Dampfsperre ja / nein

24.01.2014 Bernhard



Beim Umbau eines Hauses aus den 40er Jahren stehen wir bei der Dämmung der Wohnbereichsdecken i. d. 2.Etage vor der Frage Dampfsperre anbringen oder nicht.
Auf der beigefügten Zeichnung ist der geplante Aufbau der Zimmerdecke zu sehen.
Ursprünglich war die untere Balkenlage klassisch (wie damals üblich) aufgebaut: (von unten nach oben)
Kalkputz auf Rohr/Holzschalung auf unterer Balkenlage
Der Raum zwischen Schalung und Dielung war mit Glaswolle ausgefüllt.
Um optisch etwas mehr an Raumhöhe zu gewinnen und die Balken sichtbar in die Deckengestaltung einzubeziehen, vor allem aber um die Wärmedämmung zu verbessern, entfernten wir Putz, Rohr, Schalung und Glaswolle.
Die Zimmerdecken trennen die beheizte Wohnetage vom noch unbeheizten Dachbodenraum.
Im Dachboden kann die Temperatur im Winter durchaus unter 0°C fallen.
Der Dachraum bzw. das Dach soll erst 2018 saniert, gedämmt und bewohnt werden, dann wäre die Dampfsperre ohnehin überflüssig.
Eine Dampfsperre würden wir (falls erforderlich) auf den vorhandenen Dachbodendielen anbringen,
oder wäre eine diffusionsoffene Unterspannbahn besser.
Uns ist klar, dass ohne Dampfsperre der Taupunkt, je nach Temperatur, in der 4. oder 3. ISOVER-Lage liegt und der Wärmeverlust dadurch etwas größer ist.
Wenn aber das gesamte System Decke diffusionsoffen ist, wird die Dämmung auch wieder trocknen,
ohne dass Schäden entstehen.
Wir sind sehr gespannt auf Eure Meinungen. Vielen Dank schon im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Bernhard



Dampfsperre auf Dielenboden



Hallo Bernhard,

ich weiß zwar noch nicht, ob hier vornehmlich ausgewiesene Experten antworten sollten, aber wenn überhaupt, dann gehört die Dampfsperre auf die Gipskartonplatte, sonst kondensiert die Feuchtigkeit an den alten Dielen und dir fault die Decke weg.

Insgesamt scheint mir die Dämmung aber auch recht dick geplant zu sein, da gibt es sicher bessere Lösungen.



Vorschlag



Nimm in Deine Überlegungen schon einmal die spätere Nutzung mit auf. Und da fehlt für den Schallschutz vor allem Masse... oder/und führe den obren Teil der Dämmung als Provisorium aus, sodass das Material 2018 für die Dachdämmung verwendet werden kann...

MfG,
Sebastian Hausleithner





Hallo.Also bei dem Deckenaufbau den ihr vorhabt wird einiges nicht klappen. Zuerst einmal müsst Ihr eine Sparschalung zwischen den Balken vorsehen ,sonnst hängt euch der Gips durch. Wenn Ihr dann 2018 nicht noch mal den Boden wegreißen wollt müsst ihr masse in die Decke bekommen,sonst habt ihr zwar wunderbar gedämmt aber absolut kein Schallschutz.Eine Damfsperre mit 2 Presslatte zwischen die Balken umlaufend anbringen.So seit Ihr auf der sicheren Seite und braucht euch um den Taupunkt keine Sorgen zu machen. Darauf gleich den Fehlboden.Darauf einen Rieselschutz und dann bis Oberkannte mit z.B. Blähton, der auch eine Dämmwirkung hat, auffüllen. Dann könnt ihr eure alte Diele wieder als Sparschalung Verlegen und die 12x12 Schwimmend auf Gummiunterleger auflegen,um sie noch mal zu entkoppeln.Dazwichen besser Holzflexdämmung ,da diese ein besseres Sommerdämmverhalten hat und dichter ist als Isover. Natürlich ist es auch ökologischer. Dann die Osp Platten. Gibt es auch im Sturoporverbund,dafür braucht ihr aber noch mal UK und es passt nicht so richtig in den ansonnsten ökologischen Deckenaufbau ,Ihr habt dann zwar nicht diese hohe Dämmwirkung aber eine Decke die Funktioniert.Gruß Vulle