Kellerdecke / Schilfrohrdämmung

09.01.2013 Jdot



Hallo zusammen,

ich möchte meine Kellerdecke dämmen.
Auf den Balken liegen oben nur Dielen auf eine Luftdicht/Diffusionsoffene Bahn drauf.

Anstelle eines Bildbodens, den dann mit eine Schüttung auzufüllen oder so, schebt mir vor, einfach Schilfrohdämmung von unten an die Dielen zu schrauben.

Die Frage die sich mir stellt ist, ob die Dämmung der Schilfmatten nur gegeben ist, wenn sie eingeputzt ist, oder auch wenn eine Seite offen und sichtbar ist? Stichwort: Luftdurchspülung

Danke im voraus für eure Unterstüzung





Hallo,

ich würde vor allem mal daran denken, wie schnell das Material brennt.

Grüße



Brandklasse



die Brandklasse ist mit B2 genau die gleiche wie z.b. mit Steicoflex, auf meinem Dachboden!



Problem...



... dürfte vor allem der mangelhafte "Flankenanschluss" an die Balken sein. Weiter ist die Befestigung von unten durch die Folie an die Dielen problembehaftet, da diese punktuell durchlöchert wird.

Suboptimal...

LG,
sh



Befestigen...



...das mit den Löchern ist berechtigt...mhmmmm.
Ok, Schilfplatten an die Dielen drücken, links und rechts Dachlatte an den Balken als Auflage für die Schilfplatten...wäre ne Idee, oder?

die zentrale Frage ist aber immernoch, ob die Schilfplatten eingeputzt sein müssen, damit sie richtig dämmen?





Hallo,

B2 mag draufstehen. Aber das Bauteil erfüllt damit noch lange nicht F 90AB, was es nach einer wesentlichen Änderung eigentlich sollte.
Ich würde mir dafür das OK des vorbeugenden Brandschutzes einholen. Ich selber würde das nie und nimmer wagen.

Und: Brandschutz geht vor Bestandsschutz hat der BGH gesagt.
Kellerbrände sind häufig und wegen ihres Schadpotenzials, immerhin steht ein ganzes Haus darauf, auch nicht mit de Dach zu vergleichen. Dessen Abbrand führt ja noch zu einer therischen Entlastung.

Grüße



Einputzen: Nein, nicht grundsätzlich...



... aber praktisch JA. Es geht um Luft- und Feuchtezirkulation.
Es ist einleuchtend dass eine nicht "dicht" oder "flächig" eingepasste Dämmung nur eingeschränkte Wirkung haben kann. Deshalb ist ja die Betrachtung von Wärmebrücken so immens wichtig.
Stell' Dir als Extremfall eine kleine Dämmfläche an einem großen Bauteil vor...

Und nimm' die Brandschutzhinweise von Dietmar Beckmann ernst...

LG,
sh



Brandschutz



ok ok...aber so ganz hab ich es nicht verstanden.....jetzt sieht man die Holzbalken und Dielen.....Brandklasse b2...wenn ich z.b. Steco reinkleme, B2.....wenn ich nen Blindboden reinmache aus Holz, B2...

ist ne echte Frage!!!


Das mit dem Kellerbrand ist voll verständlich, aber dort sind nur vielen Weinflaschen, keine Steckdose, kein Lichtschalter,...keine Elektrogeräte ansich....nur ne Spritzwassergeschütze "Stall"leuchte...



Jetzt gehts durcheinander...



... mit Brandklasse und Feuerwiderstand.

Die Brandklasse beschreibt das Verhalten eines einzelnen Baustoffs im Brandfall. B2 beschreibt normalentflammbare Stoffe. Dazu zählen Werkstoffe mit Holzbauteile mit einer Dicke die größer als 2mm sind. Ein Brand würde sich ausbreiten.

Die Feuerwiderstandsklasse beschreibt die Zeit, in der eine Konstruktion ihre Funktion im Brandfall weiter erfüllen kann. F60 heißt dann 60min, F90 eben 90min ("F" steht hier für im Wesentlichen Wände, Decken, Stützen und Unterzüge, Treppen, es gibt noch andere Buchstaben für andere Bauteile und Konstruktionen).

MfG,
sh