Dämmung unter Dielung

15.11.2005



Moin Moin,

Ich bin dabei ein Haus aus dem Jahr 1935 zu renovieren, damals wurde als Dämmung zwischen Dielung (im EG) und nicht unterkellerten Bereich also Sand nur eine Luftschicht als Dämmung eingebracht. Die Luftschicht zwischen Sand und Fußboden beträgt ca 50 cm. Und es sind die für den Fussboden wichtigen Lüftungslöcher vorhanden. Da wieder eine Sichtdielung rein soll, habe ich mehere Ratschläge von Tischlern bekommen, wie die Dämmung zu machen ist.

Vorschlag 1:
Aufschüttung des Holraumes bis unter die Lüftungslöcher mit Kies, dann eine Dampffolie, sowie später zwischen die Balkenlage Steinwolle. Der Taupunkt soll dadurch nach unten verschoben werden wodurch man kein Problem mehr mit Feuchtigkeit bekommen kann. Aber wenn ich mir den Sand da drunter anschaue der ist sowas von Trocken der hat schon seit eh und je kein Tröpfchen Wasser gesehen. Die alte Dielung hielt nun ja auch 70 Jahre und fing nun langsam an zu faulen.
(was mir dabei Sorgen macht ist das sich 1: keine Luft mehr bewegt und sich ameisen.... wohl fühlen. Was aber nach meineung Tischler überhaupt nicht mehr der Fall ist. und die Dämmung wäre besser. )

Vorschlag 2: (anderer Tischler) Man solle die Luftschicht lassen da sie ja seit eh und je gedämmt und keine Probleme damit gibt. Wenn man es aber dämmt zwischen den Balken mit Steinwolle) wird die Luftcirkulation im gesamten EG unterbrochen somit kann es ein Nässestau geben.
(meine Überlegung wieder, aber wenn gedämmt vielleicht wärmer?)

HIHI wir ihr schon bemerkt hab gibt es wohl vorteile oder nicht, naja was sagen denn die Experten zu dem Problem?

PS: ja hab versucht mit der Suchfunktion eine Antwort zu bekommen, aber hab nix passendes gefunden :-)



Warum sollte ...



... was 70 Jahre funktioniert hat, denn plötzlich schlecht sein ....?
Wohl ne moderne "Luftwirbelheizung" installiert?
Strahlungsheizung wäre besser, da die die Massen (auch Holzböden) mit Strahlungswärme versorgt ...
Ddie Dämmung und das Foliengetüte wird das Aus der gesamten Konstruktion nach sich ziehen ..
also: auf den Tischler #2 hören und nichts machen ...

mfG

FK





„Warum sollte,... was 70 Jahre funktioniert hat, denn plötzlich schlecht sein ....?“
Sehe ich auch so.
Vor allem bringt der erste Vorschlag nicht, was er verspricht. Der Taupunkt wird nicht weiter nach unten gelegt, sondern weiter nach oben. Ganz davon abgesehen, dass die Wärmeverluste über die Bodendecke in der Gesamtbilanz solcher Wohnhäuser oft verschwindend klein sind. Die Luftschicht dämmt ausreichend.
In ihrem Fall würde ich daher eher auf zusätzliche Speichermasse zur Verbesserung des Wohnklimas setzen.
Eines ist trotzdem unklar. Dielen fangen nicht an, nach 70 Jahren zu faulen. Also irgendwie scheint es ein Feuchteproblem zu geben. Können sie darüber mehr Auskunft geben?
MfG



ach das mit den Taupunkten ...



...ein ewiges Rauf und Runter
auf jeden Fall: gerechnet!
und bei den "Berechnungen" bin ich eher skeptisch - da sitzen m.E. einige schlaue Köpfe in gewissen Instituten zusammen, die dafür sorgen, dass es immer so weiter geht - aber ich persönlich glaube nicht daran - und lasse mich auch nicht durch Verordnungen "überzeugen".
"FRüher war auch Lindan und PCB das "Neueste und Beste" auf dem Markt, und Zementputze wurden auf Fassaden gepampt - alles Din gerecht und höchstbundesbehördlich abgesegnet ....

das mit den modernden Brettern kann unterschiedlichste Ursachen haben - da kann man sich aus der ferne nur aus dem Fenster lehnen ...

mit der Heizerei kann es m.E zu tun haben , oder irtgend welche anderen Parameter haben sich verschoben, die das Gefüge dann durcheinander gebracht haben ....

wie gesagt: Strahlungsheizung anstatt Luftwirbelheizung ....

die Krux liegt in der Synergie des Systems "Gebäude" und nicht im Detail!
Diese ganze "Auseinanderpflückerei" diverser Bauteile und deren internetmässige Verbesserung oder "Optimierung" um es danach wieder zusammen zu basteln - es wird sich zeigen was dieses Verhalten für Ergebnisse bringt - ich bin da eher pessimistisch ud glaube das nicht so ganz, dass man da etwas "Optimales" herausbekommt.

Die "Alten" habens uns vorgemacht -und dieses Erfahrungswissen wurde uns "gestohlen" oder ist uns abhanden gekommen - diese Erfahrungen wieder zu erlangen wird ein hartes Stück Arbeit.
Packen wirs an!

FK



Dank und Antwort (aus der Lausitz (somit Sachsen)



@all

was ist eine Strahlungsheizung? ein ganz normaler Heizkörper`? Wenn ja dann ist sowas vorhanden.

@ Johannes Hoffmann

Also warum es auf einmal anfängt war übertriebe, es war wohl schleichend und war schon vor ca 10 15 jahren abzusehen, laut aussage meines Vaters. Sorry ich bin jetzt mitte 20 ok 27 *g* aber warum das nun fault muss ich von den Erinnerungen meine eltern leben, weil damals hab ich net gelebt. Das Haus gehört meiner Uroma und damals gab war das Grundwassser sehr hoch, (bis der Tagebau kam und abpumpte, sowie riesige Drainagen zur entwässerung gelegt worden sind)
Es gibt deswegen von Häusern von Damals keine Keller oder wie bei uns nur kleine weil das wasser immer alles hochdrückte.

Aber was mir dennoch Sorgen macht viell. kann mir die Community hier auch noch helfen, sind leicht Feuchte Aussen-Wände. Die Wohnung stand halt etwa 15 Jahre leer. und nun fang ich wieder seit n paar Jahren an zu werkeln, aber es findet halt kein Ende. :-)
Übrigens laut Aussage meines Vaters ist die Aussenwand von damals eine 24-er Doppelwandung mit Luftdämmung in der Mitte, und wie so oft von damals Sparbauweise, fast ohne Zement gebaut. :-/

[f]Danke ihr habt mir alle schon sehr geholfen! [/f]

Gruß und Dank


Meinhard





Hallo, Meinhard

Eine grobe Definition: „Luftwirbelheizungen“ meint eigentlich Heizflächen oder Systeme, deren Wärmeabgabe vorwiegend über Konvektion erfolgt. Dazu gehören Zimmereinzelöfen, Radiatoren, Kompaktheizkörper, Konvektoren und Warmluftheizungen.

Konvektion ist die Wärmemitführung durch leicht bewegliche Stoffe, hier also der Luft, im gemeinen Fall erfolgt die Wärmeverteilung durch thermischen Auftrieb.

„Strahlungsheizung“ meint Heizflächen oder Systeme, deren vorwiegende Wärmeabgabe über Wärmestrahlung erfolgt. Dazu wird gezählt: Heizsonnen, offener Kamin, Wandheizung, Hypokaustenheizung, Deckenstrahlungsheizung, Plattenheizkörper; Fußbodenheizung, sowie Kachelöfen.

Wärmestrahlung ist die nicht sichtbare Abstrahlung der Wärmeenergie (Infrarotstrahlung) in Form elektromagnetischer Wellen (mit Wellenlängen zwischen 0,8/1000 und 800/10000 mm). Die Abstrahlung der Wärmeenergie ist auch ohne Zwischenmedium möglich. Beim Auftreffen auf Körper wird die auftreffende Strahlungsenergie, soweit sie nicht reflektiert wird, absorbiert und in Wärmeenergie zurückverwandelt.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Sicherlich finden Sie genug Information dazu auch hier im Forum. Gänzlichst voneinander trennen lassen sich in der Praxis Wärmestrahlung und Konvektion ohnehin nicht. Die Strahlungswärme entspricht am ehesten der Sonneneinstrahlung, und wird daher im Schnitt von Menschen als angenehmer denn Konvektion empfunden.

MfG