Thermohanf als Innendämmung?

10.11.2004



Hallo alle zusammen,
ich bin Besitzer eines Fachwerkhauses. Geheizt wird es mit einem Kaminofen, der zentral im unteren Geschoss das gesamte Haus mit erwärmt, und einer Brennwertölzentralheizung. Das Haus wurde in den 80iger Jahren von außen komplett verputzt. Zwischen den Fachungen finden sich Lehm und teilweise so eine Art Leichtbetonsteine (sieht aus wie Estrichbeton unverdichtet und eben sehr leicht - keine Ahnung wie die wirklich genannt werden) wieder. Im Erdgeschoss bestehen die Wände aus ca. 50 - 60cm hangeformten Lehmziegeln, 1.OG plus Dach dann Fachwerk.
Jetzt möchte ich von innen dämmen. Ich denke im Erdgeschoss ist dies nicht notwendig bei diesen Wangstärken. Im Obergeschoss beträgt die Wanddicke inklusive Putz außen und innen ca. 20cm. Das Mineralwolle hier nicht in Betracht kommt habe ich hier schon oft gelesen. Das Konzept sollte aber möglichst billig sein, jedoch nicht das Gebäude zerstören. In meinen Recherchen bin ich auf den Dämmstoff Thermohanf gestossen. Der Hersteller sagt seinem Produkt ausgezeichnete Kapillarwirkung und Dämmung nach. Der Preis mit ca. 12Euro/m² Thermohanf ist für mich akzeptabel. Vom Aufbau her wäre es dann von innen nach außen Gipsplatte/Dampfbremspapier/80mm Thermohanf(Holzständer)/Putz/Lehm(Fachwerk)/AußenPutz.
Wäre diese Lösung akzeptabel?? Stimmt es das Hanf Wasser (Dampf) transportieren kann?? Gibt es Alternativen und was kosten diese je m²?? Kann ich (gelernter Handwerker) diese Alternativen auch selbst umsetzen??
Ich beabsichtige außerdem im kommenden Jahr das Haus von außen zu streichen, also den Putz zu streichen. Was muss ich bei der Farbe beachten?? Auch hier bitte Empfehlungen (Bezugsquellen?) - danke schonmal im voraus.



Haaaaaallo?



Keine Antwort, naja dann hoffe ich mal auf morgen :-(



Immer mit der Ruhe,



das Haus wurde ja auch nicht an einem Tag gebaut.
1. Wird eine Dämmung gemacht, muss sie gem EnEv durchgeführt werden.
2. Wenn so eine große Dämmmaßnahme geplant ist, empfehle ich eine Berechnung für das Gesamtgebäude.
2a.Bei einem Nachweis am einzelnen Bauteil sind 8 cm Dämmung nicht ausreichend.
3. 50-60 cm Vollziegel bringen Dämmtechnisch nicht viel.
4. Bei einer innenliegenden Dämmung ist in jedem Falle die Dampfdiffusion zu kontrollieren. Dies wird häufig vom Hersteller erbracht. Eine Berechnung kann nur durchgeführt werden, wenn man über die Wand näheres weiß. Z.B. Innenputz? Außenputz? Lehmfüllung? Leichtbeton?...
5. Probleme bei einer Innendämmung sind außerdem die Wärmebrücken durch einbindende Bauteile. Hier ist eine sorgfältige Planung erforderlich.
6. Alle natürlichen Dämmstoffe sind in der Lage Feuchtigkeit zu transportieren.
7. Für den Außenanstrich; mineralische Farben der Firma Keim oder Beeck oder ... je nach Untergrund.

Deine Fragen sind sehr umfangreich, wenn man sie beantworten will. Ob das im Forum machbar ist ...? Außerdem fehlen noch ein paar angaben (s.o.)