Bodenaufbau mit Betonsohle

27.04.2009



Hallo,

ich habe folgende Frage:

Mein Haus ist 1908 errichtet worden und verfügt über keinerlei Bodenplatte.
Ich habe in den einzelnen Räumen den Bodenbelag entfernt und ca. 50 cm das Erdreich ausgehoben.
Nun möchte ich einen neuen Bodenaufbau mit einer Betonsole errichten.

Ich dachte da anfolgenden Aufbau:

(von unten)
1. 20-30 Schotter mit Sand verdichtet
Frage: kann ich Schotter nehmen oder muss ich Kies nehmen und muss ich das ganze mit Sand zusätzlich verdichten)

2. PE-Folie als Wassersperre.

3. 12-15cm Beton
Frage: welche Güte muss der Beton haben?

4. Bitumabdichtung
Frage: muss dass sein?

5. 2-3cm mineralische Ausgleichsschüttung
Frage: muss ich die einbauen?)

6. 8cm Dämmung aus Styrodur

7. 8-10cm Estrich mit Bodenheizung


Ist der Aufbau so richtig oder mache ich einen grundlegenden Fehler?
Bei diesem Aufbau habe ich zwar die Fläche dicht ghemacht aber ich habe weiterhin dass Problem dass die Außen- und Innenmauern im blanken Boden stehen.
Was würdet Ihr mir dazu raten?

Für eure Hilfe würde ich euch sehr danken und freue mich auf interessante Antworten.

Viele Grüße

K.Thomas



Bodenaufbau



Ein üblicher Bodenaufbau wäre:
- ca. 20- 30 cm mineralische Tragschicht, Kies 0-32 (vorzugsweise) oder von mir aus Schotter,
Zwischenlage aus PE- Folie (dient nicht der Abdichtung, sondern um den Zementleim im Beton zu halten),
10-15 cm Unterbeton C 20/25 oder 25/30 KR oder KF bzw. F4,

mineralische Dichtschlämme oder Schweißbahn als Abdichtung,
8 cm Dämmung Styrodur,
ca. 60 mm Heizestrich.

Eine Ausgleichsschüttung ist nur erforderlich, wenn der Unterbeton uneben eingebaut wurde.
Konsistenz KR ist weich, KF ist flüssig.
Dehnfugen, Leitungsdurchführungen und Wandanschlüsse nicht vergessen!
Die Fundamente und aufgehenden Mauern in Ruhe lassen!
Beim nächsten Mal bitte erst fragen dann schachten.

Viele Grüße





"Beim nächsten Mal bitte erst fragen dann schachten."

Gottseidank kann er noch Fragen.
Leute, ihr macht Sachen.....!



Danke



Danke für die Antwort.
So ganz auf blauen Dunst habe ich dass nicht angefangen.
Möchte mir hier noch eine weitere Meinung von Leuten holen die sich auskennen.

Hatte mich vorher schon informiert und erstmal 2 Räume ausgeschachtet.
Die Räume sind 5x5m groß.
Reicht da eine Dehnungsfuge ringsherum am Mauerwerk?

Die Dehnungsfuge muss ich doch im Estrich und im Beton einbauen.

Soll ich den Kies rütteln um Ihn zu verdichten?

Viele Grüße





Wenn man den neuen Fussboden diffusionsdicht macht, kann es durchaus zu Schäden durch aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerfussbereich kommen. Die Feuchtigkeit, die bisher durch den Fussboden verdunstet ist, muss entweder durch die Wände weg, oder sie reichert sich unter dem neuen, dichten Boden an, was dazu führt, dass die Wände in feuchteren Untergrund zu stehen kommen.





Eine Frage habe ich noch.
Muss ich eine Bewährung in den Beton einbauen wenn ja welche ist ratsam?



Bewährung für Beton



macht nicht soviel Sinn, aber eine Bewehrung oder Armierung schon ;-))
Entweder eine Baustahlmatte einlagig im oberen Drittel zur Minimierung der Rissbildung oder Stahlfaserbeton, hier wohl die einfachere Lösung.
MfG
dasMaurer



und was meint ihr dazu?



Danke für die Antwort.
So ganz auf blauen Dunst habe ich dass nicht angefangen.
Möchte mir hier noch eine weitere Meinung von Leuten holen die sich auskennen.

Hatte mich vorher schon informiert und erstmal 2 Räume ausgeschachtet.
Die Räume sind 5x5m groß.
Reicht da eine Dehnungsfuge ringsherum am Mauerwerk?

Die Dehnungsfuge muss ich doch im Estrich und im Beton einbauen.

Soll ich den Kies rütteln um Ihn zu verdichten?

Viele Grüße



Reichenhall ist überall



Hört sich ein bischen nach U-Bahn an.
Köln lässt grüßen



Schaumbeton



Hallo,

mein Lösungsvorschlag zu Ihrer Frage:

Auf die planierte Ausschachtung PVC-Folie > 200µ auslegen. Dies dient zur Sicherung damit dem Schaumbeton das Anmachwasser nicht unkontrolliert entzogen werden kann.

Danach ca. 10 - 15 cm Schaumbeton einbauen (verarbeitet sich wie Fliesestrich. Kann bei Transportbeton-Werken bestellt werden. Einbau mittels Betonpumpe).

Nach 2-5 Tagen die Heizleitungen Verlegen und Zementestrich in ausreichender Stärke (> 5 cm über Heizungsrohroberkante) einbauen. Nützlich wären es hier, Polypropylen-Fasern als Rissbeschränkung einzumischen. Bei 350 kg Zementanteil ca. 2 kg Fasern.

Technische Daten Schaumbeton (Hersteller und Produktabhängig):

Rohdichte Kg/dm³: 0,6

Druckfestigkeit N/mm²: 1,8

Biegezugfestigkeit N/mm²: 0,38

Wärmeleitfähigkeit ?10,tr W/(m•K): 0,099

Feuerwiederstand F: 120

Wasserdampfdiffusions-Durchlasskoeffizient auf Dampfteildruck [kg/(m²•s•Pa]: 1,2


Gutes Gelingen



Keine Dämmung



Habe ich Sie richtig verstanden dass sie die 8 cm Dämmung aus Styrodur nicht einbauen würden?

Viele Grüße





Ja haben Sie. Beim Einbau von Schaumbeton > 10 cm ist es nach meiner Ansicht nicht notwendig eine weitere Dämmung einzubauen.

Grüße