Abdichtung Bodenplatte gegen Erdreich

23.11.2005



fall:
sanierung altbau, nicht unterkellert.
alte Bodenplatte schon ausgebaut, neue faserbetonplatte eingebaut.
bisher war folgender Bodenaufbau geplant: Bitumendichtungsbahn, schüttdämmung, Dämmung, Trennlage, Zementestrich, industrieparkett.
nun hat es sich der bauherr anders überlegt und will geschliffenen gussasphaltestrich als fertigbelag.

er fragt,
warum eine Dämmung überhaupt notwendig ist.
(ich antwort mit hinweis auf a)die DIN, aber die ja bekanntlich in frage gestellt werden können, b) dass man es halt so macht, c) wegen Anforderungen an die ENEV)

und ausserdem fragt er,

ob die bitumenabdichtung notwendig sei, da der gussaspalt per se ja dampfdicht und wasserdicht sei.
(absolut dicht wird der bau sowieso nicht, da keine Horizontalsperre eingebaut wird - d.h. offene randfuge bodenplatte/aufgehende wand. zumindest aber wird das fundamentmauerwerk von aussen saniert).

Wie kann ich den bauherren überzeugen, dass
a) die dämmung sinn macht
b) die Abdichtung sinnvoll ist ?

Adriane Busse



Wärmedämmung



Zur Wärmedämmung:
1. Energieverluste: Das Erdreich wird zwar nie so kalt wie es die Außenluft werden kann, aber ein Wärmeverlust ist zum Erdreich hin gegeben. Diese Verluste kosten Geld.
2. Behaglichkeit: Durch die Dämmschicht kühlt der Estrich nicht so stark aus wie ohne Dämmung (für die die es ganz genau haben müssen: bei gleicher Energiezufuhr im Innenraum).

Zur Abdichtung:
Wenn es vertretbar ist, und das sollten Sie entscheiden, kann auf diese Abdichtungslage evtl. verzichtet werden. Dass das nicht DIN-konform ist sollten Sie dem Bauherrn schriftlich mitteilen, und von Ihm schriftlich bestätigt bekommen. Wie das geht wissen Sie ja sicherlich.