Wiedereinmal Deckendämmung

17.02.2006



Ein leidiges Thema in vielen Facetten
Wir besitzen ein Fachwerkhaus von 1717. Der Dachboden ist nicht Wärmegedämmt. Unter dem Dachboden ist das Wohnzimmer, das jetzt neu Isoliert werden soll. Der Aufbau der Balkendecke sieht folgendermaßen aus: Zwischen der Balkenlage(20x8 cm) befindet sich lediglich eine Isolation aus Aluminiumkaschietrter Steinwolle (10cm).Zum Wohnzimmer hin ist die Balkenlage sichtbar und zwischen den Balken sind Nut und Feder Profilhölzer.
Meine Frage: Wie kann ich am Kostengünstigsten diese Decke Dämmen, ohne das dass Holz Schaden nimmt.
Meine Idee war: Balkenlage Aufdoppeln mit 11 cm starken Bohlen, Profilhölzer entfernen. Als nächstes eine weitere Schicht Glaswolle einziehen (14cm). Danach eine Dampfbremsfolie, Konterlattung und Gipsplatten.
Ist das eine akzeptable Lösung des Problems?
Ich weiß des es natürlichere Arten der Wärmedämmung gibt(Hanf, Lehm, Schilfrohrmatten u.s.w.)
Aber leider lässt unser Budget diese Lösungen nicht zu.
Für Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße



Ich empfehle



noch ein wenig zu sparen und dann eine gute Lösung mit den schon von ihnen genannten Dämmstoffen durchzuführen.

140 mm Mineralfaser kosten ca. 9,00 €
140 mm Heraflax kosten ca. 13,00 €
Preisunterschied bei einem 25 m² roße Zimmer < 100 € (!?!)
140 mm Zellulose kosten ca. 11,00 €
Preisunterschied < 50 €

Sollen die Balken weiterhin sichtbar bleiben? Das müsste man wissen, um zu dem Aufbau noch etwas sagen zu können.



Natürlich



hast Du recht, dass es besser wäre auf diese Materialien zurückzugreifen. Nun ist es aber so, das das Wohnzimmer 60 qm groß ist. Und da ist der Unterschied schon etwas größer.
Die nächste Frage ist ob sich zwei verschiedene Materialien vertragen (Nässebildung an der Alukaschierung?).

Die Deckenbalken sind sollen nach unseren Arbeiten nicht mehr sichtbar sein.



Wenn dem so ist,



schlage ich foldendes vor (von innen nach außen, bzw. von unten nach oben), einfach, preiswert und garantiert funktionstüchtig ohne Nebenwirkungen (bei korrekter Ausführung):
- 12,5 mm Gipsfaserplatte
- Lattung
- Dampfbremse ProClima DB+ nach Einbauvorschrift
- 200 mm Zellulosedämmung (Mehrkosten < 200 €)
- Rauhspunddielung

Wenn die zusätzlichen 14 cm Dämmung unter der vorhandenen Alu-Folie eingebaut werden und so muss ich es verstehen, wird an der Alufolie Kondensat anfallen, da diese zu weit außen liegt.



Hört sich gut an



Sag mal, vieleicht kannst Du mir noch sagen wo ich das alte Isolationsmaterial loswerden kann. Wird Rockwool als Sondermüll behandelt?

Vielen Dank für die Tipps



Vor Ort



bei den Entsorgern bitte nachfragen. Mineralwolle oder Glaswolle wird soweit ich informiert bin nicht als Sondermüll entsorgt, sondern geht in den Hausmüll. Beim Ausbau aber beachten: Atemschutz tragen, betroffene Räume nachher gründlich reinigen, Material in Folie für den Transport durch das Haus und zum Entsorger einpacken, damit die Fasern nicht in Haus und Landschaft verteilt werden.



Sondermüll



Hallo,

Glaswolle ist Sondermüll! Haben gerade ein Heidengeld für die Entsorgung ausgegeben.

Schöne Grüße
Stefanie Labbow



ähnliches Problem



bin derzeit auch am umbauen und stehe vor einen ähnlichen Problem, bei einem größeren Nebengebäude bei dem einen die Sünden von einst einholen, welches eine bessere Dämmung erhalten soll.
Von Außen nachen Innen:
Bitumschindel
Schweißbahnen
19,5 Rauhspund
120 mm Glaswolle mit Alukaschierung
(in 160 mm Sparren)
Konterlattung
18,5 Rundprofildecke
ebenfalls ca. >60qm

Bei der neuen Dämmung will ich gerne die alte Steinwolle ca 18 Jahre alt)drin lassen, und die restlichen 40 mm mit Dämmmaterial z.B. Gutex Thermosafe oder einer weitren Lage Glaswolle (wobei ich die Konterlattung größer machen musste)auffüllen und dann mit einer Dampfsperre schließen, die Paneeldecke soll durch Rigipsdecke ersetzt werden.

Wie auch oben habe ich ein Budgetproblem, weshalb ich gernen den vorhanden Dämmstoff weiternutzen will. Für Denkansätze bin ich sehr dankbar