Bodenheizung unter Pflastersteinen

26.10.2011



Hallo Community,

ich bin schon lange hier stiller Mitleser, doch nun habe ich einmal eine spezielle Frage, die mir vielleicht jemand in diesem Forum beantworten kann:

Es handelt sich um einen Umbau eines historisch wertvollen Stadels in ein Wohnhaus. Das Erdgeschoss ist gleichzeitig das unterste Stockwerk, in welchem sich nun die Garage, Stiegenhaus und Keller befinden. Beim bisherigen Umbau haben wir sehr auf eine stimmige und historische Bauweise geachtet, nun steht der Bodenausbau in diesem Erdgeschoss an.
Und hier hätte ich eine spezielle Idee/Vorstellung:
alles soll mit Porphyrpflaster verlegt werden (ca. 2cm hohe Steine), jedoch sollte darunter eine Bodenheizung installiert werden (System mit Wasserleitungen).
Meine Frage nun, hat das schon jemand mal gemacht bzw. Erfahrung damit?

Und die zweite Frage, wenn man solche Porphyrpflaster im Innenraum verlegt, muss man die Fugen mit Magerbeton oder Ähnlichem ausfüllen?

Wäre toll, wenn es hierzu schon Erfahrungen gibt...

LG an alle,
Gabriel



Fußbodenheizung



Nun, historisch stimmig ist so ein Kleinpflaster bestimmt nicht.
In Wohnbereichen wurden Keramikplatten oder Ziegel in Kalkmörtel verlegt, aber das hing auch von der Gegend und vom jeweiligen örtlichen Angebot an Steinmaterial ab.
Mein Vorschlag: entweder sie verwenden die alten, orginalen Materialien des Gebäudes, der Gegend und der Bauepoche oder Sie entscheiden sich bewußt für eine zeitgemäße Lösung beim Fußboden im Wohnbereich statt herumzualtertümeln.
Zum Einbau: plattenförmige Beläge bis mehrere cm Dicke werden auf einem Heizestrich im Mörteldickbett verlegt.





Ein Stadel ist prinzipiell kein Wohngebäude.
Unten Stall gemauert, oben Heuboden, oder unten Stall, dann Mäuseplatten, dann oben aufgeständerter Kornspeicher.
Deshalb sind beim "stimmigen Umbau" andere Kriterien anzuwenden als die beim Umbau eines als Wohngebäude geplanten und ausgeführten Bauwerkes aus früherer Zeit. Es ist, wenn man den Anspruch hat, das Projekt in die Bausubstanz der Umgebung einzupassen und gleichzeitig ein den zeitgemässen Komfortansprüchen entsprechendes Wohnen zu ermöglichen, vor allem eine Herausforderung für den Architekten.
Wenn das Projekt gelungen ist, sollte der Architekt doch auch Vorschläge bezüglich des Bodenbelags machen können.
Wenn nicht, ist es auch egal, was reinkommt.

Abgesehen davon ist Kopfsteinpflaster im Innenbereich hoffnungslos unpraktisch. Zur Auswahl stehen neben Holz- und Keramikplatten für den Innebereich auch fugenlose Gussböden aus mineralischen Werkstoffen. Die können in der Masse gefärbt und oberflächenbehandelt werden und sind pflegeleicht.





Wenn dann einen wasserundurchläßigen Fugenmöertel z.b Tubag.

Aber wo gibt es 2 cm hohe Porphyrpflastersteine??Ich würde im Eingangsbereich oder Treppenhaus pflastern,aber keine Wohnräume.

Grüße Martin





2 cm Pflastersteine (warum???) kann man sich mit einer Steintrennmaschine selber aus gewöhnlichen zurechtschneiden.



Moin Gabriel,



Ich hab' an sich garnichts gegen Stilbruch und mich persönlich für ein "hätte so gewesen sein können" entschieden: Das hiess z.B. im umgebauten Stall die alten Fussbodendielen im gebohnerten "Bergezustand" neu zu verlegen, als wär' da schon immer ein Zimmer gewesen.....

Bei uns hier lagen sonst traditionell "Scheuerplatten" aus Sandstein im EG, aber erstmal kriegen........

Ich bin kein Steinbodenprofi, aber m.E. müssten so Kleinformatige 2cm-Steine auf einen Heizestrich geklebt werden, um dauerhaft zu halten.

Das sämtliche Möbel kippeln, weil du keinen geraden Boden hast, ist dir klar, oder?

Wie soll der Raum genutzt werden?

Gruss, Boris





@Jens,klar geht das,aber wie lang solls dauern,schon mal Kleinpflaster auf einem Schneidetisch aufgetrennt,da hört Spass dann auf,bei hunderten von Steinen.
Es ist schon möglich auch mit Naturstein ,ebene Oberflächen zu erstellen!
Ich würde regionale Platten nehmen.
Grüße Martin



Brauchen...



...Garage, Stiegenhaus und (ebenerdiger?) Keller im Erdgeschoß denn eine Heizung? Allenfalls die Garage eine milde Temperierung, da tun's 2 Heizrohre vor der Wand.

Von Kopfsteinpflaster im Innenbereich halte ich nichts.

Grüße

Thomas



Zwischenstand



Hallo Leute,

danke, das finde ich ja schon mal toll, dass sich hier so viele an der Diskussion beteiligen.
Also es geht nicht um irgend einen Sitlbruch oder sonstiges, sondern mir ginge es hauptsächlich darum, dass die Pflasterung der Straße ringsum in die Garage und Kellerräume im Erdgeschoss weiter geführt wird.

Also mittlerweile habe ich auch schon mit zwei Pflasterfirmen gesprochen, die meinten, dass UNTER einer solchen Pflasterung eine Fußbodenheizung zum Debakel wird, weil man evt. beim Anebnen der Pflastersteine in einem dünnen Quarzsandbett zuviel Druck ausübt. Und zudem würde hier eine Bodenheizung zuviel an Wirkungsgrad verlieren, bis die Wärme durch Unterbeton, Sandschicht und Pflasterstein gewandert ist.

Trotzdem, hat das schon jemand mal versucht?

Die Frage der Bodenheizung stellt isch aus dem Grund, weil der Bauherr ein Heizungstechniker für Bodenheizungen ist.

LG Gabriel



Umschulen?



... kann man den Bauherrn nicht auf Wandheizungen umschulen? Damit kann man die Bereiche sicher besser temperieren und er kann die Wandheizung gleich bei seinem Haus selbst ausprobieren ;-)

Dirk



Hoffnungsloser Fall.



Die Idee, daß der Straßenbelag in eine Garage und einen Keller mit FBH weiterzuführen sei, erscheint mir nur als unsinnig.

Aber das Haus sieht ja schon insgesamt etwas seltsam aus.

Macht 'mal so weiter :-(

Th.



Unsinn



Viele Leute halten es auch für unsinnig ,ein altes Haus zu sanieren,anstatt ein vernüftiges neues zu bauen.
Anscheinend hat sich da einer was in den Kopf gesetzt,in einer Hofschaft hier hat sich einer eine Heizung unter seine Aufahrt legen lassen,damit er im Winter keinen Schnee mehr räumen muss,allerdings asphaltiert.Gehen tut das!Ob s sinnvoll ist ,für mich nicht ,für den schon.

Es ist 2011 ,wir wollen Kernfusionkraftwerke,den Mars besiedeln,im Teilchenbeschleuniger Gott verstehen.....alles ist möglich!
Grüße Martin



Dann...



...viel Spaß bei der Besiedlung des Mars. Auch das ist kein Thema für mich.

Th.



Pflaster



Aha, das ist also der historisch wertvolle Stadel, umgebaut in einer "stimmigen und historischen Bauweise" zu einem Wohnhaus.
Ich korrigiere meinen ersten Beitrag: Da kommt es auf ein paar Pflastersteine auch nicht mehr drauf an.

Viele Grüße



Auf zum Mars



Ich wollte eigentlich nur aufzeigen das heutzutage alles geht,auch wenns kompletter Schwachsinn ist.
Die Frage war ja ob das geht und nicht ob s historisch wertvoll ist.

Grüße Martin