Bruchsteinmauerwerk

05.07.2005



Hallo an die Fachwerkfans,
ich habe ein kleines Fachwerkhaus erworben u.a. das Bruchsteinmauerwerk freigelegt. Von außen möchte ich es sichtbar lassen und innen überleg ich gerade, wie ich Dämmung, Natürlichkeit und Aussehen unter einen Hut bringe.Eigentlich tendiere ich zu einer Lehmvariante - allerdings steht das Objekt an einem Bach...und dieser aller paar Jahr im Haus*g. Außerdem ist der Grundwasserspiegel ziemlich hoch (Haus ist nicht unterkellert)und Umgebung durch Bachaue feucht.Also habe ich vor - Lehm erst ab der ersten Etage zu verwenden. Was gibt es für Erfahrungen mit Bruchsteinmauern und was kann empfohlen werden. Ist evtl. eine Holzverkleidung sinnvoll, bei der man die Lagen bis in Hochwasserhöhe (40-60 cm)herausnehmen kann??? Es handelt sich vor allem um die Küche, die ebenerdig liegt. Die anderen Räume sollen mit Holzständern/Fachwerk offen im EG sein, Wirtschaftsräume - kein Thema.
Grüße Ramona
PS: Bitte nur bezahlbare Varianten vorschlagen u. wenn möglich solche, die in Eigenleistung machbar sind*g.



Bruchsteinmauerwerk + Putz



Hallo

da würde ich zu einem reinen Kalkmörtel greifen!
das hat sich hunderte von Jahren bewährt! Bei richtiger Verwendung der richtigen Produkte mit der richtigen Zusammensetzung von den richtigen Handwerkern verarbeitet wird der Putz sich auch in dem Grenzbereich von "oben und unten" als "richtig und dauerhaft" erweisen!
Für weitere Infos interessante Links:(nur eine Auswahl)
www.solubel.de - hier den PS50 suchen ... oder alle Seiten lesen ...
http://www.konrad-fischer-info.de/2prokalk.htm
http://www.konrad-fischer-info.de/2kalkfel.htm
Wichtig ist auf keinerlei "zementäre" oder andere wunderheilende Mittel zu setzen! Die hat man früher nicht gebraucht - und braucht sie heute auch nicht!

"Dämmung, Natürlichkeit und Aussehen"
Was wollen Sie verputzen? Außen, Innen?
Fugen des Bruchsteinmauerwerkes mit Kalkmörteln bearbeiten!
Wo soll die "Holzverkleidung" hin?

Sie sollten konzeptionell auf der richtigen Seite stehen!
Erst ein Sanierungskonzept - dann anfangen zu bauen!
würd ich auch hier vorschlagen.

mfG

Florian Kurz





Hallo Florian,
Zement ist kein Thema!Da das Haus über 200 Jahre alt ist, ist auch klar, daß dies Gründe hat, warum noch so erhalten.
Bruchsteinmauer wird von außen sichtbar bleiben,Fugen mit Kalkmörtel ausbessern - ist auch klar.Aber für die Küche innen habe ich, wie Du schon richtig erkannt hast noch kein Konzept.Die Bruchsteinmauer (ist übrigens auch sehr dunkel) evtl.von innen mit hinterlüfteten Holzverkleidung ausstatten? Bringt das Punkte in bezug auf "Dämmung"? Nur Kalkmörtelputz? Macht es überhaut Sinn eine Bruchsteinmauer von innen "dämmen" zu wollen? Wenn ja, wie?
Verstehen Sie? Ich bin noch auf der Suche. Übrigens bin ich mit Ihnen einer Meinung: früher haben die das auch so hinbekommen, ohne Chemie, aber unglaublich praktisch, formschön und haltbar.
Grüße Ramona



der Varianten gibt es viele...



...aber ob sie die richtige Wahl bedeuten, läßt sich in so einem Fall nicht pauschal und schon gar nicht aus dem Ärmel schütteln. Eine hinterfragende und fundierte Vorplanung spart kommende Sanierungsphasen in ein, zwei Jahren, die dann richtig Geld kosten werden... Kenntnisse der Situation vor Ort und der Details sind Voraussetzung auch für Detailvorschläge im bezahlbaren und Selbstbauerbereich!

Mit Grüßen aus Limburg

Uwe Berghammer