Fassadendämmung eines 30 jährigen Steinhauses

17.11.2008



Hallo !
Ich muß mein Haus sanieren, da die Energiepreise nicht mehr zu bezahlen sind. Ich will die Fassade mit irgendeinem Dämmstoff (nicht Styropur) dämmen und dann mit einer vorgehängten Holzfassade verschalen. (Stülp- Deckelschalung)
Frage: Welcher bezahlbare Dämmstoff eignet sich?
Wie kann ich die Fensterlaibungen dämmen - es ist oft nur ca. 2-3 cm Platz zwischen Mauer und Holzrahmen?
Für gute Tipps wäre ich dankbar. Tschüss!



Fassadendämmung



Hallo Stephan,

wichtig ist vor allen Dingen, keine diffusionsdichten Dämmstoffe zu verwenden. auch sollten diese mit einem gewissen Maß an Feuchtigkeit umgehen können. Meiner Erfahrung nach funktionieren z.B. Schilfmatten (sollten aber verputzt werden) , Holzweichfaserplatten (verhältnismäßig teuer) oder Mattendämmstoffe aus Hanf. diese werden zwischen aufzubringende Kanthölzer in der gewünschten Dämmstärke eingebracht, mit einer geeigneten diffusionsoffenen Winddichtung versehen und anschließend mit einer vorgehängten, hinterlüftetetn Holzfassade versehen. (verputzen geht auch aber das ist ein anderes Thema).
Wenn Ihr mehr wissen wollt, helfe ich gerne weiter. Viele Grüße
Gunther Glöckner



Vorhangfassade



Hallo,

das Material Holzweichfaser ist o.K. und es gibt mittlerweile auch passende Systeme von den Herstellern (mit Garantie und bauaufsichtlicher Zulassung).

Zum Problem der Fensterlaibungen: Wenn Sie zur jetzigen Laibungstiefe mindestens 25 cm hinzuaddieren, kommen Sie bei kleinen Fenstern auf unerträglich tief sitzende Fenster (sieht wie abgesoffen aus). Dagegen hilft nur eine komplett neue Detaillierung des Fensteranschlusses.
Sie können die alten Fenster vorziehen und mit einer halben lage Dämmstoff bis auf umlaufende ca. 2,5 cm wegdämmen.
Sie können natürlich auch neue Fenster einbauen, deren Maße das von vornherein berücksichtigen.

Grüße vom Niederrhein



Ich schließe mich meinen



Vorrednern an, möchte allerdings als preisgünstigere Alternative die Zellulosedämmung ins Spiel bringen. Holzkonstruktion anbringen, mit Holzweichfaserplatte (wasserabweisend) abdecken und die felder mit Zellulose ausblasen. Dann Lattung und Schalung aufbringen. Insektenschutz für die Hinterlüftung nicht vergessen.
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Für die gesamte Massnahme wird ein Bauantrag erforderlich sein. Wenden sie sich an eine mit der Verwendung von Naturbaustoffen versierte Person. Besonders die Detaillösungen in den Anschlusspunkten und im Sockelbereich sind wichtig, damit es nicht zu Schäden kommt.
Wenn sie hier im Marktplatz keine passende Eintragung finden, wenden sie sich doch einmal mit einem schönen Gruß von mir, an die Architekten und Baubiologen IBN www.zahn-architektur.de.



Ausgereift...



...ist wirklich das DHD-Doser Verputzsysterm.
Gute Detaillösungen und hervorragende verarbeitungseigenschaften. Trotzdem haben wir es ein klein wenig verbessert, wir betten die Ebenen in Lehmmörtel homogen ein.

http://www.doser-dhd.de/verputz.html

Fensterdetails sind wichtig mit in die Dämmung einzubeziehen. Hier genügen dünnere Platten und man sollte u.U. den Leibungsputz abnehmen.


Grüße Udo Mühle



Ich habs getan



Ich habe mein Haus - Baujahr 1981- mit einem WDVS gedämmt. Ich kenn daher auch die Schwachstellen an Fenstern und Türen. Da es verschiedene Varianten gibt, empfehle ich einen Blick auf meine Webseite.

Lothar Hunziger



ich glaube nicht,dass es am wdvs-system an sich liegt,sondern an unsachgemässer verarbeitung.





natürlich an der Verarbeitung



du hast recht, es liegt nicht am System. Es sind fast immer Mängel in der Ausführung. Viele sparen an der falschen Stelle. Dann gibt es Probleme.



@ blacki



Genau in das gleiche Horn, wie fast alle Datenblätter der Chemiedämmsystemanbieter: "SCHULD IST IMMER DER HANDWERKER!"

Wer es versteht, die Verarbeitungs- und Datenblattrichtlinien genau zu lesen, wird feststellen, dass es immer auf die Verarbeitungsfehler hinauslaufen wird.
Heißt also, der Handwerker ist immer Schuld!!

Aus unserer Sicht ist es aber dennoch so, dass verschiedenste Dämmsysteme ganz einfach auf entsprechenden Untergründen nichts zu suchen haben.
Hygroskopisch, diffusionsoffen, amplitudenverschiebend, sollten hier in die Betrachtung zur Auswahl der jeweiligen Dämmstoffsysteme mit einfließen.
Styropore haben da nichts auf Fachwerkfassaden zu suchen usw.

Praktisch denkende Grüße
Udo



ich kann trotz mehrfachem lesens nicht erkennen,dass es sich hier um ein fachwerkhaus handelt.



der fragesteller schreibt von einem 30-jahre altem steinhaus,---also in der zeit ende der 70er jahre erbaut.aber wenn man daraus ein Fachwerk machen will,dann lass ich das mal so unkommentiert stehen.der fantasie sind einfach keine grenzen gesetzt.



Darauf bezogen!!!!!!!!!!





---Forenreferenz-----------
ich glaube nicht,dass es am wdvs-system an sich liegt,sondern an unsachgemässer verarbeitung. -
mehr ...
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Gemäß dem Motto: Die guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpchen!

Ich kenne den Ausgangspunkt wohl war, doch mein Beitrag zielte auf die oberflächliche Betrachtung hinsichtlich Verarbeitungsfehler bei WDVS-Systemen.

@ blacki
Habe eigentlich immer noch ein Problem mit dem Herausfinden der "Großen" und der "Kleinen" Worte!
Wie alt ist Dein "Gombiuter"?
Hat der nur kleine Tasten?

Scherzhafter Gruß zum Thema
Udo



scheinbar von robotron wenn das dein ganzes problem ist, dann bin ich schon beruhigt



""wenn die verflachung des fachlichen beginnt,wird die rettung aus den bayerischen bergen kommen""(F.J.Strauss)



Suff am Bau



...was anderes kann nicht die Ursache sein.
Als geneigter Krimileser frage ich mich doch, ob der Bauherr die Truppe verjagt hat. Schließlich ist die Arbeit unfertig und kein Gerüst zu sehen.

Das Bild ist Klasse !!



Nicht "robotrom"....



...sondern "ROBOTRON"!
Und Probleme gibt es keine, sondern nur Aufgaben!

Getreu dem Motto v. Rudolf Bernhard:
Alles wird teurer, nur die Ausreden werden billiger.


Grüße in den bayrischen Alltag,
Udo



@ Dietmar Beckmann



Halt Dich fest:
Der Bauherr ist Kranführer auf Großbaustellen und hier als "Do-it-yourself-Man" tätig gewesen. Scheint einmal sein eigenes Objekt gewesen zu sein (eigene Recherche).

Grüße mit ebenfalls dem selben kriminalistischen Ambitionen,

Udo





Danke für all die guten Tipps. Ist ja supernett mit Euch allen. Darum gleich noch eine Frage: Da es finanziell echt eng ist, was kann man denn Gutes billig machen? Dieses Haus ist so kalt, die Wände Strahlen kalt in den Raum und ich will im Sommer tätig werden. Styropor will ich nicht. Was geht da ? Ist Mineraldämmstoff verputzt eine billigere Variante ? Ich freue mich über Tipps. Stephan



Die Variante



für den Holzbaufan habe ich oben schon beschrieben. Es ist aber wie immer im Leben. Die technisch gute Variante kann auf keinen Fall die billigste sein!
Mineralwolle ist teurer als Styropor. Für einen Hozbaufan dürften aber beide Varianten nicht das Wahre sein.



Wenn man sparen will...



...dann läßt man sich durch einen guten und versierten Fachbetrieb begleiten!
Soll heißen, dass man die Beratung, die Systemauswahl und die Herangehensweisen mit dem Fachbetrieb erarbeitet und sich im Selbstbau bzw. Montage begleiten läßt.
Hat auch was mit Gewährleistungen zu tun usw.
Somit kann man sparen und bekommt trotzdem eine gute fachliche Leistung.
Hier könnte man z.B. auf das DHD Dosersystem greifen, da dieses sehr selbstbaufreundlich konzipert ist.

@ Fred
das sehen wir genau so!

Handwerklicher Gruß
Udo



Da richtige Sysrem sollte es schon sein...



um Kosten langfristig zu sparen. Eine kurzsichtige Sichtweise ist dabei nicht ratsam. auf meiner Webseite "www.oeko-logisch-bauen.info" habe ich da einige Infos zusammengefasst.

Lothar Hunziger