Dämmung Fensterlaibung

05.04.2013 Bollkert



Ich plane mein 140 Jahre altes Fachwerkhaus (Denkmalschutz) energetisch zumindest zu verbessern. Dach ist gedämmt, Kellerdecke und Decke zum Spitzboden folgen. Heizung (Brennwert) ist erneuert.
Jetzt steht die Fassadendämmung an (Vorhanden einfaches Fachwerk, 12cm stark, innen 2 cm Lehmputz)
Zwei Fassaden muß ich dabei mit einer Innendämmung versehen, eine weitere grenzt ans Nachbarhaus, die vierte wird unter dem Ziegelbehang von außen gedämmt.
Ich plane für die Innendämmung 8cm Hozfaserdämmplatte und Spezialputz mit Armierung. Die eine Seite ist unproblematisch, da auch die Fenster erneuert werden. Auf der anderen Seite wurden die Fenster jedoch vor 10 Jahren schon erneuert und ich möchte diese nicht noch einmal auswechseln (Kosten). Ich könnte daher die Fensterlaibungen nicht mitdämmen.
Kann mir jemand eine Tip geben, wie problematisch das wäre, oder sollte ich hier dann besser ganz auf die Dämmung verzichten?



wenn



an der Fensterlaibung wrklich Holz (Fachwerkständer) ist - 12 cm stark - müsstest Du da nicht eher die dünneren Holzrahmen der Fenster (6 cm) dämmen ??

Wichtig ist, daß die Montagefuge innen (dampf-)dichter ist als außen.





Hallo,

ich würde mal mit 20 bis 30 mm Laibungsdämmplatten einen versuch machen und in jedem Fall eine Fensteranschlußfolie
mit einputzen. Von außen müßte Kompriband eingepfriemelt werden (mit Schraubendreherklinge) und anschließend verleistet, der Optik wegen.

Grüße



Ich plane für die Innendämmung 8cm Hozfaserdämmplatte und Spezialputz mit Armierung.



Welches Material ist da angedacht?

Auch ich versuchen eine 20 mm Laibungsdämmplatte einzubauen.

Grüße



Dämmung Fensterlaibung



Um das Problem noch mal etwas genauer zu beschreiben.
Zur Zeit sind die Fensterlaibungen aus weiß lackiertem Holz ausgeführt (ich vermute 18mm und raumseitig mit 11cm breiten Profilleisten abgedeckt. Ich möchte dieses ursprünglich Aussehen ungern verändern. Daher war angedacht vom Tischler, die Laibungen herausschneiden zu lassen und durch neue zu ersetzen. Dann habe ich aber keinerlei Platz für eine Dämmung (5mm Abstand zu den Scharnieren). Auch früher hat sich ja Feuchtigkeit auf Laibung und Fensterbrett niedergeschlagen.





Holzweichfaser, nicht imprägniert !

Grüße





schon schwieriger. Einerseits verhindert der Lack das Eindringen von Wasserdampf einigermaßen zuverlässig (solange er intakt ist), andererseits sollte die Wand dann aber knochentrocken sein und bleiben.
man kann das so machen, wie Ihr Tischler vorschlägt und muß dann eben auf die Dämmung verzichten, aber darauf achten, dass der Anschlag komplett ausgetrocknet ist, bevor die Laibung eingebaut wird, am besten noch künstlich nachtrocknen.

Die andere Möglichkeit, Sie arbeiten noch was von Putz und eventuell Mauerwerk weg, um für die 2 cm Platz zu schaffen.


Grüße