Wandtemperierung

27.03.2009



In meiner Praxis in einem Altbau ( ca 120 Jahre) gibt es extreme Feuchtigkeit. Nun bin ich auf die Grosseschmidt Wandtemperierung als beste Lösung hingewiesen worden. Nun meine Frage, kann ich dann die anderen Heizkörper (Gastherme) entfernen und bekomme noch genügend Wärme her? Eine Praxis, in de man als Patient friert finde ich persönlich schrecklich!!Wie groß ist so ein Regler für die Wandtemperierung? Ist auch eine Platzfrage.

Ich freue mich auf intressante Antworten!
Danke
Elke



Der Regler



könte z.B so aussehenen. Abmessungern ca. 15 x 15 xm

Wie groß ist der Raum? Wie ist der Aufbau der Wände, Fenster... Diese Information ist notwendig um den Wärmebedarf abzuschätzen.

Grüße Gerd





Hallo Frau Schiller,

Das Grosseschmidt´sche Einrohrsystem ist wohl etwas umstritten. Geben Sie den Namen doch mal oben rechts in der Suche ein, da gibt es dann einiges zu lesen.
Möglicherweise wird das System zur Reduzierung der Feuchte beitragen, aber dass die Temperatur auf Massagepraxenwohlfühltemperatur steigen wird wage ich zu bezweifeln. Wenn die Heizkörper stören wird da eine Wandheizung mehr bringen.
Wie macht sich die extreme Feuchtigkeit bemerkbar? Eigentum oder Miete?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Wandtemperierung



Erst mal vielen Dasnk für die schnelle Antwort!!
Also der Raum liegt im Erdgeschoß, drunter ist eben feuchter Keller. Der Raum ist ca 30 qm groß hat zwei "normalgroße" Fenster wie halt in Altbauten meistens..... (sorry,geht im Moment nicht besser zu beschreiben).
es ist Ziegelbau und bei der letzten Renovierung wurde ein Spezialputz verwendet, der eben die aufsteigenden Salzkristalle bessern binden soll. Hat auch eine Weile gedauert. Aber jetzt und für die ZUkunft sollte halt was "Gescheiteres" gemacht werden.

Dann noch eine Frage. Braucht den so eine Wandtemperierung einen Tank/ Reservoir???



Wandtemperierung



Also das Objekt ist Eigentum. Die Feuchtigkeit macht sich dadurch bemerkbar, dass sich der Putz (alles möglichst baubiologisch ) löst...schaut nicht sehr schön aus!! Nun bin ich eben au der Suche, nach der optimaln Lösung!

Gruß
Elke



Spezialputz



Hallo

kann man noch in Erfahrung bringen, wie der Putz hieß?

Neben Grosseschmidt kann man die Wand auch anderweitig "temperieren"!
Wichtig wäre mal die Ursache der "Feuchte" zu ergründen, das abstellen, dann gesamtkonzeptionel die Heizungsart darauf abstimmen und dann die Ausführung zu beginnen.

Feuchte "vom Keller" ins Erdgeschoss ist nicht so günstig!
Wie ist der EG-Boden aufgebaut? Wann Saniert und so weiter.

Anamnese - Diagnose - Therapie

FK



Wandtemperierung



Das Haus hat ein Ziegelfundament. Die Praxis wurde im Jahr 2000 aus/ umgebaut. "Bohren von Löchern an den durchfeuchteten Wänden und mit Aisit-Kisol verkieseln"
Im Jahr 2005 wurde wieder renoviert bzw. versucht die Feuchtigkeit zu beseitigen mit: Keim Porosan Sanierputz,
Keim Innenspachtel, Keim Fixatuiv und Quarzil, letzteres Wandfarbe..
mittlerweile sieht man wieder die "schönen Ausblühungen" am Bodenrand.
Der Boden ist Holzboden auf Balkenlage, derzeit mit Laminat.

Hilft das weiter, ich bin leider nicht vom Baufach und mir ist es ein Rätsel, wie die Feuchtigkeit eingedämmt werden kann.





Hallo,
lassen Sie doch erstmal die Ursachen genau ergründen. Qualifizierte Gutachter und Fachfirmen finden Sie hier:
Gutachter
http://www.dhbv.de/firmen.php?sect=SV_Bautenschutz&menuid=1&plz=8&firma=

Fachfirmen
http://www.dhbv.de/firmen.php?sect=Bauwerksabdichtung&menuid=32&plz=8&firma=



Gutachter - Fachleute und Zustand



Hallo

Wenn man heutzutage solche Verbände einschaltet, ist das oftmals nicht viel Wert, denn es sind "Interessenverbände" die meist in deren Interessen arbeiten!
Das DIN-Institut ist auch so ein Verein. (Steht in den Satzungen)
Die von Ihnen angesprochenen vorausgegangenen Maßnahmen: Verkieselung durch Bohrlöcher und Sanierputzzauberei mit Fixativ, Spachtel etc. sind m.E. ja auch von "Fachleuten" empfohlen worden, die damit "Ihren" Beitrag kassiert haben und die Blüten wachsen weiter oder als ob sie gedüngt wurden.
Eine gründliche und vor allem "objektiv - uneigennützige" Begutachtung hat damals gefehlt und nun ist der Zustand schwieriger, da die Wand und Substanz mit dem Zeug kontaminiert ist.
Der Sanierputz bringt meist nur für den Verarbeiter und Hersteller etwas wirklich positives.
Wirklich "objektive" Berater sind rar gesäht und kosten meist Geld.

FK





Hallo Frau Schiller,

dem Bild nach sind das keine Ausblühungen sondern bereits abgelöster Putz. Aus der Ferne kann man das nicht beurteilen, da sind zu viele Faktoren im Spiel.

Ein besonderes Augenmerk sollte gelegt werden auf
- den feuchten Keller (warum ist der feucht)
- die Wirksamkeit der verkieselten Wandbereiche/Putzverträglichkeit
- den Anschlusspunkt Sockel/Wand
- Raumtemperatur und -feuchte
- werfen Sie mal einen Blick unter das Laminat. Es könnte sein, dass Sie bereits hier fündig werden.

Lassen Sie das mal von einem Sachverständigen anschauen, am Besten neutral, der Ihren Schaden begutachtet und nicht gleich die alles heilende Lösung mit verkauft.

Schauen Sie doch mal auf einer der Sachverständigenlisten der IHK München oder bei der ByAK nach, hier dürften Sie einen kompetenten Ansprechpartner finden.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Wandtemperierung



Ich kann mich meinen Vorrednern in Bezug auf die Einschaltung eines unabhängigen Fachmanns vor Ort nur anschließen.
Das, was auf dem Foto zu sehen ist habe ich in meiner Praxis schon mehrfach vorgefunden.
Ursache war falsche Materialkombination, die zu Materialunverträglichkeiten der eingesetzten Baustoffe führte.

Viele Grüße



Wandtemperierung



Erstmal vielen Dank für die vielen Nachrichten.
Ich glaueb jetzt mache ich mich mal schlau mit einem Gutachter, wie empfohlen und melde mich dann wieder hier, wenn ich Fragen habe!
Danke , Elke



Gutachter - Fachleute und Zustand



Gutachter - Fachleute und Zustand

Ich hab keine Ahnung was gegen Interessenverbände zu sagen ist.
Stellen Sie sich mal vor alle in Deutschland arbeitende Verbände gäbe es nicht.
Armes Deutschland, mal nur an die Altenpflege gedacht.
Die WTA ist auch ein solcher Verein. Die Merkblätter des WTA regeln die Verarbeitung, wie auch die Beschaffenheit von Baumaterialien. Dieses auch erheblich detaillierter als das die neue Europa Norm fordert. Z.B. Sanierputzsysteme: Die WTA schreibt vor das Sanierputz mindestens 25% Poren bilden muss, die EN hat in dieser Spalte lediglich einen Strich.
Da wünsche ich jetzt schon viel Spaß mit dem so günstigem Sanierputz aus dem Baumarkt, das kann auch teurer Maurermörtel sein.

„Wirklich "objektive" Berater sind rar gesäht und kosten meist Geld.“

Sehen Sie doch einfach mal nach wie viele
öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständige Sie beim DHBV finden. Und was haben Sie gegen deren Qualifikation. Vom Staat bestellt und vereidigt. Vater Staat ist kein e.V.
Im übrigen gibt es inzwischen den Ausbildungsberuf des „Holz- und Bautenschützer“
Wer hat den wohl auf den Weg gebracht.

Bei der IHK kann sich jedes Mitgliedsunternehmen als Firma eintragen lassen. Eine Aussage das diese auch Qualifiziert sind kann man davon nicht ableiten.



auch: Sachverstand aus Meisterhand



Hallo Herr Struve,

da sind wir ja mal nah beieinander. Ich habe allerdings keine Wertung vorgenommen oder würde mir anmaßen darüber zu urteilen ob es als Sachverständiger besser sei auch bei der IHK oder im DHBV e.V. auf der Liste zu stehen.

Über Qualifikationen sagt das allerdings schon etwas aus: Wenn ein "Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger" auf einer Liste geführt wird gilt dieser als sehr wohl qualifiziert - unabhängig von der Mitgliedschaft.

Die IHKs führen ihre Mitglieder auf ihren Liste genauso wie der DHBV e.V. oder andere. Auf der Liste stehen alleine - das sehe ich genau wie Sie - sagt nichts über die Qualifikation aus - bei keinem.
Leider eben auch im Umkehrschluss. Auch sehr gut arbeitende Handwerksunternehmen mit hoher Qualifikation die Sachverstand aus Meisterhand liefern sind auf den "Listen" von weniger qualifizierten oft nicht zu unterscheiden.

Sehen Sie meinen Beitrag eher als eine Information für die Fragestellerin an, die ja sehr wohl wissen soll, dass es auch andere Informationsmöglichkeiten gibt. Dadurch, das ihr Verein in jedem zweiten Ihrer Beiträge als Quelle benannt wird könnte ja der Eindruck entstehen, dass es allen nicht dort geführten Sachverständigen und eben auch Handwerkern an Qualifikation mangelt. Und dies ist definitiv nicht so.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Sachverstand aus Meisterhand



Hallo Herr Kornmayer,

Aber bitte auch lesen:

Dass es keinen Zweifel an der Qualifikation von öbuv Sachverständigen gibt hatte ich doch eigentlich deutlich geschrieben. Ich hatte sogar betont dass diese öffentlich bestellt, und vereidigt wurden sind.
Was einen Firmeneintrag bei der IHK betrifft, ging es eben um Firmen.
Wer in Deutschland eine Firma z.B. Holz- und Bautenschutz gründet braucht keine Qualifikation. Wenn er nun Mitglied in der IHK ist, kann er sich auch in die Firmendatenbank
eben mit, „Holz und Bautenschutz“ aufnehmen lassen.

„Die IHKs führen ihre Mitglieder auf ihren Liste genauso wie der DHBV e.V.“

Das ist falsch, um beim DHBV geführt zu werden muss man die Qualifikation nachweisen.
Sehen Sie mal genau nach, es steht unter jedem Mitglied dessen Qualifikation. Diese sind auch nicht zu verwechseln mit einigen „Diplomen“ die man so von Baustoffhersteller bekommt wenn man 5 Stunden seine „Verkaufsschau“ angesehen hat. Sie unterscheiden sich zum einen durch die Kosten (erheblich) und zum anderen durch eine Prüfung. Die Inhalte können Sie alle auf der Web Seite nachlesen.

„das ihr Verein in jedem zweiten Ihrer Beiträge als Quelle benannt wird...“

liegt zum einen daran, dass es sich bei den Fragen um Holz- bzw. Bautenschutz handelt, zum anderen, das es mir noch nicht gelungen ist, schneller eine Sachkundige Firma in einer bestimmten Region zu finden als auf dieser Seite.
Sehen Sie dies bitte auch als eine Information für die Fragesteller an.

Ihr Beitrag lässt für mich den Eindruck entstehen, dass Qualifikation ausführender Firmen im Holz- und Bautenschutz nicht so wichtig sind.

Und dies sehe ich definitiv anders.





Hallo Herr Struve,

der Eindruck täuscht doch sehr. Ihrem Link folgend habe ich dann - zu meinem besseren Verständnis - mal ein wenig gestöbert und lass dann in den Aufnahmekriterien des DHBV e.V wie folgt:

eine Mitgliedschaft ohne Vorbehalt kann beantragen:
......
- wer erfolgreich eine Ausbildung zum Holz- und Bautenschutztechniker abgeschlossen hat
......
- wer den Sachkundenachweis Holzschutz am Bau besitzt
......
- wer als Industrieunternehmen bauchemische Produkte oder bautechnische Geräte herstellt.
- wer als Unternehmen oder freib. Handelsvertreter mit bautechnischen Produkten handelt
......
- wer als Person, Institution oder Organisation nahe steht ...


Ich weiß nicht.

Einige DHBV e.V. Mitglieder werden womöglich auch Mitglieder in IHKs oder HWKs sein. Das ist jetzt müßig nach Wertigkeiten und Unterschieden zu suchen und auch Mitgliedern und Nichtmitgliedern gegenüber nicht gerecht.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Herr Kornmayer,

augenscheinlich waren Sie schon richtig aber eben nicht weit genug.
Lesen Sie vor allem auch Punkt 2. „Mitgliedschaft auf Probe“

Sie werden es nicht glauben, ich bin Mitglied der IHK Magdeburg und der Handwerkskammer Magdeburg.
Machen Sie sich den Spaß und suchen dort mal nach einer Fachfirma im Bautenschutz.

Ich hab auch nie gesagt das nicht Mitglieder, egal welcher Vereine oder Kammern nicht Qualifiziert sein können, wäre sehr nett wenn Sie nicht den Eindruck erwecken das ich es getan hätte.
In meinem letzten Lehrgang „Nachträgliche Bauwerksabdichtung“ war ich das einzige DHBV Mitglied.
Das sollte doch für die Sache sprechen. Oder?



Über was



reden wir denn hier??

Es sollte doch allen klar sein das weder der Titel noch die Zwangsmitgliedschaft oder freiwillige Mitglidschaft ein Qulitätsmerkmal ist.

Vielleicht kann die Diskussion auch über das Profil weitergeführt werden.