Aufbau Dielenboden EG auf Betonsohle

21.03.2006



Hallo an alle,

teilweise wollen wir im nichtunterkellerten EG unseres Bauernhauses Dielen verlegen. Auf der Betonsohle ist eine Schweißbahn verlegt, darüber noch 16cm Aufbauhöhe.

Ich hatte mir den Aufbau so vorgestellt: Lagerbalken auf Zementbatzen (zur Nivellierung), darauf die Dielen durch die Feder verschraubt. Also alles ganz einfach. Ist das so praktikabel?
Welchen Abstand uns welche Dimensionen sollten die Balken bei einer 22mm Lärchendiele haben?

Kann ich als Dämmung Celluloseflocken zwischen die Balken bringen? Oder muss es eine andere Schüttung (Perlite, Blähton,...) sein?

Der Einbau dauert zwar noch ein wenig, aber ich würde mir das Material gerne jetzt schon hinlegen, damit es sich 'aklimatisieren' kann...

Vielen Dank für eure Hilfe,

Thorsten





hallo,
ich würde eine Kreuzlattung als Untergrund vorsehen.
Die Stärke der Lagerhölzer (ca. 8 x 10 cm.) ist bei der Aufbauhöhe ausreichend.
Als Dämmung ist Isofloc sehr gut geeignet.
Ich würde trockene Hölzer kaufen und nicht schon jetzt in den Bau legen.
Auch würde ich einen härteren Boden als Lärche im Erdgeschoß verlegen.
Als Oberfläche kann ich nur das Hartöl-PurSolid und anschließend das Hartwachs von Auro empfehlen, wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht und die Produkte sind unschlagbar Preiswert.

Grüße aus Reichshof

Michael Graen



Danke für die Tipps!



Welchen Vorteil hat eine Kreuzlattung gegenüber einzelnen Lagern? OK, ich baue mir dadurch eine zusammenhängende Scheibe auf, die sich nicht mehr bewegt. Aber sobald ich die ersten Dielen verschaubt habe zucken sich die Lager auch nicht mehr. Oder übersehe ich da etwas?

Der Großteil des EG wird mit Cotto gefliest, die Lärchedndielen kommen ins kleine Wohn- und Arbeitszimmer, da ist der Dreck unter den Schuhen dann abgelaufen... :-)

Meine Gedanken zur Cellulose waren, dass die Dämmwirkung ja gut ist, preislich sind die Flocken auch unschlagbar. Aber trocknen die schnell genug falls tatsächlich mal Wasser oder Feuchtigkeit hineingelangt? Kondensiert die Raumluft nicht evtl. an der kalten Sohle und durchfeuchtet so langsam die Cellulosedämmung?

liebe Grüße aus Kiel,

Thorsten





Hallo Thorsten,

die Kreuzlattung hat den Vorteil der besseren Wärmedämmung außerdem liegt der Boden besser.
Isofloc ist unproblematisch wenn kein Wasser reinläuft, was im übrigen für jede Dämmung gilt. Der Vorteil bei Isofloc ist halt die gute Dämmung und einfache Verarbeitung.
Wenn Perlite oder andere Dämmstoffe bewässert werden kann es hier zu Schimmelbildung bis hin zu Pilzbefall kommen. Ich hatte gerade durch ein tropfendes Heizungsrohr eine Durchfeuchtung meiner Isofloc-Dämmung, kein Problem wir konnten sogar das Material wieder verwenden.

grüße aus Reichshof

Michael Graen



Holzboden besser elastisch !



Lieber Frager !

einen Holzboden kann man wie von M. Graen beschrieben verlegen.
Durch die kreuzlattung bekomme ich ein klein bißchen Elastizität in den Boden. Mir reicht das aber nicht !
Wenn ich mir alle positiven Eigenschaften eines Holzbodens wünsche, so gehört für mich ein gewisses Einfedern dazu. Also besser mit Kokosfaserstreifen unter den Lagerbalken arbeiten.
Falls die Geldmittel nicht ganz knapp sind, so gibt es auch eine optimale Lösung . Hier wird mit Ausgleichsschüttung und anschließend mit Holzweichfaserplatten gearbeitet, Befestigung erfolgt in Bälkchen mit 40x60mm, Abstand alle 50 cm. Der bOden trägt dann seine Last über die Holzfaserplatte in den Untergrund, und nicht über das Holz. Folge : der Boden ist überall gleich elastisch , und hat einen satten Klang, auf Balken klingt er nämlich immer etwas hohl, trotz Zellulosedämmung. Folge : das bessere ist imer der Feind des Guten !, Nachteil : Kosten verdoppeln sich mindestens...