Dämmung, Spitze, sparren, Schalung, Wand

10.01.2006



Hallo,vieleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Wir bewohnen ein Haus von 1936 und haben uns für ein neues Dach mit Aufsparrendämmung entschieden.
Die Sparren laufen nicht mit der Simskante aus,sondern etwa 10cm eher deswegen haben wir einen schuh ( Keil) am Ende des Sparrens aufgebracht damit die Schalung (2,4cm Sichtschalung) bis zum Ende der Simskante ausläuft.Jezt wollte ich von innen Diese Spitze dämmen und habe bemerkt das an der Sichtschalung in der Spitze Wassertropfen hängen. Die spitze ist ca 50cm tief Schräk nach unten und von oben nur durch einen 3-4cm hohen Spalt erreichbar.
Ich hatte mir das am Anfang vieleicht auch etwas zu leicht gedacht wollte nämlich einen trempel von ca höhe 90cm davor anbringen natürlich mit Sperre und Dämmung. Also hätte ich die Spitze als kaltraum liegen lassen, habe aber nicht berechnet das die Deckenbalken der unteren etage (ungedämmte Decke)in diese Spietze hineinragen.
Wie kann ich diese Spitze trocknen und dämmen oder auffüllen. mfg andreas



Das ist kein



kleines Problem. Ich hoffe ich habe alles richtig verstanden.
Wird die Aufsparrendämmung richtig ausgeführt, muss auf der Schalung die luftdichte Ebene durch Einbau einer Dampfbremse hergestellt werden. Diese luftdichte Ebene muss am Schnittpunkt zwischen Wandoberfläche innen und Oberkante Schalung nach unten geführt werden und an der Wand verklebt werden. Alle Sparren müssen dann einzeln abgeklebt werden, da sie die luftdichte Ebene durchdringen. Soweit die Theorie, kann man doch an ihr erkennen, wo das Problem zu suchen ist und, dass diese Frage nur an Hand genauerer Informationen abzuklären ist. Vermutlich so gar vor Ort.
Ein gutes Beispiel für eine Traufenausbildung findet man unter www.pavatex.de --> Aufdachdämmung Anwendungen --> Details



genaues Detail?



ebenso wie Fred Heim kann ich mir das genaue Detail nicht ganz vorstellen (Schnittdetail oberer Wandabschluss-Mauerlatte-Balken-Sparren-Aufschiebling) Hier gibt es unterschiedliche Ausbildungen.

Wichtig ist vor allem zu wissen, ob es eine Dämmebene in der Wand gibt und wenn, wo diese liegt. Grundsätzlich muss nämlich die Dachdämmung nicht bis an die Traufkante geführt werden , sondern muss an die Dämmebene der Wand angeschlosssen werden. Und zwar ohne Fugen und Unterbrechungen.
In der Regel (aber nicht immer) wird die Dämmebene der Wand von Balken und Sparren bzw. Aufschiebling überspannt, sodass dann die von Fred Heim beschriebenen schwierigen Anschlüsse an die die Dämmung durchdringenden Sparren und Balken zu machen sind.
Ein Grund, auf eine Dämmung mit Zellstruktur zurückzugreifen, um die fast unvermeidlichen Ausführungsmängel / -defizite durch ein Feuchtespeicherfähiges Material und eine bereits rechnerisch nicht ganz diffusionsdichte Dampfsperre abzufedern.

Gutes Gelingen wünscht
jh