Eindringen von Wasser durch die Kellerbodenrisse bei Starkregen

02.10.2007



Ein Haus, Bauj. 1976, fertiggestellt 1983, gekauft von uns 1997, eine neue Ringdrainage gelegt 2002 - und trotzdem wieder Wasser-marsch im Keller. Die Hausfläche v. rd. 100 qm ist auch die Kellerfläche, hier dringt durch die vielen Bodenrisse - und auch bei den verfließten Bereichen, Wasser durch und ein.Da wir nicht unter die Bodenplatte schauen können, welche Zustände "unter uns" herrschen. Vielleicht ist dort ja ein See von Grundwasser - aber was können wir tun? Fliesen runter, Gewebe vollflächig auf den Boden aufbringen, mit Dichtschlämme 2 x behandeln und dann ist gut? Dann neu verfliesen? Oder wie? kann mir jemand raten?
Danke, Kellerkind



Wasser im Keller



Zuerst würde ich die Funktion der Dränanlage prüfen.
Gibt es verlässliche Angaben zum Grundwasserstand (Nachbarn, die Baugenehmigung...)?

Viele Grüße
Georg Böttcher



mineralische Dichtschlämme........



Hallo Kellerkind,
wie der Herr Böttcher schon anregt, zunächst einen Schritt nach dem anderen.
Drainage auf Funktion prüfen und gegebenenfalls Spülen.
Viele Bauherren sind sich nicht bewusst das eine Drainage regelmäßig gewartet (Gespült) werden muss, da sie sich sonst zusetzt und die Funktion einstellt.
Das aufbringen einer mineralischen Abdichtung im Innenbereich der Bodenplatte wird nur kurzfristig Abhilfe schaffen. Das Wasser wird diese Beschichtung nach geraumer Zeit abdrücken. Mineralische Dichtschlämmen sind nicht für einen solchen Anwendungs-,Lastfall entwickelt.
Frage, auf welcher Höhe liegt die Horizontalabdichtung im Mauerwerk?
Ist es möglich die Bodenplatte mit einer zweilagigen Bitumenbahn abzukleben und diese Bahnen sauber an die Horizontalabdichtung anzubinden?
Wenn ja, so soll das mein Vorschlag sein für den Fall das ihre Drainage überlastet ist.
Nach der Abklebung Betonieren Sie eine neue Bodenplatte 10cm stark auf die Abdichtung auf und bringen dann ihre Fliesen wieder auf.
Alternativ; Acrylatgelverpressung des Bodens unterhalb der Bodenplatte.

Sie sollten sich Kompetent vorort beraten lassen.
Unter Umständen versagt in geraumer Zeit ihre Vertikalabdichtung an den Außenwänden weil diese nur für den Lastfall Bodenfeuchte ausgelegt war und sie nunmehr Aufstauendes Sickerwasser haben.
Die Drainage muß wieder ans laufen gebracht werden!

MfG JHS



Eindringen von Wasser durch die Kellerbodenrisse bei Starkregen



Danke Herr Böttcher und Herr Schröder für Ihre Antwort! Zuvor: Gehirn war eingeschaltet, Drainage ist gewartet, gespült und funktioniert. Aber wenn mehr Wasser kommt - oder auch schneller - als eine Drainage Wasser aufnehmen kann, bzw. auch unterschiedliche Erdschichtungen z.B. Mergel, Lehm, Sand, Wasser evtl. halten, nützt auch eine Drainage nicht so sehr viel - oder? Ich schätze, daß ca. 10-15 cm über der Betonplatte die Horizontalabdichtung im Mauerwerk liegt. In der Höhe ist auch der Putz sandig und fällt fast allein runter.Ihre Hinweise wie man vorgehen könnte, sollte, ehren Sie und ich bin Ihnen dankbar. Doch wie komme ich hier an kompetenten Rat? Welcher Art Handwerker od. Dienstleister muß ich suchen - und wie? Das Kuriose ist ja, daß in unserem Heizungskeller 5 Heizungsleitungen für die 5 Heizkörper im Keller, durch den Boden nach außen geführt sind. Ich Griff voll in ein Sandbett (als ich kürzlich das Wasser aus dem Raum aufnahm). Keine Ahnung, wie dort und damals wie gebaut wurde.





Hey Kellerkind,
die Sache mit den Heizungsrohren die ins Erdreichführen hab ich so auch noch nicht gehört…..michamüsier. Was mir allerdings schon unter kam war eine Heizleitung die um Müllsäcke herum geführt wurde, weil der Installateur zu Faul war die Säcke aus einer Ecke des Raumes wegzuräumen…..auchlachenmußte.

Um auf ihre Frage zurückzukommen, der Herr Böttcher kann ihnen da meines Wissens weiterhelfen, ist nicht mal teuer.
Sprechen Sie ihn doch mal explizit darauf an und fragen einen Preis ab.

Vielleicht hilft es ja in ihrem Fall eine Vorflut zu bauen, so möglich, um so ihre Drainage zu entlasten.

MfG JHS