Fachwerk freigelegt im ganzen Haus - keinerlei Dämmung????

14.05.2010


Hallöchen!

Wir sind ganz neu hier, denn wir haben von Fachwerk ansich keine Ahnung - nur eines war immer klar, wenn ein Eigenheim, dann ein Fachwerkhaus und kein Betonklotz...
Nun hoffen wir auf gute Ratschläge, denn es ist soweit und wir suchen unser Traumaus.
Eines hat uns sehr gefallen....sehr groß, an die 300 qm, hohe Decken, Fachwerk von innen und aussen freigelegt. D.h. im ganzen Haus ist keine einzige Wand verputzt - weder Aussenwand noch Innenwand!
Von der Optik gefällt uns das unglaublich gut, aber meinem Mann wachsen graue Haare wegen der Heizkosten....
Jetzt meine Frage: ist das wirklich so schlimm????

Danke und liebe Grüße,
Moni



Fachwerkhaus



Hallo Moni,
fragen Sie einfach den Verkäufer nach den Heizkostenabrechnungen.
Oder besser gleich nach dem Energieausweis.
Ansonsten betrachten Sie das Haus als Rohbau mit entsprechenden Ausbaukosten, die noch auf Sie zukommen.

Viele Grüße



Absoluter Laie auf der Suche nach dem perfekten Haus...



... hallo Moni,

Wenn Ihr Laien seid, dann braucht Ihr jemanden vom Fach an Eurer Seite. Bei 300 m² Nutzfläche darf nicht die Optik entscheiden - die Fakten zählen. Diese lassen sich aber nur vor Ort durch eine Begehung erfassen. Vielleicht kann auch die IG-Bauernhaus weiterhelfen: http://www.igbauernhaus.de

Von Vorteil ist ja, dass bei den Wänden wenigstens nichts kaschiert ist. Dennoch kann es auch da noch Überraschungen geben.

Die Geschichte des Hauses solltet Ihr Euch verinnerlichen. Evtl. könnt Ihr noch den Vorbewohner ausfindig machen und mehr erfahren. Wie wurde dort gelebt - wo gab es Probleme, etc.

Wenn es von einem Makler ist, dann kann man ja mal ganz unbedarft nach einem Energiepass fragen ;-)

Unabhängig davon - Ihr braucht jemanden vom Fach, der Euch ohne Eigeninteressen zur Seite steht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



im



jetzigen Zustand könntet Ihr die Heizkosten wohl kaum stemmen, unabhängig von der Wärmedämmung ist mit Sicherheit keine Winddichtigkeit gegeben. Somit kommen, wie Georg bereits schreibt,die Ausbaukosten noch dazu und die sind in der Regel höher als bei einem "Betonklotz" ( Es gibt auch schöne Ziegelhäuser !!) und könnten durchaus bis zum Ende bei 500 - 1000 Euro/m2 Wohnfläche liegen. Kommt immer auf Eure Vorstellungen und euer eigenes handwerkliches Geschick an. Also Fachleute mitnehmen und viele Fragen stellen. Und eins mit Sicherheit - es kommt meist doch anders als man denkt. Also immer mit "Reserve" planen.



Mitte der 80er war die letzte Sanierung...



... dann auch mal kritisch nach Lindan und PCP prüfen. Zu der Zeit wurden die Chemiekeulen noch im Sonderangebot verramscht.

Die Geschichte mit der Abreißbirne finde ich interessant. Bestehen denn keinerlei Auflagen durch die Baubehörde - Denkmalamt, etc.?

Der befreundete Handwerker kann helfen - bitte aber auch kritisch abwägen, ob er wirklich das Ganze übersieht. Was Ihr braucht ist eine ganzheitliche Erfassung der Bausubstanz bei der auch festgestellt wird, was in welcher Reihenfolge noch zu tun ist.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Lieber nicht...



Hallöchen,

also, wir haben uns jetzt beraten lassen und sind auch mit einem Fachbetrieb für Fachwerksanierung durchgegangen.
Anscheinend ist das Haus nicht wirklich "winddicht", die Heizkosten würden uns die Haare vom Kopf fressen....für die Innendämmung wurde uns nun ein ca. Preis von 700/qm genannt - also bis es ganz fertig ist. Ausserdem noch alle Fenster, Dach an einigen Stellen, Dachdämmung usw.
Schade, denn das Haus wurde lt. Rechnungen in den 70ern für umgerechnet fast 1 Mio. saniert...
Das Denkmalamt hat sich erst eingemischt, als der damalige Eigentümer es vernichten wollte und den Abriss schon in die Wege geleitet hatte....
Na ja, wir suchen einfach weiter.
Nochmal lieben Dank für eure Hilfe und liebe Grüße,

Moni



Es ist schon erstaunlich...



... was so geht - eine Mio verbraten für nichts?

Grüße,

Frank



Etwas sprachlos....



...bin ich nun, denn der Eigentümer hat mir gerade einen Kostenvoranschlag der Firma durchgefaxt, die damals das Haus saniert hat. Demnach muss nur an zwei "Balken" etwas gemacht werden, Dach ist wohl i.O. und anscheinend ist das Haus energetisch auch noch gut....
Jetzt frage ich mich, wer von diesen beiden Firmen uns hier auf´s Korn nehmen will.....
Wieviel würde mich denn ein wasserdichtes Gutachten kosten, weiß das vielleicht jemand? Das Haus gefällt uns nämlich nach wie vor sehr gut....



Fachwerkhaus



Hallo Moni,
ich mache so was öfters für Kunden wie Sie.
Falls Sie Interesse haben, kontaktieren Sie mich einfach per email.

Viele Grüße