Frage zum Dach-Dämmen mit minimalem Aufwand

27.01.2013 Maddin



Hallo liebe Fachwerkinterssierten.
Zur Basis:
Seid Mitte vorigen Jahres bin ich Besitzer eines 1905 erbauten Sansteinreihenhauses und habe vor, dieses, von oben nach unten zu renovieren. Das eigentliche Thema dieses Threads ist der Spitzboden. Dieser ist an den Schrägen mit Dämmwolle und silberer Dampfsperrfolie gedämmt. Die Dampfsperre ist leider nicht wirklich akurat verlegt und weisst auch hier und da Risse auf. Ich habe mir Stichprobenhaltig die Dämmwolle angeschaut und befinde die weitesgehend i.O..

Da ich den Boden als Lagerfläche für ein paar Kisten nutzen wollte und zu dem darunter befindlichen Zimmer eine vernünftige Wärmedämmung erreichen wollte, habe ich überlegt auf dem Dachboden, zusätzlich den Boden zu dämmen. Dafür müsste ich zuerst den Schutt zwischen den Balken entfernen.

Meine Frage:
Meint Ihr ich kann die Dachschrägen-Dämmung durch zusät- liche Boden-Dämmung ergänzen?
Wenn ja was sollte ich in meinem Fall dafür nehmen, dass der Boden belastbar wird und dennoch kein Schimmel entsteht?

Ich weiß dass schon einige andere Threads zu dem Thema existieren, dennoch habe ich keine Lösung für mein Problem gefunden' Ich danke euch im voraus' der Maddin



So bin jetzt angemeldet.. und lege ein Bild nach



Gruss Maddin



und die nächste Überraschung!



Ich habe ein Teil der Dachdämmung und Folie abgenommen und zum Vorschein sind Feuchte und zum Teil schimmlige Holzbretter zum Vorschein gekommen.
Was soll ich da machen?
Ich habe überlegt alles abzunehmen und im Sommer zu trocknen um anschließend vielleicht eine diffusionsoffene Dämmung zu installieren oder ist das absurd?
Bin für jeden Tipp dankbar!



Die Frage ist eigentlich eine andere



Hallo Martin,

wenn Du die Decke sowieso dämmen willst und den Dachboden nur als Speicher nutzt, stellt sich die Frage, ob Du überhaupt eine Dämmung im Sparrenbereich brauchst.
Feuchte Dachschalung ist zumeist ein klarer Hinweis darauf, daß die Dampfbremse nicht funktioniert hat, es sei denn, es wäre ein Wasserschaden von außen (was auf Deinem Bild natürlich nicht zu erkennen ist).
Was hast Du denn außen als Dacheindeckung ? Ich vermute nämlich, daß Du eine Dachpappe draufgenagelt hast und dann wird das mit dem diffusionsoffenen Dämmen schon recht schwierig werden.
Wenn Du oben keinen Wohnraum brauchst, kann man auch auf den Schallschutz weitestgehend verzichten und dementsprechend eine gute Dämmung einbringen.

Mach doch mal ein Bild von der Dachfläche von außen, wenn Du Lust hast, dann kann man vielleicht mehr sagen.

Gruß Andreas

Edit:

Ach ja, die feuchte Dämmung muß auf alle Fälle raus...sonst geht Dir Deine Schalung komplett kaputt.



Das ist keineswegs...



... absurd und im Prinzip die richtige Herangehensweise.
Die Alu-kaschierte Flickendämmung ist im unbelüfteten Kaltdach völlig verkehrt. Die von unten entstehende Feuchte sucht sich ihren Weg durch die Ritzen und kondensiert dort dann im kalten Bereich.

Also runter damit...

Ich hoffe für Dich, dass der Sommer den Rest erledigt...

Wenn sich der Boden im Spitzboden ohne Anschlussprobleme an Dach- und Giebelfläche belegen lässt, wäre dann wohl der einfachste/preisgünstigste/beste Weg eine mehr oder weniger druckfeste und diff.-offene Plattendämmung auf dem Boden auszubringen.

MfG,
sh



Bilder



Hallo, das ging ja mal schnell! :)
Vielen Dank für die rege Hilfsbereitschaft!

Ich habe ein Foto gemacht. Das ihr euch eher ein Bild machen könnt.

Um ein paar Fragen zu beantworten:

Das Dach ist mit Schiefer eingedeckt!
Ob da Dachpappe hinter dem Holz ist kann ich leider nicht sagen. Mir ist jetzt erst aufgefallen das die Zwischenraumfüllung auf dem Boden arg fest ist
und ich nicht weiß ob das so eine gute Idee ist an dieser Stelle zu dämmen,was meint Ihr?
Meint ihr nicht, dass nach der Trocknungsphase wieder eine Dämmung wie Hanf, Holzweichfaser o.ä. rauf könnte?

Grüße der Maddin



Bitte um Rat



Hallo liebe Forumsmitglieder hat jemand Erfahrungen oder wertvolle Tipps wie ich in meiner eben geschilderten Situation weiter verfahren sollte? Grüße an alle-->der Maddin



Ob da ne Dachpappe drauf ist,



kannst Du ganz einfach selber nachsehen...schnapp Dir nen Zollstock und such Dir eine Fuge zwischen den Brettern und schieb ein Zollstockglied in die Fuge...Du merkst dann schon, ob Du direkt auf den Schiefer oder auf die Pappe triffst.
Meiner Erfahrung nach ist die Dachpappe unter älterem Schiefer meistens rissig...eine Regensicherheit ist damit im Schadensfall (Schiefer defekt oder fehlt ganz) nicht mehr gewährleistet. Und da besteht dann auch durchaus die Gefahr, daß Du Dir im Falle einer Dampfbremse von Innen Deine Feuchtigkeit, die von Außen eindringt, einsperrst. Austrocknen lassen mußt Du die Schalung auf alle Fälle und einen Schieferdecker vor Ort würde ich dann auch mal über die Schieferdeckung schauen lassen.

Gruß Andreas





Hab heute mit meiner Frau die eine Seite abgenommen und weiß jetzt das Dachpappe unter den Brettern ist. Augenscheinlich ist die Feuchtigkeit von innen entstanden. Werde jetzt beobachten was passiert wenn es regnet. Falls es dicht bleiben sollte, was meint ihr wie ich dann weiter vorgehen sollte?

Danke bereit für eure Antworten



der



Spitzboden sollte auf alle Fälle gut belüftet werden und die Luke/Tür zum warmen Wohnbereich geschlossen halten. Das, was man dort sieht ist zu 99,99 % Kondensatfeuchte aus dem Wohnbereich, die sich durch die Dämmung erst an der kalten Schalung niederschlägt und dort nicht mehr weg kommt. Runter mit der Dämmung (Mundschutz!!!)



Nach ein paar Tagen..



Es sind jetzt paar Tage vergangen seid dem ich die gesamte Dachdämmung entfernt habe. Was mir sehr possitiv auffiel ist, dass der überwiegende Teil der Holzbeplankung einiges trockner geworden ist.
Was nicht so schön ist, dass es wenn es draussen regnet/schneit stellenweise durch die Dachpappe/Holzplanken durchtropft.
Wie gehe ich da am besten vor?
Ist es möglich durch einen Dachdecker die undichten Stellen punktuell durch abnehmen der Schieferplatten von aussen zu schweißen oder kann man da was von innen machen?

Schönen Gruß aus dem Rheinland' Maddin



wo



das Wasser unter sie Abdichtung gelangt - das kann Dir keiner sagen. Das dürfte dann eine GR werden. Und punktuell Schiefer aufnehmen - welcher DD soll dafür die Gewährleistung übernehmen. Wenn es dann wo anders reinregnet - soll er dann auf seine Kosten weitermachen ??
Da mußt Du wohl durch !