Altbau Sanierung

20.07.2007


19.07.07 - Hilfe!Haben heute Hausschwamm entdeckt in einem bewonten Zimmer. Wir haben ohne Vorkenntnis befallenen Dielenboden enfernt, vorsorglich auch den ganzen Putz an allen Wänden -Decke ist ok. Wände waren es auch!Unter Dielenboden kein Keller-aufgefüllter alter Naturboden. Wie belaufen sich die weiteren Kosten?Verfahren ist schon klar. Besitzer verschönigt das ganze Thema. Weiß nichts zu tun!Hat ja keiner von denen im Lotto gewonnen!




Don´t panic and more facts, please!



Scheint also ein Mietobjekt zu sein, wenn die Räumlichkeiten einen anderen Besitzer haben.
Der hat seine Mietsache in Ordnung zu bringen!
Aber warum macht Ihr da soviel dran?
Woher wisst Ihr dass es sich um (Echten) Hausschwamm handelt, es gibt noch ein paar andere holzschädigende Pilze deren Schadensausmaß normalerweise nicht so heftig ins Kontor hauen wie der Echte Hausschwamm.?
Versuch mal den Bodenaufbau besser mit Materialien und Schichten zu beschreiben (oder stelle ein Foto ein, Du bist jetzt angemeldet, das sollte gehen).
Welches Verfahren ist schon klar?
Hast Du jetzt eher ein rechtliches oder ein technisches Problem?
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Hilflosigkeit



Es ist das Wohnhaus von Bekannten, da hilft man doch wo man kann.Nach meinem Vergleioch mit anderen Bildern ist es Hausschwamm!Mir Verfahren meine uch Wie Wir vorgehen müssen bei der Sanierung des Zimmers. Es sind ältere Leute, die handeln nach Gefühl und bis jetzt ist ja auch ales ok. es war nur eine Ecke im Zimmer befallen-Dielenboden. Feuchtigkeit kam von außen rein-kein Drainageablauf!So-da sie sichn icht richtug auskennen, haben sie angefangen alles zu entkernen. Was ja bei so nem Altbau nicht verkehrt ist. Deswegen alle Wände und so freigemacht. Schüttung wurde heute 1.20 tief ausgehoben- Steht jetzt nur noch die Grundmauer der 4 Wände. Es ist dem älteren par nicht beizubringen, daß ein "gutachter" her sollte. Andererseits woher weiß denn Ottonormalverbraucher sowas? Vom Bauchgefühl würd ich auch einfach alles entkernen. Für Leute denke ich ist es eine Kostensache, außerdem sind da echt viele Bekannnte vom Fach die helfen!Mir sind irgenwie die Hände gebunden. AUch hätte mich interessiert was das alles kostet, wenn es eine Firma macht(ist ja jetzt schon viel vorgearbeitet-allerdings ist auch nichts mehr da, dass Hausschwamm nachweist(Rauminneres))



aequare


Hausschwamm (typische Faltenbildung auf Fruchtkörper)

Hallo lieber (oder liebe?) Egal

Die Zeilen beziehen sich auf den Fall, dass es hier denn tatsächlich der Echte Hausschwamm sein sollte.

Es ist für mich als Sachverständiger oder als ausführende Firma immer eine Katastrophe, wenn ich am Ort des Geschehens eintreffe und alle Spuren die mir Hinweise auf Ausmaß und Entstehung des Befalls geben könnten, durch vorauseilende Aktionen der Betroffenen beseitigt oder verfälscht sind. In so einem Fall muss ich jegliche Gewährleistung oder gar den ganzen Auftrag ablehnen.

Hier wird mit Sicherheit eine fachgerechte Bekämpfung nicht funktionieren können. Den Eigentümern ist durch die Arbeiten kein Gefallen getan. Es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit das ein versteckter Befallspunkt unentdeckt bleibt oder mangelhaft bekämpft wird und nach einigen Jahren das teure Spiel von vorne los geht.

Daher noch einmal:
Die Bekämpfung eines Hausschwammbefalls gehört (außer im Falle eines Abrisses) von Anfang an in die Hände von Fachleuten!

Gruß Lutz

PS Es gibt nicht nur Lottogewinne, sondern auch Schicksalsschläge und die sollten in ihrer Unvermeidlichkeit nicht noch verschlimmert werden.





Hallo Lutz!
Ich kann Deine Sicht vollstens verstehen!
Wie gesagt, bei den Bekannten helfen mittlerweile 3 Freunde, die bei einer Verputzerfirma arbeiten und sich mit Hausschwamm auskennen.(zugelassene Firma) Dies wußte ich bis heute morgen auch nicht! Es war halt kein Sachverständiger da, da ja auch keiner von den Privatleuten wußte was überhaupt los ist. Vom reine Menschenverstand hätte ich genauso gehandelt. Da ich mich jetzt belesen habe sehe ich einiges auch anders. Aber mal ehrlich, woher soll den ein altes Ehepaar wissen wie man da richtig handelt? Bin mehr oder weniger froh, dass es nicht im Saarland ist, wo es gemeldet werden muß! In meinem Ort wäre es da "problematischer".(Saarland) War halt anfangs richtig geschockt.Deshalb habe ich in der Eile auch so viele Schreibfehler! Bis jetzt wurde alles richtig entkernt, heut mittag werden irgenwelche Geräte aufgestellt zum Trocknen einer anderen 1m2 Wandteiles der durch Regenwasser naß wurde. Frucht des Hausschwamm wurde komplett entdeckt und entfernt, war ausschließlich unter Dielenboden ca 1m2. Daunter war altes Gebälg (komplett entfernt im ganzen Raum) Glücklicherweise stellte sich heraus, dass unter Dielenboden der alte Lehm? oder Schlick? boden erst 1,50m - 1,70m anfing. Stell Dir mal vor, wenn da einer runtergekracht wäre!
Demnächst wird dann Boden erstmal fachgerecht aufgefüllt!



Sachkompetenz



Nun, liebe(r) Egal

wenn die Leute den entsprechenden Sachkundenachweis haben, werden sie ja wissen was die einzelnen Schritte sind und wo sie die chemischen Schwammsperren errichten müssen. Obwohl es schon sehr ungewöhnlich ist, das die Mitarbeiter einer Verputzerfirma den Sachkundenachweis besitzen.
Du kannst ja im Zweifelsfall mal nachprüfen ob die Sachkundeprüfung auch wirklich abgelegt wurde:

http://www.holz-schuetzen.de/10_sachverstaendige/10_sachverstaendige.php

Gruß Lutz



Altbau Sanierung teil 3



Hallo Lutz!
Habe heute mittag schon geantwortt, leider is Beitrag nicht zu sehen!
Werde ich mal erkundigen wegen dem Sachkundernachweis.
Ich weiß jetzt jedoch auch, dass es Mitarbeiter einer Verdichtungsfirma (oder wie das heißt) sind-kann ja schlecht den Namen hier nennen. Sie helfen halt rein privat, da es irgendwie Verwandschaft ist. Denke für alle Beteiligten war es anfangs ein Schock-deswegen hab ich mich vielleicht auch etwas ungeschickt ausgedrückt. Mir gehts jetzt nur darum, dass ich 1. die Meinung eine neutralen Fachmann höre. 2. Ich bin ehrlich, ich hätte als Laie genauso gehandelt, woher soll ein altes Ehepaar so was wissen-ich wußte es ja auch nicht. Daher meine ich die Grundidee alles erstmal zu entfernen war ja so falsch gar nicht. Möchte nur eine kleine Bestätigung dass wir alle so falsch gar nicht gehandelt haben. 3. Wieso ist es in manchen BUndesländer nicht mekdepflichtig?
mfg



Gute Vorsätze



Hallo liebe(r) Egal

Die Abschaffung der Meldepflicht entsprang einem Gesamtbestreben durch massive Änderungen des Baurechts die Bauordnung zu entschärfen, Bürokratisierung abzubauen und die Bauwirtschaft zu fördern. Ob dies damit gelungen ist, sei hier einmal dahingestellt.

Gruß Lutz

PS: Ist Egal dein Vorname oder Nachname?



Mal was anderes!



weder noch-eagel!



Hilfe!



Zusammenfassung:

(73487) Am 19.07. entdecket ein älteres Ehepaar in einem (von ihnen?) bezogenen Zimmer einen Hausschwamm. Das ältere Ehepaar, Bekannte von Egal, beschönigen das Thema, handel aber nach Gefühl. (73505) Egal hat keine Ahnung, aber viele Bekannte. (73487) Egal kennt das Verfahren. Obwohl das ältere Ehepaar beschönigt, entfernen sie ((73505) die ältern Herrschaften) die Dielen und klopfen den Putz von der Wand. Das Bauchgefühl sagt Egal: "Das muß das Verfahren sein!" Jetzt steht noch die Grundmauer und vier Wände. Egal sind die Hände gebunden. Egal hat zwar viele Bekannte, die sind auch vom Fach, die können ihm aber nicht sagen, was es jetzt kostet, die verbleibende Hülle bewohnbar zu machen.

Egal würde jetzt gern bestätigt haben, dass das ältere Ehepaar, denn die haben das ja schließlich alles rausgerissen, das alles gar nicht so verkehrt gemacht hat.

Schnitt

Ohmannoman! Lieber Egal, ist das eine gerichtsfeste Version der Vorgänge oder könnte es auch anders gewesen sein? Natürlich im besten Sinne. Ich meine, das mit dem älteren Ehepaar, die beschönigend den Entschluss gefasst haben, ihre Wohnung eigenhändig zu entkernen. Mal im Ernst: Wenn ich das ältere Ehepaar wäre und - rein hypothetisch natürlich - ein Haufen Bekannter mir die Hütte entkernen, dann würde ich den Bekanntenkreis gleich mitentkernen lassen.



Was ich schon immer fragen wollte, mir aber nicht zu denken getraut habe


Was ich schon immer fragen wollte, mir aber nicht zu denken getraut habe

Lieber Hartmut

Deine Worte sind die Spiegel meiner versteckten Gedanken. Was bist du unverschämt offen!

Aber Egal



Offen und ehrlich!



Ich finde nicht egal! Eagle mein Name-hab mich bei der Anmeldung halt vertipppt. Bin amerikanicher Herkunft.Der ältere Mann, war früher Verputzer und ist noch rüstig, die Dame ist krank und altersschwach. Ich kenne sie, da ich Einkäufe für sie mache. Daher wird mit mir bestimmt nicht über alles gesprochen! Da ich durch diesen Vorfall öfters nachsehe und auch helfe wo ich kann habe ich einige Dinge mitbegommen.Frau beklagte nur bei mir, dass mit ihr noch keiner über die Kosten gesprochen hat. Warum auch immer. Wenn ich keinen Rat gewollt hätte, hätte ich mich nicht im Forum gemeldet. Es gibt auch noch ehrlich und hilfsbereite Menschen. Von Euch sagt ja auch keiner was zu den etwaigen Kosten. Und dass ich einiges schnell und vielleicht undeutlich geschrieben habe weiß ich und hab ich auch schon erwähnt.und wie gesagt am 1. Tag hat Mann und Tochter mit Ehemann einfach nach Intuition alles rausgerissen; bestimmt auchm mit dem Gedanken da sie als Tochter des Ehepaars ja wohl erben sind.Da bietet sich doch wohl die Gelegenheit gleich das ganze Zimmer zu sanieren,oder? Und Ihr beide als Mensch, nicht als Gutachter müßtet dass eigentlich auch wissen dass sowas bestimmt öfters vorkommt. Außerdem ist auch keiner meiner Frage nachgekommen woher ein altes Ehepaar wissen sollte, dass es da heutzutage Sachverständige gibt. Nachdem ich mich belesen habe, habe ich darauf hingewiesen. Folglich kamen am 2. Tag bekannte, die halt mal wirklich bei so einer Firma arbeiten.Man darf doch auch mal Glück haben oder? Ich für meinen Teil wollte mich hier im Forum nur mal informieren.



Hausschwamm erfolgreich bekämpfen



Hallo,

der Hausschwamm ist in vielen Arten in jedem feuchten Mauerwerk zu finden weil sich seine Sporen einfach
über die Luft übertragen bzw. verbreiten. Hier hilft ein Entfeuchtungsputzsystem - das mag der Schwamm
garnicht, weil er hier von Luft umspült wird. Die Luft ist sein Feind No. 1. Dabei ist es unwesentlich zu wissen wie
der Schwamm mit Namen genannt wird - das herauszufinden kostet nur Zeit und Geld.

Da sehr wahrscheinlich auch ein horizontale Sperrschicht nicht vorhanden ist bzw. Ihrer zeitlichen Beanspruchung nachgegeben hat ist diese zu erneuern.

Das aber sollte doch eigentlich der Besitzer ausführen lassen.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba



Werbung



Werte Andrea Cyba
Wenn sie Werbung machen wollen, dann setzen sie sich bitte mit Herrn Stöpler in Verbindung, er schaltet Ihnen gerne ein Werbebanner.
Ich erinnere daran:
Es handelt sich hier um einen Hausschwammbefall in einem nicht unterkellerten Wohnraum!
Ihr Eingangssatz: "... der Hausschwamm ist in vielen Arten in jedem feuchten Mauerwerk zu finden ..." wirft mehr Fragen auf als das er als zielführender Beitrag einzuordnen wäre. Vielleicht können sie außer wiederholt Ihren "Entfeuchtungsputz" anzupreisen noch andere dem Fragesteller nützende Hilfestellungen geben.

Gruß
L. Parisek



Keine Panik schieben, bitte!



Hausschwamm ist ein eintraegliches Geschaeft.

Bevor es DIN und den ganzen Kram gab, hat mans pragmatisch und einfach gemacht: Feuchtequelle beseitigt, ausgetrocknet und dann wieder zugebaut, wobei verrottetes Holz wahlweise verstaerkt oder ersetzt wurde, je nachdem was zweckmaessiger und kostenguenstiger erschien.

So ein Getue mit "Gutachtern", umfangreichen Abrissarbeiten usw. hat man nicht betrieben. Schon gar nicht hat man irgendwelche Gifte angewendet. Das Holz anzukokeln war jahrtausendelang die Schutzmethode der Wahl.

Das alte Paar hat voellig recht: wozu ein Gutachter? Der sagt einem nichts was man nicht selber auch herausfinden kann. Hinausgeworfenes Geld, wenn man ein wenig weiss, wonach man zu schauen hat. Jeder Zimmermann kannte sich damit aus, derartiges mit so wenig Zerstoerung wie moeglich in Ordnung zu bringen.

Heute wollen die das nicht mehr, laesst sich doch ein Vielfaches an Geld machen, wenn man die "DIN-Vorschriften" vorschiebt.

Folgt man der Logik der Schwammsanierer, Giftinjektoren, Gutachter, "Entfeuchtungsputz"-Verteiber und all denen, die an der Schwammparanoia ueppig verdienen, duerften all die alten Fachwerkhaeuser gar nicht mehr stehen.

Dabei ist es so einfach: wo keine Feuchtigkeit, kann auch kein Pilz wachsen.

Ebenso nicht, wo es zu alkalisch ist, wie im frischen Kalkputz. Wozu also was anderes als Kalkmoertel? Gibt es denn einen besseren "Entfeuchtungsputz"?

Just don't panic...



Bevor es DIN gab, gab es das alte Testament...



und dort steht geschrieben, siehe:
http://www.holzfragen.de/seiten/rechtat.html
@Paulchen:
Der größte Teil der DIN 68800 ist bauaufsichtlich eingeführt und damit rechtsverbindlich. Dann gibts noch betreffende Passagen in versch. Landesbauordnungen, auch die sind rechtsverbindlich.
Auf wieviel Unwissen man bei diversen Zimmerern und anderen Fachleuten in Sachen Hausschwamm manchmal trifft, ist ohne Bewußtseinsspaltung kaum auszuhalten, aber auch bei dem Umfang der in verschiedenen Gewerken gekonnt sein möchte, nicht ganz unverständlich.
Wir werden in allen Berufen immer spezialisierter und differenzierter.
Das Wissen um die Entwicklung von Holzschädlingen ist ein großes und komplexes Thema. Das was Sie da an Eigenschaften des Echten Hausschwamms schildern stellt nur einen winzigen und schiefen Ausschnitt bei begrenztem Erfahrungsschatz dar.
Sorry, wenn das jetzt ein wenig hart klingt.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri
Sachverständiger für Holzschutz



Biblisches



Nun liebes Paulchen

Glücklicherweise ist bei der Sanierung deines Häuschens kein Hausschwamm aufgetaucht. Deine Ratschläge wie man es in der guten alten Zeit erfolgreich gemacht hat entsprechen weder der damaligen Realität, noch wären sie auch damals in dieser Weise erfolgreich gewesen. Hausschwamm war schon im biblischen Zeitalter eine Plage, allerdings hießen damals die Spezialisten nicht Sachverständige sondern Priester oder Heiler:



(in Klammern: Interpretation des Sachverständigen Rüpke)

Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich Euch zum Besitz gebe und ich lasse an irgendeinem Haus eures Landes eine aussätzige Stelle entstehen, so soll der kommen, dem das Haus gehört, es dem Priester (Sachverständigen für Holschutz) ansagen und sprechen: Es sieht mir aus, als sei Aussatz (Pilzbefall) an meinem Hause. Da soll der Priester gebieten, dass sie das Haus ausräumen (aha, bauseitige Leistung!), ehe der Priester hineingeht, das Haus zu besehen (Erstellung eines Untersuchungsberichtes siehe DIN 68800 Teil 4 Abs. 2.3). Wenn er nun den Ausschlag besieht und findet, das an der Wand des Hauses grünliche oder rötliche Stellen sind (Nachweis eines Befalls, grün Schimmel, rot Fruchtkörper), die tiefer aussehen als sonst die Wand (Oberflächenstruktur der Fäule, Würfelbruch), so soll er aus dem Hause herausgehen, an die Tür treten und das Haus für sieben Tage verschließen (Baustelle stillegen und Aktivitätsnachweis). Und wenn er am siebten Tage wiederkommt und sieht, dass der Ausschlag weitergefressen hat (Befallsnachweis DIN 68 800 Teil 4 Abs. 2.1) an der Wand des Hauses, so soll er die Steine ausbrechen lassen (bauliche Maßnahmen siehe DIN 68800 Teil 4 Abs 4.2), an denen der Ausschlag ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen (geordnete Entsorgung auf die Deponie). Und das Haus soll man innen ringsherum abschaben (Untersuchung auf Durchwachsungen siehe DIN 68800 Teil 4 Abs. 4.2.2) und den abgeschabten Lehm hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schütten und andere Steine nehmen und statt jener einsetzen (Austausch von Materialien DIN 68 800 Teil 4 Abs. 4.3.4) und anderen Lehm nehmen und das Haus neu bewerfen (Verputzen der behandelten Stellen).

Wenn dann der Ausschlag wiederkommt (mangelhafte Sanierung) und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgebrochen und das Haus neu beworfen hat, so soll der Priester hineingehen (Beweissicherungsverfahren). Und wenn er sieht, dass der Ausschlag weitergefressen hat am Hause, so ist es gewiß ein fressender Aussatz (Echter Hausschwamm) am Hause, und es ist unrein (schadhaft - merkantiler Minderwert wegen des hohen Wiederbefallsrisiko). Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und allen Lehm am Hause, und soll es hinausbringen vor die Stadt an einen unreinen Ort. Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein (Gefahr zu Schaden zu kommen durch Einsturz) bis zum Abend. Und wer darin schläft oder darin ißt, der soll seine Kleider (Sporen und Mycelverbreitung) waschen.

Wenn aber der Priester hineingeht und sieht, dass der Ausschlag nicht weiter am Hause gefressen hat, nachdem es neu beworfen ist, so soll er es rein sprechen (DIN 68 800 Teil 4 Abs. 7 Kennzeichung der erfolgten Bekämpfungsmaßnahmen); denn der Ausschlag ist heil geworden.

Und er soll für das Haus zur Entsündigung zwei Vögel nehmen, Zedernholz, karmesinfarbene Wolle und Ysop und den reinen Vogel schlachten in ein irdenes Gefäß über frischem Wasser. Und er soll nehmen das Zedernholz, die karmesinfarbene Wolle, den Ysop und den lebendigen Vogel und sie in des geschlachteten Vogels Blut und in das frische Wasser tauchen und das Haus siebenmal besprengen und soll so das Haus entsündigen mit dem Blut des Vogels und mit dem frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit dem Ysop und mit der karmesinfarbenen Wolle und soll den lebendigen Vogel hinaus vor die Stadt ins freie Feld fliegen lassen und das Haus entsühnen, so ist es rein (komplizierte Beschreibung alternativ-grüner Methoden der Schwammbekämpfung zur alttestamentarischen Zeit.) Das ist das Gesetz über alle Arten des Aussatzes und Grindes, über den Aussatz an Kleidern und Häusern, über Erhöhungen, Ausschlag und weiße Flecken, damit man Weisung habe, wann etwas unrein und rein ist. Das ist das Gesetz über den Aussatz.


Altes Testament, 3. Buch Mose, Kapitel 14, Vers 33 bis 57

Gruß

Lutz



Keep calm ^-^



@Lutz:
schoener Beitrag, lustige Interpretation!
Ich geb dafuer mal einen Punkt, auch wenn ich einen Aspekt Deiner Interpretation anzweifeln moechte.

Zitat:
Und wenn er sieht, dass der Ausschlag weitergefressen hat am Hause, so ist es gewiß ein fressender Aussatz (Echter Hausschwamm) am Hause, und es ist unrein (schadhaft - merkantiler Minderwert wegen des hohen Wiederbefallsrisiko). Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und allen Lehm am Hause, und soll es hinausbringen vor die Stadt an einen unreinen Ort.

Ich gehe davon aus, dass damals die Frage des merkantilen Minderwerts keine Rolle spielte, sofern ein Haus rein gesprochen wurde.
Abgerissen werden sollte es wohl viel eher, um ein Uebergreifen auf die direkt angebauten Nachbarhaeuser zu verhindern - so meine Meinung.

Aber in der Annahme, dass ich keinen Schwamm zu sanieren gehabt haette, gehst Du leider fehl. Doch dazu gleich mehr...


@Martin:
Selbstverstaendlich habe ich in dem kleinen Beitrag nur einen einzigen Aspekt angesprochen, der aber der entscheidende ist. Wo kein Wasser ist, in anderen Worten, wo die Holzfeuchte das Mass, das die Pilze zum Wachsen benoetigen, niemals erreicht wird, kann nichts wachsen. Weder Pilze noch Anobien fuehlen sich dann wohl.


@alle Leser:

Leider irrt Lutz in seiner Vermutung, ich haette bei der Sanierung meines Hauses keine Schwammschaeden zu beseitigen gehabt.

Die knackenden Straenge und das durchwachsene Mauerwerk sind Anzeichen genug gewesen, um mir eine teure Untersuchung des Gewaechses zu ersparen.

Die Ursache war eine vor 15 Jahren geplatzte Wasserleitung in der Aussentoilette. Netter grosser Fruchtkoerper unter der Dielung. Und das war offensichtlich nicht der erste Befall im AWC, denn es war, was sich bei der Demontage zeigte, zu DDR-Zeiten bereits einmal einfach eine neue Dielung auf eine durch einen noch frueheren Wasserschaden zerfressene Dielung aufgelegt worden. Diese "Sanierung" war auf keinen Fall DIN-gemaess, hat aber offenkundig Jahrzehnte, bis zum naechsten Wasserschaden, gehalten.
Habe schon aus Appetitlichkeitsgruenden alle bewachsene Dielung, Einschuebe, und den Fruchtkoerper entfernt. Das lackierte Holz habe ich verbrannt, das nicht lackierte kompostiert.

Zum Glueck war alles krachtrocken, so dass der Ekelfaktor sich in Grenzen hielt.
Nach der Demontage stellte ich erleichtert fest, dass die Balken aus Kernholz bestanden, kaum angegriffen und nagelfest waren. Beim Probebohren an verschiedenen Stellen war der Bohrwiderstand gleichmaessig und hoch, wie es sich gehoert. Schwingen tut auch nichts.

Habe das Ganze dann ein Jahr lang offen stehen gelassen, um etwaige Neubildungen zu beobachten, nichts passierte.
Vor zwei Monaten habe ich dann nach einer Oberflaechenbehandlung mit Holzessig ueberputzt, und das ist nun trocken und ich halte es fuer recht unwahrscheinlich, dass da was neu auswaechst, solange es so trocken bleibt wie es ist.

Low cost Sanierung halt, wie es frueher gemacht wurde. Hat in der Vergangenheit auch meist gut gehalten, sonst gaebe es ja wohl kaum noch Altbauten, schon gar nicht mit bis zu sieben Decken uebereinander. Frueher hat man auf eine vergammelte Balkendecke einfach eine neue drauf gesetzt und gut wars. Der Nachteil war halt, dass die Raumhoehe mit der Zeit immer geringer wurde...

Sicherlich werden unseren Sachverstaendigen hier die Haare zu Berge stehen, ich stelle mir das gerade vor und kann mir ein Grinsen kaum verkneifen.

Natuerlich habe ich das nicht einfach auf Geratewohl so gemacht, sondern eine Menge Literatur dazu gelesen, und mir meine Gedanken gemacht, um nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

Literaturhinweise:
-WTA Merkblatt “Der echte Hausschwamm – Erkennung, Lebensbedingungen, vorbeugende und bekaempfende Massnahmen, Leistungsverzeichnis”
-Huckfeldt/Schmidt: Hausfaeule- und Bauholzpilze – Diagnose und Sanierung
-Opderbecke 1909: Das Holzbaubuch

Weblinks:
http://www.bfafh.de/inst4/44/Echter_Hausschwamm.htm
http://www.holzfragen.de/
http://konrad-fischer-info.de/



Die gute alte Zeit



Liebes Paulchen

Gratulation: Glück gehabt!
Doch mit Glück allein sanieren sich keine Häuser und deine zitierte Literatur und deine Links, sagen bei genauen Studium alle (Natürlich bis auf Hern Fischer) das Gegenteil von dem, was du in deinem Fischerischen Terminus über Gutachter, Fachwissen und Sanierer loslässt.

Nun wahrscheinlich hat dein vordergründiges Lesen der Literatur den Hausschwamm so beeindruckt, das er ins suicidale Nirgendwo verschwunden ist. Wenn er wüßte, dass du die zitierten Werke entweder nicht genau gelesen hast oder nicht ernst nimmst, wäre er vielleicht doch geblieben.

Aber ich denke, wir sollten sachlich bleiben und uns diese romantisch einfachen Hausrezepte aus der "guten alten Zeit" verkneifen.

Lutz



Ja was ist denn hier los? Sollen wir als Sachverständige nur noch abwarten, oder...


Ja was ist denn hier los? Sollen wir als Sachverständige nur noch abwarten, oder...

Zunächst möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich auch Paulchen verstehe. Es gibt auch bei den Holzschutz -Sachverständigen solche und solche.
Manche übertreiben und manche meinen sie wären Sachverständig.
Ich bin lange genug dabei und habe vieles erlebt.
Man darf jedoch einiges als Fachbetrieb und Ausführender nicht so leichtsinnig abhandeln und muss mindestens - die Regel der Technik beachten. Dazu gehören einige Regelwerke
z.B. DIN 68800 und auch das Merkblatt der WTA.
Diese Grundlagen können natürlich nur das Grundgerüst sein. Der gesunde Menschenverstand sollte auch noch beachtet werden.
Außerdem sollte auch noch der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zu einem Ergebnis stehen.
Und hier braucht es auch Gefühl!
Herrn Parisek möchte ich dabei ausdrücklich zustimmen.
Kaum jemand sonst macht sich soviel Gedanken, dass die notwendigen Arbeiten - nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig, richtig eingesetzt werden.
Mit den üblichen Geschäftemachern hat er so wie ich ihn kenne, nichts zu tun. Deswegen mag und schätze ich ihn auch.
.
Es ist sicher nicht immer leicht das richtige zu tun, aber wenn es jemand versucht, ist mir dies schon sehr sympatisch.
.
Abschließend möchte ich auch noch sagen, die Versicherungen verstehen keinen Spaß, und machen auch mal jemanden haftbar, wenn nicht nach den Regeln der Technik vorgegangen wird.
Da hilft auch keine Weisheit und die Erfahrung von jemanden, der mit seiner Instandsetzung - wie auch immer - Glück gehabt hat.
So einfach (oder hätte ich sagen sollen, so leichtsinnig) darf man nicht vorgehen.



Wenn alles so einfach wäre...



Guten Tag "Paulchen" grundsätzlich stimme ich Lutz, Martin und Hr. Bromm zu. Was aufgrund meiner Profession auch nicht verwunderlich ist. Sie haben natürlich recht, dass ohne entsprechende Feuchtigkeit kein Pilz wachsen kann. Wie Sie ja auch sagen finden sich entsprechende Hinweise auch im Regelwerk. Sehr problematisch ist es jedoch auf Jahre bzw. Jahrzehnte hinaus zu gewährleisten, dass keine unzuträgliche Feuchtigkeit eintritt. Besonders im Fachwerkbau entstehen hier sehr schnell Risiken. Mal abgesehen von den Anmerkungen Hr. Bromms dass es auf einer anderen als der technischen Ebene schwierig werden kann, wenn man den Boden der anerkannten Regeln der Technik verlassen hat. Besonders wertvolle Denkmäler rechtfertigen auch Sonderlösungen. Ich halte es aber für falsch diese Sonderlösungen zum Normalfall zu machen. Auf Holzessig würde ich dann jedoch gänzlich verzichten, holzzerstörende Pilze mögen nämlich ein leicht saures Milieu ... .
Oft ist kaum abzuschätzen welche Tauwasserbelastungen tatsächlich an Bauteilen anfallen usw. Was passiert, wenn nach 5 Jahren der Besitzer wechselt und eine Innendämmung anbringt?
Mein Fazit: Natürlich Feuchtezutritt soweit vorhersehbar und beeinflussbar verhindern - aber zusätzlich noch etwas mehr unternehmen.
Wenn aufgrund nachlässiger Bauunterhaltung doch Feuchtigkeit zutritt ist das Problem groß. Was glauben Sie wird ein Anwalt jemandem raten, der plötzlich 90.000 Euro (als Beispiel) für eine Sanierung eines wiederausgewachsenen Schwamms ausgeben muss aber nicht hat. Vielleicht dass er einmal überlegen soll ob er als Laie wirklich verstanden hat mit welchen Risiken er umgehen sollte als eine Vereinbarung über nicht anerkannte Sanierungswege bei der ersten Sanierung getroffen wurde. Da sagt der Bauherr dann vielleicht auch schon mal gern dass er die Sache ja doch nicht ganz verstanden hätte - auch wenn er es eigentlich verstanden hat.
Jeder muss halt selbst wissen was er tut, aber sich pauschal auf (angeblich) überlieferte Hausmittel zu berufen ist fahrlässig. Das ist doch das gleiche als wenn ein Handwerker bei frost Außenputz aufbringt und sagt: "Dass haben wir schon immer so gemacht!" Davon wird dieser Putzauftrag ja auch nicht zur idealen Ausführungslösung. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



und nochmal in die Kerbe ;-)



aber noch ein anderen Span ausgeschlagen, weil der Rest schon, treffend formuliert dort geschrieben steht:
Die meisten, vor allem die in diesem Thread geschrieben haben, sind fachlich so in den Bau verstrickt, dass ihnen schnell an den rechtlichen Karren gefahren gewerden kann. Selbst baufachliche Beratung die kostenfrei im Internet getätigt wird, kann im Zweifelsfall zu haftungsrechtlichen Konsequenzen führen. Sicher gibt es hier da, Dinge in der Realität leichter und logischer zu lösen sind, wie wenn man sich streng nach dem Regelwerk verhält, aber ich würde mich hüten, solche Dinge laut im Internet zu schreiben. Zumal man in der Regel bauliche und örtliche Situationen über das Internet nicht zu sehen bekommt und den Beschreibungskünsten fremder Personen vertrauen muß.
Grüße
Martin Malanngeri



Auch mal wieder da!



Hallole!
Sorry, hab lange nichts mehr von mir hören lassen.
Also die Neuigkeiten:
Mir wurde dass ganze zu heikel. Habe einen Sachverständigen kommen lassen. Aussage dieser (grob zusammengefasst): Eigentlich haben wir alles richtig gemacht (anhand Bilddoku konnte er all dass erkennen was er wissen muß.) Empfahl uns aber jede weiter anstehende Arbeit durch Firma machen zu lassen.
Gesagt, getan! Haben Firma gefunden, die uns Eigenleistung gewährt und so sind nun alle Beteiligten zufrieden. Wollte hier im Forum bestimmt nicht so einen Aufruhr machen. Aber ich hoffe doch, dass einige mich verstehen können. Danke an alle! Jeder Ratschlag war nützlich und brachte einige Gedanken mehr ins Rollen. Ich persönlich fand mich allerdings zu Anfang des Themas von Herrn Stöpler persönlich angegriffen.





Hi alle,

wollte nur mal sagen, dass ich niemanden persoenlich angreifen wollte, schon gar nicht Lutz Parisek und Erich Bromm, die ich sehr schaetze anhand dessen, was sie an fachlich versierten Beitraegen verfassen. Wenn ich ueberhaupt jemanden angreifen wollte, dann war es die Dame, die letztlich Werbung fuer ihr obskures Produkt betrieben hat.

Ganz allgemein moechte ich also Leuten wie Parisek, Bromm, Malangeri und all den anderen, die Fachwissen beitragen, OHNE ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen aufdringlich anzubieten, meine hohe Anerkennung aussprechen.

Ausserdem freue ich mich sehr, dass Eagle sich doch einen Sachverstaendigen geholt hat, der letztendlich das bestaetigt hat, was sich mir anhand der vorliegenden Beschreibung aufdraengte.

Im uebrigen weise ich noch auf den Disclaimer hin, dass die hier geaeusserten Beitraege als Meinungsaeusserungen und nicht als verbindliche Fachberatung aufzufassen sind.

Das Denken und die Verantwortung fuer das eigene Handeln kann man letztlich niemals relegieren. Ich freue mich, dass in diesem Falle der gesunde Menschenverstand offenbar zu einer wirtschaftlich vernuenftigen Sanierung fuehrt.

Gruesse an alle!
Good luck, Eagle!
Paulchen


P.S.:
Arnold hat vollkommen recht hinsichtlich des sauren Milieus, worauf es mir jedoch ankam, war, dass der Holzessig, ein Kondensationsprodukt von den Holz-Brandgasen, letztlich den Effekt des Ankohlens der Oberflaeche ohne Verwendung von Feuer ermoeglicht.

P.P.S.: Eagle, ich glaube nicht, dass Herr Stoepler Dich angreifen wollte. Mir schien er nur fassungslos. Ich bin sicher, er wuerde meine Art der Sanierung aehnlich kommentieren! Uebelnehmen wuerde ich es ihm genausowenig, wie ich den anderen ihre Kritik uebelnehme. Durch Kritik kann man viel lernen, wenn man offen ist!





© Fachwerk.de