig herzustellen. Am beständigsten sind Kalkspatzenmörtel oder sandgesumpfte Mörtel, aufgrund ihres hohen Bindemittelanteils. Für Laien würde ich empfehlen Branntkalk einzusumpfen (bitte Schutzkleidung tragen), einige Tage einsumpfen lassen und 1:3 mit Mauersand (laut Angabe auf dem Bindemittel) den Mörtel anzumachen. Anschließend sollte man noch einige Hydraulefaktoren hinzugeben (z.B. NHL5 Kalk im Verhältnis 1:6) Damit produziert man einen beständigen Kalkmörtel mit gutem E-Modul und Trocknungseigenschaften.
Als Werktrockenmörtel würde ich für Gefachausmauerungen max. eine NHL2 Kalk auswählen. Das ist für einen Laien wahrscheinlich die einfachste Variante. Bei Fragen kannst du mich gerne kontaktieren.

Kalkfugen sollte man nach dem anziehen des Mörtels z.B. mit einem Holz aufrauhen, um die Sinterhaut zu entfernen und damit die kapillarität der Fugen herzustellen. Sonst drücken dir die Dampfdrücke die verdichteten Fugenoberflächen mit der Zeit ab.

Zudem sollte man weichbebrannte Steine auf keinen Fall absäuern. Die Salzsäure dringt tief in die Steine ein und kann dann auch nicht abgewaschen werden. Fazit: es bilden sich mit der Zeit Kalkschleier auf den Gefachen.Beim ausmauern sollte man Verunreinigungen durch Kalkmörtel auf den Steinoberflächen vermeiden. Kommt es dennoch dazu sollte man diese sofort mit einem nassen Schwamm gründlich beseitigen.

viel Erfolg und Spaß beim Restaurieren

Emzet



weiterhin



Zementöse Ausfachungen führen auch dazu, das an den Anschlüssen zu den Fachwerkhölzern Mürbezonen durch Moderfäulepilze entstehen, bedingt durch das schlechte Abtrocknungsverhalten der Gefachanschlussfugen. Teilweise konnte ich Objekte beobachten, an denen man nach bereits 10 Jahren 2-3mm Substanzverlust an den Gefachflanken beobachten konnte. Also bitte kein Zement verwenden!!!



Fachwerk ausmauern



Hallo Kevin,
lassen Sie sich nicht von solchen Parolen verunsichern.
Mit der vorgeschlagenen Gruppierung liegt der Mörtel in einem Bereich wo solche Horrorszenarien nicht auftreten werden.
Bei der Benennung des Mauermörtels habe ich einen Fehler gemacht: Es muß statt MG II CS II MGII NM II heißen. An den Eigenschaften ändert sich nichts (ich bin bei der Festigkeitsklasse in die Putzbezeichnung gerutscht).



Fachbezeichnungen



Guten Morgen,

Mit diesen Kennzahlen als Leihe das Richtige zu finden ist schon nicht so einfach...

Könnte mir einer vielleicht einen Beispiel Mörtel nennen.
So wie von der Firma Maxit oder Sakret um mal zu wissen von was wir hier sprechen? Da gibt es ja hunderte von varianten :O

MfG

Kevin



Mörtelgruppe



Fragen Sie nach Putz- und Mauermörtel NM II. Der Hersteller ist egal, die Mörtel sind genormt, die Klassifizierung steht auf der Tüte. Nach dem Anziehen des Mörtels und wenn das Gefach fertig gemauert ist können Sie mit einem Stück zerknülltem Mörtelsack die Steine und das Holz trocken von Mörtelresten abputzen. Beim Mauern immer gut mit der Kelle abstreifen damit nichts runterkleckert. Die Technik wie der Stein anzusetzen und zu schieben ist kriegen Sie schon raus.
Die oberste Fuge zum Holz muß zweiseitig mit Mörtel (von innen und von außen) ausgedrückt werden. Das heißt auch innen Gerüst stellen, sehr aufwändig. Deshalb versuchen Sie die Fuge in zwei Arbeitsgängen von außen mit einer Fugenkelle aufzufüllen. Erst ins hintere Drittel schieben, hart werden lassen, dann den Rest auffüllen.



Fachwerk ausmauern



Gibts eigentlich Erfahrungen darüber ob das Einlegen einer Hanfschnur zwischen Fachwerk und Mauerwerk positiv ist ?
Bei Schiffen wurde es ja beim kalvatern gemacht, weil Hanf sich bei Feuchtigkeit ausdehnt und für die Fensterabdichtung ist's ja auch positiv.

Weiß jemand was M.Gerner und andere Fachwerkspezialisten zur Mörtelgruppe oder z.B.Hanfabdichtung sagen oder ob im Randbereich dem Mörtel Hanf beimischen sinnvoll sein kann?

Andreas Teich



Fachwerk ausmauern



Von Hanfschnüren in Fachwerkfugen habe ich noch nie was gehört oder gelesen.
Ich halte das für keine gute Idee. Beim Aufquellen würde der Hanf die Mörtelfuge sprengen.
Lenze gibt als Rezeptur für Mauermörtel 3 Teile Kalk, 1 Teil Trasskalk und 12 Teile Sand an. Das dürfte in etwa der Mörtelgruppe II bzw. der Festigkeitsgruppe NM II der DIN V 18580 entsprechen.
Lenze propagiert das nachträgliche Verfugen und gibt dafür folgende Rezeptur an:
1 Teil Kalk
1 Teil Trasskalk
3 Teile Sand.
Solche Mischungen werden knallhart und können zu Abscherbelungen am Stein und Fugenabsprengungen am Holz führen.



Produktinformationen



Moin Kevin,

Hier mal eine Produktempfehlung (Werktrockenmörtel), die den Anforderungen an deine Ziegelgefache entsprechen und zudem den Anforderungen von Georg Böttcher genügen. Die von mir vorgeschlagenen NHL2 Mörtel gibts leider nicht als Fertigmischung aber einen NHL5 Kalk (Mauer und Fugenmörtel MG II (M2,5, EN 998-2, NM II, DIN V 18580)). Zementfrei so wie es bei Fachwerkausfachungen sein sollte.

www.zkw-otterbein.de
bzw. zu googeln unter Zement und Kalkwerke Otterbein. Hier findest du das entsprechende Produkt und Hinweise auf Vertriebspartner. Man kann da auch anrufen und Fragen welcher Baustoffhändler in Deiner Region Vertriebspartner ist. Es gibt auch einen Online-Baustoffhändler: www.Eichhorn.de. ab 20€ versandkostenfrei, der die Otterbeinprodukte führt.



Produktinformationen 2



Nochmal,

Bei dem Produkt findest du im technischen Merkblatt detaillierte Verarbeitungshinweise, obwohl ich keinen Glattstrich (wie im Beitrag weiter oben) bestehen lassen würde, sondern immer nach dem anziehen des Mörtels die verdichtete Oberfläche abnehmen würde. Neben den guten EIgenschaften bzgl. der Abtrocknung, bestechen natürlich hydraulische Kalke auch mit ihren niedrigen E-Modulen, die bei den Bewegungen in Fachwerkgefügen recht wichtig sind. Solche Elastizitäten werden von Kalk-Zementmörteln nicht erreicht. Und zu deiner Frage was M. Gerner und andere Fachwerkspezialisten, wie ich, dazu sagen...verzichten Sie auf Zementanteile in Mauer- und Fugenmörteln in Fachwerkausfachungen!

Gruß und Erfolg
Emzet



Produktinformationen 3



Guten Abend,

Können sie mir Hersteller wie z.B. Maxit, Solubel etc...
Mit Otterbein hasst du einen Hersteller der reine Kalkmörtel vertreibt. Mit Maxit hab ich mich jetzt noch nicht auseinandergesetzt, Solubel verwendet Additive etc. ...wichtig bei Kalkprodukten ist das sie frei von Zementanteilen und Additiven sind. Wenn das nicht ausdrücklich in den technischen Datenblättern vermerkt ist, sollte man sich eine Volldeklaration der Hersteller beschaffen. Rücken die Hersteller diese nicht raus, kann man davon ausgehen das sie ihren Kalkprodukten diverse Stoffe zusetzen, denn unter 5% Zusätze brauchen diese nicht zwingend deklariert zu werden. Zementzusätze oder gar kunststoffhaltige Zusätze können die so toll propagierten Eigenschaften der Mörtel doch wesentlich beeinträchtigen. Deshalb verfechte ich die bauseitige Herstellung von Mörteln (aber auch hier muss man sehr aufpassen bzgl. der Reinheit der Bindemittel, z.B. bei Trasskalken). So kann ich bei den Angaben von Otterbein (frei von Zementen und Additiven) ausgehen, dass da außer dem was da beschrieben wird auch nichts anderes drin ist, denn mit dieser Aussage werden nicht deklarierungswürdige Substanzen ausgeschlossen. Ich persönlich habe mit den Otterbeiprodukten, wenn auch nur mit den Bindemitteln, sehr gute Erfahrungen gemacht. Für Mauer und Fugenmörtel sollte man hier den Mörtel mit der Körnung 1,6mm verwenden.



Frage vom Rande:



Ist es unter der Threadüberschrift ("Porenbeton") wirklich sinnvoll, über homöopathische Zusätze eines Kalkmörtels zu disputieren? Das will ja (hoffentlich) keiner essen.

Grüße

Thomas



Porenbeton und Fachwerk



Dieses ständige und gebetsmühlenartige Repetieren des Glaubentheorems vom bösen Zement im Kalkmörtel wird langweilig. Wer am Thema wirklich interessiert ist findet im Netz genug seriöse Stellungnahmen dazu und sollte sich selber informieren. Das gilt auch für Sie, MZ.
Hier ein Beispiel:
https://www.baufachinformation.de/denkmalpflege/Zementzugabe-zum-Kalkputz-eine-sinnvolle-Ma%C3%9Fnahme/2004087108864
Das betrifft zwar Putz ist aber auch auf Mauermörtel übertragbar.

Man kann es sich auch einfach machen und das als Propagandamasche von hörigen Knechten der Zementindustrie abtun die als Teil der großen Verschwörung zur Zerstörung des nationalen Kulturgutes Fachwerk und überhaupt alles Alten agieren.