2 oder 3 Lagen gerissene Dachpappschindeln auf 80qm Dach

13.11.2009



Hallo an alle,

unser Dach muss neu gedeckt werden weil undicht.
Haus ist ca 140 Jahre alt,
- kein Denkmalschutz,
- Dachboden ist nicht ausgebaut (nur Fußboden V200 25mm).
- Dach hängt etwas durch,
- kein Firstbalken,
- mit Mittelfette,
- Satteldachneigung knapp 45 Grad
- Gaubendach 16 Grad
- Sparren sind 10cm*10cm, oben nur noch 8cm/8cm,
- auf den Sparren ist voll verschalt,
- auf der Verschalung liegen 2 oder 3 Lagen gerissene Dachpappschindeln,

Ich möchte Aufdachdämmung, weil ich innen wenig Platz habe und jeder cm erhalten bleiben soll. Dachziegel sind wohl zu schwer für das Dach. Deshalb dachte ich an Blech und zwar an PREFA, weil Aluminiumkern. ISOLA und MetroTile haben Stahlkern. Ich würde keine normal Dachrinne nehmen sonden die Saumrinne von PREFA.

Was würdet Ihr machen?

Hat jemand schon mal so eine Kontruktion gemacht: Aufdachdämmung mit PREFA-Dach und PREFA-Saumrinne?

Ob PREFA Dachplatten, Dachschindeln, Falzschablonen oder Prefalz (Stehfalz) weiß ich noch nicht. Farbe auch nicht.

Schöne Grüße
Horst





ohne Großkotzig zu sein, ich würde einen neuen Dachstuhl in Betracht ziehen, oder mindestens zusätzliche Pfetten einbauen. Grob geschätz würde ich sagen das die Sparrenlänge um die 6 meter sind, keine Firstpfette, keine Mittelpfette, 10x10er Balken, wundert mich das der Stuhl überhaupt noch hält.
Aufdachdämmung hat auch ihr gewicht, nicht gerade wenig.

Denk mal über einen neuen Dachstuhl nach und einer vernünftigen Eindeckung mit Tonziegeln und eine ordentliche Regenrinne.
Sowas wie PREFA o.ä. Produkte find ich persönlich als "Brosch" und zweite Wahl um Geld zu sparen.





Aber Horst hat doch geschrieben, dass es eine Mittelpfette gibt, oder?





ups, lesefehler. Sorry

Würd trotzdem mal über nen neuen Stuhl nachdenken. Dann lohnt sich auch die ganze mühe.



Kannst



Du mal von einem Zimmermann prüfen lassen, ob man die Sparren durch Beilagen (5x160) ertüchtigen kann, eine Doppelzange würde bei 6 m Sparren dann völlig ausreichen. Dacheindeckung dann nach Wahl.



Nix für ungut Olaf, aber



bei einer Zulage von 5x160 kann man auch gleich nen neuen Stuhl bauen.
Wäre meines errachtens sinnvoller als "dranzustückeln".



ob



nun neu oder ertüchtigen - der Aufwand/Kosten wird wohl bei einem privaten Auftraggeber eine wichtige Rolle spielen, beim Selbermacher wäre wohl das abschnittsweise Arbeiten von Bedeutung, außerdem ist eine Ertüchtigung für einen Selbermacher immer noch einfacher als ein Neuaufbau. Ich hatte damals diese Lösung gewält und hatte keine Probleme. Alles mit der Hand bewältigt, bei ganzen Sparren hätte ich sicher einen Kran gebraucht. Die Entscheidung soll ja deshalb vor Ort fallen, hier können nur Anregungen kommen.



Moin Horst,



nur mal als Anregung:

Da es bei euch sicher auch mal warm wird, braucht ihr mind. 20cm WLG 040 an Dämmung...da würde ich die 10cm zwischen den Sparren unbedingt mitnehmen.

Das Geschepper von Starkregen auf Blech würde ich auch nicht unterschätzen...

Da das Dach jetzt schon durchhängt und du auf jeden Fall mehr Gewicht draufpackst, kann ich mich Olaf und Sascha nur anschliessen: Erstmal die Substanz wiederherstellen.

Gruss, Boris



gute Ideen.



Vielen Dank für die ideen. Das mit dem Aufpeppeln der Sparren gefällt mir gut, weil ich es Stück für Stück selber machen kann.

Die Sparren sind durchschnittlich 410cm lang von Auflage am Hausrand bis in die Spitze des Daches. Die Mittepfette liegt nicht in der Mitte des Sparrens. Nach den ersten 260cm kommt die Mittelpfette dann sind es noch 150cm bis in die Spitze des Daches.

Ich könnte ja unter den Dachfenstern noch eine Pfette einziehen, oder?



Dach aufpeppen?



Bei einer Lasterhöhung sind es neben den Sparren, die ja hier eine eher geringe Spannweite haben oft die Pfetten, die nicht ausreichend tragfähig sind. Der erste Weg sollte der zu einem Statiker sein. Ohne eine fachliche Begleitung darf eine solche Maßnahme gar nicht durchgeführt werden. Evtl. ist sogar ein Bauantrag erforderlich.