Eichendielen mit Lagerhölzer

10.11.2009



ich habe mich soeben eine wenig durchs Forum gelesen und bemerkt, dass ich bei meiner Unterkonstruktion anscheint einen Fehler gemacht habe...

Geplant ist ein rustikaler Eichen-Massiv-Dielenboden(20mm) mit Nut und Feder (Dielenlänge 240cm) auf Balkenlage!
Da ich den alten Fußboden (Bj.57) inkl. Balkenlage noch über habe, bin ich so vorgegangen, dass ich die alten Nadelholzdielen mit Schlagschrauben im Abstand von 50cm mit der Betondecke verbunden habe, mit den Balken bin ich dann in anderer Verlegungsrichtung auch mit einem Abstand von 50cm fortgefahren...
Geplant war jetzt eine Dämmung aus Steinwolle(Spannfilz oder ähnliches) was hier im Forum aber nicht empfohlen wird, deshalb meine Neugierde...

Wie soll ich jetzt vorgehen???

Unterkonstruktion wieder komplett entfernen, oder reicht es evtl. wenn ich zwischen befestigten Nadelholzdielen und Balken zur Trittschalldämmung einen Filzstreifen einsetze (oder muss alles komplett schwimmend)???
Da der Dielenboden im EG verbaut werden soll und ich einen trockenen Keller besitze benötige ich anscheint keine Dampfsperre, aber welche Wärmeisolierung ist zu empfehlen, die Betondecke ist im Grunde schon nicht ganz verkehrt, aber...???

Ein Arbeitskollege riet mir zu Stroh ==> Naturprodukt, günstig und erfüllt seinen Zweck...
Ist Stroh nicht anfällig gegen Feuchtigkeit d.h. Schimmel???



Trittschalldämmung nötig? - Stroh wird Ärger machen



Hallo Andre Wett,

Filzstreifen jetzt auf die Balken legen und anschließen die Dielen auf die Balken schrauben ist keine gute Lösung. Einmal ist es kein Schutz vor Trittschall und das andere ist, dass Deine Dielen nicht ordentlich befestigt werden können. Es kommt immer zu Bewegung und enstprechend kann es knarzen, evtl. sogar die Nut- und Federverbindungen leiden.
Die Dielen sind also knirsch, direkt auf die Balken zu setzen.

Wenn Du Trittschall brauchst, dann müßtest Du die Balken, bzw. die ganze Unterkonstruktion von dem Betonboden trennen. Das wäre jetzt wieder viel Arbeit. Die Frage bleibt: Brauchst Du überhaupt einen Trittschall an dieser Stelle?

Loses Stroh wird Dir als Dämmung Ärger machen. Gleichzeitig enstpricht dies nicht den Brandschutzbedingungen. An dieser Stelle könnte ich mir gut Perlite-Schüttung vorstellen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Wenn...



...die alten Dielen entfernt werden, welche Aufbauhöhe steht dann, incl. Dielung, zur Verfügung?

Ist die Betondecke eben?

Grüße

Thomas





okay werde mich einmal über Perlite informieren...

Mein Onkel besitzt eine Massivholzmöbel-Tischlerei( nur Eiche und Buche), er selber heizt sein Wohnhaus mit geschrädertem Eichenholz, wäre dieser Schräder evtl. eine sinnvolle Dämmlösung???

@Thomas
die Decke ist relativ gerade, Aufbauhöhe habe ich ca. 13cm



gechredderte Eiche als Dämmung



Du bewegst Dich da natürlich völlig außerhalb jeder Norm und Berechnung. Ich kenne z.B. Hobelspäne aus Nadelholz mit Kalkzuschlag als Dämmung. Bei so einem "Eichenschräder" (Schredder?) würden mich folgende Punkte noch interessieren:
- Geruch
- Feuchteaufnahme
- Brandverhalten
- evtl. Zuschlagstoffe dagegen (Kalk, Silikat)
- Setzungsverhalten

Die Dämmwirkung wird eher schlechter sein als bei Perlite.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Ich rate,



Altdielung und Balken zu entsorgen (wo der Onkel doch mit Holz heizt:-)

100x 100mm Lagerhölzer im Abstand von 50cm auf Streifen aus Bautenschutzmatte 6mm stark, dazwischen eher Blähton, als Perlite (Bims). Letzteres ist in der Verarbeitung m.E. unangenehm (feiner reizender Staub).

Eine selbstklebende PE-Bahn, für Abdichtungszwecke zugelassen, könnte darunter gelegt werden und ist sinnvoll.

Grüße

Thomas



Holzschreddern = Dämmung



..würde ich eher von abraten. Die Firma Baufritz hat in Ihren Häusern ein solches System nur mit dem kleinen feinen Unterschied haben die sich richtig Gedanken gemacht. Patent auf deren System mit Einhaltung des Brandschutzes und Insektenschutz. Neben den losen Dämmstoffen wie Perliteoder ähnliche könntest Du anstatt Mineralwolle(Steinoder Glaswolle- Igitt) mit Hanfplatten dämmen. Die Firma Hock bietet sowas. Google mal



Was die Fa. Baufritz verarbeitet....



ist nicht geschreddertes Laubolz sondern Hobelspäne aus Nadelholz mit entsprechenden Zuschlagstoffen. Das ist nicht vergleichbar.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@Frank



? Ich versteh nicht so recht. Gut Nadelholz ist keine Eiche dennoch Holz, Hobelspäne sind keine Schredderteile- obwohl Späne dabei sind.
Ich denke gerade weil Baufritz Zuschlagstoffe einsetzt sind diese doch auch bei der geschredderten Eicheversion zu beachten oder nicht? Mach ich da ein Denkfehler? Klärt mich bitte mal auf. Dankeschön



Eicheschredder / Nadelholzspäne



@Huepenbecker

Ich denke auch, dass blanker Eichenschredder nicht so sinnvoll ist und irgenwelche Zuschlagstoffe noch wegen Brandgefahr brauchen wird.

Hobelspäne aus Nadelholz sind wesentlich elastischer als Eiche in kleinen Stückchen. Dadurch ist so gut wie kein Setzungsverhalten vorhanden. Bei den Hobelspandämmungen wird kein Hartholz eingesetzt.

Grüße,

Frank