Zwischensparrendämung mit Klemmrock und Formrock (Rockwool)

04.11.2008



Guten Abend,

in unserem denkmalgeschützem Reihen-Haus in der Hufeisensiedlung soll nun das Dachgeschoss ausgebaut werden.

Die alten Biberschwänze bleiben drauf. Die tun es laut Dachdecker noch ca. 10 Jahre.

Laut Denkmalschutzbehörde sollen wir mit einer 4cm Hinterlüftung arbeiten...

Welche Dämmstärke sollen wir nehmen? 3 Ausbauprofis, 3 Meinungen.

Unser Ziel: möglichst wenig Platz verlieren und trotzdem ne solide Dämmung.

Der letzte Ausbauprofi empfahl: Biberschwanz, Lattung, somit 4 cm Luft, dann Klemmrock z.B. 120 mm, dann ne Folie (Dampfbremse), dann 50 mm Formrock...

Ist das ok so?

Der Giebel muss zusätzlich auch noch gedämmt werden. Da empfahl der zweite Profi ne 60mm Dämmung und dann 2 x 12,5mm Rigips... Reichen 60mm?

Hinsichtlich der unterschiedlichen Varianten sind wir sehr unsicher. Ein fundiertes Diskutieren mit den Profis ist uns auch nicht möglich. Daher die Anfrage hier...

Vielen Dank



Ohne etwas zwischen Dämmung...



...und Eindeckung, das Wasser ableiten kann (DWD, Unterspannbahn o.ä.) kann bei eindringendem Wasser die Dämmung durchnäßt werden. Es muß etwas rein, da eine Dacheindeckung nie ganz dicht ist (drückender Schlagregen). Weiter ist die Katastrophe vorprogrammiert, wenn ein Sturm mal ein paar Ziegel runterhaut und es weiterregnet.
Für die Innendämmung an den Giebeln gibt es hier viele Aufbaubeispiele für funktionierende Innendämmungen. Einfach Suchfunktion benutzen, ist auch etwas abhängig von dem Wandaufbau (massiv, Fachwerk, etc.).
Rigips ist nicht so das Wahre und die Dämmstärke von 50mm stellt so ziemlich das Maximum dar, was für eine Innendämmung an Frage kommt.

Gruß Patrick.



DWD... hat sich da leider nicht so



bewährt - da habe ich selbst schon Schimmelprobleme wegen zu hoher Dampfdichte sehen müssen.

Ein Unterdachplatte aus Holzfaser - z.B. Gutex Mulitplex top würde ich da vorziehen.

Gleichzeitig schützt das auch die Hinterlüftung. Steinwolle kann mit der Zeit sehr unkontrolliert aufgehen und u.U. die Hinterlüftungsebene zu sehr einschränken.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Jau,



Hauptsache irgendetwas halt, das dem Stande der Technik entspricht. Mag sein, daß DWD Nachteile hat. Aber eine Dämmung, die nicht vor eindringendem Wasser geschützt ist, geht gar nicht.

Gruß Patrick.



Hmmm,



das bedeutet, dass die erwähnte Holzfaserplatte schon "die evtl. eindringende Nässe" von der dahinterliegende Dämmung bahält, oder? Da bräuchte man dann keine "Folie". Was bedeutet DWD?

Das Haus wurde 1926 Stein auf Stein, ohne Fachwerk, gebaut.

Wie wäre dann denn der Aufbau?

1. Dacheindeckung (alt)
2. Latten
3. Holzfaserdämmplatte (wie würde die befestigt werden?)
4. Sparren (ca. 10 cm stark)
5. Zwischensparrendämmung (würden da jetzt 100mm reichen, um nicht aufzudopplen?)
6. Dampfbremse
7. Untersparrendämmung (welches Fabrikat und wie dick?)
8. Rigips oder OSB...

Würde das so passen?

Vielen Dank im Voraus für eure Gedanken und Antworten.

Matthias Francke