Ausbau alter Dielen, nachfolgende Bearbeitung in Tischlerei und Wiedereinbau sinnvoll?

03.11.2007


Im Rahmen einer umfassenden Sanierung eines 140 Jahre alten Hauses sollen die alten Dielen aufgearbeitet werden.
Möchte hierzu die Dielen lösen und anschließend in einer Tischlerei hobeln lassen. In die Balkenlage sollen eine Dämmung sowie die Leitungen für die Heizungen.
Laufe ich Gefahr, daß die Dielen hinterher knarren bzw. wie kann ich es am besten verhindern? Welches Dämmmaterial ist geeignet auch in Hinblick auf Flüssigkeiten, die durch die Fugen gelangen können? Pilzgefahr?



Genau das habe ich vor Jahren...



...im eigenen Haus gemacht, und ich würde es nicht wieder so angehen. Der Aufwand ist immens und auf jeden Fall höher als die Neuverlegung.

Die Oberseite zu hobeln, kostet meist viele Hobelmesser, weil Nägel auch unter Farbkrusten versteckt sein können, die Farbe kann Messer verkleben. Es dürften sich nur wenige Tischler für so etwas interessieren.

Wenn denn die alten Dielen wiederverwendet werden sollen, gäbe es die Möglichkeit (falls sie stark genug sind, um entspr. Balkenabstand noch tragfähig zu sein), die Unterseiten beim Ausbau zu schonen, und diese zu hobeln, die Dielen also zu drehen. Der Boden sieht dann aber wie ein neuer aus. Ich würde dazu raten, die Dielen neu zu besäumen (mit Handkreissäge und langer Schiene), mit der Oberfräse (von der Brettoberseite aus!) eine Nut einzufräsen und mit loser Feder neu zu verlegen. Ein Brett sollte mindestens zusätzlich zu Verfügung stehen, des Verschnittes wegen. Danach überschleifen im eingebauten Zustand. Da die Bretter selten gleich stark sind, ist der brettweise Höhenausgleich auf den Balken unerlässlich.

Gutes Gelingen

Thomas



Problem erledigt



Lieber Thomas,
sorry, mein PC war defekt, deshalb die späte Antwort.
Oben hui, unten pfui - nach Lösen einiger Dielen zeigte sich, daß diese nicht mehr zugebrauchen sind. So sind denn wohl doch neue fällig.

Viele Grüße

Lutz