Boden auf alten Dielen

08.01.2019 AlexXYZ



Hallo,
wir sanieren zur Zeit unser Haus aus ca. 1920, dazu habe ich ein paar Fragen zu den Bodenbelägen.
Wir wohnen zur Zeit im Erdgeschoss und haben dies vorher komplett saniert, den Boden (Dielen, Holzkonstruktion, Schüttung) über dem Keller haben wir komplett enfernt und mit PUR Hartschaumplatten + Estrich neu aufgebaut.
Jetzt sind wir dabei die 1. und 2. Etage zu sanieren um später dort einzuziehen und das Erdgeschoss zu vermieten.
Da unter uns Leute wohnen werden möchten wir unbedingt bzgl. Trittschall etwas unternehmen. Jetzt wäre aber die Frage wie und was macht man da am besten?
wir haben die alten Beläge (viele verschiedene) über den Dielen in der 1. und 2. Etage entfernt. Die Dielen möchten wir nicht mehr aufbereiten sondern etwas drüber legen und entweder vinyl oder Parkett und im Bad Fliesen. Meine Idee wäre evtl. Osb Platten Verlegen und Bad für die Fliesen Fermacell Platten. Wäre das in Ordnung und was macht man am besten noch zum thema Trittschall?
Beste Grüße
Alex



Trittschall



Es kommt weniger darauf an was man oben auf den Boden drauflegt, sondern wie der Boden aufgebaut ist. Sie können dazu im Lesestoff die dazugehörigen Dokument von Herrn Böttcher als Grundlage nehmen. Je mehr Gewicht zwischen den Balken desto besser. Es gibt die DIN 4109 die sie nachlesen können. Brandschutz und Schallschutz sind zwischen verschiedenen Wohneinheiten vorgeschrieben.

Falls das Gewicht nicht ausreicht und die Decke schwingt, könnte Sand oder Splitt und Trittschalldämmung (4 cm) unter den endgültigen Belag gelegt werden. Die dünnen Platten die als Unterlagen für Parkett oder Laminat angeboten werden haben nur eine minimale Wirkung nach unten. Dann müssen sie aber je nach Belag mit einem Aufbau von etwa 10 cm rechnen. Rieselschutz, 2-4 cm Sand in Platten oder in einem Raster das sich nicht verschiebt, 4 cm Trittschallplatten Holzweichfaser oder Mineralwolle, dann Bodenbelag.

Alternativ Schallschutz von unten an der Decke mit Hutschienen entkoppelt.

Es gibt noch mehr Möglichkeiten aber soweit mal als Anregung.



Gibskartonplatten



Wir haben die Decken von der Erdgeschosswohnung bereits mit Gibskartonplatten abgehongen...



Idee?!



Keiner eine Idee?



naja



es fehlen zuerst noch Infos, z.B. wieviel Aufbauhöhe überhaupt zur Verfügung steht. Und wie das Ergebnis des Studiums von G. Böttchers Lesestoff zum Thema Fußbodenaufbau bzw. der Stichwortsuche aussieht. Und ob Sie bereit wären, den Bodenaufbau neu zu gestalten? Das bloße Darüberlegen von Baumaterial wird nicht viel bringen.



Also



Es ist eine Holzbalkendecke mit Schüttung dazwischen und Dielen drauf. Von unten, also Erdgeschosswohnung wurden die Decken mit Gipskartonplatten abgehongen. Ein Neuaufbau der Decken kommt nicht In Frage, da unter anderem die Wohnung unten komplett fertig renoviert wurde. In der Erdegschosswohnung hatten wir den Boden komplett neu aufgebaut mit Estrich usw. wegen dem Keller.
Bezüglich Brandschutz, habe ich die PDF von Herr Bötscher gesehen und überflogen. Da steht, dass die eine Variante wäre mit Gipskartonplatten abzuhängen, allerdings mit doppelten, das hatten wir leider nicht gemacht sondern nur einfach (Im nachhinein ist man schlauer). Aber warum soll den überhaupt bei einem Altbau an dem renoveirt wird nachträglich was gegen Brandschutz gemacht werden? Ich dachte das gilt nur für Neubauten bzw. Kernsanierungen? Die Wohneinheiten sind schon seit eh und je getrennt, das heißt das 90% in unserer Stadt alle Altbauten nicht den Brandschutznormen entsprechen...
Gruß
Alex



Entkoppeln



Die Gipskartonplatten sollten im Idealfall nicht nur doppelt sondern auch entkoppelt eingebaut werden. Aber das ist ja nicht mehr das Problem. In jedem Fall kann man da noch etwas relativ einfach nachträglich machen falls es nötig werden sollte.

Wie ist denn der Schallschutz jetzt im Moment. Sie haben anscheinend eine komplett aufgebaute Decke mit Schüttung im Moment. Damit sollte der Schallschutz ja schon grundlegend vorhanden sein, vor allem wenn es schon immer getrennte Wohneinheiten waren.

Ich habe lange mit Dielen auf 40 mm Holzfaserplatten mit eingelegten Leisten überlegt. Das könnte eine Lösung sein die bei mir nicht ausreichend war. Ansonsten Trittschalldämmung in 30 oder 40 mm und darauf schwimmend einen Belag aus Klickparkett oder ähnlichem. Aber bei den reinen Trittschalldämmplatten (DES-sg)könnte das zu weich werden. Also eher die etwas festeren Platten nehmen (DEO). Für Fliesen werden sie aber um einen stabilen Untergrund nicht herumkommen. Ich habe die DES-sg Platten gewählt, der Schallschutz ist gut, aber der Boden fühlt sich zu weich an. Für ein Schlafzimmer könnte es ausreichen - mal sehen ... ;-)



über Dielen?



Sie meinen man kann diese Platten einfach über die Dielen legen und dann Laminat, Parket etc.
Das funktioniert? Anscheinend gibt es unzählige Möglichkeiten, wir wissen immer noch nicht was und wie wir es machen, mittlerweile würde wir sogar Dielen rausnehmen auch in Frage kommen, wobei die Kniestöcke an den Schrägen jetzt stehen auf Dielen...
Was ist den die konventionale art? Was würdet Ihr den empfehlen? Auf Dielen aufbauen oder Dielen raus?
Zum Thema Schallschutz, es ist zwar eine "volle Decke" es ist aber trotzdem sehr hellhörig...