Sanierung von Massivholzdielen

18.08.2005



Eine Fachfirma hat in meinem Altbau einen neuen Eiche Massivholzboden auf Lattung und vorbereitetem Estrich verlegt, nur wölben sich nun an drei Stellen die Bohlen. das sieht nicht sehr schön aus. Die Fachfirma meint, dieses ohne grossen Aufwand reparieren zu können, indem sie eine Epoxydharzlösung drunterspritzen und somit den Untergrund mit dem Holz verkleben. danach wollen sie diesen bereich neu Schleifen und imprägnieren. Ich glaube das nicht und bin der Meinung, dass der gesamte Boden aus dem bereich neu aufgebaut werden sollte. Wer kann mir da bitte weiter helfen?



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den Aufbau habe ich so nehme ich an nicht ganz verstanden. Die Dielen liegen doch auf Latten und haben keinen direkten Kontakt mit dem Estrich, oder? Wie will man diese dann verkleben? Außerdem Dielen werden nicht verklebt, sie werden geschraubt oder genagelt.
Kann es sein, dass der Estrich nicht ausreichend trocken war?



Weiteres Stochern im Dunklen.



Hallo miteinander,
kann es sein, das es sich um eine Verlegung im losen Verband handelt? Sprich rundum Nut-Feder.
Wenn die Auflager weitgenug auseinander sind, dann hat die Eiche genügend Kraft, sich derart zu verdrehen.
Ein ähnliches Problem hatte ich kürzlich bei Massivholzeichesockelleisten.:-(
Wie weit liegen die Lattungen auseinander?
Wie dick ist die Dielung?
Was ist da für ein Estrich drunter, anschließend an Freds Frage wie trocken kann der sein?
grübelnde Grüße Lukas
PS Grund für die Fragen: erst mal die Ursache finden, bevor schnell irgendwas gemacht wird.





Hallo Lukas und Fred, vielen Dank, dass Ihr mir da weiter helft. Die Lattung liegt in einem Abstand von ca. 50 cm. und der Estrich bzw. eine Ausgleichsschicht ist direkt bündig mit der lattung eingezogen worden. Die Restfeuchte ist mit 9 - 10 % gemessen worden. Die rel. Luftfeuchte hier in Südspanien liegt im Mittel bei 17 % und ist weitestgehend konstant. Die Temperaturen (im Innenraum) liegen im Sommer bei ca. 27º tagsüber und 22º abends und im Winter bei 20º tagsüber und 16º abends. Die Firma sagte mir, dass das Vernageln in der Lattung noch zusätzlich durch ein vollflächiges Verkleben verstärkt wurde, damit die Eichendielen sich im Laufe der Zeit nicht verziehen. Man solle auf eine stabile Temperatur und eine stabile Luftfeuchte bzw. Raumfeuchte achten. Tja, war wohl nix mit dem Nicht verziehen ;-) Ich bin sehr verunsichert, denn ich glaube der Firma einfach nicht, dass durch einfaches Abschleifen nach vorherigem Einspritzen von Epoxydharz das Problem beseitigt sei. Holz arbeitet doch stetig weiter, oder? Sonnigen Gruss aus Marbella. Karl.



Am schönen spanischen Klima liegt´s nicht ;-)



Hallo Karl,
aber die 9-10% Restfeuchte im Estrich sind viel zu viel. 2% hätten es sein sollen.
Das mit der "Fachfirma" relativiert sich da ein wenig.
Der ganze Aufbau gefällt mir eigentlich nicht so richtig.
Aber nachdem, was ich so in Spanien gesehen habe, mögen die ja den Beton sehr und machen da auf Teufel komm raus so fast alles mit.
Die nächste Frage, die sich mir da stellt ist die, wie da ein dauerhafter Verbund zwischen der "Ausgleichsschicht" und dem Untergrund wohl aussehen könnte?
Was ist denn für ein Kleber benutzt worden?
Interessant wäre auch die momentane Restfeuchte der Eiche.
Ein Nachkleben ist grundsätzlich i.O. aber ich würde da kein Epox nehmen, sondern einen sog. Kraftkleber auf PU-Basis.
Das Epox läuft unkontrollierbar irgendwo hin, der Kraftkleber nicht und schäumt auch leicht auf.
Bei 17% Luftfeuchte wird sich eines Tages, wenn denn der Estrich auch trocken ist, eine starke Fugenbildung zwischen den Dielen zeigen.
Das entscheidende dürfte aber die hohe Restfeuchte im Beton sein. Bis der trocken ist kann sich da noch einiges bewegen und das kann dauern...
Grüße Lukas





Vielen herzlichen Dank Lukas,
ich werde mit Deinen Argumenten der "Fachfirma" mal auf die Füsse treten. Denn weshalb habe ich sonst eine Garantie ausgehandelt? Das sollen die mal alles schön wieder aufnehmen und neu machen. Habe keine Lust auf einer ewigen Baustelle zu leben ;-)
Vielen vielen Dank. Das Forum hier ist prima.
Gruss, Karl.