180 Jahre alte Eichendielen reparieren?

25.02.2011



Hallo und guten Tag,
Das Problem mit dem Kellergewölbe haben wir nun im Griff.
Der Statiker war bei uns, hat uns mäßig beruhigt und Arbeitsanweisungen gegeben. Es wird länger dauern als geplant aber es wir funktionieren.
Zurück ins EG:
Unter dem Teppich/PVC und Verlegeplattenranz der letzten gefühlten 1000 Jahre fanden wir recht schöne Eichendielen.
Natürlich sind sie nicht mehr in allerbestem Zustand und schwabbelt sehr gelenkfreundlich. Es müssen welche ausgetauscht werden, es muß geschliffen werden und eine neue Versiegelung macht Sinn.
Nun meine Fragen: Kann man auf die Asche also unter die Dielen etwas pusten oder sonstwie verfüllen um den Boden zu stabilisieren (evtl.dämmen), gibt es die Möglichkeit und wenn ja wie, neue Eichendielen beschleunigt altern zu lassen? Und worauf muß man achten. Habe schon einige ortsansässige Handwerker befragt die scheinen aber ratlos und/oder sich um den Job nicht zu reißen.

Bin gespannt auf Lösungsvorschläge
Grüße aus dem Sauerland



Eichendielen reparieren



Hallo,

zum dämmen kännen Sie Blähschiefer zugeben. Der ist eckig und stabilisiert und hat einen guten Dämmwert.
Nehmen Sie doch alte Eichendielen !
Irgendwer hat immer noch eine dicke Eiche hinter der Scheune rumliegen.

Grüße vom Niederrhein



Also



Schüttung auffüllen ohne die DIelen auszubauen (und so lese ich das) wird schwierig. Bis zu einem gewissen Grad kann man versuchen, feinköniges Schüttmaterial in die Fugen zu kehren, aber das hilft nur geringfügig (wir haben das mit Vabiflor-Schlackeschüttung bei unserem Blindboden gemacht um Knarren möglichst zu vermeiden, da ging es also um wenige Millimeter und der Boden hat beabsichtige 15-20mm-Fugen).



Moin Cornelia,



wenn ihr sowieso die Fussleisten weg habt um ein paar Dielen auszutauschen, bietet es sich evtl. an alle hochzunehmen, Schüttdämmung rein und mit 5mm HWP auf den Balken neu zu verlegen.

Je nach dem könnt ihr entweder einen Raum "strippen" die alten Dielen von dort zum Ausflicken nehmen und nur den neu beplanken, bzw. die neuen in die Ecken verlegen, wo eh Möbel stehen.

Das mit dem patinieren würde ich erstmal auf der Dielenrückseite probieren, das kann auch gemein aussehen.

Gruss, Boris



Ihr solltet...



'mal die Stärke der Dielen messen. Offenbar sind die Bretters auch ungenutet stumpf aneinandergestoßen. Lasst Ihr da nur was drunterrieseln, wird sich das immer wieder bewegen, über den Pumpeffekt produziert Ihr Staub.

Kurzum: Dielen vorsichtig demontieren, Unterbau gedämmt erneuern, Dielen neu besäumen, nuten, und mit Fremdfeder einbauen.

Das ist nicht der Weg des geringsten Widerstandes, führt aber zu einer dauerhaften Lösung. Für die Ergänzung finden sich alte Dielen im historischen Baustoffhandel.

Grüße

Thomas



moin zurück,



von dem Gedanken zu dämmen habe ich mich inzwischen leider verabschieden müssen. Ein befreundeter Tischler hat uns dringend abgeraten den Boden aufzunehmen da das Holz nun nach 180 Jahren doch recht spröde geworden ist. Einen neuen Boden wollen wir nicht (der hätte dann ja auch keine Geschichte mehr) also versuche ich es jetzt mit Brettern oder alten Eichendielen. Jetzt sind die aber recht dick (ca 2,6 cm) und auch ziemlich breit bis zu 31cm und eher astig. Mit dem Gefälle könnten wir leben, aber wo gibt es Bretter? Historische Baumaterialien habe ich schon gegoogelt aber ich bin auch nicht so fit und verliere mich schnell im Netz. Kann man überhaupt einzelne Bretter kaufen? Wir benötigen 3x ca4m.hat jemand einen link oder Tip für mich?
Gruß Cornelia



Der Kollege fantasiert



Sicher wird Eiche im Laufe der Jahre etwas spröder, jedoch ist das kein Hindernis, die Bretter auszubauen - er hat nur keinen Bock drauf. Schließlich federn die "spröden" Dielen ja gar recht anständig.

Es gibt Firmen, die machen tagaus, tagein nix anderes, als "versprödete" Bretter auszubauen und zu verkaufen. Ein wenig schonend sollte es ohnehin passieren. An einem Ende freistemmen und dann solange dran hebeln, bis das Brett bricht oder die Nägel nachgeben, ist sowieso immer falsch.

Grüße

Thomas