Kerndämmung

07.03.2013



Eigentlich findet Dämmung nur durch Luft statt, oder im besten Fall drch Vakuum. Das Dämmmaterial dient nur zur umhüllung der luft. Wozu sollte man also eine Kerndämmung durchführen, wenn da eh schon Luft eingeschlossen ist?



Das Dämm-Material...



... hindert die Luft daran, sich zu bewegen und damit sich mit den "Kollegen" energetisch auszutauschen oder auch komplett durch kalte Frischluft ersetzt zu werden.

MfG,
sh



Strahlung - Leitung - Strömung



Wärme wird auf 3 Arten übertragen:

1) Strahlung (Sonne)
2) Leitung (Pfannenstiel)
3) Strömung (Heizgebläse)

Mit dem Dämmaterial wird erreicht:
1) Die Wärmeströmung wird (mal mehr, mal weniger gut) unterbunden. Dazu wird möglichst viel Luft (der eigentliche Isolator) in möglichst kleine Einheiten verpackt. Diese sollten untereinander möglichst wenig Kontakt haben.

2) Die Wärmeleitung wird durch ein schlecht Wärmeleitendes Material unterbunden, z.B. Glasfaser, Holzfaser etc.

3) Die Wärmestrahlung ist kein Thema, weil das Dämmatrial für die Wellenlänge (Wärme ist auch elektromagnetische Strahlung) nicht durchlässig ist.

Durch den klassichen Luftspalt im Mauerwerk wird lediglich 2) verhindert. 1) und 3) gehen immmer noch. Das soll durch die Kerndämmung auch vermindert werden.



Traum-Pysik



Na nu was denn?

Da wird geschrieben:
Eigentlich findet Dämmung nur durch Luft statt, oder im besten Fall durch Vakuum.
Nanu?
Im Vakuum ist doch eigentlich KEINE Luft!
Wie soll dann die Nicht-Luft nun dämmen?
Oder ist die Nicht-Luft im Vakuum nun doch Luft …
oder ist die realtive Luftleerheit von Sonne bis Erde eine Dämmschicht …

Eigentlich findet die Dämmung nur im Glauben statt - so wie dargestellt nie und niemals in der Realität!

Das sind Verkaufsargumente, die keiner kapieren soll - am besten man schreibt noch "Intello" an das Material oder Öko oder Thermo oder oder …
und der Michel glaubt es …

Das Thema sprengt den Rahmen eines 1 Zeiler-Thread!

Keine Dämmung ist die beste Dämmung!
:-)

Florian Kurz



Konsequenterweise...



... müsste die Argumentation dann auch weitergehen:
--> keine Wand ist die beste Wand...

Beim grundsätzlichen Leugnen einer Dämmwirkung von Umschließungsflächen in Abhängigkeit von Material und Dicke könnte die Übernachtung im Zelt ohne Zusatzausrüstung einen Denkanstoß geben...

MfG,
sh



Ihre ist nicht meine



Konsequenz:

Jetz mal lamsam:

Wie soll das nun funktionieren, dass
- einerseits eine "eingeschlossene und unbewegte Luftschicht"
und auch
- andererseits ein Vakuum
dämmen soll

Im einen IST Luft und im anderen KEINE

Dann erklären SIE mir mal Herr Hausleithner wie das genau funktioniert!

DÄMMT nun LUFT oder DÄMMT KEINE-LUFT?

Ich bin ganz wissbegierig!

Florian Kurz



# 204956



F.K und S.H : Der Herr Szameit wollte nur eine erklärende Antwort, nicht eure gegenseitigen Tiraden !



Vakuum



Danke für die Antworten.
An Herrn Kurz: Siehe Thermoskanne: Vakuum dämmt am besten. Luft weniger gut.



Dämmung...



Der TE hat es erkannt, Dämmung dämmt.

Von "Tiraden" kann nicht die Rede sein. Ich hatte Florian Kurz lediglich aufgefordert (an anderer Stelle), seine Theorien entweder zu belegen oder die angedeutete Tendenz konsequent zu Ende zu denken. Interessant wäre auch ein Eingeständnis der Grenzen der Theorie...

Mit dem Postulat "keine Dämmung ist die beste Dämmung" müsste man eine Wand auf Schichtdicke Null (also "keine Dämmung") optimal gestalten können, für die Raumbeheizung ist es laut Florian Kurz ja egal (auch an anderer Stelle), die Wind- und Luftdichtheit lass' ich ja gerne bestehen, daher auch das "Zelt".

Worin die Dämmwirkung einer gebundenen Luftschicht und die einer Vakuum-Schicht besteht, muss ich für Florian Kurz nicht vorbeten, immerhin ist er Ing. Fakt ist zunächst, dass es sie gibt...

Wer es nicht glauben mag, der lege sich bei -5° ins Zelt, einmal mit, einmal ohne Daunen-Schlafsack...

MfG,
sh



Hohlschicht



Hallo Herr Szameit,
Hier mal der Versuch einer Erklärung :

Aufgrund des Dampfdruckgefälles will die warme gesättigte Luft immer auf die kalte Seite.
Der "Motor" ist die Temperaturdifferenz.

Irgendwann kommt sie in den Hohlraum und sucht sich die äussere kältere Schale um zu kondensieren.

Da der Hohlraum keine kapillaren Eigenschaften hat, verdunstet das Kondensat wieder---teilweise verschwindet es durch die äussere Schale.

Im Hohlraum entsteht so eine Art Kleinklima.

Wenn der Hohlraum mit mineralischen---diffusionsoffenen---kapillaraktiven Materialien gefüllt wird,funktioniert der Feuchtefluss besser.

Das können auch Materialien sein , die einen guten Dämmwert haben.

viele Grüße



Thermoskanne...



... und Zelt sind m.E. untaugliche Beispiele.
Das eine wegen untragbaren Kondenswasseranfalls, das andere wegen nahezu vollständigen Fehlens von Masse.



Das hatten wir...



... jetzt schon ein paar Mal. Sind doch nur "Modelle"...
Ich werde mich auch hüten, irgendwas ohne genauen Input zu quantifizieren...
Qualitativ bleibt aber die Tendenz, dass Wärmedämmung hilft, den Aufwand für Heizenergie zu begrenzen...

Mancher sieht die Notwendigkeit einer Dämmung nicht gegeben, es soll reichen, die Außenbauteile mit einem Warmluftschleier mit Temperaturniveau über der Luft-Innentemperatur zu versehen (Kurzfassung korrekt?), um Transmissionsverluste zu vermeiden. Daraus würde folgen, dass die Dämmwirkung (u-Wert) des Außenbauteils egal ist, daher meine Überspitzung zum Zelt mit u-Wert gegen Null.

Insgesamt sehe ich das anders:
Die Dämmwirkung eines Bauteils ist materialabhängig... Der Wärmeenergiefluss dementsprechend...

MfG,
sh